Deutschlands Basketball-Elite

Die Nationalmannschaften des Deutschen Basketball Bundes (DBB) sind die Aushängeschilder des Verbandes. Sie treten bei internationalen Vergleichen jeglicher Art, bei Europameisterschaften, bei Weltmeisterschaften und bei Olympischen Spielen an und werden so zur Visitenkarte des DBB. In unserer Auflistung unten gelangen Sie schnell zu den einzelnen Teamseiten mit Spielerinnen, Spielern und allen Informationen von der U15 bis zur Nationalmannschaft der Herren.

News

Basketball Hamburg 20.06.2025
FIBA Women’s Eurobasket 2025
Vorrunde Gruppe D
Spanien (ESP) - Deutschland (GER)
Leonie Fiebich (Deutschland, No.13)
Luisa Geiselsöder (Deutschland, No.15) Geiselsoder re.
Foto: Tilo Wiedensohler/camera4

Jahresrückblick 2025 DBB-Damen

Vorgeschichte und Rahmenbedingungen Im Vorfeld der FIBA Women’s EuroBasket 2025 bot sich der deutschen Damen‑Basketballnationalmannschaft eine vielversprechende Ausgangslage. Deutschland war gemeinsam mit drei weiteren Nationen Gastgeber der Vorrunde – in Hamburg. Dank dieser Gastgeberrolle war die Mannschaft automatisch für die Women’s EuroBasket 2025 qualifiziert. Dennoch absolvierte sie im Vorfeld Qualifikationsspiele gegen starke Gegner wie Griechenland, Italien und Tschechien, was als willkommene Tests für die große Bühne gewertet wurde. Zudem hatte das Team 2023 mit Platz 6 bereits ein gutes EM-Resultat erzielt, das 2025 übertroffen werden sollte. Die EM 2025 wurde erstmals von vier Ländern gemeinsam ausgerichtet (Deutschland, Tschechien, Italien, Griechenland). Qualifikation & Vorbereitung Obwohl Deutschland als Gastgeber automatisch im Wettbewerb stand, nutzte der DBB die Qualifikationsphase, um in hochkarätigen Spielen den Feinschliff zu suchen. Im März 2025 fand dann die Auslosung der Gruppenphase statt und Deutschland bekam eine anspruchsvolle Vorrundengruppe zugelost: Schweden, Spanien und Großbritannien. Die Vorbereitung mit Spielen gegen die Türkei und Belgien verlief personell sehr unglücklich. Stand schon zuvor fest, dass Deutschland ohne die Sabbaly-Schwestern würde auskommen müssen, verletzten sich Centerin Marie Gülich und Forward Alina Hartmann und fielen für die Women’s EuroBasket auss. Eine große Schwächung. EuroBasket 2025 im Fokus Vorrunde Die deutsche Mannschaft eröffnete das Turnier am 19. Juni 2025 in Hamburg mit einem souveränen 89:76-Sieg gegen Schweden. In diesem Spiel überzeugte insbesondere Luisa Geiselsöder mit 20 Punkten, 7 Rebounds und 4 Assists. Im zweiten Spiel folgte eine Niederlage gegen Spanien mit 60:79. Man war allerdings bis zum Ende des dritten Viertels auf Augenhöhe gewesen. Im dritten Vorrundenspiel wurde Großbritannien mit 80:67 besiegt. Mit diesen Ergebnissen belegte Deutschland den zweiten Platz in der Vorrundengruppe und qualifizierte sich damit für das Viertelfinale. Viertelfinale; Platzierung Im Viertelfinale traf Deutschland auf den amtierenden Titelträger Belgien und unterlag mit 59:83. Nach der Pause fand man keine Mittel mehr gegen den Favoriten. Im ersten Platzierungsspiel um die Plätze 5-8 wurde die Türkei überzeugend mit 93:73 bezwungen. Frieda Bühner erzielte die meisten Punkte (19). Im anschließenden Platzierungsspiel um Rang 5 gewann Deutschland gegen Tschechien mit 81:70. Eine starke Team-Leistung wurde von Leonie Fiebich mit 23 Punkten getragen. Am Ende erreichte das Team Platz 5 – das drittbeste jemals erzielte EM-Ergebnis der deutschen Damen (Bronze EM 1966 DBV-Damen, Bronze EM 1997 DBB-Damen). Spielerinnen im Blick Luisa Geiselsöder: Im Turnierverlauf kam sie durchschnittlich auf 14,3 Punkte, 6,3 Rebounds und 4,5 Assists pro Spiel. Im Auftaktspiel gegen Schweden war sie mit 20 Punkten, sieben Rebounds und vier Assists die tragende Figur. Leonie Fiebich: Im Turnier lag ihr Schnitt bei 14,8 Punkten, sechs Rebounds und 2,7 Assists pro Spiel. Im Spiel um Platz 5 führte sie das Team mit 23 Punkten zum Erfolg. Frieda Bühner: Die erst 21-Jährige ist aus der deutschen Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Sie war mit durchschnittlich 15 Punkten die deutsche Topscorerin und holte außerdem 5,2 Rebounds und 2,5 Assists pro Spiel. Emily Bessoir: Der Fowrard war die Zuverlässigkeit in Person, was ihre Stats auch aussagen: 12,7 Punkte, vier Rebounds und 1,8 Assists im Schnitt. Diese individuellen Leistungen unterstreichen, dass das deutsche Team nicht nur kollektiv überzeugte, sondern auch über Schlüsselspielerinnen verfügte, die Verantwortung übernommen haben. Bewertung und Ausblick – Neuer Bundestrainer Der fünfte Platz bei der EuroBasket 2025 stellt einen deutlichen Fortschritt dar: die Mannschaft zeigte trotz der fehlenden Spielerinnen Stabilität und Leistungsbereitschaft. Als Ausblick bleibt: Der Blick richtet sich nun auf die Heim-WM 2026 in Berlin – mit dem Team und der Spielerinnenbasis, die sich 2025 stabilisiert haben, steht eine interessante Zukunft bevor. Zudem zeigt dieses Ergebnis, dass der deutsche Damenbasketball international weiter Anschluss gefunden hat – mit Potenzial nach oben. Im September wurde mit Olaf Lange ein neuer Damen-Bundestrainer vorgestellt, der im November gleich einen ersten „Kennenlern“-Lehrgang durchführte. World University Games Wichtige internationale Erfahrungen sammelten die DBB-„Studentinnen“ bei den World University Games in Duisburg. Allerdings musste das von Stefan Möller gecoachte Team schon nach zwei Spielen alle Medaillenträume begraben. Beim 63:69 gegen die USA und beim 50:63 gegen Polen hatten die deutschen Korbjägerinnen – eine Art B-Nationalmannschaft – durchaus gute Szenen. Es fehlte aber die Konstanz. Alle weiteren Spiele wurden gewonnen (81:40 gegen Chinese Taipeh | 128:54 gegen Indien |84:64 gegen Brasilien | 79:63 gegen Litauen), woraus schließlich der neunte Platz resultierte. Head Coach Stefan Möller: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die sich nach den ersten beiden Niederlagen nicht hat entmutigen lassen, sondern die Moral aufrecht gehalten hat. Auch heute haben sie erneut bewiesen, dass sie füreinander einspringen und Verantwortung übernehmen. Wir haben mit Platz neun einen versöhnlichen Abschluss und sind sehr dankbar über die Unterstützung, die wir in der letzten Woche erfahren haben.“

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Ballin Overseas Teil 2: DBB-Nachwuchs im Süd-Westen

Die US-College-Saison 25/26 ist in vollem Gange. Seit Anfang November stehen viele deutsche Talente wieder auf den Courts der NCAA und versuchen sich mit ihrem College für den prestigeträchtigen March Madness zu vorzubereiten. In unserer Rubrik „Ballin Overseas“ stellen wir die deutschen Talente nach und nach vor und liefern Wissenswertes zu deren Saisons in Übersee. Dafür haben wir die Spieler und Spielerinnen nach den US-Regionen West, South West, Mid West, South East und North East eingeteilt. Nachdem wir im Westen begonnen haben, richten wir unsere Aufmerksamkeit heute auf den Süd-Westen. WEST Christian Anderson Jr. Team: Texas Tech Red Raiders (TX) Jahrgang: 2006 Position: PG/SG Größe: 1.91 m College-Saison: Sophomore Punkteschnitt: 20.6 (13 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 2 A-Länderspiele 29 U-Länderspiele 4 Turniere U16-Europameister (Div. B) 2022 U18-EuroBasket-Bronze 2023 U18-Europameister 2024 U19-Vizeweltmeister 2025 Declan Duru Jr. Team: Texas Longhorns (TX) Jahrgang: 2007 Position: SF/PF Größe: 2.03 m College-Saison: Freshman Punkteschnitt: 1.5 (10 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 37 U-Länderspiele 6 Turniere U16-Europameister (Div. B) 2022 U18-Europameister 2024 U19-Vizeweltmeister 2025 Ivan Kharchenkov Team: Arizona Wildcats (AZ) Jahrgang: 2006 Position: SG Größe: 2.01 m College-Saison: Freshman Punkteschnitt: 8.8 (12 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 19 U-Länderspiele 3 Turniere U16-Europameister (Div. B) 2022 U18-EuroBasket-Bronze 2023 U18-Europameister 2024 Michael Rataj Team: Baylor Bears (TX) Jahrgang: 2003 Position: SF/PF Größe: 2.03 m College-Saison: Senior Punkteschnitt: 10.0 (11 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 26 U-Länderspiele 4 Turniere Clara Bielefeld Team: TCU Horned Frogs (TX) Jahrgang: 2007 Position: PG-PF Größe: 1.93 m College-Saison: Freshman Punkteschnitt: 2.5 (12 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 10 A-Länderspiele 21 U-Länderspiele 4 Turniere U16-Europameister (Div. B) 2023 U18-Vize-Europameister (Div. B) 2025 Mailien Rolf Team: SMU Mustangs (TX) Jahrgang: 2005 Position: PG Größe: 1.78 m College-Saison: Sophomore Punkteschnitt: – (0 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 2 A-Länderspiele 41 U-Länderspiele 7 Turniere U20-Vize-Europameisterin (Div. B) 2023 Praise Egharevba Team: Oklahoma State Cowgirls (OK) Jahrgang: 2003 Position: PF Größe: 1.91 m College-Saison: Junior Punkteschnitt: 3.1 (14 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 24 U-Länderspiele 4 Turniere Nina Horvath Team: East Texas A&M Lions (TX) Jahrgang: 2004 Position: PG/SG Größe: 1.73 m College-Saison: Junior Punkteschnitt: 8.4 (9 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 13 U-Länderspiele 2 Turniere Emilia Dannebauer Team: UTSA Roadrunners (TX) Jahrgang: 2005 Position: PF/C Größe: 1.93 m College-Saison: Sophomore Punkteschnitt: 3.4 (11 Spiele) Bilanz DBB auf FIBA-Ebene: 0 U-Länderspiele 0 Turniere

U19-Silber-2025

Jahresrückblick 2025 männlicher Nachwuchs

Wir blicken auf unsere männlichen U-Nationalmannschaften im Jahr 2025 zurück: U15-Jungen – Grundlagen legen, Erfahrung sammeln Die U15 bildete 2025 auch ohne EM/WM (in dieser Altersklasse nicht vorgesehen) die wichtige Einstiegsstufe in den internationalen Wettkampf. Es stand der Aufbau von Athletik, Spielverständnis, Entscheidungsfindung und Teamkultur im Vordergrund. Der Fokus lag klar auf Entwicklung, nicht auf Resultaten, doch die Gruppe zeigte bereits die gewünschte Lernkurve und eine hohe Trainingsqualität. Beim Nordic Cup-Turnier in Lohja/FIN ging es gegen Dänemark (89:58), Island (66:47), Finnland (67:53) und wieder gegen Island (82:75). Head Coach Steffen Hamann: „Wir können natürlich sehr stolz sein, die Goldmedaille mit vier Siegen nach Hause zu holen. Die Jungs haben das sehr gut gemacht und ich hoffe, das viele im nächsten Sommer wieder mit dabei sein werden.“ U16-Jungen – stabil im A-Feld, starkes Finish Die U16 trat bei der FIBA U16 EuroBasket 2025 ersatzgeschwächt an, bestätigte aber die Zugehörigkeit zur Division A. Nach einer wechselhaften Vorrunde (60:86 vs Serbien | 63:82 vs Spanien | 85:65 vs Georgien) traf das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann im Achtelfinale auf Italien und verpasste den Sprung unter die besten Acht – 65:85. In der anschließenden Platzierungsrunde steigerte sich die Mannschaft spürbar, holte u. a. einen überzeugenden Sieg gegen Estland (87:77) und krönte den Turnierabschluss mit einem starken Erfolg im Spiel um Platz 9 gegen Griechenland – 74:62. Unterm Strich steht ein 9. Platz: ein solides Resultat gegen starke Konkurrenz und – wichtiger – eine Leistungskurve, die in der zweiten Turnierhälfte deutlich nach oben zeigte. Das Kollektiv gewann an Stabilität, besonders in Defense-Phasen und im Rebounding, und schuf damit eine gute Ausgangslage für den Schritt in die U18. U18-Jungen – oben dabei, Nervenstärke im Finish Die U18 zeigte bei der FIBA U18 EuroBasket 2025 über weite Strecken ein reifes Turnier. Nach einer Vorrunde mit Licht und Schatten (71:85 vs Italien | 77:56 vs Israel | 80:85 vs Bulgarien) kam die Mannschaft von Head Coach Stephen Arigbabu im Achtelfinale in Fahrt und schlug Schweden überzeugend mit 89:62. Im engen Viertelfinale fehlte in der Crunchtime das Quäntchen Glück. Der Dreier vom bei der EM überragenden Mathieu Grujicic mit Ablauf der Uhr fiel nicht: 79:80 gegen Lettland. In den Platzierungsspielen bewahrte das Team Haltung, unterlag zwar zunächst Slowenien (78:91), sicherte sich dann aber mit einer reifen Leistung im Spiel um Platz 7 den positiven Abschluss: 73:64 gegen die Türkei. Ergebnis: Platz sieben – oberes Mittelfeld Europas, klare Entwicklungstendenz und viele harte Minuten auf hohem Niveau. U19-Herren – WM-Silber! Historischer Lauf in Lausanne Ein Jahr zum Einrahmen: Bei der FIBA U19 Basketball World Cup 2025 in Lausanne/Schweiz schrieb die U19 DBB-Geschichte. Als U18-Europameister war man zu den Welt-Titelkämpfen gereist und zeigte sich auf den Punkt bereit. Schon die Gruppenphase war ein echtes Statement: 75:68 gegen Slowenien, 90:66 gegen China, 104:88 gegen Kanada – 3-0 als klares Zeichen der Reife. Im Achtelfinale bezwang das Team Serbien 92:83, im Viertelfinale folgte ein kontrollierter Auftritt gegen Australien 80:67, und im Halbfinale setzte sich Deutschland erneut gegen Slowenien durch: 84:72. Erst im Finale war die USA (noch) eine Nummer zu groß – 76:109. Dennoch überstrahlt die Silbermedaille alles: historisch für diese Altersklasse, getragen von tiefer Rotation, physischer Präsenz und konstanter Shot-Creation. Das Team bewies Turnierhärte, taktische Disziplin und mentale Stabilität – ein Meilenstein für den deutschen Nachwuchs. Von dieser Generation um Hannes Steinach, Christian Anderson (Beide im WM All Star Team) oder Jack Kayil – um nur einige wenige zu nennen – darf noch ganz viel erwartet werden. U20-Herren – starker Start, bitteres Achtelfinale, Klassenerhalt gesichert Die U20 lieferte bei der FIBA U20 EuroBasket 2025 (Heraklion) eine sehr starke Vorrunde ab und zog ungeschlagen als Gruppenerster ins Achtelfinale ein: 64:62 gegen die Ukraine, 71:67 gegen Italien und ein dominantes 85:60 gegen Belgien. Das Achtelfinale wurde zum Nailbiter – 85:86 n. V. gegen Slowenien, eines der seltenen Spiele, in denen ein Gruppensieger gegen einen Gruppenvierten unterliegt. Danach brauchte die Mannschaft von Head Coach Christian Held kurz, um den Rückschlag zu verdauen, behielt aber in der Platzierungsrunde letztlich die Nerven: Nach einem Dämpfer gegen Polen (69:83) mussten zwei Siege her, um den Abstieg in die Division B zu verhindern. Es folgte ein hauchdünner 82:81-Erfolg gegen Finnland, ehe im abschließenden Spiel gegen Island mit 63:56 der 13. Platz – und damit der Klassenerhalt in der Division A – festgezurrt wurde. In Summe: Ein Team mit Substanz, ordentlicher Tiefe und klarer Identität – das Achtelfinale zeigte, wie nah die Spitze ist. Fazit Vom breit aufgestellten U15-Unterbau über eine stabile U16 und eine konkurrenzfähige U18 bis hin zur historischen U19-Silbermedaille und dem U20-Klassenerhalt: 2025 war für den männlichen DBB-Nachwuchs ein Jahr, das die Entwicklung breit wie spitz sichtbar macht. Besonders der U19-Lauf demonstriert, dass die Top-Talente nicht nur mithalten, sondern um große Ziele spielen können – und die Jahrgänge darunter liefern die nötige Basis, damit das so bleibt.

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Jahresrückblick 2025 weiblicher Nachwuchs

Und hier der Rückblick unserer weiblichen U-Mannschaften im Jahr 2025: U15-Mädchen – Fundament für die Zukunft Für die jüngste weibliche Auswahl des DBB war 2025 ein Jahr der spielerischen und athletischen Grundsteinlegung. Da es in dieser Altersklasse weder eine EM noch eine WM gibt, lag der Fokus klar auf Ausbildung, Internationalisierung und Teambildung. Im Mittelpunkt stand der Nordic Cup, das traditionsreiche Vergleichsturnier der nordischen Nationen, an dem die deutsche U15-Auswahl als Gast teilnahm. Dort gab es drei Niederlagen und einen Sieg. Gegen Dänemark unterlag das Team von Head Coach Nicola Happel mit 71:72, gegen Island mit 61:78 und gegen Finnland mit 48:68. Erfreulich, dass sich Deutschland im zweiten Vergleich mit Dänemark dann mit 54:53 durchsetzen konnte. Das Jahr 2025 zählt als ein weiteres Mosaikstück im Aufbauprozess: Entscheidungsfindung, taktisches Verständnis und physische Ausbildung standen im Mittelpunkt. Dass sich die Mannschaft stetig steigerte, ist das entscheidende Fazit – der Jahrgang hat Substanz. U16-Mädchen – EM-Bronze in Rumänien! Die U16-Nationalmannschaft feierte bei der FIBA U16 Women’s EuroBasket 2025 in Pitești/Mioveni (Rumänien) den größten Erfolg dieser Altersklasse seit vielen Jahren: Bronze! Schon die Gruppenphase verlief vielversprechend – Deutschland zeigte eine bemerkenswerte defensive Stabilität und gewann zwei der drei Vorrundenspiele souverän (89:40 gegen Kroatien | 53:55 gegen Italien | 96:72 gegen Israel). In der K.o.-Runde überzeugte das Team durch Kompaktheit und eine bemerkenswerte mentale Reife. Nach dem ungefährdeten Achtelfinal-Erfolg gegen Gastgeber Rumänien (87:55), schlug das Team von Bundestrainer Heiko Czach im Viertelfinale Polen nach ausgeglichener erster Halbzeit schließlich deutlich und zog verdient ins Halbfinale ein (78:54). Dort traf Deutschland auf Slowenien – und musste sich nach starker Anfangsphase und dann fehlender Offensive mit 41:57 geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 ging es gegen Lettland um die Bronzemedaille. Nach einem nervösen Beginn (0:10-Lauf) fand das Team zurück in die Spur, kämpfte sich Stück für Stück heran und drehte das Spiel im Schlussviertel – 71:66. Das Resultat: Platz 3, EM-Bronze, und die Gewissheit, dass dieser Jahrgang absolut europatauglich ist. Dieses EM-Bronze ist mehr als nur Edelmetall – es markiert die erfolgreiche Entwicklung des gesamten weiblichen Nachwuchssystems des DBB. U18-Mädchen – Silber & Wiederaufstieg in die A-Division Für die U18-Mädchen war 2025 das Jahr der Wiedergutmachung – und sie lieferten. Nach dem Abstieg 2023 trat das Team in der Division B der FIBA U18 Women’s EuroBasket in Sofia an – mit klarem Ziel: Aufstieg. Schon in der Gruppenphase deutete sich an, dass Deutschland zu den stärksten Teams des Feldes zählen würde. Gegen Schweden gewann man zum Auftakt 49:44 (6-14, 13-12, 13-12, 17-6), ehe gegen Mazedonien ein überdeutliches 85:37 folgte. In beiden Partien beeindruckte die DBB-Auswahl mit aggressiver Verteidigung, variablem Ballvortrag und cleverem Shot-Selection. Schließlich wurden in der Gruppenphase noch Irland (79:50) und Rumänien (59:46) bezwungen. Im Viertelfinale ließ Deutschland nichts anbrennen und gewann gegen die Niederlande mit 58:41. Das Halbfinale gegen Kroatien wurde zum Schlüsselspiel – Deutschland dominierte über weite Strecken und siegte souverän mit 75:60. Der Aufstieg war geschafft! Im Finale traf man erneut auf Schweden, das in einem hochklassigen Match knapp 77:69 gewann. Trotz der Finalniederlage überwog die Freude: Silbermedaille und Wiederaufstieg in die A-Division. Head Coach Janet Fowler-Michel lobte die mannschaftliche Geschlossenheit: keine Einzelshow, sondern ein homogenes, taktisch diszipliniertes Kollektiv. Mit der Rückkehr in die A-Division ist dieser Jahrgang wieder im europäischen Spitzenfeld angekommen. U20-Damen – Reifer Auftritt in Portugal Die FIBA U20 Women’s EuroBasket 2025 in Matosinhos (Portugal) brachte für die deutsche Auswahl einen respektablen 9. Platz und eine positive Turnierbilanz (vier Siege, drei Niederlagen). Nach einer Vorrunde mit einem Sieg gegen Gastgeber Portugal (83:72) und zwei Niederlagen gegen Slowenien (75:84) und Frankreich (67:80) traf Deutschland im Achtelfinale auf Spanien – den späteren Turniersieger. Trotz mutigem Beginn musste sich das DBB-Team am Ende mit 69:88 geschlagen geben. Statt zu hadern, zeigte die Mannschaft Reife und Moral: In den Platzierungsspielen folgten ein 89:80 gegen Tschechien, ein 59:54 gegen Lettland und abschließend ein starker 84:58-Sieg gegen Polen. Damit beendete Deutschland das Turnier auf Rang neun. Besonders positiv: Das Team gewann vier seiner letzten fünf Spiele. Der Jahrgang 2005/06 bestätigte mit dieser EM einen stabilen Übergang in den Leistungsbereich – spielerisch, physisch und mental. Fazit – Auf dem Weg nach oben 2025 war für den weiblichen Nachwuchs des DBB ein Meilensteinjahr. Die U16 überraschte die europäische Konkurrenz mit EM-Bronze – der erste Podestplatz seit Jahren. Die U18 kehrte mit Silber und dem Wiederaufstieg in die A-Division in Europas Elite zurück. Die U20 bestätigte mit Platz neun und starken Auftritten gegen Topnationen, dass Deutschlands weiblicher Nachwuchs breiter, konstanter und international konkurrenzfähig ist. Damit zeigt sich ein klarer Trend: Der Weg stimmt. Die Strukturen greifen, die Durchlässigkeit in Richtung A-Team ist sichtbar, der weibliche Basketball im DBB wächst – und 2025 war das Jahr, in dem dieser Aufwärtstrend sichtbar Realität wurde.

Veranstaltung „Sportler des Jahres 2025“

DBB-Herren sind „Team des Jahres 2025“

Serie fortgesetzt! Zum dritten Mal in Folge wurde eine deutsche Basketball-Nationalmannschaft zum „Team des Jahres“ gewählt. Nach den DBB-Herren 2023 und den 3×3-Damen 2024 wurden heute wieder die Herren im Kurhaus Baden-Baden im Rahmen der ZDF-Gala „Sportler des Jahres“ zum „Team des Jahres 2025“ gekürt. Deutschlands Sportjournalisten hatten zuvor  ihr Votum abgegeben. „Sportlerin des Jahres“ wurde Biathletin Franziska Preuß, „Sportler des Jahres“ wurde Zehnkämpfer Leo Neugebauer. Oscar Da Silva, Justus Hollatz, Leon Kratzer, Andreas Obst, Johannes Voigtmann, Head Coach Álex Mumbrú und Assistant Coach Alan Ibrahimagic nahmen stellvertretend für die gesamte Mannschaft den Preis aus den Händen der Team-Vorjahressiegerinnen, der 3×3-Olympiasiegerinnen Svenja Brunckhorst, Sonja Greinacher, Elisa Mevius und Marie Reichert entgegen. Nach 1993, 2005 und 2023 (jeweils DBB-Herren) und 2024 (DBB-3×3-Damen) wurde eine deutsche Basketball-Nationalmannschaft damit zum fünften Mal mit diesem Titel ausgezeichnet. „Immer dran geglaubt!“ In einem Kurzinterview sagte Bundestrainer Álex Mumbrú: „Ich habe immer an den EM-Titel geglaubt, war sehr zuversichtlich und habe volles Vertrauen in die Spieler, in Alan und in den ganzen Verband gehabt. Es war definitiv eine gute Entscheidung, Head Coach der deutschen Nationalmannschaft zu werden!“ „Es ist sehr schön hier oben zu stehen und wir freuen uns sehr hier sein zu dürfen“, so Andreas Obst.

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Women’s World Cup 2026: Opals – Australiens Basketball-Flaggschiff

An dieser Stelle stellen wir Ihnen Monat für Monat die bereits jetzt qualifizierten Teams für den Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) vor. Heute werfen wir dabei einen Blick auf Australien. Opals – Australiens Basketball-Flaggschiff Athletik, Spielintelligenz, Tiefe im Kader und internationale Erfahrung … diese Eigenschaften stehen sinnbildlich für die australischen Basketballdamen, die Opals. Als Asienmeisterinnen 2025 haben sie sich frühzeitig für den Women’s Basketball World Cup 2026 qualifiziert und einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie zu den konstantesten Top-Nationen im Damenbasketball zählen. Australien blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte im internationalen Damenbasketball zurück. Kaum ein anderes Team schafft es über Jahrzehnte hinweg, auf Welt- und Olympiaebene regelmäßig um Medaillen mitzuspielen. Der Triumph bei der Asienmeisterschaft 2025 war dabei nicht nur ein weiterer Titel, sondern Ausdruck einer stabilen Entwicklung, in der erfahrene Führungsspielerinnen und eine neue Generation nahtlos ineinandergreifen. Etablierte Weltmacht mit Titelambitionen Die Opals sind seit Jahren ein fixer Bestandteil der globalen Elite. Olympische Medaillen, WM-Podiumsplätze und zahlreiche Finalteilnahmen bei kontinentalen Wettbewerben unterstreichen ihren Anspruch. Besonders bemerkenswert ist die Konstanz, mit der Australien selbst nach personellen Umbrüchen wettbewerbsfähig bleibt – ein Verdienst der starken nationalen Liga (WNBL), der engen Verzahnung mit der WNBA und der professionellen Nachwuchsarbeit. Der australische Spielstil verbindet körperliche Präsenz mit hoher taktischer Disziplin. Defensiv agieren die Opals aggressiv, aber kontrolliert, offensiv variabel und geduldig. Schnelles Umschalten, gutes Spacing und konsequentes Rebounding zählen zu ihren Markenzeichen. Kaum ein Team ist so unangenehm zu bespielen, weil Australien Tempo, Physis und Cleverness miteinander kombiniert. Schlüsselspielerinnen und Teamstruktur Das australische Team zeichnet sich weniger durch eine einzelne Superstar-Abhängigkeit als durch außergewöhnliche Kaderbreite aus. Zahlreiche Spielerinnen wie z.B. die Routiniers Sami Whitcomb (Phoenix Mercury), Rebecca Allen (Chicago Sky) und Stephanie Talbot (Golden State Valkyries) verfügen neben Akteurinnen wie Ezi Magbegor (Seattle Storm), Alanna Smith (Minnesota Lynx) oder Jade Melbourne (Washington Mystics) über WNBA-Erfahrung und übernehmen je nach Spielsituation Verantwortung. Einige australische Korbjägerinen sind auch Jahr für Jahr bei starken europäischen Klubs in der EuroLeague Women am Ball. Die Balance zwischen Erfahrungen und Nachwuchs-„Power“ macht die Opals besonders schwer ausrechenbar. Gecoacht wird das Team von Head Coach Sandi Brondello und Associate Head Coach Paul Goriss mit klarem Fokus auf Struktur, defensive Stabilität und mannschaftliche Geschlossenheit. Rollen sind klar definiert, die Rotation tief – ein entscheidender Faktor in Turnieren mit hoher Spielbelastung. Offizielle Website des FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 Bronze bei Olympia 2024 in Paris Nach einem „Schock“ zum Auftakt mit einer 62:75-Niederlage gegen Nigeria zeigte Australien seine ganze Klasse und bezwang in den verbleibenden beiden Gruppenspielen Kanada (70:65) und Gastgeber Frankreich (79:72). Als Gruppenzweiter trafen die Opals dann mit Serbien auf einen weiteren Gruppenzweiten. Mit dem klaren 85:67 stand Australien im Halbfinale, wo man gegen die späteren Olympiasiegerinnen aus den USA mit 64:85 unterlag und nur den Beginn der Partie ausgelichen gestalten konnte. Es folgte ein echter Krimi um Bronze gegen Europameister Belgien. Der lag zu Beginn des Schlussabschnitts noch mit vier Punkten in Front, ehe u.a. die Routine von Tess Magden dafür sorgte, dass sich das Team von „down under“ noch mit 85:81 durchsetzen konnte. Auffälligste australische Akteurinnen bei Olympia 2024 waren Sami Whitcomb (13 PTS, 3,5 REB, 5,3 AST, 1,5 STL), Ezi Magbegor (11,5 PTS, 6 REB, 2,5 AST, 1,5 BLK) und Alanna Smith (11,5 PTS, 8 REB, 2,2 AST, 1,2 STL). Asienmeisterschaft 2025 Bei der Asienmeisterschaft 2025 bestätigte Australien seine Favoritenrolle. Trotz des Fehlens zahlreicher Spitzenspielerinnen wegen der parallel laufenden WNBA-Saison holten sich die Opals den Titel. Auf dem Weg zum Triumph hatte man anfangs zwei leichte Aufgaben zu bewältigen. 115:39 gegen die Philippinen und 113:34 gegen den Libanon lauteten dementsprechend die Resultate, ehe es gegen Japan doch schon deutlich enger wurde (79:67). Das Halbfinale gegen Südkorea wurde mit 86:73 gewonnen, im Finale warteten wieder die Japanerinnen. Und die wehrten sich und waren bis zum 73:73 sechs Minuten vor dem Ende voll im Spiel. Dann aber übernahm Australien das Kommando und siegte schließlich mit 88:79. Aus einer extrem ausgeglichen auftretenden australischen Mannschaft (Elf Spielerinnen mit mehr als sechs Punkten im Schnitt) ragten Alexandra Fowler (Perry Lakes Hawks/AUS, 11,8 PTS, 7,2 REB, 3,8 AST, 1,4 STL), Sara Blicavs (Melbourne Tigers/AUS, 11,4 PTS, 5,2 REB, 1,8 AST, 1,4 STL) und Stephanie Reid (Diamond Valley Eagles/AUS, 11,2 PTS, 1,2 REB, 7,4 AST) heraus. Ausblick auf den Women’s World Cup 2026 Mit dem Asientitel 2025, einem erfahrenen Kern und international geprägten Spielerinnen reisen die Opals als klarer Medaillenkandidat nach Berlin. Australiens Ziel ist traditionell hoch gesteckt: das Finale und der Kampf um Gold. Als eingespieltes, physisch starkes und taktisch diszipliniertes Team zählen die Opals auch 2026 zu den größten Herausforderern der USA und Europas Top-Nationen. Bilanz gegen Deutschland Deutschland und Australien trafen in der Vergangenheit insgesamt nur vier Mal aufeinander, unter anderem bei der Weltmeisterschaft 1998 in Deutschland (69:88 in Wuppertal). Bislang gelang einer deutschen Damenasuwahl noch kein Erfolg gegen die Opals (0:4, Korbverhältnis 240:329), die immer als klare Favoritinnen ins Spiel gingen. So auch beim bisher letzten Aufeinandertreffen am 10. Februar 2024 im brasilianischen Belém, als Deutschland mit 52:85 unterlag, angesichts des folgenden, entscheidenden Spiels gegen Brasilien aber nicht alle Kräfte einsetzte.

U18w-Nominierung2025

Gelungener Nominierungslehrgang der U18-Mädchen

Der Nominierungslehrgang der U18-Mädchen Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg ist erfolgreich verlaufen. Bundestrainer Heiko Czach bilanzierte wie folgt: „Der Nominierungslehrgang der U18-Mädchen liegt nun hinter uns. In diesem Jahr hatten wir noch ein paar mehr Spielerinnen eingeladen, weil wir 2026 eine U17-WM und eine U18-EM als Höhepunkte haben. Insgesamt 42 Spielerinnen waren angereist und absolvierten sehr intensive Tage mit Messungen/ Tests, Kleingruppentraining, Training und internen Spielen. Es war eine wirklich gelungener Lehrgang. Alle Spielerinnen haben die notwendige Arbeitseinstellung gezeigt. Die gesammelten Eindrücke werden nun in den entsprechenden Kaderlisten zusammengefasst weitergegeben. Danke an den tollen Staff vor Ort für die sehr wertvolle Arbeit, den Gastgebern am OSP Heidelberg für die Unterstützung im Ablauf und die Heimvereine für ihre Arbeit mit den Spielerinnen.“

Basketball Riga 14.09.2025
DBB Länderspiel Männer Herren
EuroBasket 2025
Finale
Türkei (TUR) - Deutschland (GER)
Deutschland gewinnt und ist Europameister
Jubel
Siegerehrung
Alex Mumbru (Deutschland, Bundestrainer)
Alan Ibrahimagic (Deutschland, Assistenztrainer) re.
Foto: Tilo Wiedensohler/camera4

TV-Termine für Europameister

Kurz vor dem Jahreswechsel sind die Europameister noch einmal im deutschen TV gefragt. Bereits heute Abend treten Bundestrainer Álex Mumbrú und Assistant Coach Alan Ibrahimagic um 20.15 Uhr im ZDF bei „Markus Lanz – Das Jahr 2025“ auf und blicken noch einmal auf die bewegenden Tage in Tampere/Finnland und Riga/Lettland zurück. Besonders die beiden haben da ja so einiges zu erzählen. Mumbrú und Ibrahimagic sind dann auch wieder dabei, wenn es am kommenden Sonntag, 21. Dezember 2025, zur alljährlichen Gala „Sportler des Jahres“ in Baden-Baden kommt (Ab 20.00 Uhr auf sportstudio.de und ab 22.15 Uhr im ZDF). Unterstützt werden sie dabei von den fünf Europameistern, die beim FC Bayern München aktiv sind. Der FC Bayern spielt um 18 Uhr noch in Köln gegen die Telekom Baskets Bonn. Anschließend werden Oscar Da Silva, Justus Hollatz, Leon Kratzer, Andreas Obst und Johannes Voigtmann direkt nach Baden-Baden geflogen, um dann möglicherweise als „Team des Jahres“ ausgezeichnet zu werden. Es wäre nach 2023 (DBB-Herren Weltmeister) und 2024 (3×3-Damen Olympiasiegerinnen) der dritte Triumph in Folge für den deutschen Basketball bei dieser begehrten Auszeichnung. Auf dem Foto zu sehen sind Bundestrainer Álex Mumbrú (li.) und Assistant Coach Alan Ibrahimagic bei der Siegerehrung am 14. September 2025 in Riga. Foto: DBB/Camera 4