DBB-Auswahl überzeugt bei der Women’s Series in Ulaanbaatar
Am Donnerstag und Freitag fand der nächste Stopp der FIBA 3×3 Women’s Series in Ulaanbaatar/MGL statt. In der Vorrunde traf die deutsche Auswahl zunächst auf die Teams aus Amagalan/MGL und Yanjing/CHN. Mit zwei überzeugenden Auftritten sicherte sich das DBB-Team den Einzug ins Viertelfinale. Dort setzte es sich gegen Manila/PHI durch und zog anschließend mit einem Erfolg über Japan ins Endspiel ein. Im Finale warteten schließlich die Gastgeberinnen aus Ulaanbaatar/MGL. Nach einer engen Partie unterlagen die DBB-Damen mit 18:19 und wurden Zweiter. Gruppenphase – Amgalan Im ersten Spiel des achten Stopps des FIBA 3×3 Women´s Series traf die deutsche 3×3-Auswahl auf das Team aus Amgalan/MGL. Bereits früh im Spiel zeichnete sich ein Sieg für die deutsche Mannschaft ab. Eingeleitet durch einen Treffer von Ama Degbeon fand das Team schnell einen guten Rhythmus in der Offensive. Nach fünf Minuten stand es bereits 15:3. Schließlich war es Laura Zolper, die das Spiel bereits zwei Minuten vor Abpfiff durch den 21. Punkt beenden konnte, sodass das deutsche Team einen ungefährdeten 21:5-Sieg einfahren konnte. Gruppenphase – Yanjing Im zweiten Spiel gegen Yanjing/CHN erwischte das Team einen deutlich schlechteren Start. In Minute fünf konnte man erstmalig durch einen Zweipunktewurf von Marie Reichert die Führung erzielen und gab diese im weiteren Verlauf des Spiels nicht mehr her. Nach Anbruch der letzten Minute ließen die deutschen Spielerinnen nichts mehr anbrennen und entschieden das Spiel durch einen Vier-Punkte-Run für sich. Letztendlich gewannen sie mit 17:13. Viertelfinale Der Gegner des deutschen Teams im Viertelfinale hieß Manila/PHI. Von Beginn an dominierten die deutschen Spielerinnen das Geschehen und stellten früh die Weichen auf Sieg. Bereits nach dreieinhalb gespielten Minuten lagen sie mit 7:2 in Führung und bauten diese durch einen Steal von Ama Degbeon und den darauffolgenden Zweipunktetreffer von Topscorerin Victoria Poros (8 Punkte) noch weiter aus. Auch im weiteren Spielverlauf verteidigte das deutsche Team konsequent und nutzte vor allem ihren Größenvorteil unter dem Korb. Schließlich gewannen die deutschen Spielerinnen hochverdient mit 20:5. Halbfinale Im Halbfinale traf die deutsche Mannschaft auf Japan. Sie startete gut in das Spiel und stellte so bereits, eingeleitet durch einen Zweipunktetreffer von Victoria Poros, nach einer Minute auf 3:0. Im Verlauf des Spiels bauten die deutschen Spielerinnen diese Führung kontinuierlich aus und führten drei Minuten vor Schluss bereits mit 17:6. Letztendlich war es Ama Degbeon, die zwei Minuten vor Schluss den 21. Treffer erzielte und das Spiel frühzeitig beendete. Das deutsche Team gewann auch dieses Spiel hochverdient mit 21:8. Finale Das Finale gegen die Gastgeber startete schnell und intensiv. Die Mannschaft aus Ulaanbaatar verlangte dem deutschen Team von Beginn an alles ab und setzte sich im weiteren Spielverlauf als erstes mit drei Punkten ab. Auch nach fünf Minuten lag Deutschland noch mit fünf Zählern zurück. 3:20 Minuten vor dem Ende gelang der deutschen Mannschaft durch einen Zweipunktewurf von Laura Zolper der Ausgleich. In der Schlussphase entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Trotz eines weiteren Zweipunktetreffers von Marie Reichert kurz vor der Schluss behielt das Team aus Ulaanbaatar die Oberhand und sicherte sich den Finalsieg. Die deutsche Mannschaft verlor knapp mit 18:19. „Das macht Lust auf mehr!“ 3×3-Disziplintrainer Hanno Stein: „Ich bin sehr stolz auf die Frauen, die sich von ihrer besten Seite gezeigt haben. Nach dem nicht so guten Turnier in Sumgait haben wir diverse Dinge besprochen und im Training sowie in einem Testspiel gegen Japan am Vortag des Turniers erarbeitet. Wir haben ein energetisches Turnier gespielt und den Pool souverän gemeistert. Das zweite Spiel gegen Yanjing war ein wenig steinig, aber trotzdem souverän. Die Gegnerinnen hatten eine hohe Trefferquote, deswegen war es enger als gewünscht. Das Viertel- und Halbfinale haben wir wahnsinnig gut weggespielt und mit voller Energie gezeigt, was in uns steckt. Unsere DNA ist eine starke Defense, die nichts erlaubt, vor allem keine Distanzwürfe. Das haben wir gegen Manila toll umgesetzt, sie hatten wirklich keine Chance. Auch im Halbfinale gegen Japan, gegen die wir zuvor getestet und knapp in der Overtime gewonnen hatten, waren wir „on point“ und haben wahrscheinlich eines unserer besten Spiele bisher gemacht. Wir haben in der Defense viel besser zusammengearbeitet und auch offensiv sehr gut gespielt. Wir haben das Spiel auseinandergezogen. Die Schnelligkeit von Laura (Zolper), das Shooting von Vici (Poros) sowie die Vielseitigkeit von Ama Degbeon und Marie Reichert haben gezeigt, was in uns steckt. Mit dieser Leistung brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken. Im Finale waren wir auf uns allein gestellt. Die Crowd war ganz toll, es war rappelvoll, die Mongolen haben richtig Alarm gemacht. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt. Sie haben ihr Team zu einer Höchstleistung gepeitscht und die Gegnerinnen haben das sehr gut gemacht. Wir hatten zwei, drei Ballverluste, die wehgetan haben. Der Zweier zum 18:18 wurde per Challenge weggenommen, danach konnten wir nicht mehr zurückpunkten und haben knapp verloren. Auch wenn wir das Turnier nicht gewonnen haben, was die Frauen absolut verdient hätten, haben wir einen tollen Stopp gespielt und uns weiterentwickelt. Das macht Lust auf mehr. Daran wollen wir in der kommenden Woche in Bukarest anknüpfen.“ Für Deutschland spielten: Laura Zolper (5, 5, 2, 5, 5 Punkte), Marie Reichert (8, 5, 4, 7, 4), Victoria Poros (3, 2, 8, 5, 0) Ama Degbeon (5, 5, 6, 4, 9) Der nächste Stopp der Women´s Series findet in Bukarest statt. Für diesen hat Disziplintrainer Hanno Stein folgende Spielerinnen nominiert: 3×3-Damen – Britta Daub (Eisvögel USC Freiburg) – Ama Degbeon (TuS Lichterfelde) – Marie Reichert (Panthers Roseto/ITA) – Laura Zolper (Basket Lattes Montpellier/FRA) Die Spielerinnen werden von Disziplintrainer Hanno Stein und Physiotherapeutin Alicia Ryschka betreut. Die nächsten Spiele Mi, 01.07.2026, 15:25 Uhr: Deutschland – Sieger QD A Mi, 01.07.2026, 17:25 Uhr: Deutschland – Lettland Do, 02.07.2026, 16:00 – 18:10 Uhr: Viertelfinale Do, 02.07.2026, 18:20/18:50 Uhr: Halbfinale Do, 02.07.2026, 19:50 Uhr: Finale