Elfter bei der EM

Als starker Zweiter machte die U20-Herrennationalmannschaft beim FIBA Youth Challenger im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam. Trotz einiger fehlender Spieler gewann das DBB-Team vier von fünf Spielen und zeigte sehenswerten Basketball.

In diesem Sommer wartete auf die Männer von Head Coach Mario Dugandzic die nächste Herausforderung: Die FIBA U20 European Championship, die vom 16.-24. Juli 2022 in Podgorica/Montenegro stattfindet. Türkei, Polen und Montenegro hießen die starken Vorrundengegner des DBB. Die Vorbereitung verlief äußerst erfolgreich. Nach zwei Testspiel-Siegen in Kroatien gewannen die U20-Herren auch das 4-Nationen-Turnier in Italien.

Bei der EM gab es zum Auftakt eine unglückliche 65:66-Niederlage gegen die Türkei, ehe Polen mit 76:69 bezwungen wurde. Gegen Montenegro wurde zum Abschluss der Vorrunde mit 72:76 verloren, im Achtelfinale gegen Litauen ebenso knapp mit 70:75. Im ersten Spiel der Platzierungsrunde 9-16 ging es nun gegen Portugal. Mit einem souveränen 86:60-Erfolg war man aller Abstiegssorgen ledig. Es folgten eine 59:67-Niederlage gegen Italien und ein 83:68-Abschlusserfolg gegen Griechenland, der Platz elf bedeutete.

Stats FIBA U20 European Championship 2022

0

Punkte | Len Schoormann

0

Rebounds | Sananda Fru

0

Assists | Elias Baggette

2PT FG

Vorletztes Spiel

Deutschland

59 – 67

FIBA U20 European Championship 2022 | GER – ITA
Italien

Letztes Spiel

Deutschland

83 – 68

FIBA U20 European Championship 2022 | GER – GRE
Griechenland

Kader

Name Geburtstag Größe Position Aktuellen Verein
Nolan Adekunle 25/04/2002 1.99 m Small Forward ALBA BERLIN/ Lok Bernau
Gian Aydinoglu 31/05/2003 1.88 m Point Guard ALBA BERLIN/ Lok Bernau
Elias Baggette 28/04/2002 1.84 m Point Guard Eisbären Bremerhaven
Julius Böhmer 19/01/2002 1.93 m Point Guard s.Oliver Würzburg
Sananda Fru 28/08/2003 2.05 Power Forward Basketball Löwen Braunschweig
Bent Leuchten 06/11/2002 2.14 m Center UC Irvine
Evans Rapieque 05/03/2002 1.92 m Point Guard SYNTAINICS MBC
Michael Rataj 12/10/2003 2.03 m Forward University of Oregon
Elias Rödl 25/05/2002 1.95 m Shooting Guard Saint Anselm College
Jordan Samare 12/01/2002 2.02 m Forward FRAPORT SKYLINERS
Len Adam Schoormann 25/07/2002 1.91 m Guard Hamburg Towers
Luc van Slooten 17/04/2002 2.02 m Guard Basketball Löwen Braunschweig
AdekunleNolan2022

Nolan Adekunle

Small Forward

AydinogluGian2022

Gian Aydinoglu

Point Guard

BagetteElias2022

Elias Baggette

Point Guard

BoehmerJulius2022

Julius Böhmer

Point Guard

FruSananda2022

Sananda Fru

Power Forward

LeuchtenBent2022

Bent Leuchten

Center

RapiequeEvans2022

Evans Rapieque

Point Guard

RatajMichael

Michael Rataj

Forward

RoedlElias2022

Elias Rödl

Shooting Guard

SamareJordan2022

Jordan Samare

Forward

SchoormannLen2022

Len Adam Schoormann

Guard

VanSlootenLuc2022

Luc van Slooten

Guard

Schoormann2022_landscpae

EM: U20-Herren landen auf Platz elf

Mit einem Sieg im Gepäck kehren die deutschen U20-Jungen von der FIBA U20 European Championship in Podgorica/MNE zurück. Im abschließenden Spiel um Platz elf gab es für das Team von Head Coach Mario Dugandzic einen 83:68 (15:13, 23:16, 26:15, 19:24)-Erfolg gegen Griechenland. Wie eng es bei dieser EM zuging, zeigt das Endspiel am heutigen Abend, in das sich neben Spanien der deutsche Achtelfinalgegner Litauen gespielt hat (im AF 75:70 gegen Deutschland). Bent Leuchten (2) und Len Schoormann eröffneten die Partie mit drei Dunks. Nach fünf Minuten hieß es 12:5, die DBB-Auswahl war besser gestartet. Der starke Leuchten wurde immer wieder gut eingesetzt, die wütenden Schreie des griechischen Coaches hallten durch die Arena. Die deutsche Defense ließ gegen die Griechen nur wenig zu, offensiv ging aber anschließend auch nicht mehr viel. Kurz vor dem Viertelende kam Griechenland durch ein „and one“ auf 15:13 heran. Letzte Spannung fehlt Deutschland blieb vorne (21:15, 13.). Der Begegnung fehlte aber auf beiden Seiten die letzte Spannung. Bei der Vielzahl an verbissenen Kämpfen in den vorangegangenen Partien konnte man dafür aber Verständnis haben. Die DBB-Auswahl war immer mit fünf bis neun Punkten vorne und zeigte in der Defensive eine sehr ansprechende Leistung. Offensiv hielten Leuchten und Schoormann den Gegner bis dahin auf Distanz (29:20, 16.). Doch kaum leistete sich die deutsche Mannschaft kleine Fehler, waren die Griechen da. Schließlich wollten beide Teams mit einem Sieg aus der EM gehen (29:25, 16., Auszeit Deutschland). Es hatte ein bisschen etwas vom „Dahinplätschern“ und bis zum Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielverlauf (38:29). Noch einmal konzentrieren Jetzt galt es, sich noch einmal für zwei Viertel zu konzentrieren. Elias Baggette warf sein Team per Dreier zweistellig in Front, Leuchten legte per „and one“ nach (44:29, 22.). Scheinbar ungefährdet kontrollierten die Deutschen die Begegnung (50:35, 26.). Die Griechen machten zu diesem Zeitpunkt nicht den Eindruck, als wenn sie „aus eigener Kraft“ noch ein Comeback in Angriff nehmen würden. Dazu mussten sie schon die Deutschen „einladen“ und beim ersten Anzeichen unterbrach Dugandzic die Partie mit einer Auszeit (52:42, 27.). Jordan Samare hatte jetzt gute Szenen unter dem gegnerischen Korb und nach drei Vierteln und einem deutschen Zwischenspurt sprach alles für einen deutschen Abschlusserfolg (64:44). Noch einmal animierte das laute Organ ihres Coaches die Griechen zu mehr Einsatz, die etwas herankamen (71:56, 33.), weil Deutschland die Aufgabe kurzzeitig eine Spur zu leicht nahm. Nach einem unsportlichen Foul der DBB-Korbjäger hieß es knapp fünf Minuten vor dem Ende nur noch 72:59 für Deutschland. Spätestens das 73:59 von Leuchten an der Freiwurflinie bedeutete aber die Entscheidung (37.). Im weiteren Verlauf des Schlussabschnitts ließ sich das DBB-Team nicht mehr beirren. „Guter letzter Auftritt“ Head Coach Maro Dugandzic: „Das war ein guter letzter Auftritt der Jungs bei der EM. Hier ist jeder Sieg viel wert. Wir sind heute gut reingekommen und haben engagiert verteidigt. Der Sieg auch in der Deutlichkeit geht völlig in Ordnung. Am Ende freut es mich, dass wir trotz einiger Rückschläge zu keinem Zeitpunkt im Turnier eingebrochen sind, sondern uns immer in Positionen gebracht haben gewinnen zu können. Am Ende entscheiden auf diesem Niveau eben nun mal Nuancen. Man muss in jedem der sieben Spiele bereit sein zu spielen und Leistung zu bringen. Trotzdem sind wir der Meinung, dass die Jungs hier auch wertvolle Erfahrungen sammeln konnten.“ Für Deutschland spielten: Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 11), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 0), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 5), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 1), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 0, Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, 22), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 3), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 2), Elias Rödl (St. Anselm College/USA, 0), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS, 10), Len Schoormann (Hamburg Towers, 23), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 4). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

Luc van Slooten beim Wurf während des Spiels gegen Italien der U20-EM 2022

U20-Herren: Knappe Niederlage gegen Italien

Jetzt ist nur noch Platz elf drin. Die U20-Herren verlieren bei der FIBA U20 European Championship in Podgorica/MNE das Spiel um die Plätze 9-13 mit 59:67 (19:21, 6:23, 24:11, 10:12) gegen Italien. Nach einer packenden Partie und einer tollen Aufholjagd im dritten Viertel musste sich die Mannschaft von Head Coach Mario Dugandzic den Italienern knapp geschlagen geben. Das letzte EM-Spiel der deutschen Mannschaft findet nun am Sonntag um 13.45 Uhr (live und kostenlos im FIBA-Stream) gegen den Verlierer der Partie Griechenland – Slowenien statt. Im letzten Spiel soll nochmal ein Sieg her, um das Turnier auf Platz elf zu beenden. Katastrophales zweites Viertel Das erste Viertel startete mit einem Feuerwerk auf beiden Seiten. Nach drei Minuten stand es 9:7 für die deutschen Herren. Die Partie war das gesamte Viertel sehr ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, Mitte des Viertels stand es 11:11. Wie schon gegen Portugal legte die deutsche Mannschaft ein hohes Tempo vor, das Italien aber mitgehen konnte. Nach der Anfangsoffensive ließ die Treffsicherheit in der zweiten Hälfte des ersten Viertels etwas nach. Das Spiel blieb aber weiter eng und die deutsche Mannschaft ging mit zwei Punkten Rückstand in den zweiten Spielabschnitt (19:21). Es ging rasant weiter: Die ersten zwei Punkte für das deutsche Team machte Elias Bagette, Italien punktete direkt im Anschluss. Doch auf einmal starteten die Italiener einen Run und zogen auf sieben Punkte davon, woraufhin Head Coach Mario Dugandzic die erste Auszeit nahm (21:28). Nach der Unterbrechung punkteten die Italiener wie nach Belieben. Die deutsche Mannschaft erarbeitete sich anfangs noch gute Möglichkeiten, brachte den Ball aber nicht im Korb unter. Italien trat defensiv sehr aggressiv auf und ging Mitte des zweiten Viertels erstmals zweistellig in Führung (21:32). Bei der deutschen Mannschaft lief es offensiv gar nicht, nicht einmal die Freiwürfe fielen. Unnötige Fehler resultierten immer wieder in Ballverlusten und Punkten der Italiener. Nach sechseinhalb gespielten Minuten musste Mario Dugandzic seine zweite Auszeit nehmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sein Team im zweiten Viertel nur zwei Punkte erzielt und verlor immer weiter den Anschluss (21:37). Drei Minuten vor der Halbzeitpause dann endlich die nächsten Punkte für die DBB-Auswahl durch Len Schoormann, doch Italien scorte weiter. Die nicht vorhandene Treffsicherheit und die aggressive Verteidigung setzten der deutschen Mannschaft zu und sie schafften es nicht mehr, sich gute Würfe zu erarbeiten. Defensiv machten sie es den Italienern oft zu einfach, sodass diese bis zur Pause auf 19 Punkte wegzogen. Mit einem Zwischenstand von 25:44 ging es in die Kabine. Die Aufholjagd Nach dem Seitenwechsel punktete die deutsche Mannschaft durch Nolan Adekunle als erstes, doch auf beiden Seiten fielen zu Beginn wenige Punkte (29:46 nach vier Minuten). Die DBB-Auswahl zeigte sich verbessert und konnte den Rückstand etwas verkürzen. Zwar leisteten sie sich noch immer viele Fehler, doch die Würfe fielen deutlich besser. Vier Minuten vor Ende des Viertels kam das deutsche Team durch einen Dreier von Evans Rapieque mit Ablauf der Wurfuhr wieder auf 13 Punkte heran, was Italien zu einer Auszeit zwang (37:50). Nach der Unterbrechung ließ die deutsche Mannschaft nicht nach: Ein Vier-Punkte-Spielzug von Len Schoormann und ein Steal plus Korbleger beim darauffolgenden Einwurf von Julius Böhmer verkürzten des Rückstand auf nur noch neun Punkte mit noch drei Minuten zu spielen im dritten Viertel (44:53). Dieser Run bescherte der deutschen Mannschaft plötzlich einen Energieschub und das Momentum war nun klar auf ihrer Seite. Michael Rataj verkürzte von der Freiwurflinie auf nur noch sieben Punkte Rückstand. Auch defensiv waren die deutschen Herren voll da und erzwangen immer wieder Fehler und Ballverluste der Italiener, die sich durch die Entschlossenheit der deutschen Mannschaft verunsichern ließen. Zum Ende des Viertels kam das deutsche Team auf sechs Punkte heran und ging mit 49:55 in den Schlussabschnitt. Die Energie nahmen die deutschen Herren mit ins vierte Viertel und erzwangen weitere Ballverluste, doch offensiv ließ die Treffsicherheit nach. Sie ließen jetzt zu viele Chancen liegen, um den Rückstand weiter zu verkürzen, vor allem an der Freiwurflinie. Dennoch erarbeiteten sie sich so viele Möglichkeiten, dass sie sich auf vier Punkte herankämpfen konnten. Bei Italien fielen die wenigen Würfe, die sie bekamen, gar nicht mehr. Erst nach vier Minuten erzielten sie ihre nächsten zwei Punkte. Daraufhin nahm Mario Dugandzic seine erste Auszeit in der zweiten Hälfte (53:59). Mit noch immer sechs Punkten Rückstand war die deutsche Mannschaft voll im Spiel. Viereinhalb Minuten vor dem Ende verkürzte Len Schoormann auf nur noch drei Punkte Rückstand. Italien hatte vor allem offensiv große Probleme und kam durch die aggressive deutsche Verteidigung teilweise gar nicht bis zum Korb. Doch auch die DBB-Auswahl wurde nun nachlässiger. Sie produzierte selbst Ballverluste und ließ die Italiener öfter frei werfen, was diese dann doch ausnutzen konnten. Die deutsche Mannschaft schnupperte zwar immer wieder am Ausgleich, doch zu viele Fehler und Fehlwürfe ließen das nicht zu. Zwei Minuten vor dem Ende führte Italien erneut mit sechs Punkten (58:64). Die verpassten Chancen setzten der deutschen Mannschaft zu und eine Minute vor dem Ende traf Abramo Canka für Italien zum 58:67 aus deutscher Sicht. Diesen Rückstand konnte die deutsche Mannschaft dann nicht mehr aufholen und musste sich am Ende mit 59:67 geschlagen geben. „Das nutzen Teams gnadenlos aus“ Head Coach Mario Dugandzic: „In Halbzeit eins leisten wir uns zu viele fahrlässige Ballverluste, agieren überwiegend weich und bauen somit den Gegner auf. Das nutzen Teams hier gnadenlos aus. Aus diesem gegrabenen Loch kommst du bei einer EM eigentlich nicht mehr raus. Trotzdem erarbeiten wir uns in der zweiten Halbzeit erneut die Chance das Spiel an uns zu reißen, lassen dann aber in der entscheidenden Phase Freiwürfe liegen. Womöglich hat die Aufholjagd zu viel Kraft gekostet.“ Für Deutschland spielten: Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 8), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 2), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 9), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 4), Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, 1), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 3), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 8), Elias Rödl (St. Anselm College/USA, DNP), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS), Len Schoormann (Hamburg Towers, 20), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 4). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

Adekunle_Nolan_U20-Herren_EM_Portugal

EM: U20-Herren bringen sich in „Sicherheit“

„Einmal tief durchatmen!“ So könnte man die Lage bei den U20-Herren nach dem heutigen Erfolg bei der FIBA U20 European Championship in Podgorica/MNE im ersten Spiel der Platzierungsrunde 9-16 skizzieren. Denn das 86:60 (22:22, 10:24, 15:18, 13:22) gegen Portugal bedeutet nicht nur, dass Platz neun weiterhin drin ist, sondern vor allem, dass die Zugehörigkeit zur Division A gesichert ist. Das ist nach dem bisher extrem unglücklich verlaufenen Turnier eine gute Nachricht. Die Mannschaft von Head Coach Mario Dugandzic zeigte gegen die Portugiesen eine deutlich bessere Leistung als in den vergangenen Tagen und konnte am Ende einen überlegenen Sieg einfahren. Weiter geht es am Samstag mit der Partie gegen den Sieger des Spieles Tschechien – Italien (live und kostenlos im FIBA-Stream). Das Team wird nun alles daran setzen, um mit zwei weiteren Siegen als bestes Team der Platzierungsrunde aus der EM zu gehen. Tempo, Tempo, Tempo Beide Mannschaften legten offensiv stark los. Portugal traf einen Dreier, direkt im Anschluss machte Sananda Fru die ersten zwei Punkte für die deutsche Mannschaft. Beide Teams trafen und so stand es nach drei Minuten 6:7 aus deutscher Sicht. Kurz darauf ging die DBB-Auswahl durch Jordan Samare an der Freiwurflinie erstmals in Führung. Die folgende Phase lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Tempo. Vor allem die deutsche Mannschaft schloss ihre Angriffe sehr früh in der Wurfuhr ab und profitierte von Ballverlusten ihrer Gegner. So schaffte es das Team von Head Coach Mario Dugandzic die Führung weiter auszubauen (13:7 nach viereinhalb Minuten). Doch Portugal konnte mitziehen und kam wieder bis auf zwei Punkte heran. Nach der turbulenten Anfangsphase verloren beide Mannschaften ein wenig ihren Rhythmus. Mit einem ausgeglichenen Spielstand von 22:22 ging es ins zweite Viertel. Portugal startete mit einem Dreier in den zweiten Spielabschnitt. Die DBB-Auswahl tat sich auf einmal etwas schwerer den Ball im Korb unterzubringen und Angriffe konsequent zu Ende zu spielen. Doch spätestens mit dem And-one von Sananda Fru nach zwei Minuten zum erneuten Ausgleich, war die deutsche Mannschaft wieder voll da. Sie zogen oft hart zum Korb und waren aggressiv in der Defensive. Dank einigen Ballverlusten Portugals bauten sie ihre Führung erneut aus. Vier Minuten vor der Halbzeitpause schraubte Luc van Slooten mit einem Dreier den Vorsprung erstmals auf einen zweistelligen Wert. Zum Ende der ersten Halbzeit lagen die deutschen Herren mit 14 Punkten in Führung (46:32). Sieg nach Hause gebracht Zu Beginn des dritten Viertels konnte die deutsche Mannschaft ihren Vorsprung weiter ausbauen (51:34 nach zwei Minuten). Portugal bemühte sich zwar und hatte einige gute Aktionen, aber das Tempo, das die deutschen Herren aufs Parkett legten, schien sie doch etwas zu überfordern. Die Führung der DBB-Auswahl blieb in den nächsten Minuten konstant bei etwa 17 Punkten. Beide Mannschaften waren bei weitem nicht mehr so treffsicher wie noch im ersten Viertel. Zwei Minuten vor Ende des Viertels schraubte Evans Rapieque die Führung dann mit einem Dreier erstmals auf 20 Punkte. Portugal kam zwar noch ein wenig näher, dennoch ging die deutsche Mannschaft mit einem komfortablen Vorsprung von 17 Punkten in den Schlussabschnitt (64:47). Im vierten Viertel bauten die deutschen Herren ihre Führung erneut auf über 20 Punkte aus und sahen nun endgültig wie der sichere Sieger aus. Portugal brachte den Ball nicht mehr im Korb unter, erst nach dreieinhalb Minuten machten sie die ersten Punkte im vierten Viertel. Die Portugiesen hatten der deutschen Dominanz damit nichts mehr entgegenzusetzen. Mitte des letzten Viertels lag der Vorsprung der deutschen Mannschaft bei 27 Punkten (81:54). Der Sieg war der deutschen Mannschaft sicher. In den letzten Minuten nahmen beide Teams etwas Tempo raus, um sich vor den anstehenden Aufgaben nicht zu sehr zu verausgaben. Am Ende stand ein 86:60-Sieg zu Buche. „Folgerichtiger Schritt“ Head Coach Mario Dugandzic: „Schöne Reaktion der Mannschaft und der folgerichtige Schritt für uns in diesem Turnier. Wir konnten uns heute deutlich steigern und haben vor allem viel besser auf den Ball aufgepasst. Glückwunsch an die Jungs zu diesem Sieg. Die Kräfte zu verwalten bei der EM ist für jedes Team eine Herausforderung. Umso mehr freuen wir uns morgen auf den Off-Day.“ Für Deutschland spielten: Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 5), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 7), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 6), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 3), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 11), Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, 6), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 6), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 6), Elias Rödl (St. Anselm College/USA), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS, 10), Len Schoormann (Hamburg Towers, 18), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 8). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

FruSananda2022vsLTU

EM: U20-Herren knapp vorbei am Viertelfinale!

Die deutschen U20-Herren haben bei der Europameisterschaft in Podgorica/MNE das Viertelfinale verpasst und spielen nun nur noch um die Plätze 9-16. Im Achtelfinale unterlag die Mannschaft von Head Coach Mario Dugandzic Litauen mit 70:75 (25:18, 17:17, 12:22, 16:18). Nächster Gegner morgen ist voraussichtlich Portugal. Der Modus der Jugendeuropameisterschaften will es seit einigen Jahren so, dass das vierte Spiel das wichtigste ist. Denn dann entscheidet sich, ob es ins Viertelfinale oder um die Plätze 9-16 geht, unabhängig von den Vorrundenergebnissen. Und gerade bei Duellen der Vorrunden- Zweit- und Drittplatzierten ist meist eine ganze Menge drin. Deutschland begann mit ganz starker Defense und sehr gutem Offensivrebounding. Das „and one“ von Michael Rataj führte zum 7:3 (3.), der Dunk von Sananda Fru zum 9:5 (4.). Allerdings waren die frühen Ballverluste ärgerlich. Nach einem Dreier von Nolan Adekunle, einem Freiwurf von Luc van Slooten, Punkten von Rataj und einem Dreier von Evans Rapieque durfte man den Start als gelungen bezeichnen (18:11, 7.). Die Dominanz der ING-Korbjäger konnte man nach dem ersten Viertel fast noch zu wenig am Resultat ablesen (25:18). Zu viele Ballverluste Van Slooten traf von weit draußen zum 29:18 und damit zur zweistelligen Führung der DBB-Auswahl (13.). Deutschland dominierte die Rebounds ganz klar, brachte sich aber trotz der Führung durch Fehler immer wieder selbst um den Lohn (29:23, 15., 15 Ballverluste!). Litauen wurde langsam gefährlicher aus der Distanz (33:29, 16.), die DBB-Akteure ließen vorne ein paar Würfe liegen, hatten aber auch immer wieder Antworten parat (39:31, Freiwürfe Len Schoormann, 19.). Der erst kurz zuvor eingewechselte Elias Rödl sorgte mit Ablauf der Uhr per Dreier für die 42:35-Halbzeit-Führung. Führungswechsel und vergebliche Aufholjagden Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Litauen mit viel Aggressivität aufs Feld und brachte die deutsche Mannschaft kurzfristig in Bedrängnis. Erst nach drei Minuten kam die DBB-Auswahl zum ersten Punkt nach dem Seitenwechsel (43:39, Fru), unmittelbar gekontert von einem litauischen Dreier. Die Partie war wieder völlig offen und konnte von neuem beginnen. Deutschland hatte offensiv völlig den Faden verloren und musste den Führungswechsel zulassen (48:52, 27.). Jetzt musste das DBB-Team dringend einen Rhythmus finden, um nicht höher in Rückstand zu geraten. Und genau das geschah auch, denn Deutschland biss sich förmlich in die Partie hinein. Litauen blieb aber zunächst vorne, nach dem dritten Viertel hieß es 54:57. Mit schnellen Händen in der Defense startet das Dugandzic-Team in den Schlussabschnitt, aber offensiv lief einfach zu wenig bzw. wurden reihenweise falsche Entscheidungen getroffen. Man musste jetzt stark um die deutsche Mannschaft bangen (54:62, 32.). Einzig Rataj tankte sich hin und wieder erfolgreich durch. Dugandzic versuchte mit der zweiten Auszeit sein Team wachzurütteln. Erst einmal vergeblich, denn jetzt offenbarten sich auch in der Defense eklatante Lücken (56:66, 34.). Der Dunk von Fru machte Hoffnung und es ging so etwas wie ein Ruck durch das Team (61:66, 35., Julius Böhmer). Rataj hielt sein Team mit einem „coast to coast“ im Spiel (63:69. 36.), aber es folgte Ballverlust Nr.29! Deutschland versuchte es noch einmal mit einer Pressverteidigung und Baggette war zum 65:69 und zum 67:69 erfolgreich (37.). Und wieder ging es neu los! Litauen ging erneut etwas weg (67:74, 1´39), Auszeit Deutschland. Fru versenkte einen Freiwurf (´54), aber Litauen ließ sich jetzt nicht mehr beirren. „Besser auf den Ball aufpassen!“ Head Coach Mario Dugandzic: „Das Spiel ist schnell zusammengefasst. Wir produzieren 31 Ballverluste. Litauen war enorm aggressiv und die Linie der Schiedsrichter locker. Wir schafften es nicht uns im Moment anzupassen und kamen somit hinten raus in große Probleme. Schade, denn wir haben keine schlechten Quoten geschossen und vor allem den Rebound kontrolliert. Wir müssen uns zeitnah sammeln und morgen vor allem besser auf den Ball aufpassen.“ Für Deutschland spielten Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 7), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 0), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 14), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 7), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 12), Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, dnp), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 3), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 15), Elias Rödl (St. Anselm College/USA, 3), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS, dnp), Len Schoormann (Hamburg Towers, 2), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 7). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

DSC_8719

U20-Herren unterliegen Gastgebern um Haaresbreite

Als Gruppendritter zieht das DBB-Team ins EM-Achtelfinale ein. Unter den Augen des mitgereisten Bundestrainers Gordon Herbert verloren die U20-Herren von Head Coach Mario Dugandzic die letzte Partie der Gruppenphase gegen die Gastgeber aus Montenegro mit 72:76 (17:9, 18:23, 24:22, 13:22). In einem ausgeglichenen deutschen Team (sechs Spieler mind. 8 PTS) avancierte Nolan Adekunle mit 15 Punkten (5/8 FG, 3/4 3PT) zum Top-Scorer. Gegner im Achtelfinale am Mittwoch: Litauen (18:45 Uhr, live und kostenlos im FIBA-Stream). Duell auf Augenhöhe Das Dugandzic-Team gab gegen die Gastgeber früh den Ton an. Die Offensive brachten Elias Baggette, Michael Rataj und Jordan Samare mit akrobatischen wie kräftigen Attacken zum Korb auf Kurs. In der Defensive verhielt sich der DBB-Nachwuchs ähnlich aggressiv. Schon im Ballvortrag übte man Druck auf die Montenegriner aus und auch im Halbfeld mangelte es nicht an der nötigen Disziplin. Davon unbeeindruckt zeigte sich jedoch ein montenegrinisches Team, das vor heimischer Kulisse keineswegs Klein beigab und mit der Energie der Deutschen gleichzog. Das Resultat daraus war ein umkämpftes erstes Viertel auf Augenhöhe, aus dem die DBB-Auswahl dank des tiefen Dreiers von Julius Böhmer mit einer 17:9-Führung herausging. Dass dieser Vorsprung aus Sicht der Gastgeber etwas zu hoch ausfiel, unterstrichen sie mit einem 7:2-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels. Die Punkte durch Sananda Fru sowie der Stepback-Dreier Len Schoormanns beendeten diesen Mini-Run der Montenegriner jedoch umgehend. Angepeitscht von der heimischen Kulisse fand Montenegro jedoch auch darauf die richtige Antwort. Fedor Zugic, der vergangene Saison 35 BBL-Spiele für Ulm absolvierte, brachte sein Team mit Freiwürfen und einem spektakulären Treffer aus der Distanz fast im Alleingang wieder in die Spur. Obwohl Deutschland durch den Treffer aus der Ecke von Adekunle, den Layup von Fru sowie die Freiwürfe von Samare vorne weiter die Früchte des guten Zusammenspiels (10 Assists zur Halbzeit) erntete, ließen sich die Gastgeber nicht abschütteln. Der fulminante Schlagabtausch hielt bis zur Pause an, zu der das DBB-Team mit 35:32 leicht die Nase vorn hatte. Teamplay gegen Hero-Ball Angeführt vom Ulmer Zugic eroberte sich Montenegro zum Start in die zweite Halbzeit die erste Führung des Abends. Der DBB-Nachwuchs zeigte sich davon jedoch sichtlich unbeirrt, fand weiterhin schnell in die eigenen Systeme im Angriff und holte dank sechs Punkten in Folge durch Elias Baggette den Vorsprung zurück. Erneut war es Zugic, der sein Team mit seinem herausragenden Auftritt auf Schlagdistanz hielt. Dem gegenüber stand die schnelle Ballbewegung des deutschen Spiels, die reihenweise hochprozentige Würfe produzierte. Ob Adekunle nach schönen Swing-Pässen aus der Ecke oder Samare nach punktgenauem Anspiel von Evans Rapieque: Die DBB-Offense lief rund! Folgerichtig behauptete das Dugandzic-Team die knappe Führung auch nach Ende des dritten Viertels (59:54). Hitzige Schlussphase Ähnlich wie nach dem Seitenwechsel war das Momentum zu Beginn des Schlussabschnitts auf Seiten der Gastgeber. Die besorgten per Distanztreffer erst den Ausgleich und kurz darauf die Führung zum 63:65 aus deutscher Sicht. Zwar erarbeitete sich die DBB-Auswahl weiter vielversprechende Würfe, hatte jedoch zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt mit einer Schwäche im Abschluss zu kämpfen. Fast vier Minuten vergingen ohne deutsche Punkte, bis Böhmer den Cut von Adekunle sah und dieser mit links vollendete. Einen durch Luc van Slooten aufgelegten Fru-Dreier später war die Führung zurück auf Seiten des DBB-Teams. Ganz im Stile des offenen Schlagabtauschs, den dieses Spiel ausmachte, zogen die Gastgeber direkt mit ihrem eigenen Distanztreffer nach. Die deutsche Antwort darauf? Natürlich, ein ansatzloser Dreier von Len Schoormann, der beim Spielstand von 71:70 die letzten zwei Minuten einläutete. Die knappe Führung hielt nicht lange: Baggette traf einen von zwei Versuchen von der Linie, Zugics Drive besorgte den Ausgleich. Nach zwei verwandelten Freiwürfen der Montenegriner zum 72:74 aus Sicht des DBB-Teams bahnten sich aufreibende 38 Sekunden bis zum letzten Buzzer an. Doch zuerst nutzte Head Coach Dugandzic seine Auszeit, um ein einstudiertes Inbound-Play anzusagen. Der Spielzug, der Sananda Fru einen Alley-Oop beschaffen sollte, lief einwandfrei. Einzig am Abschluss haperte es, sodass Fru den Ball aus direkter Korbnähe nicht im Netz untergebracht bekam. Zwei Fouls hatte Montenegro zu diesem Zeitpunkt noch zu geben und nutzte dieses Mittel, um den Spielfluss der Deutschen zu unterbinden. Am Ende ging der Ballbesitz aufgrund eines Turnovers von Len Schoormann nahe der Grundlinie verloren. Fünf Sekunden zu spielen, Ballbesitz Montenegro, das vom DBB-Team unmittelbar nach dem Einwurf an die Linie gebracht wurde. Die beiden Treffer von der Linie entschieden diese spannende Partie auf Augenhöhe um ein Haar breit mit 76:72 für die Gastgeber.   „Sicherlich mehr drin“ Head Coach Mario Dugandzic: „Heute war sicherlich mehr drin. Aber bei der Europameisterschaft kämpfen alle Teams jeden Angriff um jeden Ball. Erneut bauen wir durch zugelassene zweite Chancen den Gegner auf und dann wird es am Ende eng. Gegen Litauen müssen wir diese Baustellen spätestens gelöst haben.“ Für Deutschland spielten Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 15), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, dnp), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 11), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 8), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 12), Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, 1), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 0), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 2), Elias Rödl (St. Anselm College/USA, 0), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS, 13), Len Schoormann (Hamburg Towers, 8), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 2). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

SchoormannLen2022vsPOL_landscape

EM: U20-Herren mit erstem Sieg

Als Gruppendritter zieht das DBB-Team ins EM-Achtelfinale ein. Unter den Augen des mitgereisten Bundestrainers Gordon Herbert verloren die U20-Herren von Head Coach Mario Dugandzic die letzte Partie der Gruppenphase gegen die Gastgeber aus Montenegro mit 72:76 (17:9, 18:23, 24:22, 13:22). In einem ausgeglichenen deutschen Team (sechs Spieler mind. 8 PTS) avancierte Nolan Adekunle mit 15 Punkten (5/8 FG, 3/4 3PT) zum Top-Scorer. Gegner im Achtelfinale am Mittwoch: Litauen (18:45 Uhr, live und kostenlos im FIBA-Stream). Duell auf Augenhöhe Das Dugandzic-Team gab gegen die Gastgeber früh den Ton an. Die Offensive brachten Elias Baggette, Michael Rataj und Jordan Samare mit akrobatischen wie kräftigen Attacken zum Korb auf Kurs. In der Defensive verhielt sich der DBB-Nachwuchs ähnlich aggressiv. Schon im Ballvortrag übte man Druck auf die Montenegriner aus und auch im Halbfeld mangelte es nicht an der nötigen Disziplin. Davon unbeeindruckt zeigte sich jedoch ein montenegrinisches Team, das vor heimischer Kulisse keineswegs Klein beigab und mit der Energie der Deutschen gleichzog. Das Resultat daraus war ein umkämpftes erstes Viertel auf Augenhöhe, aus dem die DBB-Auswahl dank des tiefen Dreiers von Julius Böhmer mit einer 17:9-Führung herausging. Dass dieser Vorsprung aus Sicht der Gastgeber etwas zu hoch ausfiel, unterstrichen sie mit einem 7:2-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels. Die Punkte durch Sananda Fru sowie der Stepback-Dreier Len Schoormanns beendeten diesen Mini-Run der Montenegriner jedoch umgehend. Angepeitscht von der heimischen Kulisse fand Montenegro jedoch auch darauf die richtige Antwort. Fedor Zugic, der vergangene Saison 35 BBL-Spiele für Ulm absolvierte, brachte sein Team mit Freiwürfen und einem spektakulären Treffer aus der Distanz fast im Alleingang wieder in die Spur. Obwohl Deutschland durch den Treffer aus der Ecke von Adekunle, den Layup von Fru sowie die Freiwürfe von Samare vorne weiter die Früchte des guten Zusammenspiels (10 Assists zur Halbzeit) erntete, ließen sich die Gastgeber nicht abschütteln. Der fulminante Schlagabtausch hielt bis zur Pause an, zu der das DBB-Team mit 35:32 leicht die Nase vorn hatte. Teamplay gegen Hero-Ball Angeführt vom Ulmer Zugic eroberte sich Montenegro zum Start in die zweite Halbzeit die erste Führung des Abends. Der DBB-Nachwuchs zeigte sich davon jedoch sichtlich unbeirrt, fand weiterhin schnell in die eigenen Systeme im Angriff und holte dank sechs Punkten in Folge durch Elias Baggette den Vorsprung zurück. Erneut war es Zugic, der sein Team mit seinem herausragenden Auftritt auf Schlagdistanz hielt. Dem gegenüber stand die schnelle Ballbewegung des deutschen Spiels, die reihenweise hochprozentige Würfe produzierte. Ob Adekunle nach schönen Swing-Pässen aus der Ecke oder Samare nach punktgenauem Anspiel von Evans Rapieque: Die DBB-Offense lief rund! Folgerichtig behauptete das Dugandzic-Team die knappe Führung auch nach Ende des dritten Viertels (59:54). Hitzige Schlussphase Ähnlich wie nach dem Seitenwechsel war das Momentum zu Beginn des Schlussabschnitts auf Seiten der Gastgeber. Die besorgten per Distanztreffer erst den Ausgleich und kurz darauf die Führung zum 63:65 aus deutscher Sicht. Zwar erarbeitete sich die DBB-Auswahl weiter vielversprechende Würfe, hatte jedoch zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt mit einer Schwäche im Abschluss zu kämpfen. Fast vier Minuten vergingen ohne deutsche Punkte, bis Böhmer den Cut von Adekunle sah und dieser mit links vollendete. Einen durch Luc van Slooten aufgelegten Fru-Dreier später war die Führung zurück auf Seiten des DBB-Teams. Ganz im Stile des offenen Schlagabtauschs, den dieses Spiel ausmachte, zogen die Gastgeber direkt mit ihrem eigenen Distanztreffer nach. Die deutsche Antwort darauf? Natürlich, ein ansatzloser Dreier von Len Schoormann, der beim Spielstand von 71:70 die letzten zwei Minuten einläutete. Die knappe Führung hielt nicht lange: Baggette traf einen von zwei Versuchen von der Linie, Zugics Drive besorgte den Ausgleich. Nach zwei verwandelten Freiwürfen der Montenegriner zum 72:74 aus Sicht des DBB-Teams bahnten sich aufreibende 38 Sekunden bis zum letzten Buzzer an. Doch zuerst nutzte Head Coach Dugandzic seine Auszeit, um ein einstudiertes Inbound-Play anzusagen. Der Spielzug, der Sananda Fru einen Alley-Oop beschaffen sollte, lief einwandfrei. Einzig am Abschluss haperte es, sodass Fru den Ball aus direkter Korbnähe nicht im Netz untergebracht bekam. Zwei Fouls hatte Montenegro zu diesem Zeitpunkt noch zu geben und nutzte dieses Mittel, um den Spielfluss der Deutschen zu unterbinden. Am Ende ging der Ballbesitz aufgrund eines Turnovers von Len Schoormann nahe der Grundlinie verloren. Fünf Sekunden zu spielen, Ballbesitz Montenegro, das vom DBB-Team unmittelbar nach dem Einwurf an die Linie gebracht wurde. Die beiden Treffer von der Linie entschieden diese spannende Partie auf Augenhöhe um ein Haar breit mit 76:72 für die Gastgeber.   „Sicherlich mehr drin“ Head Coach Mario Dugandzic: „Heute war sicherlich mehr drin. Aber bei der Europameisterschaft kämpfen alle Teams jeden Angriff um jeden Ball. Erneut bauen wir durch zugelassene zweite Chancen den Gegner auf und dann wird es am Ende eng. Gegen Litauen müssen wir diese Baustellen spätestens gelöst haben.“ Für Deutschland spielten Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 15), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, dnp), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 11), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 8), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 12), Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, 1), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 0), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 2), Elias Rödl (St. Anselm College/USA, 0), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS, 13), Len Schoormann (Hamburg Towers, 8), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 2). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

U20mTeam2022_landscape

EM-Auftakt für U20-Herren: Starker Schlussspurt wird nicht belohnt

Als Gruppendritter zieht das DBB-Team ins EM-Achtelfinale ein. Unter den Augen des mitgereisten Bundestrainers Gordon Herbert verloren die U20-Herren von Head Coach Mario Dugandzic die letzte Partie der Gruppenphase gegen die Gastgeber aus Montenegro mit 72:76 (17:9, 18:23, 24:22, 13:22). In einem ausgeglichenen deutschen Team (sechs Spieler mind. 8 PTS) avancierte Nolan Adekunle mit 15 Punkten (5/8 FG, 3/4 3PT) zum Top-Scorer. Gegner im Achtelfinale am Mittwoch: Litauen (18:45 Uhr, live und kostenlos im FIBA-Stream). Duell auf Augenhöhe Das Dugandzic-Team gab gegen die Gastgeber früh den Ton an. Die Offensive brachten Elias Baggette, Michael Rataj und Jordan Samare mit akrobatischen wie kräftigen Attacken zum Korb auf Kurs. In der Defensive verhielt sich der DBB-Nachwuchs ähnlich aggressiv. Schon im Ballvortrag übte man Druck auf die Montenegriner aus und auch im Halbfeld mangelte es nicht an der nötigen Disziplin. Davon unbeeindruckt zeigte sich jedoch ein montenegrinisches Team, das vor heimischer Kulisse keineswegs Klein beigab und mit der Energie der Deutschen gleichzog. Das Resultat daraus war ein umkämpftes erstes Viertel auf Augenhöhe, aus dem die DBB-Auswahl dank des tiefen Dreiers von Julius Böhmer mit einer 17:9-Führung herausging. Dass dieser Vorsprung aus Sicht der Gastgeber etwas zu hoch ausfiel, unterstrichen sie mit einem 7:2-Lauf zu Beginn des zweiten Viertels. Die Punkte durch Sananda Fru sowie der Stepback-Dreier Len Schoormanns beendeten diesen Mini-Run der Montenegriner jedoch umgehend. Angepeitscht von der heimischen Kulisse fand Montenegro jedoch auch darauf die richtige Antwort. Fedor Zugic, der vergangene Saison 35 BBL-Spiele für Ulm absolvierte, brachte sein Team mit Freiwürfen und einem spektakulären Treffer aus der Distanz fast im Alleingang wieder in die Spur. Obwohl Deutschland durch den Treffer aus der Ecke von Adekunle, den Layup von Fru sowie die Freiwürfe von Samare vorne weiter die Früchte des guten Zusammenspiels (10 Assists zur Halbzeit) erntete, ließen sich die Gastgeber nicht abschütteln. Der fulminante Schlagabtausch hielt bis zur Pause an, zu der das DBB-Team mit 35:32 leicht die Nase vorn hatte. Teamplay gegen Hero-Ball Angeführt vom Ulmer Zugic eroberte sich Montenegro zum Start in die zweite Halbzeit die erste Führung des Abends. Der DBB-Nachwuchs zeigte sich davon jedoch sichtlich unbeirrt, fand weiterhin schnell in die eigenen Systeme im Angriff und holte dank sechs Punkten in Folge durch Elias Baggette den Vorsprung zurück. Erneut war es Zugic, der sein Team mit seinem herausragenden Auftritt auf Schlagdistanz hielt. Dem gegenüber stand die schnelle Ballbewegung des deutschen Spiels, die reihenweise hochprozentige Würfe produzierte. Ob Adekunle nach schönen Swing-Pässen aus der Ecke oder Samare nach punktgenauem Anspiel von Evans Rapieque: Die DBB-Offense lief rund! Folgerichtig behauptete das Dugandzic-Team die knappe Führung auch nach Ende des dritten Viertels (59:54). Hitzige Schlussphase Ähnlich wie nach dem Seitenwechsel war das Momentum zu Beginn des Schlussabschnitts auf Seiten der Gastgeber. Die besorgten per Distanztreffer erst den Ausgleich und kurz darauf die Führung zum 63:65 aus deutscher Sicht. Zwar erarbeitete sich die DBB-Auswahl weiter vielversprechende Würfe, hatte jedoch zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt mit einer Schwäche im Abschluss zu kämpfen. Fast vier Minuten vergingen ohne deutsche Punkte, bis Böhmer den Cut von Adekunle sah und dieser mit links vollendete. Einen durch Luc van Slooten aufgelegten Fru-Dreier später war die Führung zurück auf Seiten des DBB-Teams. Ganz im Stile des offenen Schlagabtauschs, den dieses Spiel ausmachte, zogen die Gastgeber direkt mit ihrem eigenen Distanztreffer nach. Die deutsche Antwort darauf? Natürlich, ein ansatzloser Dreier von Len Schoormann, der beim Spielstand von 71:70 die letzten zwei Minuten einläutete. Die knappe Führung hielt nicht lange: Baggette traf einen von zwei Versuchen von der Linie, Zugics Drive besorgte den Ausgleich. Nach zwei verwandelten Freiwürfen der Montenegriner zum 72:74 aus Sicht des DBB-Teams bahnten sich aufreibende 38 Sekunden bis zum letzten Buzzer an. Doch zuerst nutzte Head Coach Dugandzic seine Auszeit, um ein einstudiertes Inbound-Play anzusagen. Der Spielzug, der Sananda Fru einen Alley-Oop beschaffen sollte, lief einwandfrei. Einzig am Abschluss haperte es, sodass Fru den Ball aus direkter Korbnähe nicht im Netz untergebracht bekam. Zwei Fouls hatte Montenegro zu diesem Zeitpunkt noch zu geben und nutzte dieses Mittel, um den Spielfluss der Deutschen zu unterbinden. Am Ende ging der Ballbesitz aufgrund eines Turnovers von Len Schoormann nahe der Grundlinie verloren. Fünf Sekunden zu spielen, Ballbesitz Montenegro, das vom DBB-Team unmittelbar nach dem Einwurf an die Linie gebracht wurde. Die beiden Treffer von der Linie entschieden diese spannende Partie auf Augenhöhe um ein Haar breit mit 76:72 für die Gastgeber.   „Sicherlich mehr drin“ Head Coach Mario Dugandzic: „Heute war sicherlich mehr drin. Aber bei der Europameisterschaft kämpfen alle Teams jeden Angriff um jeden Ball. Erneut bauen wir durch zugelassene zweite Chancen den Gegner auf und dann wird es am Ende eng. Gegen Litauen müssen wir diese Baustellen spätestens gelöst haben.“ Für Deutschland spielten Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, 15), Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau, dnp), Elias Baggette (Eisbären Bremerhaven, 11), Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg, 8), Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig, 12), Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA, 1), Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers, 0), Michael Rataj (Oregon State University/USA, 2), Elias Rödl (St. Anselm College/USA, 0), Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS, 13), Len Schoormann (Hamburg Towers, 8), Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig, 2). Boxscore Alle Infos zur FIBA U20 European Championship

Dugandzic_1x1

„Einen entscheidenden Push geben“

Von den letzten beiden U20-EMs kehrte die DBB-Auswahl jeweils mit Edelmetall zurück: Sowohl 2018 in Chemnitz als auch 2019 in Tel Aviv gewannen die U20-Herren Bronze. In diesem Jahr geht das Team in Podgorica/Montenegro auf Medaillenjagd. Am morgigen Samstag wartet zum Auftakt die Türkei (18:45 Uhr, live & kostenlos im FIBA-Stream). Ein, wie Head Coach Mario Dugandzic sagt, „unangenehmer Gegner“. Neben den Türken trifft das deutsche Team in Gruppe D außerdem auf Polen und Gastgeber Montenegro. Wie Coach Dugandzic diese Konkurrenz einschätzt, wie er die Vorbereitung bewertet und welche Herausforderungen das Team dabei bewältigte, erklärt er im Interview. Alle Infos zur FIBA U20 European Championship 2022 „Eine Stärke, die nicht selbstverständlich ist“ Wie wichtig ist diese Zeit mit der Nationalmannschaft über den Sommer für die Entwicklung der Spieler? Die Maßnahmen mit der Nationalmannschaft sind in meinen Augen enorm wichtig. Sich mit den besten Spielern Europas in seiner Altersklasse im höchsten Wettbewerb messen zu können ist und bleibt ein Privileg. Durch die internationale Competition können die Spieler weiter wachsen und sich auf größere Aufgaben in ihren Clubs vorbereiten. Wie bewertest du den Sommer mit dem Team bisher und die Vorbereitung in der Zeit kurz vor dem Turnier? Wir bewerten die Vorbereitung durchaus positiv. Die Jungs haben stets konzentriert und hart gearbeitet. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit zeigten sie vor allem in den Test-Länderspielen interessante Ansätze. Wieviel wir davon tatsächlich umgesetzt bekommen bleibt abzuwarten. Was war dabei eure größte Herausforderung? In wenigen Trainingseinheiten mit dem ganzen Team alle notwendigen Themenbereiche abzudecken, Abläufe einzustudieren und eine passende Spielanlage zu bauen. Dennoch glaube ich, ist es uns gelungen, – offensiv und defensiv – einen guten Mix implementiert zu haben. Worin liegen die Stärken Deines Teams? Ich würde behaupten, die Lust zu haben zusammen zu sein. Sei es in der Halle oder im Speisesaal beim Team-Essen. Das ist eine Stärke, die nicht selbstverständlich ist und vor allem im Turnier einen entscheidenden Push geben kann. Wie schätzt du die Konkurrenz in eurer Gruppe ein? Die Gegner in unserer Gruppe sind auf den ersten Blick sehr ausgeglichen. Die Türken haben viel Talent in ihren Reihen und werden gleich zu Beginn ein unangenehmer Gegner sein. Polen ist zwar für Russland nachgerückt, aber auch sie sind aggressiv und verfügen über das ein oder andere Top-Talent. Hinzu kommt die Heimmannschaft Montenegro, die durch ihre Euphorie sicherlich nicht einfach zu knacken sein wird. Wir freuen uns aber auf die Herausforderungen. Welche Ziele habt ihr euch für diese EM gesteckt? Wir wollen erst einmal gut ins Turnier starten. Das Ziel muss es sein, sich jedes Spiel eine Chance zu erarbeiten als Sieger vom Feld zu gehen. Dann schauen wir mal, wo die Reise hingeht. Der Kader Nolan Adekunle (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau) Gian Aydinoglu (ALBA BERLIN/SSV Lok Bernau) Elias Baggette (Foto oben,Eisbären Bremerhaven) Julius Böhmer (s.Oliver Würzburg) Sananda Fru (Basketball Löwen Braunschweig) Bent Leuchten (University of California-Irvine/USA) Evans Rapieque (SYNTAINICS MBC/BSW Sixers) Michael Rataj (Oregon State University/USA) Elias Rödl (St. Anselm College/USA) Jordan Samare (FRAPORT SKYLINERS) Len Schoormann (FRAPORT SKYLINERS) Luc van Slooten (Basketball Löwen Braunschweig)