Das WNBL TOP4 2023 im Re-Live auf DBB-TV!

Mit Kommentar von Bundestrainer Stefan Mienack, Bundestrainerin Janet Fowler-Michel und Simon Roth von Talkin‘ Her Game. Außerdem zu Gast am Mikrofon: Ex-Nationalspielerin Svenja Greunke.

Deutsche Meisterinnen: Rhein-Main Baskets

2. Platz: TuS Lichterfelde
3. Platz: TG Neuss Junior Tigers
4. Platz: MTV München 1879

Awards

Saison-MVP: Helena Englisch (MTV München 1879)
TOP4-MVP: Mailien Rolf (Rhein-Main Baskets)
Coach of the Year: Rolo Weidemann (Rhein-Main Baskets)
Rookie of the Year (Roland Geggus Award): Marija Ilic (TG Neuss Junior Tigers)

Die U18-Bundesliga für Mädchen

Die Weibliche Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (WNBL) ist die höchste deutsche Basketballliga für Spielerinnen im Alter von unter 18 Jahren (U18, früher U17). Sie dient der Nachwuchsförderung. Der Schwerpunkt dieser Liga liegt darin, den Spielerinnen zusätzliche Spielpraxis auf hohem Niveau gegen etwa gleichstarke Jugendliche zu ermöglichen.

Die WNBL ermöglicht schon eine frühe Leistungskonzentration und Ansammlung von Talenten für die Vergrößerung des Angebotes an leistungsstarken Nachwuchsspielerinnen für die Jugend-Nationalmannschaften, Regional- und Bundesligen.

Die WNBL ist in der Saison 2009/2010 als ein Projekt des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in die erste Spielzeit gegangen.

Die aktuellen Spielpläne und Hallenanschriften sind auf unserem Ergebnisportal hinterlegt (siehe Bundesligen). Hier werden auch Spielverlegungen und Statistiken berücksichtigt.

Spielberichte

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Vorschau: Erster Schritt Richtung TOP4

Nach drei Wochen Pause geht es in der WNBL in die Viertelfinalpartien. Während es im Norden zum Topspiel zwischen ALBA Berlin und den Metropolitain Girls Recklinghausen kommt, macht der Süden seine zwei TOP4-Teilnehmer unter sich aus. Zuvor waren alle vier Teams aus der Gruppe „Mitte“ im Achtelfinale gescheitert. Im Kampf um den Klassenerhalt, könnten als nächstes Team für BASS Berlin  die Lichter ausgehen. Viertelfinale Nord Die Girls Baskets Regio Braunschweig-Wolfenbüttel erwarten nach zwei souveränen Siegen über die Cologne Regio Ladies, das Spitzenteam aus Wedel. Der SC unterlag zwar in seinem Rückspiel gegen die TG Neuss Junior Tigers, konnte sich seinen Platz im Viertelfinale aber aufgrund eines Kantersieges im Hinspiel dennoch sichern. Bei Braunschweig war Karla Busch ohne jeden Zweifel die wichtigste Spielerin der ersten KO-Runde. Mit im Schnitt 17 Punkten und 14 Rebounds dominierte sie unter den Körben und wird für die Wedlerinnen ein schwieriges Matchup. Diese hoffen wiederum auf das Linke-Duo bestehend aus Lotta und Luise sowie auf die Rückkehr der Topscorerin Antonia Laabs, die beide Achtelfinalpartien verletzungsbedingt verpasste. In den zwei Spielen der regulären Saison setzten sich beide Mannschaften jeweils einmal durch. Wir haben die zu Hause nach wie vor ungeschlagenen Baskets einen Hauch vorne und tippen auf Heimsieg. Jede Menge Spektakel verspricht das Aufeinandertreffen von ALBA BERLIN und den Metropolitain Girls Recklinghausen. Beide Teams setzten sich im Achtelfinale ganz im Stile der eigenen Spielphilosophie durch. ALBA erzielte in den Partien gegen die Rhein Bascats zweimal über 90 Punkte, während die Metro Girls gegen Lichterfelde kein Feuerwerk abbrannten aber defensiv wie immer überragten. Sowohl ALBA als auch Recklinghausen gehören zu den Spitzenteams wenn es um das provozieren von Turnovern geht. Für die Berlinerinnen lief Rosalie Esser mit 24 Zählern im Schnitt heiß. Auf der Gegenseite werden Clara Bielefeld und Adna Halibasic gefragt sein. Einen klaren Favoriten gibt es aus unserer Sicht nicht. ALBA hat den Heimvorteil, aber die Metropolitain Girls wirken in dieser Saison wie ein Team, was sich nicht von seinem Weg abbringen lässt. Viertelfinale Süd Mit jeweils einem knappen und einem deutlichen Sieg überstanden die BSG Basket Ludwigsburg und das RegioTeam Stuttgart die erste Playoffrunde. Während Ludwigsburg sich gegen Südhessen durchsetzte, hatte Stuttgart gegen Nürnberg die Nase vorne. In der Saison waren die Duelle beider Mannschaften hoch kompetitiv, wobei Stuttgart die Punkte mit nach Hause nahm. Beim RegioTeam dreht sich alles um Paulina Reichenauer und Lisanne Räwer-Tanguep. Fast 50% der Punkte aus den Achtelfinalbegegnungen gehen auf das Konto der Beiden. In Ludwigsburg baut man auf verschiedene Säulen. Neben Chloé Emanga Noupoué und Lilith Maitra sind auch Sophie Schuster und Lola Stamenkovic wichtige Bausteine des bisherigen Erfolges. Unser Vote für den Auftaktsieg geht ob der beeindruckenden regulären Saison an Stuttgart. Mit dem in den Playoffs einzig verbliebenen Viertplatzierten TS Jahn München kommt es zu einem Derby mit dem MTV München. Während dieser den Rhein-Main Baskets keine Chance ließ, rang die TS Jahn den Gruppenprimus Würzburg nieder und kam aufgrund der Korbdifferenz eine Runde weiter. Diese Überraschung glückte vor allem aufgrund der vielen provozierten Ballverluste, die den TG Main Sharks am Ende das Genick brachen. Wichtige Stützen für die TS Jahn sind Uliana Kolesnyk und Veronika Semykasheva. Beim Münchener Nachbarn war es vor allem die Rebound-Dominanz, die dem Gegner Sorgen bereiten musste. Hinzu kam Julia Reichert, die in beiden Partien gegen Rhein-Main über 20 Punkte und zehn Rebounds beisteuerte. Die TS Jahn konnte den MTV in der Saison einmal besiegen, ist aber klarer Underdog. Unserer Meinung nach kehrt der MTV zurück ins TOP4 und gewinnt daher Spiel Nummer eins. Titelfoto: Manningeaux Play-Downs Nord Mit einem Sieg könnte die Mitteldeutsche Basketball Academy (3/1) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Für die OSC Junior Panthers (0/4) käme nach der vergangenen Pleite jede Hilfe zu spät. Ohne einen einzigen Saisonsieg bislang, muss das Team aus Osnabrück zur neuen Saison in die Quali. Die MBA unterlag zuletzt gegen die Talents und wäre nur bei eigenem Sieg und Niederlage von BASS Berlin sicher in der WNBL. Für den Vertreter aus Berlin (2/2) geht es gegen die Talents BonnRhöndorf (3/1) demnach um Alles. Nach zwei Siegen am Stück wird die Hoffnung bei BASS noch nicht erloschen sein, obgleich die Talents mit einem klaren Sieg in Halle nach Berlin reisen. BASS ist für eine Überraschung gut, wird den Abstand ans rettende Ufer schlussendlich aber nicht überwinden können. Süd Im Süden geht es sowohl für die BBU ’01 (1/1) als auch die ChemCats (2/1) darum den Abstand auf die Basket-Girls Rhein-Neckar weiter zu vergrößern. Besonders für die Ulmerinnen könnte die Situation mit dem direkten Duell gegen das Team aus Heidelberg am finalen Spieltag nochmal richtig brenzlig werden. Wir sehen Chemnitz mit Vorteilen, halten aber einen Heimsieg für alles andere als ausgeschlossen. Spieltermine Nord So., 14. April 2024 13.00 Uhr: Girls Baskets Regio Braunschweig-Wolfenbüttel – SC Rist Wedel (Sporthalle Lessinggymnasium, Braunschweig) 13.00 Uhr: Mitteldeutsche Basketball Academy – OSC Junior Panthers (SWH.arena, Halle (Saale)) 14.00 Uhr: BASS Berlin – Talents BonnRhöndorf (Dessaustraße oben, Berlin) 16.00 Uhr: ALBA BERLIN – Metropolitain Girls Recklinghausen (ALBA-Trainingshalle, Berlin) Süd So., 14. April 2024 12.00 Uhr: BSG Basket Ludwigsburg – RegioTeam Stuttgart (Rundsporthalle, Ludwigsburg) 12.30 Uhr: TS Jahn München – MTV München (TS Jahn München, München) 13.00 Uhr: BBU ’01 – ChemCats Chemnitz (Uzin Utz Court, Neu-Ulm)

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Vorbericht: TS Jahn München – MTV München

Nach rund einmonatiger Oster-Pause kommt es für Jahns U18-Korbjägerinnen etwas unverhofft nochmals zum Wiedersehen mit dem Männerturnverein aus der Häberlstraße. Beide Teams konnten sich in ihren Achtelfinals behaupten und stehen sich so im Viertelfinale der Mädchen-Bundesliga abermals gegenüber. Auch in dieser Runde werden die Gewinnerinnen basierend auf dem saldierten Ergebnis aus Hin- und Rückspiel ermittelt. Auftakt zum ersten der beiden Aufeinandertreffen – welches somit auch unentschieden enden könnte – ist an diesem Sonntag um 12 30 Uhr an der Weltenburger Straße. Bekanntlich denkbar knapp behaupteten sich die Gelb-Schwarzen in ihren Duellen mit dem Ersten der Gruppe Mitte, den Main Sharks aus Würzburg (68 – 59 & 45 – 50). Gegen den Drittplatzierten aus Deutschlands Mitte, die Rhein-Main Baskets, hatte wiederum der MTV als Süd-Zweiter vergleichsweise kaum Mühen (91 – 77 & 84 – 82). So sind die Rollen vor diesem Klassentreffen innerhalb der zwischenzeitlich acht besten Mannschaften also klar verteilt. Unter Regie von Gästetrainerin Doris Schuck spielten die Mädchen vom Goetheplatz bereits vergangene Saison um die deutsche Meisterschaft. Ergänzt um rund ein halbes Dutzend neuer, sommerlicher Söldnerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet & europäischen Ausland wäre alles andere als ein erneut klarer TOP4-Einzug der Roten also weit mehr als eine Sensation. Der Weg dahin ist für den Jahn sicherlich ein besonders herausfordernder. Mit Helena Englisch trägt die stärkste deutsche Jugend-Athletin das rot-weiße Gast-Trikot. Einzig ihre eigene Übungsleiterin Doris Schuck hat der Nationalspielerin, WM-Teilnehmerin und wertvollsten WNBL-Spielerin noch Meriten voraus. Beide bilden seit Jahren das taktgebende Duo in der Ludwigvorstadt. Ganze 60-mal trug die bald 70-jährige Pensionärin Schuck das deutsche Nationaltrikot, war selbst beinahe 20 Jahre in der ersten deutschen Liga aktiv & sammelte dabei rund ein halbes Dutzend Meisterschaften bzw. Pokale. Als Paten der Abteilung wird ihrem Ehemann László Baierle und ihr überdies das Vermächtnis zugeschrieben, seit nunmehr ebenso rund zwei Jahrzehnten an der Seitenlinie den Münchner Basketball erheblich nach vorn gebracht zu haben. Die Turnerschaft aus Bogenhausen tritt dagegen mit weit weniger international renommierter Folklore, sondern vorwiegend einem nimmermüden Kern an hauseigenen Vereinsspielerinnen an. Beide Hauptrundenbegegnungen waren vor allem sehr punktereich geprägt, gar die ligaweit treffsicherste Offensive zeichnet die Schuckschen Schützlinge aus. Absolute Schwerstarbeit ist also für Jahns Defensive gegen das nicht nur körperlich überlegene Legionärs-Kollektiv angesagt, wenn der Sprungball dann zur ersten Halbzeit dieser zwei Mal 40 Minuten in die Luft steigt. Bericht: Konstantin Hammerl

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Vorbericht: ALBA BERLIN – Metropolitain Girls Recklinghausen

Nach den erfolgreichen Achtelfinal-Siegen gegen den TuS Lichterfelde fahren die Metropolitain Girls auch im Viertelfinale wieder in die Hauptstadt. Mit ALBA Berlin steht das Recklinghäuser Team vor einer hohen Hürde um den Einzug in das WNBL Top 4. In einem Hin- und Rückspiel treffen wohl zwei der stärksten Teams im Wettbewerb aufeinander und kämpfen um einen von vier Plätzen im Endturnier. Wie schon in den letzten beiden Jahren kreuzen zwei der wohl erfolgreichsten Mädchen-Programme schon vor dem Top 4 ihre Klingen. Nach unserem Ausscheiden gegen den späteren deutschen Meister vor zwei Jahren, konnte das Recklinghäuser Team in der vergangenen Saison erfolgreich Revanche nehmen. Daran möchten die Metropolitain Coaches nun anknüpfen. „Mit ALBA wartet eins der besten Teams der diesjährigen WNBL auf uns. Wie schon in den letzten Begegnungen erwarten wir auch in diesem Jahr enge und intensive Spiele“, gibt Trainerin Louisa Kaprolat eine erste Einschätzung. Das ALBA-Team verfügt über einen jungen Kader, in dem viele Leistungsträgerinnen aus den Jahrgängen 2007 und 2008 stammen. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf Rosalie Esser und Lilli Schultze, die im Sommer mit unserer Metropolitain Spielerin Clara Bielefeld bei der Jugendeuropameisterschaft für Deutschland aufgelaufen sind. Aber auch die Distanzschützin Emilia Tomenendal konnte in der bisherigen Saison mit starkem Scoring überzeugen. Es wartet also eine Menge Arbeit auf die Defensive der Metropolitain Girls. Das Recklinghäuser Team selbst hat zudem seit einigen Wochen mit extremen Verletzungsproblemen zu kämpfen. „Teilweise mussten wir in den Einheiten mit sechs gesunden Spielerinnen auskommen. Unsere „Rehagruppe“ war oft größer als unser Trainingskader. Aber wir haben das Beste aus der Situation gemacht und werden gut vorbereitet in das Viertelfinale starten“, gibt sich Coach Björn Grönheit zuversichtlich. Wer am Sonntag gegen die Berlinerinnen auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig nach den letzten Trainingseinheiten entscheiden. „Wir sehen personell Licht am Ende des Tunnels und auch die Einheiten in dieser Woche machen uns zuversichtlich für den kommenden Sonntag. Unser Team hat alle Problemstellungen gut angenommen und fiebert den Spielen entgegen“, beschreibt Grönheit die aktuelle Situation. Neben ihrer Verteidigung wollen die Metropolitain Girls auch mit hoher Konzentration im Angriff agieren und gegen die starke Berliner Defense unnötige Ballverluste vermeiden. Aber auch eine gute Spielkontrolle, um ALBAs gewohnt schnellen Spielrhythmus zu stören, könnte ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg sein. Am Sonntag ab 16.00 Uhr möchten sich die Metropolitain Girls eine möglichst gute Ausgangsposition für das Rückspiel in 14 Tagen erkämpfen. Gespielt wird im ALBA Trainingszentrum in der Schützenstraße, wo die Metropolitain Girls auf tatkräftige Unterstützung ihrer mitgereisten Fans hoffen. Bericht: Inga Bielefeld

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Vorbericht: BASS Berlin – Talents BonnRhöndorf

Am kommenden Sonntag geht es für die WNBL-Talents darum eine kleine „offene Rechnung“ zu begleichen. Die U18 Bundesliga-Basketballerinnen reisen zum Play-Down-Rückspiel in die Hauptstadt und messen sich ab 14.00 Uhr mit BASS Berlin (Sporthalle Dessauerstraße). Durch einen Sieg im Stadtteil Lankwitz könnte Nicola Happels Team bereits den Klassenverbleib feiern. Es ist knapp fünf Wochen her, dass die bis dahin in ihrer Premierensaison sieglosen Berlinerinnen im Pennenfeld einen hauchdünnen 66:65-Auswärtssieg zelebrieren und die Talents gehörig schockten. Gewiss, der Sieg der BASS-Korbjägerinnen in Bonn war knapp und angesichts des potentiellen Gamewinners von Laura Telke, der sein Ziel hauchdünn verfehlte auch etwas glücklich. Ein Zufall war er aber nicht, denn BASS gewann auch sein zweites Play-Down-Spiel – gegen Osnabrück – und unterstrich damit seine WNBL-Tauglichkeit. In Bonn überzeugten vor allem Nala Koletzki, die genau wir Ihre Teamkollegin Emilia Lepenies auf 20 Punkte kam und den Grundstein für den ersten Bundesligasieg legte. Trotzdem möchten die Talents das Rückspiel unbedingt gewinnen und werden sich zu diesem Zweck gewiss mit der bestmöglichen Mannschaft auf den Weg in die Kapitale machen.  Der Auswärtssieg in Halle hat Happels Team neues und dringend benötigtes Selbstvertrauen verschafft. Sollten die Talents die Partie gegen die Basketball Allianz Süd Südwest hingegen verlieren, könnte durch einen Erfolg im letzten Match daheim gegen Halle Anfang Mai dennoch das WNBL-Ticket für 24/25 gelöst werden. Text: Franz-Werner Krausgrill

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RegioTeam Stuttgart – Post SV Nürnberg 83:65

Am vergangenen Sonntag bestritt unsere WNBL das Playoff Rückspiel im Achtelfinale Süd gegen das RegioTeam Stuttgart. Nach einem unglaublichen Hinspiel wollte unser Team nochmal alles für das Weiterkommen geben. Nach dem 4. Viertel Wahnsinn im Hinspiel reiste unser Team am Sonntag, 24.03.24 mit einer guten Ausgangslage, energiegeladen und euphorisch nach Stuttgart, mit dem Ziel die Saison noch einmal zu verlängern. Bereits zu Beginn des Spiels wurde sofort die Wichtigkeit der Partie für beide Teams deutlich. Man wollte unbedingt vermeiden den Gegner durch eigene Fehler in Fahrt kommen zu lassen und beide Mannschaften tasteten sich erstmal vorsichtig ab. Stuttgart eröffnete das Scoring mit einem Dreier von #4 Paulina Reichenauer. Doch wenig später nahm auch der Post SV Fahrt auf. Drei Punkte von #9 Sophie Müller machten den Anfang, 5 weitere folgten auf Nürnberger Seite. 8:5 Führung für die Gäste und der positiv erhoffte Start war geglückt. das RegioTeam übernahm wieder die Führung bevor #10 Jana Koch auf 10:10 stellte. Doch dann ergab sich für unser Team ein aus dem Hinspiel leider gut bekanntes Déjà-vu. Trotz Kampfgeist schafften wir es nicht das körperliche Heimteam bei den Rebounds herauszufordern und ermöglichten somit immer wieder zweite Chancen. Vor Allem #9 Mia Mandic wusste diese auf Seite des RegioTeams im ersten Viertel gut zu nutzen (7 Punkte). Und so stieg die Differenz auf 10:19 aus unserer Sicht. Ohne Glück von außen, änderte sich daran auch bis zum Ende des ersten Abschnitts nichts. Die Hausherrinnen blieben weiterhin am Drücker. Nach knapp 3 Minuten waren wir beim Stand von 14:31 zur ersten Auszeit gezwungen. Danach passierte lange nichts, beide Teams kannten sich nun schon aus dem Hinspiel und die intensive Vorbereitung beider Teams wurde sichtbar. Die gut eingestellte Defensive verhinderte gute Abschlüsse auf beiden Seiten und bremste dem Spielfluss. #7 Sophie Dropuljic setzte für den Post SV wieder den ersten offensiven Akzent, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Angetrieben durch #35 Lisanne Räwer-Tanguep dominantes zweites Viertel (10 Punkte, 9 Rebounds) blieb Stuttgart stets on top. Die Offensive beider Teams kam nun wieder besser ins Laufen und vor Allem beim Post SV lief der Ball gut. Doch gerade als das Momentum beim Stand von 20:35 wieder etwas auf unsere Seite schlug setzte Stuttgart ein Zeichen. 22:40. Nächste Auszeit Nürnberg. Wieder war es #9 Sophie Müller die mit ihrem Distanzwurf für Punkte sorgte, kurz darauf sank der Vorsprung der Heimmannschaft wieder auf 27:40. Doch auch darauf folgte eine Reaktion und es ging mit 29:43 in die Halbzeit. Doch beide Teams waren natürlich nach wie vor mit den Comeback Künsten der Fränkinnen vertraut und somit war klar: Hier ist noch lange nichts entschieden. Nach der Halbzeit wurde das Spiel zunächst wieder etwas wilder. Turnover und Fehlwürfe prägten das Geschehen. Nürnberg schaffte es dann allerdings wieder auf 37:50 zu verkürzen. Doch es fehlte an der letzten Konsequenz und Fokus, um der Führung der Stuttgarterinnen wieder richtig gefährlich zu werden. Und aus unserer mangelnden Energie schöpfte das Heimteam direkt eigene und konnten in ihrem 10:0 Run nur durch eine Nürnberger Auszeit gestoppt werden. Daraus lieferte #6 Noemi Schoenauer einen tollen Assist auf #10 Jana Koch für drei. #4 Emma Rettinger legte nach und knüpfte an ihre gute Leistung im dritten Viertel an (7Punkte). Danach blieb es erstmal länger beim Stand von 42:60. Stuttgart dominierte weiterhin die Bretter und konnte durch die vielen Fehlwürfe beider Teams viele Rebounds einsammeln. Die zähe Offensive zog sich bis zur Viertelpause und es ging mit 45:64 in die letzten 10 Minuten. Eine bekannte Situation für unser Team. Natürlich nicht unsere Wunschvorstellung, aber mit dem Wissen, dass wir es bereits einmal geschafft haben wollte wir auch hier nochmal mit Allem angreifen was wir hatten. Wie schon im Hinspiel waren es erneut Schoenauer und Koch die für den Post SV die Führung übernahmen. Doch ein erhoffter Blitzstart blieb aus. Bei noch 7:34 zu spielen und 47:68 Rückstand nahm Philipp Finsterer eine erneute Auszeit. Nürnberg sammelte sich, rief sich das Comeback im Hinspiel wieder ins Gedächtnis und alle stimmten sich darauf ein, gleich nochmal alles zu geben. Doch bevor genau dies auf dem Feld zu sehen war kam leider wieder Stuttgart und baute ihre Führung auf 73:47 aus. Dann kam Nürnberg. Schnelle 7 Punkte später nahm auch das Heimteam eine Auszeit. Das Ziel war klar, man wollte Nürnbergs Momentum bremsen und auf keinen Fall dieselbe Nachlässigkeit wie im Hinspiel zeigen. #6 Noemi Schoenauer und #10 Jana Koch zeigten erneut eine tolle Performance im letzten Viertel (10 und 8 Punkte) und rissen das Team immer wieder mit sich. Der Vorsprung wurde kleiner doch so langsam wurde die Zeit knapp. 65:80 noch 2:10 auf der Uhr. Doch langsam ging den Gästen doch die Kraft aus. Zwar gaben unsere Mädchen noch einmal alles für ihre Saison und füreinander doch ein zweites magisches Comeback sollte verwehrt bleiben. Stuttgart machte hinten dicht und sicherte somit alles in allem einen doch souveränen Sieg. 83:65 Alles hat einmal ein Ende, auch die schönen Dinge. Und somit ist nun leider auch unsere 2. Saison in der WNBL vorbei. Auch wenn im Moment natürlich die Trauer überwiegt blicken wir trotzdem enorm stolz auf eine tolle Saison zurück. Als eines der neueren und jüngeren Teams der gesamten Liga haben wir im Vergleich zum letzten Jahr nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht und gezeigt, dass wir nicht nur zurecht in dieser Liga stehen, sondern auch große Ambitionen haben. Wir sind uns sicher: So eine Leistung in den Playoffs hätte vorher von uns niemand erwartet und wir wollen nächstes Jahr wieder mit Vollgas angreifen! Unsere Topscorerinnen des Spiels sind #6 Noemi Schoenauer und #10 Jana Koch, welche beide mit jeweils 15 für unser Team vorangingen. Ein großes Lob gebührt aber unserem gesamten Team für einen tollen Kampf und ein unvergessliches Playoff Erlebnis. Für den Post SV spielten: Jana Koch, Noemi Schoenauer, Sophie Dropuljic, Paula Eckert, Mona Meyer, Sophie Müller, Anne Hillebrecht, Martina Komada, Emma Rettinger, Rosina Ortelli, Hang Vo Phuong Bericht/Foto: Felician Müller/Silvia Müller-Brozio

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Rückblick: Überraschungen bleiben aus

In den Achtelfinalpartien haben sich die Favoriten durchgesetzt. Lediglich der SC Rist Wedel unterlag nach eigenem Sieg im zweiten Spiel, setzte sich aber aufgrund des Korbverhältnisses trotzdem gegen Neuss durch. In den Play-Downs setzten die Talents ein Ausrufezeichen, während sich der OSC für die kommende Saison neu wird qualifizieren müssen. Achtelfinale Nord ALBA BERLIN – Rhein Bascats Düsseldorf 98:54 Metropolitain Girls Recklinghausen – TuS Lichterfelde 66:59 Cologne Regio Ladies – Girls Baskets Regio Braunschweig-Wolfenbüttel 51:70 SC Rist Wedel – TG Neuss Junior Tigers 68:76 Auch im Rückspiel blieben die Bascats chancenlos und unterliegen ALBA BERLIN deutlich. Bereits zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 45:23 entschieden. Erneut machten die Turnover (34) dem Team aus Düsseldorf zu schaffen, von denen die Berlinerinnen 25 in Steals ummünzten und somit einfach in Transition kamen. Mit 21 Punkten ragte Rosalie Esser (6 REB, 4 AST, 6 STL) aus dem Kollektiv heraus. Emilia Tomenendal (18, 4 REB, 4/9 3P), Raissa Megaptche (13, 8 REB & STL, 6/11 FG), Lilli Schultze (12, 8 REB, 5 STL) und Ella Panke (11, 9 REB) punkteten ebenfalls zweistellig. Den Bascats um Laura Knaup (13, 6 REB, 5 STL) und Nina Wisniewski (12, 6 REB, 5 AST) gelang es nicht mehr die Partie offen zu halten. Als ein ebenbürtiger Gegner präsentierte sich der TuS Lichterfelde gegen die Metropolitain Girls Recklinghausen. Die Gäste, die einem 13-Punkte-Rückstand hinterherjagten, lagen zur Pause knapp in Führung und machten es dem Gruppensieger „Nordwest“ offensiv schwer. Im Schlussabschnitt verlies den TuSLi allerdings sämtliches Wurfglück (4/20 FG), wodurch Recklinghausen die Partie zu seinen Gunsten drehen konnte. Entscheidender Faktor dafür waren die schon im Hinspiel stark aufspielenden Clara Bielefeld (18, 17 REB, 4 AST & BLK). Adna Halibasic (13, 8 REB) und Lucie Keune (12, 4 REB) bildeten die Nachhut. Für Lichterfelde hielten Mia Briesemeister (15, 9 REB), Emilie Matern (11) und Xara Eich (11) die Fahnen hoch. Kurzen Prozess machten die Girls Baskets im Rückspiel bei den Cologne Regio Ladies. Nach einer Partie, die lange auf Augenhöhe stattfand, zog das Team aus Niedersachsen im letzten Viertel davon und zog das Ticket für das Viertelfinale. Neben erneut klaren Vorteilen beim Rebounding trumpften die Baskets mit zehn getroffenen Dreiern auf. Karla Busch bestätigte ihre dominante Perfomance aus dem Hinspiel und legte 17 Punkte, elf Rebounds und vier Blocks auf. Rania Ayadi (14, 9 REB) und Shadeh Preston (11, 8 REB) überzeugten ebenfalls. Kölns Kéa Elberding (12, 4 REB) und Alinde Kerluku (10, 4 REB) blieben unter ihren Möglichkeiten. Mit Marija Ilic und Johanna Huppertz an Bord schafften die TG Neuss Junior Tigers den Auswärtssieg in Wedel. Aufgrund der hohen Hinspielniederlage reichte dieser aber nicht für das Weiterkommen aus. Wedel machte sich mit 37 Ballverlusten und 15 verworfenen Freiwürfen das Leben selber schwer und blieb vor allem durch 21 Offensivrebounds im Spiel. Bei ihrem Comeback ging Marija Ilic (4 REB, 7 AST, 5 STL, 11/21 FG) mit 35 Punkten voran. Johanna Huppertz (9 REB, 4 AST, 6 STL) steuerte 20 Zähler hinzu. Auf Seiten der Gastgeberinnen sicherten Luise Linke (16, 19 REB, 4 STL), Lisa Hoffmann (15, 17 REB) und Lotta Linke (15, 7 REB) den Einzug unter die besten Acht. Titelfoto: Jan Fante Achtelfinale Süd BSG Basket Ludwigsburg – Südhessen Juniors 75:56 MTV München – Rhein-Main Baskets 84:82 RegioTeam Stuttgart – Post SV Nürnberg 83:65 Nach einem knappen Sieg im Hinspiel gelang der BSG ein souveräner Erfolg im zweiten Aufeinandertreffen mit den Südhessen Juniors. Ludwigsburg legte los wie die Feuerwehr und führte bereits nach dem ersten Viertel mit 32:15. Bei den Juniors ging bis auf die Freiwürfe offensiv wenig zusammen. Mit Sophie Schuster (9 REB, 3/7 3P), Lola Stamenkovic (14 REB, 5 BLK) und Chloé Emanga Noupoué (8 REB, 5 AST) gelangen drei Spielerinnen jeweils 15 Punkte. Bei den Juniors hielt Finja Heubel (22, 8 REB) die Zügel in der Hand. Ida Bokemeyer (11, 6 REB, 4 AST, 6/6 FT) und Hanna Adaszewska (10, 8 REB) knackten die 10-Punkte-Marke. Mission Titelverteidigung gescheitert! In einer hochkarätigen Partie unterlag der amtierende Champion Rhein-Main Baskets knapp gegen den MTV. Die Münchenerinnen, die das Hinspiel deutlich für sich entschieden hatten, verteilten 27 Assists und dominierten die Baskets beim Rebound (60:39). Julia Reichert avancierte mit 24 Punkten, 13 Rebounds und neun Assists zur Matchwinnerin. Auch auf Ajla Helvida (21, 9 REB, 8/16 FG), Nathalie Schauermann (15, 12 REB) und Emilia Kargl (15, 8 REB, 7 AST, 5 STL) war Verlass. Für nicht ausreichenden Gegenwind sorgten Inga Oberhag (24, 7 REB, 4/7 3P), Jennifer Reitz (12, 4 AST), Wiebke Fellenberg (10, 6 REB) und Dilara Özdemir (10). Kein zweites Comeback für Nürnberg. Mit einem deutlichen Heimsieg zieht das RegioTeam ins Viertelfinale ein. Während der Post SV Nürnberg im Hinspiel durch ein spektakuläres Schlussviertel noch haarscharf am Sieg vorbeischrammte, hatten die Franken im Rückspiel wenig zu melden. Stuttgart erspielte sich klare Vorteile beim Rebound (46:24) und den Assists (17:5) und konnte sich auf das Duo Paulina Reichenauer (22, 5 AST, 7 STL) und Lisanne Räwer-Tanguep (18, 15 REB, 9/12 2P) verlassen. Des Weiteren zeigten sich Amy Sarah Arbinger (11, 4 REB & AST) und Mia Mandic (10, 4 REB) gut aufgelegt. Für die Nürnbergerinnen kamen Jana Koch (4/4 FT) und Noemi Schoenauer (3/6 3P) auf jeweils 15 Punkte. Play-Downs Nord Mitteldeutsche Basketball Academy – Talents BonnRhöndorf 71:90 BASS Berlin – OSC Junior Panthers 70:58 In beeindruckender Manie gelang den Talents BonnRhöndorf (3/1) der Auswärtssieg über die MBA (3/1). In einer von Fouls durchzogenen Partie leistete sich das Heimteam 25 Turnover und traf nur einen seiner 18 Dreier. Bonn hingegen fand nach dem enttäuschenden Auftritt gegen BASS die richtige Antwort und liegt mit drei Siegen punktgleich mit der MBA auf Platz eins. Große Anteile am Erfolg hatten Emily Scheibinger (20, 6 REB), Noemi Bokodi (19, 7 REB, 5 STL), Greta Gomann (15, 6 REB, 7 STL) und Luisa Sundermann (10, 5 REB). Das Nachsehen hatten Chinaza Ezeani (16, 4 REB, 7/9 FT), Daria Ilies (14, 7 REB), Prudents David Oboh (14, 19 REB, 4/4 FT) und Lotte Pabst (11, 4/8 FG). Kein Happy-End wird es für die OSC Junior Panthers (0/4) geben. Trotz zwischenzeitlicher Führung entglitt dem OSC das Spiel in Viertel zwei und drei. Insgesamt 35 Turnover sorgten auch dafür, dass BASS (2/2) beinahe 100 Wurfversuche abgab, während die Panthers bei 68 lagen. Die Berlinerinnen können den Klassenerhalt somit nach wie vor aus eigener Kraft schaffen. Garanten für den zweiten Sieg in Folge waren Aylin Zengin (17, 6 REB, 8 STL), Nala Koletzki (17, 5 REB, 8 STL), Nele Liewehr (11, 5 REB, 4 STL) und Lija Prehn (10, 10 REB). Der OSC um Elena Wilki (14, 7 REB), Marei Luisa Tobe (12, 7 REB) und Josephine Bormann (10, 18 REB) wird sich für die nächste WNBL-Saison neu qualifizieren müssen. Süd BBU ’01 – Basket-Girls Rhein-Neckar 52:50 Mit einer Niederlage sind die Basket-Girls Rhein-Neckar (1/2) in die Play-Downs gestartet. Bei der BBU (1/1) geriet man früh ins Hintertreffen und verpasste in der Schlussphase die entscheidenden Würfe zur Führung. Mit dem Sieg schiebt sich Ulm am Team aus Heidelberg vorbei auf den zweiten Platz und wäre somit Stand jetzt gerettet. In einer insgesamt punktearmen Partie verzeichnete Klara Rupcic mit neun Punkten den Bestwert bei den Gastgeberinnen. Melanie Heß (16, 4 AST), Greta Metz (13, 13 REB) und Anna-Lisa Wuckel (12, 12 REB) hielten vergebens dagegen und stehen vor dem Rückspiel gegen Ulm unter Zugzwang.

WNBL23-24BielefeldClaraMetropolitain Ladies vs Eintracht Braunschweig-102

Metropolitain Girls – TuS Lichterfelde 66:59

Das stark dezimierte Team der Metropolitain Girls zieht Dank einer absoluten Willensleistung in das WNBL-Viertelfinale ein. Mit 66:59 besiegt das Nordwest-Team vor toller Kulisse in Recklinghausen den TuS Lichterfelde auch im Rückspiel und trifft nun in der nächsten Runde mit ALBA Berlin auf einen weiteren Gegner aus der Hauptstadt. Die Vorzeichen für das Achtelfinal-Rückspiel am Sonntag gegen den TuS Lichterfelde standen nicht gut. Personell schon bereits im Hinspiel stark angeschlagen, musste das Team um die Coaches Louisa Kaprolat und Björn Grönheit in der vergangenen Woche den nächsten Ausfall verkraften: Nach Antonia Köller, Jocey Makon Makon, Sophia Müller und Jule Kaster verletzte sich mit Maite Batur die nächste Metropolitain-Leistungsträgerin im Training und fiel somit für das Rückspiel im Achtelfinal vor heimischen Publikum ebenfalls aus. Damit standen den Coaches nur noch acht gesunde Spielerinnen zur Verfügung, davon drei aus dem U16-Jahrgang 2008. Da im Gegenzug TuSLi mit Emelie Matern und Julijana Blazic auf zwei im Hinspiel fehlende Leistungsträgerinnen zurückgreifen konnte, war allen Beteiligten bewusst, welche harte Aufgabe auf die Gastgeberinnen warten würde. Wie schon in Berlin erwischte der TuS Lichterfelde den besseren Start in die Partie und konnte sich zu Beginn mit 12:6 etwas absetzen. Doch dank sechs Punkten von Clara Bielefeld kämpften sich die Metropolitain Girls in das Spiel und konnten so die nächsten Minuten bis zur Pause ausgeglichen gestalten. „Wir mussten uns in den ersten Minuten an die neuen Konstellationen auf dem Feld gewöhnen. Danach haben wir besser in unsere Abläufe gefunden und die zwangsläufig fehlende Feinabstimmung mit großem Kampfeswillen ausgeglichen“, zeigt sich Coach Björn Grönheit zufrieden. In der zweiten Halbzeit sollte sich dann die Geschichte aus dem Hinspiel wiederholen. Wie schon im ersten Aufeinandertreffen agierten beide Teams lange Zeit absolut auf Augenhöhe und die Führung wechselte stetig. Erst ein 13:2-Lauf zu Gunsten der Recklinghäuserinnen sorgte im letzten Viertel für die Entscheidung in einem sehr spannenden Spiel. „Unsere verletzungsbedingt enge Rotation kombiniert mit den Belastungen des Vortages, an dem unsere Leistungsträgerinnen bereits in der 2. DBBL oder Regionalliga mehr als 30 Minuten auf dem Feld standen, hätten viele Teams in die Knie gezwungen. Unsere Mädchen waren jedoch nicht bereit zu verlieren und sind über sich hinausgewachsen“, freut sich Coach Louisa Kaprolat über die Leistungen ihrer Spielerinnen. Mit dem zweiten Sieg im Achtelfinale und insgesamt 20 Punkten Differenz ziehen die Metropolitain Girls hochverdient in das WNBL-Viertelfinale ein und können sich so erfolgreich für das Ausscheiden im Vorjahr bei den Lichterfeldern revanchieren. In der Runde der letzten Acht wartet mit ALBA Berlin ebenfalls ein „alter Bekannter“ auf das Ruhrgebiets-Team. Die Berlinerinnen konnten sich deutlich gegen Rhein Bascats Düsseldorf durchsetzen und werden eine hohe Hürde auf dem Weg ins TOP4 darstellen. (Bericht Metropolitain Girls, Inga Bielefeld, Foto von Clara Bielefeld: Jörn Bersuch)

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Mitteldeutsche Basketball Academy – Talents BonnRhöndorf 71:90

Wiedergutmachung erfolgt: Durch einen insgesamt ungefährdeten 90:71 (46:33)-Erfolg bei der Mitteldeutschen Basketball Academy in Halle holten sich die Talents BonnRhöndorf in den Playdowns der U18-Mädchen-Bundesliga ihren ersten Sieg. Emily Scheibinger mit 20 Punkten und Noémi Bokodi mit 19 Zählern und sieben Rebounds waren die besten Korbschützinnen für BonnRhöndorf. Wie wichtig war der Erfolg für Nicola Happels Team? Nach der Niederlage gegen BASS Berlin waren die Nachwuchs-Talents etwas unter Druck geraten und wollten unbedingt ein Erfolgserlebnis. Dazu hatte man auch Greta Gomann mit nach Sachsen-Anhalt genommen, die seit Oktober ihr erstes Spiel in der WNBL absolvierte und sogar auf „ihr“ Zweitligamatch vom Abend zuvor verzichtet hatte. Mit der vermeintlich besten Aufstellung lief der Talents-Motor von Anfang an deutlich runder als gegen Berlin, auch wenn es im ersten Viertel noch nicht gelang, die Academy auf Abstand zu halten. Ein guter zweiter Durchgang, dem man mit 28:16 gewann, führte die rheinischen Gäste dann auf die Siegerstraße. Einziges Manko bis zur Pause: aus der Distanz wollte nicht viel gelingen (2 von 17 Treffern). Da Halle von außen ebenso zahnlos blieb, reichte den Talents eine durchschnittliche Trefferquote zur 46:33-Halbzeitführung. Immerhin hatte man 53 Mal auf den Korb geworfen, MBA nur 29 Mal. Apropos Ballbesitz: zum Play-Down-Auftakt war man recht sorglos mit dem Leder umgegangen, diesmal leisteten sich Happels Schützling auch dank der Anwesenheit Gomanns nur elf Turnover. MBA versuchte im dritten Durchgang alles den Rückstand zu verkürzen, die Talents blieben aber zweistellig vorne. Mit 65:50 ging es in den letzten Abschnitt, in dem die Talents noch einmal 25 Punkte oben drauflegten und alle Comebackversuche abwehrten. Neben Scheibinger und Bokodi konnten auch Greta Gomann (15) und Luisa Sundermann (10) zweistellig punkten. Marlene Hille war es schließlich, die zwei Freiwürfe zum 90:71-Endstand verwandelte. Bis zum nächsten Match in Berlin (14. April) sind nun drei Wochen Pause. Der Auswärtssieg in Halle bringt die Talents auf Rang eins des Play-Down-Klassements. So reicht Happels Team in den verbleibenden zwei Partien ein Sieg zur Qualifikation für die WNBL in der kommenden Saison. Es spielten: E. Scheibinger 20 Punkte/2 Dreier, N. Ridder 8/1, Noémi Bokodi 19/1, E. Heinen 5, H. Sabio 1, L. Telke 7, E. Hewicker, P. Holbach 3/1, L. Sundermann 10/1, M. Hille 2, G. Gomann 15/2. (Bericht Talents, Franz-Werner Krausgrill)

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