Voller Sommer

Beim FIBA Youth Challenger 2021 belegten die U18-Mädchen den vierten Platz in ihrer Gruppe. Die Mannschaft hatte es in Riga mit einigen starken Gegnern zu tun. Nach drei Niederlagen gegen Portugal, Lettland und Kroatien, belohnten sich die U18-Spielerinnen in den letzten beiden Partien für ihren Kampfgeist und gewannen knapp gegen Russland und klar gegen Rumänien.

In diesem Jahr steht für das Team von Head Coach Sidney Parsons die nächste Herausforderung an: Die FIBA U18 Women’s European Championship, die vom 06.-14 August 2022 in Heraklion/Griechenland stattfindet. Die Vorrundengegner der Mannschaft heißen Frankreich, Bosnien-Herzegowina und Israel. Davor wartet auf die U18-Mädchen eine intensive Vorbereitung.

Lina Falk beim Korbleger, Challenger U18-Damen 2021

Wurfquoten FIBA European Challenger 2021

FG%

3P%

FT%

Rumänien

51 – 70

FIBA European U18 Women´s Challenger 2021
Deutschland

Nächstes Spiel

Deutschland

FIBA U18 Women’s European Championship 2022 | GER – FRA
Frankreich

Kader

Name Geburtstag Größe Position Aktuellen Verein
Nicole Brochlitz 20/01/2004 1.69 m Point Guard ChemCats Chemnitz
Frieda Bühner 28/05/2004 1.86 m Forward GiroLive Panthers Osnabrück
Miriam Diala 19/10/2005 1.81 m Small Forward TSV Towers Speyer/Schifferstadt
Emanuelle Djuela Kenfac 08/08/2005 1.85 m Power Forward TuS Lichterfelde
Lina Falk 05/04/2004 1.83 m Shooting Guard Eintracht Braunschweig LionPride
Hilke Feldrappe 12/04/2004 1.85 m Small Forward ALBA BERLIN
Paula Haw 06/10/2004 1.93 m Center TS Jahn München
Nina Horvath 10/07/2004 1.72 m Guard TSV Grünberg/Team Mittelhessen
Leoni Kreyenfeld 16/07/2004 1.82 m Small Forward ALBA BERLIN
Greta Kröger 16/07/2004 1.80 m Point Guard BG Bonn 92/Rheinland Lions
Mailien Rolf 20/05/2005 1.78 m Guard TV Hofheim
Noreen Stöckle 12/02/2004 1.78 m Guard BSG Basket Ludwigsburg
Brochlitz_Nicole

Nicole Brochlitz

Point Guard

Bühner_Frieda

Frieda Bühner

Forward

Diala_Miriam

Miriam Diala

Small Forward

Djuela_Emanuelle

Emanuelle Djuela Kenfac

Power Forward

Falk_Lina

Lina Falk

Shooting Guard

Feldrappe_Hilke

Hilke Feldrappe

Small Forward

Haw_Paula

Paula Haw

Center

Horvath_Nina

Nina Horvath

Guard

Kreyenfeld_Leonie

Leoni Kreyenfeld

Small Forward

Kröger_Greta

Greta Kröger

Point Guard

Rolf_Mailien

Mailien Rolf

Guard

Stöckle_Noreen

Noreen Stöckle

Guard

Galerie

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EM U18-Mädchen: Stolz auf Platz vier!

STOLZ! Stolz dürfen sie sein, die deutschen U18-Mädchen nach der FIBA U18 Women’s European Championship in Heraklion/GRE. Auch wenn es heute im kleinen Finale gegen Frankreich nicht zu einer Medaille reichte, ist Platz vier für das DBB-Team mehr als aller Ehren wert. Gegen die Französinnen unterlag die Mannschaft von Head Coach Sidney Parsons heute mit 46:75 (7:13, 14:15, 16:20, 9:27). Im ersten Spiel der beiden Kontrahenten in der Gruppenphase hatte sich die DBB-Auswahl nur ein wirklich schwaches Viertel geleistet, das letztlich zur 42:59-Niederlage geführt hatte. Ein solches Viertel galt es heute zu vermeiden. Und so verlief die Partie in den Anfangsminuten völlig ausgeglichen. Frankreich versuchte den Ball unter den Korb zu bringen, die DBB-Auswahl legte ein hohes Tempo vor. Beiden Teams war anfangs die große Nervosität anzumerken (2:4, 4.). Die Defense dominierte das Spiel. Frieda Bühner glich aus, als schon fünf Minuten vorüber waren. Wie so häufig bei dieser EM schien es eher ein „low scoring game“ zu werden (6:8, 8.). Deutschland hielt physisch gut dagegen, verpasste aber einige offene Würfe und leistete sich hinten jetzt einige kleine Fehler (6:13, 10.). Stöckle dreht auf Frankreich blieb auch zu Beginn des zweiten Viertels vorne, weil die DBB-Mädchen ihre Chancen einfach nicht gut genug nutzten und die Französinnen zweistellig enteilen ließen (9:19, 14.). Parsons versuchte diese Tendenz mit einer Auszeit zu stoppen. Sie hatte offenbar die richtigen Worte gefunden, denn die DBB-Auswahl verkürzte schnell (12:19, Noreen Stöckle, 15.). Deutschland hatte Probleme in der 1-1-Defense und musste die athletischen Gegenspielerinnen mehrmals enteilen lassen. Der Dreier von Mailien Rolf kam da genau zum richtigen Zeitpunkt (15:23, 16.). Stöckle hatte genau hingeguckt und netzte zwei Dreier in Folge zum 21:24 (18.), Auszeit Frankreich. Die Partie war binnen weniger Minuten wieder völlig offen geworden. Zum Seitenwechsel war der Rückstand allerdings wieder etwas angewachsen (21:28). Frankreich spürt deutschen Atem Krögers Dreier hielt ihr Team im Spiel und auch Hilke Feldrappe traf von „downtown“ (27:34, 23.). Es musste jetzt mal ein richtiger Lauf her, um wieder an die Französinnen heranzukommen und diese zu beeindrucken. Unter den Körben hatte es das DBB-Team schwer, überzeugte aber mit großem Einsatz und mit überwiegend starker Verteidigung. Feldrappe besorgte das 29:34 (24.), doch immer wieder fanden die Gegnerinnen durch schnellen Antritt den Weg zum deutschen Korb. Krögers Dreier bedeutete das 32:36 (25.), man war wieder in Schlagdistanz und erwies sich als äußerst hartnäckig. Kröger punktete in der Zone, Leoni Kreyenfeld an der Freiwurflinie: 35:38 (27.). Noch konnte sich Frankreich „befreien“, spürte aber immer wieder den deutschen Atem! Nach dem 35:43 durch einen französischen Dreier „mit Brett“ musste eine erneute Aufholjagd her (28.). Die Schlussphase des dritten Viertels gehörte den Französinnen, entschieden war aber nach 30 Minuten noch nichts (37:48). Kräfte gehen aus Nun galt es für die DBB-Auswahl, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich an die Französinnen heranzukämpfen. Die letzten zehn Minuten des Turnieres brachen für das Parsons-Team an. Frankreich traf die ersten Würfe im Schlussabschnitt und ließ so kein Momentum für die deutsche Mannschaft zu. Der Dreier des Gegners zum 40:55 nach 33 Minuten tat richtig weh, Parsons nahm sofort eine Auszeit. Die Hürde wurde immer höher, aber die deutschen Spielerinnen gaben nicht auf. Doch minutenlang passierte kaum etwas auf dem Scoreboard und das 42:60 nach 36 Minuten bedeutete die Entscheidung in diesem Spiel. Noch einmal zurückkommen konnte das DBB-Team nicht. Frankreich traf nun fast jeden Wurf. „Akku war leer“ Head Coach Sidney Parsons: „Heute haben wir gezeigt, dass wir drei Viertel auf Augenhöhe mit Frankreich spielen können. Dann haben wir unsere Power verloren im letzten Viertel. Unser Akku war am Ende leer. Wir haben unsere Organisation in der Defene verloren, hatten einfache Ballverluste, die Frankreich genutzt hat. Offenisv haben wir nicht mehr die richtigen Optionen gefunden. Aber wir haben 30 Minuten lang gut gekämpft und mitgehalten und das ist für mich ein großer Schritt nach vorne. Wir sind stolz darauf, bei dieser EM auf den vierten Platz gekommen zu sein. Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt, da hätte ich mir für die Mädchen einen besseren Abschluss gewünscht. Es war eine tolle EM und es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns für die U19-WM qualifiziert und müssen jetzt schauen, den Spielerinnen zunächst eine Pause zu geben und dann intensiv mit ihnen weiterzuarbeiten. Wir werden ihnen alles geben, was sie für eine positive Entwicklung brauchen. Danke an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover, 0), Frieda Bühner (Florida Gators/USA, 10), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz, dnp), Lina Falk (Eintracht Braunschweig LionPride, 2), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 5), Paula Haw (TS Jahn München, 0), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg, 4), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde, 0), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin, 1), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 10), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 6), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg, 8). Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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U18-Mädchen kämpfen um EM-Bronze

Für das Finale hat es leider nicht ganz gereicht. Die U18-Mädchen verlieren im Halbfinale der FIBA U18 Women’s European Championship in Heraklion/GRE mit 52:64 (11:19, 14:12, 14:10, 13:23) gegen Litauen. Vor den Augen von DBB-Vizepräsident Werner Lechner, der als offizieller Vertreter nach Heraklion gereist war, lieferte sich die Mannschaft von Head Coach Sidney Parsons einen spannenden Kampf mit ihren baltischen Gegnerinnen, deren Klasse sich am Ende durchsetzte. Am Sonntag hat das Team die Chance diese tolle EM mit einer Medaille zu krönen. Um 18:00 Uhr treffen die Mädchen im Spiel um Platz 3 auf die Französinnen (live und kostenlos im FIBA-Stream), denen sie im ersten Spiel der Gruppenphase stark Paroli geboten hatten, sich am Ende aber mit 42:59 geschlagen geben mussten. Ausgeglichene erste Halbzeit Die deutsche Mannschaft startete mit zwei Punkten von Hilke Feldrappe in die Partie, die Litauen sofort konterte und weitere vier Punkte draufsetzte. Zu Beginn war das Spiel sehr ausgeglichen. Nach vier Minuten stand es 7:8 aus Sicht der deutschen Mädchen. In den folgenden Minuten setzte sich Litauen erstmals leicht ab, woraufhin Sidney Parsons nach fünf Minuten beim Stand von 7:13 die erste Auszeit nahm. Die DBB-Auswahl ließ sich davon aber zunächst nicht beeindrucken und versuchte weiter den Anschluss zu halten. Das gelang ihnen allerdings zum Viertelende nicht mehr so gut. Sie mussten ihre Gegnerinnen etwas davonziehen lassen, weshalb es mit einem Zwischenstand von 11:19 in die Viertelpause ging. Mit der ersten Aktion im zweiten Spielabschnitt gingen die Litauerinnen erstmals zweistellig in Führung. Doch die deutsche Mannschaft kämpfte weiter, auch wenn ihre guten Würfe nicht immer fallen wollten. Der Abstand verringerte sich aber bis zur Mitte des zweiten Viertels nicht signifikant. Nach fünfeinhalb Minuten wuchs der Rückstand sogar wieder auf 13 Punkte an (16:29). Die deutschen Mädchen hatten vor allem mit der starken Defensive der Litauerinnen zu kämpfen, die immer wieder gut aushalfen und den Weg zum Korb versperrten. Der Ausweg daraus: Dreier. Eine Minute vor der Halbzeitpause traf Nicole Brochlitz für Drei und brachte das deutsche Team wieder auf sieben Punkte heran (22:29). Mit der Sirene zum Viertelende traf Greta Kröger erneut von draußen. So gingen die Mannschaften mit einem Zwischenstand von 25:31 in die Kabinen. Litauen einen Tick zu stark Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte die deutsche Mannschaft ihren Rückstand innerhalb von dreieinhalb Minuten auf zwei Punkte (30:32). Die Litauerinnen hatten jetzt vor allem in der Offensive Probleme, was auch an der verbesserten Defensive der deutschen Mädchen lag. Nach viereinhalb gespielten Minuten im dritten Viertel gingen sie schließlich mit 33:32 in Führung, woraufhin Litauen eine Auszeit nahm. In der Folge lieferten sich beide Teams einen engen Schlagabtausch mit guten Aktionen, aber auch einigen Fehlern auf beiden Seiten. Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels setzte sich Litauen wieder etwas ab (36:41). Doch wieder ließ sich die deutsche Mannschaft nicht abschütteln und verkürzte bis zur Viertelpause noch auf 39:41. Die Litauerinnen erwischten den besseren Start in den Schlussabschnitt und gingen nach drei Minuten mit acht Punkten in Führung. Bis zur Mitte des Viertels konnte die deutsche Mannschaft den Rückstand nicht verkürzen. Nach fünf Minuten stand es 43:53. Die DBB-Korbjägerinnen versuchten noch einmal sich mit aller Kraft der drohenden Niederlage entgegenzustemmen und kamen drei Minuten vor dem Ende noch einmal auf sieben Punkte heran (48:55). Doch die Litauerinnen waren zu abgeklärt, um ihre Führung in den letzten Minuten zu verspielen. Sie vergrößerten ihren Vorsprung erneut auf zehn Punkte mit etwas weniger als zwei Minuten auf der Uhr. Jeden Versuch der deutschen Mädchen den Rückstand zu verkürzen, konnte Litauen kontern. So ging die Partie nach einem harten Kampf mit 52:64 zu Ende. „Morgen noch einmal kämpfen“ Head Coach Sidney Parsons ist trotz der Enttäuschung stolz auf ihre Mannschaft: „Es ist sehr schade. Wir haben mitgekämpft und eine sehr gute Chance gehabt das Spiel zu gewinnen. Leider hat es im vierten Viertel nicht gereicht. Wir haben einen sehr schwierigen Tag mit unserer Wurfquote gehabt und Litauen hat im vierten Viertel den Switch gut gelöst. Wir haben auf der anderen Seite leider keine Antwort darauf gefunden. Im vierten Viertel waren es auf jeden Fall die Offensivrebounds, die wir zugelassen haben, und die Ballverluste auf der anderen Seite. Wir hatten mehrere Chancen, aber leider am Ende nichts getroffen. Trotz der Niederlage bin ich wirklich stolz auf die Mannschaft. Wir hätten das Spiel gewinnen können, aber dass wir hier in den Top 4 sind, ist toll für uns. Morgen können wir noch einmal kämpfen und alles geben.“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover, 19), Frieda Bühner (Florida Gators/USA), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz), Lina Falk (Eintracht Braunschweig LionPride, 5), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 9), Paula Haw (TS Jahn München), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 3), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 13), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg, 3) Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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Großartige Leistung: U18-Mädchen im EM-Halbfinale

Die U18-Mädchen sind nicht zu stoppen! Mit einer tollen Energieleistung gewinnt die Mannschaft von Head Coach Sidney Parsons im Viertelfinale der FIBA U18 Women’s European Championship in Heraklion/GRE mit 53:43 (16:14, 9:2, 19:16, 9:11) gegen Polen. Vor allem defensiv lieferte die DBB-Auswahl eine großartige Partie ab und steht nun im EM-Halbfinale. Mit diesem Erfolg haben sich die Mädchen außerdem für die U19-WM in Spanien im kommenden Jahr qualifiziert. Das Halbfinale steht am Samstag um 20.15 Uhr an (live und kostenlos im FIBA-Stream). Gegner wird das Gewinnerteam der Partie Tschechien gegen Litauen sein. Starke Defensivarbeit Die deutschen Mädchen starteten mit einem Dreier von Greta Kröger in die Partie, den die Polinnen im Gegenzug sofort konterten. Nach drei Minuten konnte sich die deutsche Mannschaft erstmals leicht absetzen und mit 8:3 in Führung gehen. Polen holte diesen Rückstand aber sofort wieder auf. Die Trefferquote in der Anfangsphase, vor allem von der Dreierlinie, war bei der deutschen Mannschaft deutlich höher als noch im Achtelfinale gegen Ungarn am Tag zuvor. Allein in den ersten fünf Minuten trafen sie viermal von draußen. Drei Minuten vor dem Ende des Viertels setzten sie sich erneut etwas ab (16:10). Die Polinnen holten noch vier Punkte auf, so endete das erste Viertel mit einem Zwischenstand von 16:14. Die deutschen Mädchen begannen das zweite Viertel erneut mit einem Dreier, diesmal von Noreen Stöckle. Doch die anfangs gute Trefferquote ließ nach, weshalb die Fünf-Punkte-Führung der DBB-Auswahl noch eine Weile Bestand hatte. In den folgenden Minuten bauten die DBB-Korbjägerinnen ihre Führung langsam aber stetig aus, was die Polinnen zur Mitte des Viertels beim Zwischenstand von 23:14 zur Auszeit zwang. Die deutsche Mannschaft spielte mit viel Energie, was vor allem in der Defensive immer wieder belohnt wurde. In der Offensive aber fehlte immer wieder die nötige Klarheit in den Aktionen und die Treffsicherheit, um den Vorsprung deutlich auszubauen. Drei Minuten vor der Halbzeitpause ging Deutschland zwar erstmals zweistellig mit 25:14 in Führung, doch die vielen vergebenen Chancen verhinderten, dass man sich weiter absetzte. Bis zur Pause konnten nur noch die Polinnen scoren,  mit einem Zwischenstand von 25:16 ging es in die Kabine. Konstanter Vorsprung Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging die deutsche Mannschaft erneut zweistellig in Führung und verteidigte weiterhin sehr stark. Nach eineinhalb Minuten baute sie den Vorsprung auf 14 Punkte aus. Offensiv lief es jetzt etwas besser als zum Ende der ersten Halbzeit, weshalb die Führung nach vier Minuten 36:20 betrug. In den Folgeminuten ließ die deutsche Mannschaft die Polinnen wieder etwas herankommen, sodass der Vorsprung auf acht Punkte schmolz. Nach diesem kurzen defensiven Aussetzer fing sich die deutsche Mannschaft wieder und auf ihre Offensive war jetzt auch Verlass. Innerhalb von wenigen Minuten baute sie die Führung wieder auf 14 Punkte aus (42:28). Zwei Punkte holte Polen bis zum Viertelende noch auf. Der Zwischenstand vor dem letzten Spielabschnitt lautete 44:32. Auch im vierten Viertel ließen die deutschen Mädchen vor allem defensiv nicht nach. Ihre Führung hielten sie konstant bei knapp über zehn Punkten. Viereinhalb Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal spannend, als die Polinnen den Rückstand auf zehn Punkte verkürzten. Doch die deutsche Mannschaft ließ sich davon nicht beeindrucken und spielte genauso engagiert und fokussiert weiter wie zuvor. Zwei Minuten vor dem Ende führte Deutschland immer noch mit zehn Punkten (50:40). Am Ende ließ das Parsons-Team nichts mehr anbrennen und gewann dank seiner bärenstarken Defensive mit 53:43 gegen die Polinnen. „Als Mannschaft gespielt und gekämpft“ Head Coach Sidney Parsons war nach dem Spiel sehr stolz auf ihre Mannschaft: „Einfach Wahnsinn! Gestern haben wir gesagt: Es gibt nur noch ein Spiel und wir wollen alles geben, dass wir in die Top 4 kommen und uns für die U19-Weltmeisterschaft qualifizieren. Der ganze Staff ist lange wach geblieben, um den Plan für Polen zusammenzustellen. Man hat heute gesehen, dass die Spielerinnen an diesen Plan und an sich selbst geglaubt haben. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Wir haben Polen geschlagen und haben immer die Kontrolle gehabt, das war unser Hauptziel. Greta Kröger hat eine tolle Reaktion auf das Spiel von gestern gezeigt. Sie hat genau gewusst, was sie machen sollte und hat die Mannschaft geführt. Auch die anderen Spielerinnen, egal wer reingekommen ist, alle haben bis zum Ende gekämpft. Man hat gesehen, dass wir als Mannschaft gespielt und gekämpft haben. Jetzt sind wir in den Top 4. Wir wollen das auf jeden Fall genießen, aber trotzdem kurz pausieren, morgen regenerieren und dann auf den nächsten Schritt schauen. Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft, aber es geht noch weiter.“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover), Frieda Bühner (Florida Gators/USA, 10), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz, 6), Lina Falk (Eintracht Braunschweig LionPride, 8), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 9), Paula Haw (TS Jahn München), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde, DNP), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 13), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 2), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg, 5) Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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Krimi gegen Ungarn: U18-Mädchen im Viertelfinale

Toller Erfolg für die U18-Mädchen! Die Mannschaft von Head Coach Sidney Parsons gewinnt ihr Achtelfinale bei der FIBA U18 Women’s European Championship in Heraklion/GRE denkbar knapp mit 56:55 (16:14, 14:13, 18:14, 8:14) gegen Ungarn und zieht ins Viertelfinale ein. In einem ausgeglichenen Spiel, das am Ende zum Krimi wurde, zeigte die DBB-Auswahl viel Energie und Einsatz und kämpfte bis zur letzten Sekunde um den am Ende verdienten Sieg. Im Viertelfinale am Donnerstag um 18.00 Uhr heißt der Gegner für die deutschen Mädchen nun Polen (live und kostenlos im FIBA-Stream). Ausgeglichene Partie Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Sie zeigten starke defensive Leistungen, vergaben aber offensiv einige Chancen. Nach drei Minuten war die Partie ausgeglichen (4:4). Im Anschluss konnte sich die deutsche Mannschaft leicht absetzen. Sie spielten sich gute Wurfmöglichkeiten heraus, zwangen die Ungarinnen zu Fehlern und Fouls und verteidigten weiterhin stark. Nach acht Minuten führten sie mit 14:6. Doch bis zum Ende des Viertels holte Ungarn mit starken Offensivaktionen noch einmal auf und kam bis auf zwei Punkte an das deutsche Team heran. Zur Viertelpause stand es deshalb 16:14. Das Spiel blieb weiter eng und Ungarn glich nach zwei Minuten im zweiten Viertel aus (18:18). Das Scoring lief jetzt auf beiden Seiten besser. Die deutsche Mannschaft setzte sich erneut etwas ab und ging nach einem schnellen Run mit 24:18 in Führung. Doch die Ungarinnen blieben weiter hartnäckig und ließen sich nicht abschütteln. Beide Mannschaften spielten mit viel Tempo, doch schafften es oft nicht, sich gute Chancen zu erspielen. Ungarn verkürzte zwei Minuten vor der Halbzeitpause auf nur noch einen Punkt Rückstand (28:27). Zwei weitere Punkte konnte die deutsche Mannschaft im zweiten Viertel noch erzielen, weshalb es mit einem Zwischenstand von 30:27 in die Kabine ging. Sieg in der Schlusssekunde Zu Beginn des dritten Viertels taten sich erneut beide Teams schwer, Punkte zu erzielen. In den ersten vier Minuten erzielten sie zusammen nur vier Punkte. Es blieb auch in den Folgeminuten bei wenigen sehenswerten Offensivaktionen, aber Ungarn arbeitete sich Schritt für Schritt wieder heran. Nach sechseinhalb Minuten im dritten Viertel stand es 35:33 für das deutsche Team. Die DBB-Auswahl startete noch einmal einen kleinen Run, doch die Ungarinnen konterten immer wieder. Jetzt fielen auf einmal auf beiden Seiten die Würfe, die vorher noch  daneben gingen. Mit dem Ablauf der Uhr zum Viertelende versenkte Mailien Rolf einen unglaublichen Wurf von der Mittellinie und erhöhte somit den Vorsprung der deutschen Mannschaft auf 48:41. Der Sieben-Punkte-Vorsprung hielt nicht lange für die deutschen Mädchen. Nach zwei Minuten kam Ungarn wieder auf drei Punkte heran und ging eine Minute später sogar mit einem Punkt in Führung. Aus der Partie wurde jetzt ein regelrechter Schlagabtausch mit viel Tempo und guten Aktionen auf beiden Seiten. Zur Mitte des Viertels lag die deutsche Mannschaft erneut mit drei Punkten in Front (54:51). Ungarn verkürzte daraufhin erneut auf einen Punkt Rückstand und ging wieder in Führung. In den letzten Minuten ging es hin und her, mal war die eine Mannschaft im Vorteil, dann wieder die andere. Eine Minute vor dem Ende führte das deutsche Team mit einem Punkt. Beide Mannschaften vergaben wichtige Würfe in der letzten Minute, sodass es elf Sekunden vor dem Ende noch immer 56:55 stand. Die Ungarinnen foulten, doch die deutsche Mannschaft verlor beim darauffolgenden Einwurf den Ball. Um den ungarischen Schnellangriff zu verhindern foulte Lina Falk mit 0.3 Sekunden auf der Uhr unter dem Korb. Die Ungarin warf allerdings beide Freiwürfe daneben, was für die deutsche Mannschaft am Ende den etwas glücklichen aber verdienten 56:55-Sieg bedeutete. „Bis zum Ende gekämpft“ Head Coach Sidney Parsons zeigte sich nach dem Spiel überglücklich und stolz auf ihre Mannschaft: „Was für ein Spiel! Ich kann das nicht glauben. Unser Ziel am Anfang des Sommers war es, in der Division A zu bleiben. Wir wussten, dass das nicht leicht wird, wegen der Doppelbelastung mit der U18-EM und der U17-WM und wegen vielen Krankheiten und Verletzungen, bevor der Sommer überhaupt begonnen hat. Das war eng heute, aber Sieg ist Sieg. Ich habe vor dem Spiel gesagt: Ich will nur gewinnen, ob mit einem Punkt oder mit 20. Die Mannschaft hat bis zum Ende gekämpft, hat alles gegeben. Wir haben am Ende ein bisschen Glück gehabt, aber wir haben diesen Sommer so hart gearbeitet, genau für so einen Moment. Ich bin stolz auf die Mannschaft und bin froh, dass wir jetzt im Viertelfinale sind. Wir haben alles gegeben für den Sieg und das haben wir geschafft. Jetzt müssen wir auf die Regeneration heute Abend und auf das Viertelfinale gegen Polen morgen schauen.“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover), Frieda Bühner (Florida Gators/USA, 22), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz), Lina Falk (Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, 2), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 4), Paula Haw (TS Jahn München, DNP), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg, 2), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde, DNP), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin, 2), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 6), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 7), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg, 11) Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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EM: U18-Mädchen als Zweite ins Achtelfinale

Die deutschen U18-Mädchen sind bei der Europameisterschaft im kretischen Heraklion als Vorrunden-Gruppenzweiter ins Achtelfinale am Mittwoch eingezogen. Dort geht es dann gegen Ungarn. Heute setzte sich das Team von Head Coach Sidney Parsons mit 84:58 (25:19, 20:12, 23:8, 16:19) gegen Israel durch. Nach ausgeglichenem Beginn setzten sich die DBB-Korbjägerinnen in der siebten Minute erstmals etwas deutlicher ab (17:11). Frieda Bühner dominierte bis dahin in der deutschen Offensive, bestens unterstützt von Lina Falk, Greta Kröger und Mailien Rolf. Dann folgte eine Phase, in der Nicole Brochlitz begann, das deusche Spiel zu tragen. Nach dem ersten Viertel lag Deutschland weiter vorne (25:19). Nach zwölf Minuten übernahm Israel die Führung und profitierte dabei von einigen leichten Fehlern der Deutschen. Bis zum 30:31 blieb der Gegner vorne, ehe eine ganz starke Brochlitz „übernahm“ und ihr Team fast im Alleingang wieder nach vorne warf. Über 39:31 (18.) ging es zur Halbzeitführung von 45:31. Brochlitz überragt Auch nach dem Seitenwechsel konnten sich die deutschen Mädchen auf Brochlitz (Foto oben) verlassen, die direkt wieder zwei Dreier netzte und für die 53:31-Führung sorgte (23.). Deutschland hatte jetzt volle Kontrolle über das Spiel und dominierte an beiden Enden des Feldes. Es machte richtig Spaß, der deutschen Mannschaft zuzusehen. Israel fand nur selten ein Mittel gegen das Parsons-Team, das klar die bessere Mannschaft war. Alle zwölf deutschen Spielerinnen kamen zum Einsatz (68:39, 30.). Deutschland dominierte nach Belieben und auch kleinere Fehler und Unkonzentriertheiten änderten daran überhaupt nichts. Die Partie war seit Mitte des dritten Viertels entschieden, alle deutschen Korbjägerinnen kamen auch zu Punkten. Man merkte dem Team die Freude am Spiel an und darf auf den weiteren Verlauf der EM sehr gespannt sein. Im Achtelfinale wartet mit Ungarn sicher ein ungleich stärkerer Gegner. „Wir hatten einen klaren Plan“ Head Coach Sidney Parsons: „Das war eine gute Leistung der Mannschaft heute. Wir sind jetzt so langsam mehr in unserem Rhythmus und wir haben gewusst, dass das Spiel gegen Israel schwierig werden könnte. Deshalb haben wir denm vollen Fokus auf ein paar Kleinigkeiten gelegt, besonders was deren Zoenverteidigung betrifft. Wir hatten einen klaren Plan, die Spielerinnen haben das sehr gut umgesetzt. Wir haben eine gute Baölance aus Distanzwürfen und Zug zum Korb gefunden und auch defensiv haben wir Mitte des Spiels eine Änderung beim Switchen gemacht. Das war eine super Teamleistung mit viel Energie, Nicole Brochlitz war überragend. Wir sind stolz auf unsere Entwicklung, aber jetzt kommt das entscheidende Spiel. Wir wollen unseren Fokus behalten!“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover, 26), Frieda Bühner (Florida Gators/USA, 16), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz, 4), Lina Falk (Eintracht Braunschweig Lion Pride, 7), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 2), Paula Haw (TS Jahn München, 4), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg, 5), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde, 2), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin, 4), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 4), Mailien Rolf (TV Hofheim), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg, 2) Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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Dominanter Sieg: U18-Mädchen überzeugen gegen Bosnien und Herzegowina

Da ist der erste Sieg! Die U18-Mädchen gewinnen ihr zweites Spiel der FIBA U18 Women’s European Championship in Heraklion/GRE klar mit 76:36 (17:6, 15:13, 20:7, 34:10) gegen Bosnien und Herzegowina. Das Team von Head Coach Sidney Parsons zeigte vor allem in der zweiten Hälfte eine dominante Leistung und ist damit auf einem guten Weg zu einer ordentlichen Ausgangsposition für das Achtelfinale. Im dritten und letzten Spiel der Gruppenphase geht es für die deutschen Mädchen am Montag um 20.15 Uhr gegen Israel (live und kostenlos im FIBA-Stream) um Platz zwei in der Gruppe D. Grundstein gelegt Beide Mannschaften waren zu Beginn wenig fokussiert, woraus viele Ballverluste und schlechte Abschlüsse resultierten. Fehler und unsaubere Aktionen prägten in den ersten Minuten die Partie. Nach etwas mehr als zwei Minuten machte Bosnien und Herzegowina die ersten Punkte und legte direkt im nächsten Angriff nach. Zur Mitte des ersten Viertels war das Spiel ausgeglichen (4:4). In den folgenden Minuten fand die deutsche Mannschaft dann ihren Rhythmus. Aggressive Verteidigung und gute Arbeit am Brett führte immer wieder zu schnellen Angriffen und einfachen Abschlüssen. Mit ihrer Defensive zwangen die deutschen Mädchen ihre Gegnerinnen immer wieder zu Fehlern. Zwei Minuten vor der Viertelpause führten sie bereits mit 12:6. Das deutsche Team spielte nun seine größte Stärke aus – die Schnelligkeit. Kurz vor dem Ende des ersten Viertels erhöhte Paula Haw auf 17:6, was zugleich der Stand zum Ende des Viertels war. Das zweite Viertel startete rasant, aber auch mit vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Es dauerte zwei Minuten, bis Noreen Stöckle die ersten drei Punkte des Viertels erzielte. Eine Minute später erhöhte Lina Falk ebenfalls mit einem Dreier auf 23:6 für das deutsche Team. Aufgrund einiger individueller Fehler ließen die DBB-Korbjägerinnen in den Folgeminuten die Bosnierinnen wieder etwas herankommen (23:11), woraufhin Head Coach Sidney Parsons viereinhalb Minuten vor der Halbzeitpause ihre erste Auszeit nahm. Auch in den Folgeminuten konnte das deutsche Team vor allem offensiv nicht an die bisherige Leistung anknüpfen. Eineinhalb Minuten vor Viertelende verkürzte Bosnien und Herzegowina auf nur noch acht Punkte Rückstand (25:17). Bis zur Halbzeitpause zeigte die deutsche Mannschaft noch einige gute Aktionen und konnte ihren Vorsprung noch einmal ausbauen. Die beiden Teams gingen mit einem Zwischenstand von 32:19 in die Kabine. Dominante zweite Hälfte Erneut taten sich beide Mannschaften in den Anfangsminuten des Viertels schwer aus dem Feld zu punkten. Die deutsche Mannschaft aber zeigte defensiv wieder die Intensität, die sie auch in der ersten Hälfte phasenweise auf Feld brachte. Offensiv mussten sich die deutschen Spielerinnen ihre Punkte mühsam erarbeiten, doch nach und nach wuchs der Vorsprung. Nach drei gespielten Minuten im dritten Viertel stand es 36:19. In den folgenden Minuten konnte die deutsche Mannschaft ihre Führung konstant halten und zum Ende des dritten Viertels erneut etwas ausbauen. Zwei Minuten vor der Viertelpause wuchs der Vorsprung zum ersten Mal auf 20 Punkte an (46:26). Offensiv hatten die deutschen Mädchen jetzt endgültig ihren Rhythmus gefunden und ihre defensive Aggressivität ließ den Bosnierinnen kaum Chancen auf Punkte. Sie waren nun deutlich die dominierende Mannschaft und gingen mit einer Führung von 52:26 in den letzten Spielabschnitt. Die DBB-Auswahl machte auch im vierten Viertel so weiter wie zuvor und ging bald mit über 30 Punkten in Führung (57:26). Die Deutschen ließen dennoch nicht nach und spielten ihre Gegnerinnen weiter an die Wand. Sie scorten nun nach Belieben und schraubten kurz vor Schluss ihren Vorsprung auf 40 Punkte, sodass am Ende ein 76:36-Erfolg zu Buche stand. „Wichtiger Schritt nach vorne“ Head Coach Sidney Parsons zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung ihrer Mannschaft: „Ein sehr großer Unterschied zum Spiel von gestern. Wir haben heute mit deutlich mehr Energie gespielt und uns auf die Defensive und auf Rebounding fokussiert. Offensiv haben wir unser Tempo gespielt. Jede Spielerin hat heute gepunktet und viel Energie und Selbstbewusstsein ins Spiel reingebracht, das hat einen großen Unterschied gemacht. Das war ein wichtiger Schritt nach vorne für uns. Jetzt müssen wir uns auf das Spiel morgen gegen Israel fokussieren. Das wird auf jeden Fall ein sehr hartes und wichtiges Spiel für uns und wir müssen mit genauso viel Energie und Fokus reingehen wie heute.“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover, 8), Frieda Bühner (Florida Gators/USA, 10), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz, 8), Lina Falk (Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, 13), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 2), Paula Haw (TS Jahn München, 8), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg, 5), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde, 2), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin, 6), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 2), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 6), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg, 6) Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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U18-Mädchen: Frankreich stark Paroli geboten

Die U18-Mädchen starten mit einer Niederlage in die FIBA U18 Women’s European Championship. Gegen Frankreich musste sich die DBB-Auswahl mit 42:59 (12:13, 11: 15, 8:19, 11:12) geschlagen geben. Die Mannschaft von Head Coach Sidney Parsons zeigte eine engagierte Leistung, konnte jedoch am Ende nicht mit den starken Französinnen mithalten. Weiter geht es am Sonntag um 18.00 Uhr mit dem zweiten Gruppenspiel gegen Bosnien und Herzegowina (live und kostenlos im FIBA-Stream). Ausgeglichene erste Hälfte Die deutsche Mannschaft startete mit viel Energie und vier Punkten von Frieda Bühner. Die Französinnen hatten zu Beginn Probleme, den Ball im Korb unterzubringen. Doch weil auch die deutschen Mädchen Chancen liegen ließ, ging Frankreich Mitte des Viertels zum ersten Mal in Führung (6:7). Vor allem in der Defensive hatte die DBB-Auswahl einige gute Sequenzen, weshalb es Frankreich nicht gelang den Vorsprung weiter auszubauen. Im Gegenteil, die deutschen Mädchen konnten das Spiel wieder ausgleichen und durch einen Dreier von Nicole Brochlitz eine Minute vor der Viertelpause sogar erneut in Führung gehen (12:10). Nach zwei Fehlern der deutschen Mannschaft und einem Drei-Punkt-Spiel der Französinnen konnten diese den Spieß noch einmal umdrehen, doch nach einem sehr ausgeglichenen Viertel lagen die deutschen Mädchen mit nur einem Punkt zurück (12:13). Im zweiten Viertel blieb es zunächst so eng wie zu Beginn. Keine Mannschaft führte in den ersten viereinhalb Minuten mit mehr als einem Punkt und beide Teams waren nicht besonders treffsicher, was vor allem an den starken defensiven Leistungen lag. Doch in der zweiten Hälfte des Viertels legten die Französinnen einen Gang zu und zeigten ihre ganze Klasse. Zwischenzeitlich bauten sie ihren Vorsprung auf neun Punkte aus. Doch die deutsche Mannschaft ließ sich nicht abschütteln und verkürzte bis zur Halbzeitpause noch auf 23:28. Frankreich zu stark In das dritte Viertel startete das Team von Sidney Parsons mit einem Dreier von Lina Falk, doch die Französinnen antworteten mit zwei Eckendreiern und einem Korbleger und gingen so erstmals zweistellig in Führung (26:36). Vor allem mit der aggressiven Verteidigung Frankreichs hatten die DBB-Korbjägerinnen ihre Probleme. In dieser Phase ließen sie Frankreich auch durch eigene Fehler weiter davonziehen. Zur Mitte des Viertels stand es deshalb 26:41. Die deutsche Mannschaft fing sich in den folgenden Minuten etwas und konnte zumindest verhindern, dass Frankreich die Führung weiter ausbaute. Viel scoren konnten sie allerdings nicht, deshalb ging es mit einem Zwischenstand von 31:47 ins letzte Viertel. Die deutschen Mädchen begannen den letzten Spielabschnitt mit einem Drei-Punkt-Spiel von Hilke Feldrappe. Im Anschluss versuchten sie wieder an ihre defensive Leistung aus der ersten Halbzeit anzuknüpfen, was ihnen auch teilweise gelang. Dennoch bauten die Französinnen ihren Vorsprung mit starken offensiven Aktionen erneut aus, wenn auch nicht so konsequent wie noch im dritten Viertel. Nach fünf Minuten lag die deutsche Mannschaft mit 36:55 zurück. Im Anschluss konnten sie sich zwar einige gute offensive Gelegenheiten herausspielen, diese aber zu selten nutzen. Mit noch dreieinhalb Minuten zu spielen ging Frankreich das erste Mal mit über 20 Punkten in Führung. Obwohl die Partie so gut wie entschieden war, spielte die deutsche Mannschaft sie dennoch mit viel Energie zu Ende und verlor schließlich mit 42:59. „Den Fokus verloren“ Head Coach Sidney Parsons fasst die unterschiedlichen Halbzeiten ihrer Mannschaft zusammen: „In der ersten Halbzeit haben wir gezeigt, wie wir spielen können. Wir haben mitgehalten, wir haben gekämpft, wir haben unseren Plan ausgeführt und es war top, wie wir offensiv gegen den Druck von Frankreich auf die Kleinigkeiten aufgepasst haben. Auch defensiv haben wir sie unter 30 Punkte gehalten. In der zweiten Halbzeit hat uns die Wirklichkeit eingeholt. Da haben wir leider den Fokus auf unseren Gameplan verloren. Offensiv haben wir den Rhythmus nicht gefunden und im dritten Viertel nur acht Punkte gemacht. Es hat uns der Fokus in der Defensive und das bisschen Aggressivität und die Klarheit in der Offensive gefehlt. Am Ende des Tages mit 24 Ballverlusten und 13 Offensivrebounds ist es schwierig ein Spiel gegen so eine starke Mannschaft zu gewinnen. Wir müssen morgen mehr auf die Kleinigkeiten achten und vier Viertel abliefern, wenn wir gegen Bosnien und Herzegowina gewinnen wollen.“ Für Deutschland spielten Nicole Brochlitz (TK Hannover, 9), Frieda Bühner (Florida Gators/USA, 13), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz, 1), Lina Falk (Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel, 5), Hilke Feldrappe (ALBA Berlin, 4), Paula Haw (TS Jahn München, 1), Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg, 1), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde), Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin, 4), Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions, 2), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 2), Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg) Boxscore Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship

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„Wir lieben es, schnell zu spielen“

Für die U18-Mädchen startet am Samstag, 6. August 2022, die FIBA U18 Women’s European Championship in Heraklion/Griechenland. Die DBB-Auswahl trifft in Gruppe D auf Frankreich, Bosnien und Herzegowina und Israel. Die erste große Herausforderung wartet am Samstag um 20.15 Uhr (live & kostenlos im FIBA-Stream), wenn die deutschen Mädchen auf Mit-Favorit Frankreich treffen. Am Sonntag um 18.00 Uhr heißt der Gegner Bosnien und Herzegowina, bevor am Montag um 20.15 Uhr das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Israel ansteht. Im Interview spricht Head Coach Sidney Parsons über die Herausforderungen der Vorbereitung, welche Stärken ihre Mannschaft besitzt und welches Ziel sie sich für die Europameisterschaft gesteckt haben. Alle Infos zur FIBA U18 Women’s European Championship „Mit viel Leidenschaft und Energie spielen“ Sidney, wie wichtig ist diese Zeit im Sommer für die Entwicklung der Spielerinnen? Sehr, sehr wichtig. In diesen vier Wochen sehen wir, wie sich die Spielerinnen entwickeln und als Mannschaft zusammenkommen. Es war für uns ein anderer Sommer, weil wir die Mannschaft wegen der U17-WM teilen mussten. Deshalb hatten wir mit drei Spielerinnen nur eine Woche. Aber man sieht trotzdem ihre Entwicklung über den Sommer und auch die Entwicklung, die sie langfristig bei den Vereinen nehmen. Wie bewertest du den Sommer und die Vorbereitung? Es war sehr interessant. Bei unserem Lehrgang Anfang Juni konnten wir uns zum ersten Mal alle Spielerinnen anschauen. Wir haben uns ein gutes Bild machen können, wie die Mannschaft ausschauen könnte. Wir haben viel Positives rausgezogen, aber wir hatten Schwierigkeiten mit der Anzahl der Spielerinnen. Wir waren oft nur zu elft oder zwölft, was eine Herausforderung für uns war. Jeder Lehrgang war anders, aber unser Kern war die ganze Zeit dabei. Man hat bei unserem Turnier in Italien von Spiel zu Spiel gesehen, dass die Mannschaft ihren Rhythmus gefunden hat und so müssen wir weitermachen. Worauf lag euer Fokus in der Vorbereitung? Wir haben sehr viel Wert auf unsere Defensive gelegt. Wir haben uns jeden Tag darauf konzentriert als Einheit zu verteidigen. Wir haben uns aber auch auf die Offensive fokussiert. Wir spielen ein Read-and-React-System, deshalb wollen wir den Spielerinnen beibringen, wie sie das Spiel lesen können. Wir haben klare Regeln und Strukturen, aber wir wollen, dass die Spielerinnen aus diesen Strukturen Freiheiten haben. Was sind die Stärken eurer Mannschaft? Wir lieben es, schnell zu spielen. Ich mag schnellen Basketball und der passt perfekt zu dieser Mannschaft. Wir haben mit Mailien Rolf eine Aufbauspielerin, die den Ball schnell nach vorne pushen will, was sie überragend macht. Wir haben sehr athletische Flügel, wie Lina Falk, die in der Lage sind dieses Tempo zu spielen. Unsere Posts wollen auch schnell spielen. Unser Tempo ist unsere große Stärke. Wir sind aber auch eine sehr vielfältige Mannschaft. Unser Post, zum Beispiel Frieda Bühner, kann nach außen oder nach innen abrollen, aufposten und ziehen. Wir wollen Systeme und Konzepte spielen, um die Stärken jeder Spielerin zu nutzen. Wie schätzt du die Konkurrenz in eurer Gruppe ein? Sehr hoch! Wir starten gegen Frankreich, die sind wie immer eine Hausnummer und die Favoritinnen der Gruppe. Man sieht, dass sie auf einem anderen Niveau spielen. Bei Bosnien und Herzegowina haben wir keine Ahnung, was wir erwarten können. Sie haben die ganze Vorbereitung kein Testspiel gespielt, es gibt sehr wenige Informationen über sie. Israel spielt schnell, aber wir wollen auf jeden Fall mit ihnen mithalten. Wir fokussieren uns auf diese beiden Spiele gegen Bosnien und Herzegowina und Israel. Welche Ziele habt ihr euch gesteckt? Unser allgemeines Ziel ist es, unseren Platz in der Division A zu halten. Dafür wollen wir alles geben. Spiel vier und fünf sind die entscheidenden Spiele für uns. Wir wollen bei jedem Spiel mit viel Leidenschaft und Energie spielen und Deutschland repräsentieren. Natürlich wollen wir auch, dass sich die Spielerinnen weiterentwickeln und sie am Ende des Tages die Erfahrung genießen können. Der Kader Nicole Brochlitz (TK Hannover) Frieda Bühner (Florida Gators/USA) Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz) Lina Falk (Girls Baskets Braunschweig–Wolfenbüttel) Hilke Feldrappe (ALBA Berlin) Paula Haw (TS Jahn München) Nina Horvath (Bender Baskets Grünberg) Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde) Leoni Kreyenfeld (ALBA Berlin) Greta Kröger (BG Bonn 92/TRB Team Rheinland Lions) Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen) Noreen Stöckle (BSG Basket Ludwigsburg)