EM in Portugal im August

Alle Nachwuchs-Nationalmannschaften nahmen im Sommer 2021 an den sogenannten FIBA Youth Challengers teil, die als Ersatz für die regulären Europameisterschaften mit jeweils sechs Teams durchgeführt wurden. Im finnischen Helsiniki ging es allerdings dabei für die deutschen U16-Mädchen in der Gruppe mit Griechenland, Lettland, Finnland, Frankreich und Bulgarien zudem um die Qualifikation für den FIBA U17 World Cup 2022 im ungarischen Debrecen. Dafür musste sich das Team von Bundestrainer Stefan Mienack unter die ersten beiden Plätze spielen und vor allem mentale Stärke beweisen. Nach einem guten Start ins Turnier (65:47-Erfolg vs. Griechenland) kam mit den beiden hauchdünnen Niederlagen gegen Lettland (56:57) und Finnland (60:62) der erste Euphoriedämpfer. Auch den starken Französinnen unterlag das Mienack-Team mit 51:77, bewies sich aber durch eine überzeugende Schlussphase beim 70:55-Sieg gegen Bulgarien. Schließlich entschieden die U16-Spielerinnen den seltenen Fünfervergleich der fünf sieggleichen Teams hinter den ungeschlagenen Französinnen für sich und lösten als Gruppenzweiter das begehrte WM-Qualifikationsticket.

Dieses Jahr steht für die U16-Mädchen die FIBA U16 European Championship vom 19.-27. August 2022 in Matosinhos/Portugal an. Hier trifft das Team in der Gruppenphase auf die Gegner aus Slowenien, Litauen und Spanien. Aktuell spielt die DBB-Auswahl von Trainer Stefan Mienack beim European Youth Olympic Festival in in Banská Bystrica/SVK, welches vom 24.-30. Juli stattfindet.

Wurfquoten FIBA European Challenger 2021

FG%

3P%

FT%

Bulgarien

55 – 70

FIBA European U16 Women´s Challenger 2021
Deutschland

Nächstes Spiel

Deutschland

FIBA U16 Women’s European Championship 2022 | GER – LTU
Litauen

Kader

Name Geburtstag Größe Position Aktuellen Verein
Julijana Blazic 15/02/2006 1.77 m Guard/Forward TuS Lichterfelde
Mia Briesemeister 12/04/2006 1.72 m Shooting Guard TuS Lichterfelde
Karla Helene Busch 11/05/2007 1.89 m Forward/Center MTV Wolfenbüttel/Eintracht Braunschweig LionPride/Girls Baskets BS/W
Chloe Emanga Noupoue 03/08/2006 1.76 m Guard BSG Basket Ludwigsburg
Rosalie Esser 01/10/2007 1.74 m Point Guard ALBA BERLIN
Lisa Mareile Hoffmann 26/01/2006 1.88 m Center SC Rist Wedel
Johanna Huppertz 08/09/2006 1.77 m Forward SC Bayer 05 Uerdingen / TG Neuss
Sophia Caterina Müller 18/04/2006 1.92 m Guard/Forward CityBasket Recklinghausen
Chanel Ndi 26/05/2006 1.84 m Forward/Center QOOL Sharks Würzburg
Paula Paradzik 03/04/2006 1.75 m Shooting Guard Eisvögel USC Freiburg
Maria Perner 24/03/2006 1.77 m Shooting Guard TuS Bad Aibling
Lisanne Räwer Tanguep 05/09/2006 1.80 m Center TSG Reutlingen
Lola Stamenkovic 11/08/2006 1.89 m Center BSG Basket Ludwigsburg
Blazic, Julijana

Julijana Blazic

Guard/Forward

DBB_Logo_cmyk

Mia Briesemeister

Shooting Guard

Busch, Karla

Karla Helene Busch

Forward/Center

Emanga Noupoue, Fériel Chloé

Chloe Emanga Noupoue

Guard

DBB_Logo_cmyk

Rosalie Esser

Point Guard

Hoffmann, Lisa Mareile

Lisa Mareile Hoffmann

Center

Huppertz, Johanna

Johanna Huppertz

Forward

Muller, Sophia

Sophia Caterina Müller

Guard/Forward

Ndi, Chanel

Chanel Ndi

Forward/Center

Paradzik, Paula

Paula Paradzik

Shooting Guard

Perner, Maria

Maria Perner

Shooting Guard

Rawer Tanguep, Lisanne

Lisanne Räwer Tanguep

Center

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Lola Stamenkovic

Center

Galerie

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Niederlage zum EM-Abschluss: U16-Mädchen verpassen Klassenerhalt

Die U16-Mädchen verlieren ihr letztes Spiel der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR mit 40:51 (10:17, 12:15, 9:12, 9:7) gegen Finnland. Die deutsche Mannschaft war im letzten Viertel kurz davor eine Aufholjagd zu starten, doch die fehlende Treffsicherheit in der Offensive und die abgeklärten Finninnen machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. Damit schließt das Team von Bundestrainer Stefan Mienack die EM auf dem 14. Platz ab und muss im kommenden Jahr in der Division B antreten. Offensive Probleme Zu Beginn der Partie agierten beide Teams noch auf Augenhöhe. Zwar ging Finnland nach zwei Minuten mit vier Punkten Vorsprung in Führung, doch nur wenig später gelang es der deutschen Mannschaft auszugleichen. Das Spiel war in dieser Phase von vielen Ballverlusten und Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. In der zweiten Hälfte des Viertels zogen die Finninnen dann etwas davon. Die deutschen Mädchen schafften es nicht in der Offensive einen Rhythmus aufzubauen und sie ließen in der Defensive zu viel zu. Somit lagen sie nach dem ersten Viertel mit 10:17 zurück. Ins zweite Viertel startete die deutsche Mannschaft dann mit sechs Punkten in Folge und zwang Finnland damit zur Auszeit. Im Anschluss daran ließ die deutsche Treffsicherheit wieder etwas nach, doch die Defensive stand jetzt besser als noch im ersten Viertel. Dennoch bauten die Finninnen zur Mitte des zweiten Viertels ihren Vorsprung wieder etwas aus (18:23). Bis zur Halbzeitpause schaffte es die deutsche Mannschaft nicht mehr ihren Rückstand zu verkürzen, sondern ließ Finnland bis auf zehn Punkte wegziehen. Die beiden Teams gingen mit einem Zwischenstand von 22:32 in die Kabinen. Hauch einer Aufholjagd Auch zu Beginn des dritten Viertels war Finnland die bessere Mannschaft, doch die deutschen Mädchen schafften es ihre Gegnerinnen nicht noch weiter davonziehen zu lassen. Aufholen konnten sie aber auch nicht. In der Offensive fehlte es dem Team von Stefan Mienack weiter an Treffsicherheit. Nach fünf Minuten lag die deutsche Mannschaft noch immer mit zehn Punkten zurück (26:36). Auch in der zweiten Hälfte des dritten Viertels änderte sich am Spiel nicht viel. Finnland setzte sich bis zum Ende des Viertels noch etwas weiter ab, weshalb die deutsche Mannschaft mit 13 Punkten Rückstand in den Schlussabschnitt ging (31:44). Um noch eine Chance auf den Sieg zu haben, mussten sich die deutschen Mädchen im letzten Viertel vor allem offensiv um einiges steigern. Doch in den ersten drei Minuten holten sie nur zwei Punkte auf (33:44), da sie im Angriff immer wieder gute Chancen vergaben. In den folgenden Minuten versuchten sie mit aller Kraft noch einmal eine Aufholjagd zu starten. Viereinhalb Minuten vor dem Ende verwandelte Maria Perner einen Korbleger zum 37:44. Damit war das Momentum plötzlich auf deutscher Seite und die DBB-Auswahl verkürzte den Rückstand weiter auf nur noch fünf Punkte. Doch die deutsche Treffsicherheit ließ wieder nach und die Finninnen fingen sich offensiv wieder. Zwei Minuten vor dem Ende waren sie wieder mit neun Punkten vorne. Jetzt mussten schnelle Punkte her für die deutsche Mannschaft, doch die folgenden Angriffe waren allesamt nicht erfolgreich, nur noch Finnland konnte punkten. Die deutschen Mädchen schlossen somit die Europameisterschaft mit einer 40:51-Niederlage auf Platz 14 ab. „Heute waren wir unser größter Gegner“ Head Coach Stefan Mienack zeigte sich nach der Niederlage auch aufgrund des Abstiegs enttäuscht: „Heute waren wir unser größter Gegner. Wir haben es in der ersten Halbzeit von Beginn an nicht geschafft Momentum aufzubauen. Wir haben dann in der zweiten Halbzeit Anpassungen gemacht, um nochmal zurück ins Spiel zu finden. Aber auch da konnten wir nicht den entscheidenden Durchbruch erzielen, um das Momentum auf unsere Seite zu holen. Deswegen hat es am Ende leider nicht gereicht. Dass wir jetzt als Vierzehnter absteigen und nächstes Jahr in der Division B antreten müssen, ist absolut bitter.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde), Karla Busch (USV Braunschweig, DNP), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, 5), Helena Englisch (MTV München, 8), Nafi Harz (TuS Lichterfelde, 2), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel, 2), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 4), Chanel Ndi (TG Würzburg), Paula Paradzik (USC Freiburg, 13), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 4), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen, 2) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship

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Erster EM-Sieg: U16-Mädchen gewinnen Krimi gegen Litauen

Die Nerven bewahrt! In einem hart umkämpften Spiel schlagen die U16-Mädchen im Platzierungsspiel um die Plätze 13-16 bei der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR Litauen mit 73:68 (19:19, 15:17, 25:13, 14:19). Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack bewahrt sich damit die Chance auf einen Verbleib in der Division A. Am morgigen Samstag geht es dann um 16.15 Uhr (live und kostenlos im FIBA-Stream) im Spiel um Platz 13 um alles. Die Mädchen müssen gegen den Sieger der Partie Dänemark gegen Finnland gewinnen, um auch im kommenden Jahr erstklassig spielen zu dürfen. Spannende erste Hälfte Litauen kannte die deutsche Mannschaft bereits aus ihrem ersten EM-Spiel, das sie mit 54:55 verlor. Die DBB-Auswahl startete mit einem Dreier von Sophia Müller in die Partie. Nach drei Minuten ging Deutschland mit 7:2 in Führung. Durch einige unnötige Fehler und Unsicherheiten verspielte man den Vorsprung aber recht schnell wieder und ließ Litauen sogar die Führung übernehmen. In den folgenden Minuten war das Spiel hart umkämpft, keine Mannschaft schaffte es sich ein großes Polster aufzubauen. Sophia Müller beendete das Viertel so, wie sie es begann, nämlich mit einem Dreier kurz vor der Viertelpause. Somit war der Spielstand nach dem ersten Viertel ausgeglichen (19:19). Mit vier Punkten in Folge startete die deutsche Mannschaft in den zweiten Spielabschnitt, doch Litauen konterte mit zwei Schnellangriffen und glich die Partie erneut aus (23:23). Die Begegnung blieb weiter spannend. Beide Teams spielten mit viel Tempo und hatten offensiv einen guten Rhythmus. In der zweiten Hälfte des zweiten Viertels wurde die Partie aber phasenweise etwas wild mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Drei Minuten vor der Halbzeitpause lag die deutsche Mannschaft mit nur zwei Punkten zurück (29:31). Einige leichtsinnige Fehler erlaubten es den Litauerinnen ihren Vorsprung zu vergrößern. Sie führten zwei Minuten vor dem Ende mit sieben Punkten. Doch so einfach ließen sich die deutschen Mädchen nicht abhängen. Sie fingen sich wieder und verkürzten bis zur Halbzeitpause den Rückstand noch auf 34:36. Deutschland setzt sich ab Litauen begann die zweite Halbzeit mit einem Dreier und erhöhte in den ersten Minuten nach der Pause die Führung wieder auf fünf Punkte. Doch wieder blieb die deutsche Mannschaft dran und drehte die Partie kurze Zeit später (43:41). Bis vier Minuten vor Ende des Viertels schaffte es keines der beiden Teams sich entscheidend abzusetzen. Doch dann startete die deutsche Mannschaft einen Run. Mit viel Aggressivität und Entschlossenheit, sowohl offensiv als auch defensiv, gelang es den deutschen Mädchen bis zwei Minuten vor der Viertelpause einen Vorsprung von neun Punkten aufzubauen (56:47). Auch in den folgenden Minuten gaben sie nicht nach und arbeiteten vor allem sehr stark unter dem Korb, wofür sie sich immer wieder belohnten. In den letzten Spielabschnitt gingen sie mit einer Zehn-Punkte-Führung (59:49). Zu Beginn des vierten Viertels fing sich Litauen wieder und holte auf. Nach drei Minuten nahm Stefan Mienack beim Stand von 61:56 eine Auszeit. Die deutsche Mannschaft blieb auch in den folgenden Minuten vorne, doch in trockenen Tüchern war der Sieg noch lange nicht. Die Mädchen kämpften weiter, doch vor allem in der Offensive hatten sie ihre Selbstverständlichkeit aus dem dritten Viertel verloren. Zur Mitte des vierten Viertels führten sie noch mit 65:59. In den folgenden Minuten wurde es immer enger für die deutsche Mannschaft. Zwei Minuten vor dem Ende waren sie noch vier Punkte in Front (67:63). Mit einem Drei-Punkt-Spiel verkürzte Litauen in der Folge auf nur noch einen Punkt Rückstand. Ein Dreier von Chloé Emanga Noupoue verschaffte der deutschen Mannschaft etwas mehr als eine Minute vor dem Ende wieder etwas Luft (70:66). Die Litauerinnen verkürzten auf zwei Punkte und hatten eine halbe Minute vor Schluss die Chance erneut in Führung zu gehen, doch verpassten den Dreier, sodass sie die deutsche Mannschaft an die Linie bringen mussten. Maria Perner verwandelte beide Freiwürfe zur 72:68-Führung mit noch 9,4 Sekunden auf der Uhr. Litauen verpasste den anschließenden Wurf, sodass die deutschen Mädchen mit 73:68 als Siegerinnen feststanden. „Bis zum Ende die Ruhe bewahrt“ Head Coach Stefan Mienack lobte sein Team nach dem ersten EM-Sieg: „Das war ein großer Kraftakt heute. Respekt an das Team und alle Spielerinnen wie fokussiert wir in die Partie gegangen sind. Wir haben uns während des Spiels durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, sind immer bei uns geblieben und haben an uns geglaubt. Wir haben bis zum Ende die Ruhe und die Kontrolle bewahrt. Deswegen freue ich mich für die Mannschaft, dass wir den ersten Sieg hier bei der EM einfahren konnten. Morgen erwartet uns ein genauso schweres Spiel wie heute und es gilt jetzt wieder die Zeit zu nutzen, um körperlich und mental zu regenerieren und morgen bereit zu sein für das letzte Spiel der EM.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde), Karla Busch (USV Braunschweig, DNP), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, 13), Helena Englisch (MTV München, 4), Nafi Harz (TuS Lichterfelde), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel, 6), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers, 2), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 12), Chanel Ndi (TG Würzburg, 7), Paula Paradzik (USC Freiburg, 11), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 15), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen, 3) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship

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EM U16-Mädchen: Mit dem Rücken zur Wand

Die deutschen U16-Mädchen haben heute bei der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR ihre starke Leistung vom Achtelfinale gegen Ungarn nicht bestätigen können. Mit der 56:60 (18:13, 14:13, 11:15, 13:19)-Niederlage gegen die Tschechische Republik brachte sich das Team von Bundestrainer Stefan Minack in arge Bedrängnis. Die beiden abschließenden Spiele um die Plätze 13-16 müssen gewonnen werden, um auch im kommenden Jahr in der Division A vertreten zu sein. Zunächst geht es am kommenden Freitag gegen Litauen (live und kostenlos im FIBA-Stream).         Große Aufregung Die Aufregung beider Teams war von Beginn an zu spüren. Sie spiegelte die Bedeutung der Partie wieder. Es war viel Tempo im Spiel, allerdings auch eine ganze Menge Ungenauigketen und Fehler (5:7, 4.). Tschechien agierte mit wechselnden Verteidigungen und wollte so verhindern, dass die DBB-Mädchen sich einen Rhythmus erspielen. Nach einem Dreier der Tschechinnen hieß es 5:10 (5.), das gegnerische Team wirkte in diesen Minuten etwas gefestigter. Johanna Huppertz verkürzte auf 9:11, Sophia Müller besorgte den Ausgleich (8.). Dann fiel der Dreier von Julijana Blazic zur 14:13-Führung, das DBB-Team hatte sich etwas freigespielt. Nach dem ersten Viertel lag Deutschland mit 18:13 vorne. Helena Englisch eröffnete das zweite Viertel mit einem Dreier, Tschechien hatte jetzt offensiv große Probleme. Die DBB-Youngster hatten sich stabilisiert, dominierten die Rebounds und zeigten ganz viel Kampfgeist und Leidenschaft. Ganz so, wie es in einem entscheidenden Spiel sein soll (22:14, 14.). Die Begegnung war jetzt recht zerfahren. Das Mienack-Team behielt aber zunächst die Oberhand, auch wenn der Gegner nicht nachließ und plötzlich wieder dran war (24:21, 16.), Auszeit Deutschland. Mit Wirkung, denn kurz später lautete der Spielstand 29:21 (18.). Die lautstarken deutschen Fans freuten sich. Nach zwei Vierteln führten die ING-Korbjägerinnen mit 32:26. Vorne bleiben! … … lautete das Motto für die DBB-Mädchen zu Beginn des dritten Spielabschnitts. Den Gegner erst gar nicht an eine Wende glauben lassen. Tschechien machte mächtig Druck über das gesamte Feld, aber wurde durch eigene Fehler gebremst. Das galt allerdings auch für die DBB-Auswal, die nach drei punktlosen Minuten in Rückstand geriet (32:33, 23.), das Motto hatte sich bereis erübrigt. Mienack nahm eine frühe Auszeit. Es dauerte vier Minuten, bis Deutschland nach dem Seitenwechsel erstmals punkten konnte. Die Führung wechselte jetzt mehrfach, das DBB-Team hatte sich gefangen (38:36, 25.). Und brauchte jetzt wieder etwas Ruhe im Spiel, aber daran mangelte es. Chanel Ndi hatte starke Szenen und punktete zum 41:41 (27.). Es war jetzt ein verbissen geführter Kampf um jeden Ballbesitz, Deutschland lag nach 30 Minuten knapp vorne (43:41). Müllers Dreier tat den Deutschen sehr gut, Tschechien hielt dagegen (46:45, 32.). Es bahnte sich eine echte Zitterpartie an. Huppertz besorgte an der Freiwurflinie das 49:45 und verschaffte ihrer Mannschaft etwas Luft (33.). Tschechien wackelte jetzt, und leistete sich mehrere Ballverluste. Diese Schwächephase des Gegners wusste Deutschland aber nicht zu nutzen, im Gegenteil, man fing sich einen Distanztreffer (49:48, 34.). Kurz später hatte Tschechien ausgeglichen. Es ging hin und her (53:53, 36.), beide Mannschaften kämpften fast schon verzweifelt. Tschechien netzte einen Dreier zum 43:46, Auszeit Deutschland (37.). Jeder Treffer, jeder Fehlwurf, jeder Ballgewinn konnte dieses wichtige Spiel jetzt entscheiden. Die DBB-Auswahl ließ wieder ein paar Würfe liegen, aber jetzt war es Tschechien, das daraus kein Kapital schlagen konnte. Tschechien ging bei 1´11 an die Linie: 53:57. Die nächsten Freiwürfe für Tschechien mit 24 Sekunden auf der Uhr: 53:59. Maria Perner verkürzte zum 56:59 (´10), aber Tschechien traf einen Freiwurf zum 56:60, die Entscheidung.   „Defensiv nicht so rausgekommen“ Bundestrainer Stefan Mienack: „Was für eine Energieleistung! Nachdem wir gestern den Ungarinnen alles abverlangt haben, konnten wir heute auch den Tschechinnen alles abverlangen. Wir sind defensiv im dritten Viertel nicht so rausgekommen, wie wir uns das vorgenommen hatten in der 1-1-Verteidigung und haben da das Momentum ein wenig Richtung Tschechien kippen lassen. Ansonsten haben wir wesentlich besser angegriffen als gestern. Wir hatten viele offene Situationen, die wir hätten finishen können, wir aber liegengelassen haben. Diese Punkte hätten wir gebraucht. Morgen stecken wir alles maximal in die Regeneration, um dann mit voller Kraft in die beiden letzten Spiele zu gehen. Da werden wir alles reinwerfen, was da ist.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde, 3), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, 0), Helena Englisch (MTV München, 11), Nafi Harz (TuS Lichterfelde, 0), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel, 4), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers, 3), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 13), Chanel Ndi (TG Würzburg, 10), Paula Paradzik (USC Freiburg, 5), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 7), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen, dnp) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women´s European Championship

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Nach großem Kampf: U16-Mädchen verlieren EM-Achtelfinale gegen Ungarn

Toll gekämpft! Die U16-Mädchen lieferten sich im Achtelfinale der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR ein heißes Duell mit Ungarn. Nach einer spannenden und nervenaufreibenden Partie unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack den Ungarinnen knapp mit 47:53 (17:13, 9:15, 11:12, 10:13). Im Spiel um Platz 9-16 treffen die Mädchen nun am Mittwoch um 21.45 Uhr (live und kostenlos im FIBA-Stream) auf Tschechien. Entschlossene deutsche Mannschaft Die deutsche Mannschaft startete mit einem erfolgreichen Korbleger von Paula Paradzik in die Partie. In der Anfangsphase begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Beide spielten mit viel Tempo, mussten aber auch mit einigen Fehlwürfen zurechtkommen. Nach vier Minuten führten die deutschen Mädchen mit 7:4. Sie spielten den Ball im Angriff schnell nach vorne und profitierten so von einigen Fastbreak-Situationen. In den folgenden Minuten bauten sie ihre Führung weiter aus (14:8, 7.). Vor allem offensiv lief es bei der deutschen Mannschaft deutlich besser als noch in der Gruppenphase. Zur ersten Viertelpause führte das Team von Stefan Mienack mit 17:13. Auch im zweiten Viertel behielt die deutsche Mannschaft zunächst die Oberhand. Was im deutschen Spiel immer wieder auffiel war die Aggressivität und Entschlossenheit mit der die Mädchen zum Korb zogen und beim Rebound arbeiteten. Trotzdem holten die Ungarinnen ihren Rückstand auf und gingen nach drei gespielten Minuten im zweiten Viertel mit einem Punkt in Führung. Nun wechselte die Führung hin und her und das Spiel wurde etwas wilder. Bis zur Halbzeitpause konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Die Teams gingen mit einem Zwischenstand von 26:28 in die Kabine. Ungarn mit mehr Power zum Schluss Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich Ungarn zunächst leicht ab (27:32). Die deutsche Mannschaft konnte in der Offensive nicht mehr so gut von ihrer Aggressivität profitieren und verlor defensiv in einigen Situationen die Konzentration. Zur Mitte des Viertels vergrößerte sich der Rückstand auf 29:36. Auch in den folgenden Minuten leisteten sich die deutschen Mädchen einige Fehler und Ungarn war offensiv kaum zu stoppen. Doch zum Ende des Viertels gelangen ihnen einige tolle Offensivaktionen, sodass sie ihren Rückstand vor dem letzten Spielabschnitt auf 37:40 verkürzten. Zu Beginn des vierten Viertels glich Maria Perner die Partie mit einem Dreier aus. Die deutsche Mannschaft spielte in den folgenden Minuten mit viel Energie und Leidenschaft und hielt sich damit im Spiel. Es ging hin und her, mal führte Ungarn, mal die deutsche Mannschaft. Die deutsche Defensive hielt dem Druck der Ungarinnen stand, sodass diese häufig Würfe aus der Bedrängnis heraus nehmen mussten. Zwei Minuten vor dem Ende lag die deutsche Mannschaft mit drei Punkten zurück (47:50). In den letzten Minuten gingen den deutschen Mädchen offensiv etwas die Kraft und die Ideen aus. Sie schafften es nicht mehr zu Punkten zu kommen. 30 Sekunden vor dem Ende verloren sie bei vier Punkten Rückstand den Ball. Dieses Handicap holten sie nicht mehr auf und verloren knapp mit 47:53 gegen Ungarn. „Den Kopf nicht hängen lassen“ Head Coach Stefan Mienack zeigte sich nach der knappen Niederlage zwar enttäuscht, dennoch lobte er den Kampfgeist seiner Mannschaft: „Wir waren ganz knapp dran an der Sensation und haben gegen Ungarn unser bestes Spiel der Europameisterschaft gemacht. Das Team hat bis zur letzten Sekunde alles gegeben. Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß, vor allem weil wir so knapp dran waren. Es ist wichtig, dass wir jetzt zusammenstehen, den Kopf nicht hängen lassen und bis morgen die Akkus aufladen für das so wichtige Spiel gegen Tschechien.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde, DNP), Karla Busch (USV Braunschweig, DNP), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, 2), Helena Englisch (MTV München, 13), Nafi Harz (TuS Lichterfelde, 4), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers, 4), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 4), Chanel Ndi (TG Würzburg, 5), Paula Paradzik (USC Freiburg, 6), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 8), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen, 1) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship

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U16-Mädchen: Niederlage im dritten EM-Spiel gegen Slowenien

Die deutschen U16-Mädchen verlieren auch ihr drittes Gruppenspiel der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR. Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack musste sich Slowenien mit 48:64 (11:21, 18:14, 10:12, 9:17) geschlagen geben. Als Vierter der Gruppe B geht es jetzt für das Team in das Achtelfinale. Dort treffen die Mädchen am Dienstag um 17.15 Uhr (live und kostenlos im FIBA-Stream) auf die Ungarinnen, die mit drei Siegen aus drei Spielen als Erster der Gruppe A die Gruppenphase beendeten. Ausgeglichener Beginn Slowenien erwischte den besseren Start in die Partie. Die deutsche Mannschaft hatte wie bereits in den ersten beiden EM-Spielen vor allem offensiv Probleme. Nach fünf Minuten lag sie mit 4:10 zurück. In den folgenden Minuten kamen die deutschen Mädchen dann besser ins Spiel und verkürzten ihren Rückstand drei Minuten vor der Viertelpause auf nur noch einen Punkt. Nach diesem kurzen Run wurde die deutsche Mannschaft aber erneut nachlässig und ließ die Sloweninnen zum Ende des Viertels auf zehn Punkte davonziehen. Somit stand es nach einem Viertel 11:21. Auch im zweiten Spielabschnitt schaffte es das Team von Stefan Mienack zunächst nicht, die slowenische Offensive in Schach zu halten. Doch im eigenen Angriff lief es nun etwas besser, sodass Slowenien nicht deutlich weiter davonzog. Zur Mitte des Viertels lag die deutsche Mannschaft mit 19:32 zurück. Mit einigen tollen Offensivaktionen holte sie bis zur Halbzeitpause wieder etwas auf und verkürzte den Rückstand auf sechs Punkte. Mit einem Zwischenstand von 29:35 gingen die Mannschaften in die Kabine. Slowenien im letzten Viertel zu stark Nach der Halbzeitpause zeigte die deutsche Mannschaft eine deutlich verbesserte Defensive. Offensiv lief es nicht optimal, doch die deutschen Mädchen schafften es nun deutlich besser ihre Gegnerinnen am Korberfolg zu hindern. Aufholen konnten sie aber nicht wirklich, nach fünf Minuten stand es 33:39. In der Folge gelang den Sloweninnen ein Run, sodass sie ihre Führung wieder auf zehn Punkte ausbauten. Doch die deutsche Mannschaft steckte nicht auf und startete ebenfalls eine erfolgreiche Serie, mit der sie ihren Rückstand wieder auf vier Punkte verkürzte (39:43). Bis zum Ende des Viertels waren die Sloweninnen noch zweimal erfolgreich, weshalb die Teams mit einem Zwischenstand von 39:47 in den letzten Spielabschnitt starteten. Mit einem Dreier von Johanna Huppertz begann die deutsche Mannschaft das letzte Viertel. Doch Slowenien konterte und erhöhte die Führung nach zweieinhalb Minuten wieder auf zehn Punkte (44:54). Teils leichtsinnige Ballverluste der deutschen Mädchen bescherten ihren Gegnerinnen immer wieder einfache Punkte. Zwar baute Slowenien den Vorsprung in den folgenden Minuten nicht nennenswert aus, doch die deutsche Mannschaft schaffte es auch nicht aufzuholen. Drei Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand noch immer zehn Punkte (48:58). Eine halbe Minute später traf Slowenien von draußen und Stefan Mienack musste beim Stand von 48:61 die Auszeit nehmen. Doch obwohl sich die deutsche Mannschaft noch einmal gegen die Niederlage stemmte, konnte sie diese in den letzten Minuten nicht mehr verhindern. Mit 48:64 musste sie sich Slowenien am Ende geschlagen geben. „Nach der Gruppenphase geht das Turnier neu los“ Head Coach Stefan Mienack blickte nach der Niederlage bereits nach vorne auf das Achtelfinale: „Wir sind viel zu passiv ins Spiel gestartet. Wir wollten die Energie aus dem gestrigen Spiel mitnehmen, waren aber am Anfang zu angespannt. In der ersten Halbzeit haben wir vor allem defensiv nicht ins Spiel gefunden, weil wir zu passiv waren. Ins dritte Viertel sind wir dann mit viel mehr Energie in der Verteidigung gestartet. Wir haben in den entscheidenden Momenten, in denen wird kurz davor waren auszugleichen, Slowenien immer wieder durch unsere eigenen Fehler zurück ins Spiel kommen lassen, unabhängig davon, dass wir defensiv in einigen Situationen inkonsequent waren. Unser Gegner im Achtelfinale wird dann Ungarn sein. Nach der Gruppenphase geht das Turnier neu los. Um gut in diese zweite Phase des Turniers zu starten, müssen wir defensiv unsere Energie hochhalten, beim Rebound dominant sein und uns vor allem offensiv steigern und versuchen unsere eigenen Fehler zu minimieren.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde, DNP), Karla Busch (USV Braunschweig, 2), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, 3), Helena Englisch (MTV München, 7), Nafi Harz (TuS Lichterfelde, 5), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel, DNP), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers, 8), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 5), Chanel Ndi (TG Würzburg, 7), Paula Paradzik (USC Freiburg, 3), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 6), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen, 2) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship

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U16-Mädchen verlieren zweites EM-Gruppenspiel gegen Spanien

Die deutschen U16-Mädchen verlieren ihr zweites Gruppenspiel der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR mit 32:66 (13:18, 9:19, 6:14, 4:15) gegen Spanien. Die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack hielt im ersten Viertel mit, doch die starken Spanierinnen setzten sich ab dem zweiten Spielabschnitt Schritt für Schritt ab und siegten am Ende deutlich. Im letzten Gruppenspiel der Gruppe B geht es für die deutschen Mädchen am Sonntag um 17.15 Uhr gegen Slowenien (live und kostenlos im FIBA-Stream) um eine gute Ausgangsposition im Achtelfinale. Deutschland hält im ersten Viertel mit Zu Beginn der Partie begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Beide Teams pushten den Ball schnell nach vorne und versuchten schnell zum Abschluss zu kommen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fielen die Würfe auf beiden Seiten gut. Nach fünf Minuten lag die deutsche Mannschaft mit nur zwei Punkten zurück (5:7). In den folgenden Minuten setzten sich die Spanierinnen erstmals leicht ab und führten zwischenzeitlich mit sechs Punkten. Doch noch ließ sich die deutsche Mannschaft nicht abschütteln und ging mit einem Fünf-Punkte-Rückstand in die Viertelpause (13:18). Im zweiten Viertel hatte die deutsche Mannschaft dann Schwierigkeiten an ihren Gegnerinnen dranzubleiben. Nach drei Minuten ging Spanien dann erstmals mit zehn Punkten in Führung (15:25) und setzten sich in den folgenden Minuten weiter ab. Die deutschen Mannschaft fand vor allem in der Offensive keine Antwort auf die spanische Aggressivität und Schnelligkeit. Sie versuchte sich dagegenzustemmen, doch die Klasse der Spanierinnen setzte sich nun durch. In die Kabine gingen die Mannschaften mit einem Zwischenstand von 22:37. Spanien zu stark Im dritten Viertel bauten die Spanierinnen ihren Vorsprung Schritt für Schritt weiter aus. Die deutsche Mannschaft hatte offensiv weiter Probleme und in der Defensive ließen sie zu viele offene Würfe zu und gaben ihren Gegnerinnen zu viele Chancen, die diese oft nutzten. Nach fünf Minuten im dritten Viertel bauten die Spanierinnen ihre Führung auf über 20 Punkte aus (24:45). Die deutschen Mädchen konnten auch im weiteren Spielverlauf nicht dagegenhalten. Mit einem Zwischenstand von 28:51 ging es in den letzten Spielabschnitt. Auch im vierten Viertel schaffte es die deutsche Mannschaft nicht den Rückstand zu verkürzen. Im Gegenteil, die Spanierinnen bauten ihre Führung weiter aus. Die Partie war damit entschieden und plätscherte vor sich hin. Spanien erhöhte in den letzten Minuten weiter den Vorsprung und ließ nichts mehr anbrennen. Die deutschen Mädchen unterlagen Spanien am Ende mit 32:66. „Können auf eine gute erste Halbzeit schauen“ Head Coach Stefan Mienack lobte trotz der hohen Niederlage die Entwicklung seiner Mannschaft: „Heute hatten wir das schwerste Spiel der Gruppe gegen Spanien. Wir haben uns vorgenommen defensiv facettenreicher zu verteidigen. Das haben wir heute sehr gut umgesetzt. In diesem Bereich wollten wir uns gegen einen sehr starken Gegner als Team weiterentwickeln. Wir haben heute auf dem Feld und von der Bank mehr Energie gezeigt und können auf jeden Fall auf eine gute erste Halbzeit schauen. Morgen erwartet uns mit Slowenien der nächste Gegner in der Gruppe. Slowenien kennen wir schon vom EYOF. Wir werden die Zeit heute Abend nutzen, um dann morgen bereit zu sein und die Gruppenphase mit einem Sieg zu beenden.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde), Karla Busch (USV Braunschweig, 2), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, 3), Helena Englisch (MTV München, 3), Nafi Harz (TuS Lichterfelde, 3), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 2), Chanel Ndi (TG Würzburg, 4), Paula Paradzik (USC Freiburg, 6), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 5), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen, 4) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship

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U16-Mädchen: Knappe Niederlage zum EM-Auftakt

Die deutschen U16-Mädchen verlieren ihr erstes Spiel der FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/POR mit 54:55 (12:7, 17:10, 12:17, 13:21) gegen Litauen. Nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Stefan Mienack lange geführt hatte, holten die Litauerinnen in der zweiten Halbzeit auf und entschieden den Krimi am Ende für sich. Das zweite Spiel in Gruppe B steht für die deutschen Mädchen am Samstag um 19.30 Uhr gegen Spanien an (live und kostenlos im FIBA-Stream). Hohe Führung in Halbzeit eins Die deutsche Mannschaft startete mit viel Energie und einem Dreier von Maria Perner in die Partie. Zu Beginn des Spiels konnte sich kein Team wirklich einen Vorteil erarbeiten und es fielen wenige Würfe. Mitte des Viertels stand es 4:4. In der Folge setzte sich die deutsche Mannschaft etwas ab und ging dank großem Einsatz von Johanna Huppertz unter dem Korb mit 12:6 in Führung. Die Litauerinnen machten einige leichtsinnige Fehler, die das deutsche Team aber nicht immer konsequent ausnutzte. Nach zehn gespielten Minuten lautete der Zwischenstand 12:7. Zu Beginn des zweiten Viertels schlichen sich auch bei der deutschen Mannschaft Fehler ein. Mit viel Einsatz konnten sie diese aber ausgleichen und ihre Führung dennoch ausbauen. Nach dreieinhalb Minuten schraubte Helena Englisch den Vorsprung mit einem Dreier auf zehn Punkte (19:9). In den zweiten fünf Minuten des zweiten Viertels hielt die deutsche Mannschaft die Litauerinnen weiter auf Abstand, auch wenn diese marginal näher kamen. Doch die deutschen Mädchen fanden immer wieder eine Antwort auf die Treffer ihrer Gegnerinnen. Zum Ende der ersten Halbzeit bauten sie ihren Vorsprung erneut etwas aus und gingen mit einer 29:17-Führung in die Kabine. Krimi mit dem besseren Ende für Litauen Auch zu Beginn des dritten Viertels hielt die deutsche Mannschaft ihren Vorsprung konstant hoch. Beide Teams hatten weiter ihre größten Probleme in der Offensive. In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit machte die deutsche Mannschaft nur drei Punkte, die Litauerinnen fünf (32:22). In den folgenden Minuten bis zum Viertelende unterliefen dem deutschen Team einige Fehler, weshalb Litauen wieder etwas herankam. Mit einem Zwischenstand von 41:34 gingen die Mannschaften in die letzten zehn Minuten. Zu Beginn des vierten Viertels wurde das Spiel auf einmal knapp. Die Litauerinnen verkürzten ihren Rückstand innerhalb von eineinhalb Minuten auf nur noch einen Punkt und gingen nach drei Minuten sogar in Führung (42:43). Nun ging es hin und her. Etwas weniger als sechs Minuten vor dem Ende versenkte Paula Paradzik einen Dreier mit Foul zum 47:43, konnte den anschließenden Freiwurf aber nicht verwerten. Mit einer Freiwurfquote von nur 42 Prozent ließen die deutsche Mädchen an der Linie einiges liegen. Die Litauerinnen schafften es wieder zu antworten. Etwas mehr als eine Minute vor Schluss glichen sie die Partie aus (50:50) und gingen kurz darauf erneut in Führung. Mit 19,5 Sekunden auf der Uhr baute Litauen seine Führung von der Freiwurflinie auf vier Punkte aus. Zwar konnte Chloé Emanga Noupoue mit einem Dreier noch einmal verkürzen, doch der deutschen Mannschaft lief die Zeit davon. So verloren sie nach einem harten Kampf mit 54:55. „Wir sind mit unserer Entwicklung noch nicht am Ende“ Head Coach Stefan Mienack war nach der Niederlage enttäuscht, betonte aber das Entwicklungspotential seiner Mannschaft: „Vor dem ersten EM-Spiel waren wir sehr nervös. Wir sind trotzdem sehr, sehr gut ins Spiel gestartet, haben aber, obwohl wir sehr gut verteidigt und gereboundet haben, einige Chancen im Angriff liegen gelassen. Zur Halbzeitpause hätten wir deutlich höher in Führung gehen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns von der Zonenverteidigung der Litauerinnen einschüchtern lassen und sind langsam geworden. Wir haben offensiv sehr passiv agiert und haben über unsere eigenen Fehler Litauen wieder ins Spiel gebracht und zurückkommen lassen. In der letzten Minute hatten wir nochmal die Chance auszugleichen, haben die aber leider nicht genutzt. Wir sind bei diesem Turnier mit unserer Entwicklung noch nicht am Ende und müssen weitere Schritte gehen. Wir müssen aus den Fehlern von heute lernen und beim nächsten Mal das Spiel auch nach Hause bringen. Die Gruppe ist nach wie vor offen. Wir freuen uns auf das Spiel morgen gegen Spanien.“ Für Deutschland spielten Julijana Blazic (TuS Lichterfelde, DNP), Karla Busch (USV Braunschweig, DNP), Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg, ), Helena Englisch (MTV München, 14), Nafi Harz (TuS Lichterfelde), Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel, 2), Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers, 6), Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen, 7), Chanel Ndi (TG Würzburg, 5), Paula Paradzik (USC Freiburg, 6), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 8), Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen) Boxscore Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship

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„Wir fühlen uns bereit in die EM zu starten“

Für die U16-Mädchen beginnt am Freitag, 19. August 2022, die FIBA U16 Women’s European Championship in Matosinhos/Portugal. Die deutsche Mannschaft bekommt es in Gruppe B mit Litauen, Spanien und Slowenien zu tun. Im ersten Spiel trifft die DBB-Auswahl am Freitag um 15 Uhr auf Litauen (live & kostenlos im FIBA-Stream). Weiter geht es am Samstag um 19.30 Uhr gegen Spanien, bevor am Sonntag um 17.15 Uhr das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Slowenien ansteht. Bundestrainer Stefan Mienack spricht im Interview über die Relevanz der bisher fehlenden internationalen Erfahrung und die Chancen bei der anstehenden EM. Alle Infos zur FIBA U16 Women’s European Championship Wie wichtig ist diese Zeit mit den Jugend-Nationalteams über den Sommer für die Entwicklung der Spieler*innen? Die Entwicklung ist aus unserer Sicht sehr wichtig, gerade für den Jahrgang 2006. In unserem Programm durchlaufen die Jahrgänge verschiedene Maßnahmen und den 06ern fehlt zum Beispiel die Erfahrung mit der U15. Auch der Nordseecup im Sommer 2021. Das ist alles auf Grund von Corona ausgefallen. Deswegen ist es schon so, dass wir wenig internationale Erfahrung haben. Das ist im Sommer jetzt natürlich eine riesige Chance, genau diese zu sammeln und macht die aktuelle Zeit so wichtig. Es gab bisher lediglich das Turnier letztes Jahr in Litauen. Wie bewertest du den Sommer mit dem Team bisher und die Vorbereitung vor dem Turnier? Wir wurden natürlich beim EYOF gleich mit Top-Mannschaften konfrontiert und mussten uns erstmal auf diesem internationalen Level zurechtfinden. Wir haben sehr lange gebraucht uns da anzupassen. Aber mittlerweile, mit den Spielen gegen die Tschechinnen und die Französinnen, haben wir so viel Erfahrung gesammelt, dass wir uns auf jeden Fall bereit fühlen in die Europameisterschaft zu starten. Jetzt werden wir hier vor Ort die vier Trainingseinheiten nutzen, um uns besonders auf unsere Gruppenphase einzustellen und uns darauf zu konzentrieren. Worauf legt ihr aktuell den Fokus? Es sind verschiedene Sachen. Das Wichtigste ist natürlich, dass wir zu unserem Spiel finden. In dem Sinne, dass wir offensiv weiter am Zusammenspiel arbeiten und vor allen Dingen an der Mischung aus schnellem Spiel und Sachen im Halbfeld und der Defensive. Sodass wir hier weitere Optionen haben, also das Repertoire erweitern. Was war die größte Herausforderung in der Vorbereitung? Wie schon eingangs erwähnt war vor allem die fehlende internationale Erfahrung etwas, dass uns schon ein bisschen hinterherhinken ließ. Auch für die Athletinnen war es eine lange Saison mit der Meisterschaft. Auch mit der Doppelbelastung WNBL und U16 oder auch Regionalliga. Eine weitere Herausforderung ist, dass wir das erste Mal bei dem Lehrgang in Tschechien komplett waren, weil hier die U17-Spielerinnen von der Nationalmannschaft zu uns gestoßen sind. Wir hatten im Prinzip nur ein sehr kurzes Fenster um als Team zusammen zu finden. Worin liegen die Stärken des Teams? Ich glaube, dass wir in der Verteidigung sehr variabel sind und wir da unsere Stärken haben. Genauso auch in der Transition. Vor allem sind wir mannschaftlich relativ ausgeglichen, das ist eine weitere Stärke. Wie schätzt du die Konkurrenz ein? Wir haben die stärkste Gruppe bei der Europameisterschaft. Mit Spanien, Litauen und Slowenien sind es drei Mannschaften inklusive uns, die auf jeden Fall das Potenzial haben oben mitzuspielen. Spanien ist mit Frankreich zusammen auf jeden Fall Titelfavorit. Es kann genauso auch Teams aus unserer Gruppe treffen, die dann um die unteren Plätze spielen. Wir sind in einer sehr sehr starken und meiner Meinung nach auch der stärksten Gruppe bei der EM. Und was sind eure konkreten Ziele? Erstmal ist das Ziel die bestmögliche Platzierung in der Gruppenphase zu erreichen, um im Überkreuzspiel mit der Gruppe A die beste Ausgangsposition zu haben und dann im Achtelfinale das Spiel zu gewinnen.  Der Kader Julijana Blazic (TuS Lichterfelde) Karla Busch (USV Braunschweig) Chloé Emanga Noupoue (BSG Basket Ludwigsburg) Helena Englisch (MTV München) Nafi Harz (TuS Lichterfelde) Lisa Hoffmann (SC Rist Wedel) Johanna Huppertz (TG Neuss Tigers) Sophia Müller (Citybasket Recklinghausen) Chanel Ndi (TG Würzburg) Paula Paradzik (USC Freiburg) Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg) Lisanne Räwer Tanguep (TSG Reutlingen)