WWC 2026: Erster Sieg für DBB-Damen
Gute Reaktion gezeigt! Nur knapp 24 Stunden nach der deutlichen Auftakt-Niederlage gegen Spanien haben die DBB-Damen beim Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) den ersten Sieg gelandet. Gegen Japan, das am Vortag gegen Mali mit 20 verwandelten Dreiern einen neuen WM-Rekord aufgestellt hatte, siegte das Team von Bundestrainer Olaf Lange heute in Berlin mit 74:58 (28:11, 6:18, 24:10, 16:19). Am kommenden Montag, 7. September 2026, geht es zum Abschluss der Vorrunde gegen Mali, das heute sensationell gegen Spanien gewann (17.50 Uhr, ab 17.20 Uhr bei MagentaSport/MagentaTV und bei Joyn). Großartiger Start Schlechte Nachrichten vor dem Beginn des Spiels. Alexis Peterson konnte aufgrund eines akuten Infektes nicht mitwirken. Für sie rückte Britta Daub in die deutsche Startformation, in der noch Leonie Fiebich, Emma Eichmeyer, Nyara Sabally und Luisa Geiselsöder standen. Eichmeyer erzielte die ersten fünf Punkte für Deutschland, die prall gefüllte Max-Schmeling-Halle war sofort da (7:2, 2.). Der erste Dreier der Japanerinnen fiel zum 9:7 (4.), Deutschland hatte offensiv jetzt einige Probleme. Dann netzte Frieda Bühner einen Dreier zum 14:7 (6.), es herrschte ohrenbetäubender Lärm in der Arena. Deutschland transportierte die Führung (17:11, 8.), dominierte vor allem auch beim Rebound. Die Dreier von Sabally und Bühner ließen die Halle explodieren (25:11, 10.). Nach einem weiteren Sabally-Dreier ging ein großartiges Viertel mit 28:11 zu Ende. Vorsprung schmilzt Wie im Rausch hatte die DBB-Auswahl bis dahin agiert, Japan erst einen Dreier getroffen. Doch die deutsche Mannschaft musste vor den Augen von Herren-Bundestrainer Álex Mumbrú und Ex-Nationalspieler und NBA-Star Detlef Schrempf wachsam bleiben (30:15, 13.). Bühner agierte sehr stark, der Angriffsfluss stockte jetzt aber wieder. Japan machte das 32:21, Grund genug für Lange eine Auszeit zu nehmen (15.). Japan witterte seine Chance und profitierte von einigen Nachlässigkeiten der Deutschen (32:23, 16.). Aber die Asiatinnen trafen weiter nicht aus ihrer Spezialdistanz, auch weil die Defense der Deutschen hervorragend eingestellt war. Das dritte Foul von Geiselsöder tat weh (18.), der Vorsprung schmolz (34:27). Zum Seitenwechsel hieß es nur noch 34:29. Boxscore Fotos: DBB/Camera 4 Offizielle Website des Women’s Basketball World Cup 2026 Zweistellig vorne Jetzt mussten unbedingt die Nerven bewahrt werden. Und wieder war es Eichmeyer, die für das DBB-team eröffnete (36:31, 21.). Als Geiselsöder einen Dreier zum 41:31 versenkte (23.), durfte man ein bisschen durchatmen. Es war ein verbissener Kampf um jeden Ballbesitz, Geiselsöder musste mit vier Fouls auf die Bank. Japan hielt in einem punktearmen Spiel voll dagegen, Alexandra Wilke den Gegner mit einem „and one“ auf Distanz (46:35, 25.). Das großartige Pulikum bejubelte jede gelungene Aktion und gab der DBB-Auswahl ordentlich Rückendeckung. Nach wie vor trafen die sonst so wurfstarken Japanerinnen keine Dreier und blieben trotzdem gefährlich. Deutschland spielte jetzt konsequent zum gegnerischen Korb und hatte durch Bühner, Gülich und Sabally Erfolg (53:39, 28.). Die 8.367 Zuschauer in der ausverkauften Halle zeigten sich immer wieder begeistert. An der Freiwurflinie kam Fiebich zu ihren ersten Punkten (55:39, 29.). Sie legte dann akrobatisch direkt zum 58:39 nach (30.). Nach drei Vierteln sprach vieles für den ersten deutschen Erfolg. Souveräner Abschluss Bühner eröffnete den Schlusabschitt „für drei“, der Vorsprung betrug erstmals mehr als 20 Punkte. Gülich führte das Scoring fort und Deutschland verteidigte auch im vierten Viertel weiterhin souverän. Nach 32 Minuten hielt man die Japanerinnen bei lediglich 41 Punkten. Mit noch fünf Minuten auf der Uhr war es Sabally, die noch einmal auf 68:46 erhöhte und den Sieg für Deutschland klarmachte. Weitere Punkte von Bühner und Sabally (71:46, 38.), eine weiterhin konzentrierte Leistung in der Defense und ein aggressives Rebounding: Deutschland war die perfekte Reaktion auf die gestrige Niederlage geglückt. Ein Dreier von Eichmeyer eine Minute vor Schluss sorgte für einen verdienten 74:58-Erfolg der deutschen Damen. „Spirit und Teamleistung deutlich besser“ Bundestrainer Olaf Lange: „Wir haben uns gestern nicht so präsentiert, wie wir wollten, hatten viele Dinge, die wir besser machen wollten. Heute waren wir im Spirit und in der Teamleistung deutlich besser. Wir haben geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Wenn jemand krank ist, muss die nächste Frau ran. Dafür haben wir einen tiefen Kader. Es war heute ungemein wichtig, dass wir die Dreier gut verteidigen und das haben wir über 38 Minuten geschafft. Das hat die Grundlage für unseren Sieg geschafft. Spanien kann gestern nicht daneben werfen und verliert heute gegen Mali. Bei so einer WM ist das halt so.“ Frieda Bühner: „Gestern nach dem Spiel waren wir total frustriert. Heute haben wir gezeigt: Wir gehören hier hin und die Teamleistung hat gestimmt. Ich bin stolz, wie wir reagiert haben gestern nach dem Spiel. Wir haben direkt nach dem Spiel gesagt, dass es genau darauf ankommt, wie wir reagieren. Am Ende haben wir verloren und haben uns gesagt, dass das Turnier noch nicht vorbei ist. Wir haben die Niederlage abgeschüttelt und standen heute mit klarem Kopf auf dem Feld.“ Name Punkte Verein Alexandra Wilke 3 Rutronik Stars Keltern Nyara Sabally 18 Toronto Tempo/WNBA Emma Eichmeyer 10 Saarlouis Royals Leonie Fiebich 5 New York Liberty/WNBA Luisa Geiselsöder 5 Portland Fire/USA Britta Daub 0 Eisvögel USC Freiburg Frieda Bühner 19 Portland Fire/WNBA Marie Gülich 11 Townsville Fire/AUS Emily Bessoir 0 Lointek Gernika Bizkaia/ESP Lina Sontag 1 Cadi La Seu/ESP Clara Bielefeld 2 Texas Christian University/USA