Am 15. und 16. August 2025 steigt in München im SAP Garden die 35. Auflage des Turkish Airlines Basketball-Supercups (Tickets ab Do., 17. April 2025, 10.00 Uhr, Link siehe unten) – und die Teilnehmer versprechen schon jetzt Basketball auf absolutem Top-Niveau: Mit Serbien, Tschechien, der Türkei und Gastgeber Deutschland stehen starke Teams auf dem Parkett. Ein echter Härtetest kurz vor der EuroBasket, die nur elf Tage später beginnt. Zusätzlich interessant: Alle drei Gäste-Teams stehen bei der EuroBasket in einer Vorrundengruppe. In Riga/Lettland gesellen sich dann noch Lettland, Estland und Portugal dazu.

Gespielt wird in München an zwei Tagen: Am Freitag (15. August 2025) stehen die Halbfinals an. Um 18.00 Uhr eröffnet Deutschland gegen die Türkei das Turnier, bevor um 20.45 Uhr Serbien gegen Tschechien antritt. Am Samstag (16. August 2025) folgen das Spiel um Platz drei (18.00 Uhr) und das Finale (20.45 Uhr). Alle Spiele werden live und kostenlos auf MagentaSport übertragen.

Für alle vier Teams ist der Turkish Airlines Supercup mehr als nur ein Vorbereitungsturnier: Es geht um Rhythmus, Selbstvertrauen – und ein erstes Statement auf dem Weg zum EM-Titel.

„Tolle Tage für den Basketball“

Bundestrainer Álex Mumbrú: „Der Turkish Airlines Supercup ist eines der besten Turniere im Basketball überhaupt. Eine hervorragende Gelegenheit zur Vorbereitung auf die EuroBasket. Serbien, Tschechien, die Türkei und natürlich unsere Mannschaft gehören zu den besten Teams in Europa. Gespielt wird in der unglaublichen neuen Arena, dem SAP Garden in München, vor vielen Basketballfans und mit Sicherheit in großartiger Atmosphäre. Es wird sehr wichtig sein zu sehen, wo wir zu dem Zeitpunkt stehen und woran wir noch arbeiten müssen. Die Spiele sollten sich die deutschen Basketballfans nicht entgehen lassen. Das werden tolle Tage für den Basketball.“

Basketball München 15.08.2025 Testspiel Freundschaftsspiel DBB Länderspiel Männer Herren Supercup Tag 1 Deutschland (GER) – Türkei (TUR) Franz Wagner (Deutschland, No.09) Shane Larkin (Türkei, No.00) Adem Bona (Türkei, No.30) Alperen Sengun (Türkei, No.23) Foto: Tilo Wiedensohler/camera4

NBA-MVP Nikolai Jokić im Duell gegen Isaac Bonga.
Foto: Camera4

Die deutsche Mannschaft

Nach dem vierten Platz bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr blickt der amtierende Weltmeister nun erwartungsvoll nach vorne. Nach einer erfolgreichen EM-Quali, bei der sich das Team mit vier Siegen und zwei Niederlagen den Gruppensieg vor Montenegro, Schweden und Bulgarien sicherte. Jetzt heißt es also zunächst Turkish Airlines Supercup, dann EuroBasket. Ein vielversprechender Sommer steht der deutschen Mannschaft bevor.

Auch wenn der finale Kader noch lange nicht feststeht, dürften viele bekannte Gesichter mit nach München reisen: NBA-Stars wie Dennis Schröder (Detroit Pistons) und Franz Wagner (Orlando Magic) haben bereits bei den vergangenen Turnieren ihre Leadership-Fähigkeit unter Beweis gestellt. Ob mit Isaiah Hartenstein (Oklahoma City Thunder) oder Tristan da Silva (Orlando Magic) weitere Spieler aus der NBA zum Kader zählen werden, wird sich zeigen. Dazu kommen könnten EuroLeague-Akteure wie Daniel Theis (AS Monaco), Andreas Obst, Johannes Voigtmann, Justus Hollatz, Nick Weiler-Babb (alle FC Bayern München), Malte Delow, Louis Olinde, Jonas Mattisseck, Tim Schneider (alle ALBA BERLIN), Maodo Lo (Paris Basketball) und Isaac Bonga (Partizan Belgrad/Serbien) oder Spieler wie Johannes Thiemann (Gunma Crane Thunders/Japan) und David Krämer (Teneriffa/Spanien), um nur einige zu nennen.

Der Turkish Airlines Supercup bietet nicht nur dem Team, sondern auch den Fans die Chance, sich einzustimmen: auf ein hochklassiges Turnier, große Emotionen – und die Hoffnung, dass der nächste goldene Sommer vielleicht schon vor der Tür steht.

Gegner/Bilanzen

Das Teilnehmerfeld des 35. Turkish Airlines Supercups hat es wie bereits erwähnt in sich. Alle vier Teams sind für die FIBA EuroBasket 2025 qualifiziert.

Serbien

In den vergangenen Jahren hat das serbische Team bemerkenswerte Leistungen erbracht. Bei der Weltmeisterschaft 2023 sicherte sich Serbien die Silbermedaille, vergangenen Sommer gewannen die Serben um Superstar Nikola Jokić Bronze bei den Olympischen Spielen in Paris. Das Team von Head Coach Svetislav Pesic zeigte eine makellose EM-Quali, bei der die serbische Mannschaft mit sechs Siegen ihre Gruppe (Georgien, Finnland, Dänemark) dominierte. Wenn alle Spieler dabei sind, zählt Serbien zu den weltweit stärksten Teams.

Mit Nikola Jokić, dem MVP der NBA, der noch Anfang April im Spiel gegen die Minnesota Timberwolves mal eben ein Triple Double mit 61 Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists erzielte (neben ihm schafften dies in der NBA-Historie nur James Harden und Luka Doncic), könnte das eh schon starke Team einen absoluten Superstar in seinen Reihen haben. Aber auch Spieler wie NBA-Akteur Bogdan Bogdanović (Los Angeles Clippers) können spielentscheidend sein. Bei den Olympischen Spielen stellte Bogdanović mit 30 Punkten im Spiel gegen den Südsudan einen neuen olympischen Rekord für einen serbischen Spieler auf.

In den 48 Begegnungen zwischen dem serbischen und dem deutschen Team konnte die DBB-Auswahl bisher nur achtmal gewinnen – 40 Siege gingen auf das Konto der Serben. In den letzten sieben Jahren entschied das deutsche Team jedoch drei von fünf Spielen für sich. Dabei unterlag Deutschland den Serben im Kampf um olympisches Bronze im vergangenen Sommer. Der wohl wichtigste Sieg für das deutsche Team: Das  Finale des FIBA World Cup 2023 in Manila, das Deutschland zum Weltmeister machte. Falls die beiden Teams aufeinandertreffen, können alle Fans also ein Spiel auf Topniveau erwarten.

Tschechien

Auch das tschechische Nationalteam hat sich für die EuroBasket 2025 qualifiziert. Bei der letzten Europameisterschaft schied Tschechien im Achtelfinale aus, dieses Mal wollen sie weiter kommen. Als Gruppendritter mit zwei Siegen und vier Niederlagen und somit der Qualifikation für die diesjährige EM erreichte das Team sein erstes Ziel für den Sommer, wenn auch mit größerer Mühe. Der Turkish Airlines Supercup ist die perfekte Möglichkeit, sich mit Top-Teams zu messen und erste Vergleiche vor dem anstehenden Turnier zu ziehen. Wie das Kräftemessen mit den Serben im Halbfinale für die Mannschaft von Diego Ocampo ausgeht, bleibt abzuwarten.

Angeführt wird das Team vom Duo Tomáš Satoranský und Jan Veselý, die beide für den FC Barcelona die Basketballschuhe schnüren. Während Satoranský als Point Guard viel Übersicht und Spielintelligenz mitbringt, ist der zuletzt verletzte Big Man Veselý ein zentraler Faktor unter dem Korb. Auch Spieler wie NBA-Akteuer Vit Krejči (Atlanta Hawks, 7,2 PTS, 2,7 REB, 2,5 AST), Vojtěch Hruban (ERA Basketball Nymburk) oder Patrik Auda (Hitachi Sun Rockers) haben in der Vergangenheit ihre Qualität bewiesen.

Bisher gab es acht Spiele zwischen dem tschechischen und deutschen Team. Siebenmal konnte Deutschland den Sieg einfahren, lediglich beim Freundschaftsspiel im Jahr 1994 unterlag die DBB-Auswahl. Unterschätzen sollte man das Team aus Tschechien jedoch nicht.

Türkei

Bei der letzten EuroBasket im Jahr 2022 belegte das türkische Nationalteam den 10. Platz, nach der erfolgreichen EM-Qualifikation mit einem dritten Gruppenplatz (3/3) wird der Vizeeuropameister von 2001 bei den kommenden Turnieren allerdings um eine höhere Platzierung kämpfen. Auch wenn mit Deutschland im Halbfinale des Turkish Airlines Supercups gleich ein erster Härtetest auf das Team wartet.

Mit Ergin Ataman als Headcoach haben sie dafür beste Voraussetzungen. Ataman wurde dreimal türkischer Basketball-Meister, wurde letztes Jahr mit Panathinaikos griechischer Meister und in diesem Jahr Pokalsieger und gewann bereits drei Mal die EuroLeague (zuletzt 2024 ebenfalls mit Panathinaikos). Mit NBA-Akteur Alperen Sengun (Houston Rockets) könnte dem Team ein Center auf Top-Niveau zur Verfügung stehen, Spieler aus der EuroLeague wie Cedi Osman (Panathinaikos Athen) oder Shane Larkin (Anadolu Efes Istanbul) sind ebenfalls ganz wichtige Stützen für das Team.

42-mal standen sich ein türkisches und deutsches Team auf dem Parkett schon gegenüber. 28 Mal gingen die Deutschen als Sieger vom Platz. Einen sicheren Halbfinalsieg bedeutet das für das deutsche Team allerdings noch lange nicht.

Spielplan

Fr., 15. August 2025
18.00 Uhr: Deutschland – Türkei
20.45 Uhr: Serbien – Tschechien

Sa., 16. August 2025
18.00 Uhr: Spiel um Platz 3
20.45 Uhr: Finale

Tickets

Tickets für den Turkish Airlines Supercup gibt es ab dem 17. April 2025 um 10.00 Uhr hier: https://tickets-bb.fcbayern.com/shop/12

Anfragen zu Tickets bitte an [email protected] richten

Tickets ab 15 €

MagentaSport überträgt

MagentaSport überträgt alle Partien des 35. Turkish Airlines Supercups in München am 15./16. August 2025 live und kostenlos.

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Supercup 2026 – Rückkehr nach Hamburg

Der Basketball-Supercup kehrt im Sommer 2026 nach Hamburg zurück. Am 21. und 22. August 2026 steigt das traditionsreiche Spitzenturnier in der Barclays Arena. Die 36. Auflage des Supercups (Tickets, Link siehe unten) – verspricht wieder Basketball der absoluten Weltklasse und … die mögliche Revanche des EuroBasket-Finales 2025. Welt- und Europameister Deutschland führt das Teilnehmerfeld an, Vize-Europameister Türkei, Kroatien und Tschechien kommen hinzu und werden für Spitzenbasketball sorgen. Der Supercup findet unmittelbar vor dem Start der zweiten Qualifikationsrunde für den World Cup 2027 in Katar statt, sodass man mit den jeweils stärksten verfügbaren Kadern rechnen darf. So hat beispielsweise Denis Schröder bereits seine Bereitschaft verkündet, im kommenden Sommer für Deutschland spielen zu wollen. Gespielt wird in Hamburg an zwei Tagen: Am Freitag (21. August 2026) stehen die Halbfinals an. Um 17.45 Uhr eröffnet die Partie Kroatien gegen Türkei das Turnier, bevor um 20.30 Uhr Deutschland und Tschechien aufeinander treffen. Am Samstag (22. August 2026) folgen das Spiel um Platz drei (17.45 Uhr) und das Finale (20.30 Uhr). Alle Spiele werden live und kostenlos auf MagentaSport übertragen. „Freue mich sehr auf die Herausforderungen“ Bundestrainer Álex Mumbrú: „„Es wird wieder ein großartiger Supercup. Die Gegner sind erstklassig, und ich freue mich sehr auf die Herausforderungen. Wir brauchen eine wichtige Standortbestimmung, wo unsere Mannschaft zu dem Zeitpunkt steht. Ich denke, die gesamte deutsche Basketball-Community kann sich schon jetzt auf den Basketball-Supercup 2026 in Hamburg freuen. Deutschland, die Türkei, Kroatien und Tschechien … wann sonst hätte man die Gelegenheit, diese vier Teams innerhalb von 24 Stunden gleich zweimal zu sehen?“ Sportsenator Andy Grote: „Der internationale Spitzensport ist in Hamburg zu Hause. Der Supercup ist als eines der hochkarätigsten Basketball-Events in Deutschland Fixpunkt und Highlight in unserem Sportkalender. Mitten in der Qualifikationsphase für den World Cup 2027 treffen in Hamburg vier Spitzenteams aufeinander. Für das deutsche Team ist das eine entscheidende Standortbestimmung bei der Verteidigung ihrer Spitzenposition. Mehr internationalen Spitzenbasketball an nur zwei Tagen kann man kaum erleben.“ Bundestrainer Álex Mumbrú. Foto: FIBA Johannes Thiemann zeigte zuletzt gegen Kroatien ganz starke Vorstellungen. Foto: FIBA Immer noch Dreh- und Angelpunkt im tschechischen Team: Tomas Satoransky, hier im Spiel gegen Estland. Foto: FIBA Daniel Theis im EuroBasket-Finale 2025 gegen NBA-Star Alperen Sengün aus der Türkei. Foto: FIBA Die deutsche Mannschaft Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat sich in den vergangenen Jahren eindrucksvoll in der Weltspitze etabliert und zählt spätestens seit dem WM-Titel 2023 zu den konstant stärksten Teams im internationalen Basketball. Geprägt ist die Mannschaft von einer klaren Struktur, mannschaftlicher Geschlossenheit und einer ausgewogenen Mischung aus NBA-Spielern und Leistungsträgern aus europäischen Topligen. Im Zentrum stehen dabei Akteure wie Dennis Schröder und Franz Wagner, die dem Team sowohl spielerische Kreativität als auch Scoring-Qualitäten verleihen. Bei den Olympische Sommerspiele 2024 bestätigte Deutschland seine neue Rolle als Topnation. Nach einem überzeugenden Turnierverlauf erreichte die Mannschaft die K.-o.-Phase und trat dort mit viel Selbstvertrauen auf. Auch wenn es letztlich nicht zu einer Medaille reichte, zeigte das Team erneut, dass es auf höchstem Niveau konkurrenzfähig ist und sich vor den traditionellen Großmächten nicht mehr verstecken muss. Besonders auffällig war die mannschaftliche Geschlossenheit sowie die Fähigkeit, Spiele auch in engen Situationen kontrolliert zu Ende zu spielen. Bei der EuroBasket 2025 gelang Deutschland schließlich der nächste große Schritt: Mit einem konstant starken Turnierverlauf sicherte sich die Mannschaft den Europameistertitel und unterstrich damit eindrucksvoll ihre Entwicklung zur dominierenden Kraft im europäischen Basketball. Deutschland überzeugte durch eine stabile Defensive, variables Offensivspiel und eine klare Rollenverteilung innerhalb des Teams. Der Titelgewinn war Ausdruck einer über Jahre gewachsenen Struktur und eines hervorragend funktionierenden Kollektivs. Auch in den laufenden FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers präsentiert sich Deutschland bislang recht souverän. Besonders bemerkenswert ist dabei die Kadertiefe: Selbst mit wechselnden Aufstellungen gelingt es dem Team, ein hohes Niveau zu halten und Spiele kontrolliert zu gestalten. Die bisherigen Ergebnisse in den Qualifiers (Sieg und Niederlage gegen Kroatien, Siege gegen Israel und Zypern) deuten klar darauf hin, dass Deutschland auf einem sehr guten Weg ist, sich erneut für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Insgesamt hat sich Deutschland vom Außenseiter zu einer festen Größe im internationalen Basketball entwickelt. Die Kombination aus individueller Klasse, taktischer Disziplin und starker Teamchemie macht die Mannschaft zu einem ernsthaften Titelkandidaten bei zukünftigen Turnieren. Mit Blick auf die kommenden Jahre gehört Deutschland nicht nur in Europa, sondern auch weltweit zu den Teams, die regelmäßig um Medaillen mitspielen können. Der Supercup bietet nicht nur dem Team, sondern auch den Fans die Chance, sich einzustimmen: auf ein hochklassiges Turnier, große Emotionen – und die Hoffnung, dass der nächste goldene Sommer vielleicht schon vor der Tür steht. ————————————————————— Kroatien Kroatien bleibt ein Gegner mit Gewicht. Historie, Talent und internationale Erfahrung sind vorhanden, auch wenn der Weg zuletzt holprig war. Die EuroBasket 2025 verpasste Kroatien erstmals in seiner Geschichte. In der Qualifikationsgruppe mit Frankreich, Zypern und Bosnien-Herzegowina reichten drei Siege nur zu Rang drei. Da Zypern als Gastgeber bereits qualifiziert war, bedeutete dies das Aus. Trotz eines klaren 104:67-Erfolgs im letzten Spiel gegen Zypern kam die Aufholjagd zu spät. Nach dem EM-Aus führte der Weg über die World Cup European Pre-Qualifiers. Dort präsentierte sich Kroatien deutlich stabiler. Klare Siege gegen Norwegen (101:68, 102:53) und gegen Dänemark (100:71) legten früh den Grundstein, beim abschließenden 79:76 in Dänemark genügte auch ein knapper Erfolg. Prägend waren dabei zwei bekannte Gesichter: Dario Šarić (zuletzt Sacramento Kings/NBA) und Mario Hezonja (Real Madrid/ESP). Šarić überzeugte mit Allround-Qualitäten (15,5 PTS, 6,5 REB, 5,3 AST), Hezonja steuerte ähnliche Werte bei (15 PTS, 4,5 REB, 2,3 AST). Im ersten Fenster der WM-Qualifikation gewann Kroatien beide Spiele, im zweiten gab es einen Heimsieg und eine Auswärtsniederlage gegen Deutschland. Besonders die Niederlage nach Verlängerung in Bonn wird die Kroaten noch heute schmerzen, da man in diesem Spiel schon wie der sichere Sieger aussah und in den letzten zwei Minuten einen Zehn-Punkte-Vorsprung noch hergab. Gemeinsam mit Deutschland sind die Kroaten aber mit jeweils drei Siegen und einer Niederlage auf einem guten Weg in Richtung World Cup 2027. In der offiziellen Länderspielbilanz der beiden Länder kam es zu 25 Begegnungen, von denen Deutschland elf gewinnen konnte, bei einer Punktebilanz von insgesamt 1.925:1.970. Die bisher letzte Partie gegen Kroatien entschied Deutschland am 1. März 2026 für sich, als es im Rahmen der WM-Qualifikation am Ende den bereits angesprochenen 91:89-Erfolg  gab. Möglicherweise wird Kroatien in Hamburg auch auf seine NBA-Akteure zurückgreifen können. Neben Karlo Matković (New Orleans Pelicans) betrifft das auch Ivica Zubac (LA Clippers/NBA). Die Qualität des Teams steigert sich also noch. Kroatien bringt Länge, Physis und individuelle Klasse und ist so ein Gegner, der immer gefährlich werden kann. ————————————————————— Tschechien Die tschechische Basketball-Nationalmannschaft gehört seit Jahrzehnten zur erweiterten europäischen Spitze ohne größere Ausschläge nach oben oder unten.Das Land bringt immer wieder absolute Top-Akteure wie Tomas Satoransky (FC Barcelona), Jan Vesely (FC Barcelona) oder auch NBA-Akteur Vit Krejci (Portland Trailblazers) hervor. Bei der EuroBasket 2025 war Tschechien ersatzgeschwächt ohne Chance und scheiterte sieglos bereits in der Gruppenphase. Gegen Portugal, Türkei, Estland, Serbien und Lettland kassierte man teilweise deutliche Niederlagen. Aktuell nimmt das Team in der Qualifikation zum World Cup 2027 in Katar einen neuen Anlauf und liegt nach vier Spielen in der Gruppe H mit zwei Siegen und zwei Niederlagen auf dem zweiten Platz. In Slowenien gab es eine 59:99-Klatsche, vor eigenem Publikum wurde gegen den gleichen Gegner ein Sieg nur hauchdünn verspielt (84:86). Gegen Schweden (97:80) und in Estland (97:92) wurde gewonnen, was in den Rückspielen im Juli wiederholt werden muss, um den Sprung in die nächste Runde zu schaffen. Noch immer geht „Altstar“ und Ex-NBA-Akteur Tomas Satoransky voran. In Punkten (16,3) und Assists (10,3) führt er sein Team in der Quali an, außerdem holt der groß gewachsene Point Guard noch 4,3 Rebounds im Schnitt. Neben ihm punkten noch der in China spielende Tomas Kyzlink (14,5) und Kames Karnik (10,5, Klaipedos Neptunas/LTU) zweistellig. Bei Rebounds (5,5) und Assists (5,5) liegt Ondrey Sehnal (Nymburk/CZE) jeweils an zweiter Stelle. Ob Vesely noch einmal für Tschechien spielen wird und ob Krejci zum tschechischen Team stoßen wird, entscheidet sich zu einem späteren Zeitpunkt. Türkei Die türkische Basketball-Nationalmannschaft befindet sich aktuell in einer Phase des Umbruchs, in der sich große individuelle Qualität und strukturelle Herausforderungen gegenüberstehen. Im Mittelpunkt steht mit Alperen Şengün ein aufstrebender NBA-Star, der dem Team sowohl offensive Kreativität als auch physische Präsenz verleiht. Darüber hinaus verfügt die Türkei über mehrere erfahrene und talentierte Spieler aus europäischen Topligen, denen es jedoch bislang nicht immer gelingt, ihr Potenzial konstant im Nationaltrikot abzurufen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 war die Türkei nicht vertreten, nachdem die Qualifikation verpasst wurde. Bei der EuroBasket 2025 zeigte die Türkei ihr riesiges Potenzial. Besonders im schnellen Spiel nach Ballgewinnen und in Eins-gegen-eins-Situationen überzeugte die Mannschaft, während im strukturierten Halbfeldspiel Schwächen sichtbar wurden. Im Endspiel unterlag man der deutschen Mannschaft nur knapp, nachdem man über weite Strecken der Partie vorne gelegen hatte. In den bisherigen Spielen der FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers präsentiert sich die Türkei souverän. Die beiden Siege gegen Serbien waren zwar knapp, aber sehr wertvoll auf dem Weg zum World Cup 2027 in Katar. Die weiteren Gegner Bosnien und Herzegowina und Schweiz wurden mühelos bezwungen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Türkei über ein vielversprechendes Fundament verfügt, sich jedoch noch in einem Entwicklungsprozess befindet. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob es gelingt, aus dem vorhandenen Talent ein konstant stabiles und wettbewerbsfähiges Team zu formen. ————————————————————— Spielplan 21./22. August 2026, Hamburg, Barclays Arena Freitag, 21. August 2026 17.45 Uhr: Kroatien vs. Türkei 20.30 Uhr: Deutschland vs. Tschechien Samstag, 22. August 2026 17.45 Uhr: Spiel um Platz 3 20.30 Uhr: Finale Öffnung Barclays Arena an beiden Spieltagen jeweils 90 Min. vor dem 1. Spiel um 16.15 Uhr. Tickets Tickets für den Basketball-Supercup gibt es ab Donnerstag, 7. Mai 2026, 12.00 Uhr, im DBB-Ticketshop. Mit VVK-Start werden zunächst Turnierkarten angeboten, später sind dann Tageskarten erhältlich. Tickets ab 16 € MagentaSport überträgt MagentaSport überträgt alle Partien des 36. Supercups in Hamburg am 21./22. August 2026 live und kostenlos.

InterviewChristianAnderson

Interview Christian Anderson: „Dieser Dunk war der Wahnsinn!“

Christian Anderson jr. ist eine der größten deutschen Hoffnungen auf der Playmaker-Position. Viele Experten sehen ihn bereits als legitimen Nachfolger von Dennis Schröder, wenn der mal die Nationalmannschaft verlassen wird. Bis dahin haben sie möglicherweise noch einige gemeinsame Jahre „für Deutschland“ vor sich. Anderson war jüngst ein paar Tage beim Albert Schweiter Turnier in Mannheim zu Besuch, um seinen jüngeren Bruder Lucai zu beobachten. Den späteren Turniersieg hat der gerade 20 Jahre alt gewordene Youngster zwar nicht mehr mitbekommen, sich dafür aber unseren Fragen im Video-Interview gestellt. Dabei war natürlich auch der NBA Draft 2026 ein Thema. In wenigen Tagen beginnt der sogenannte Draft Combine in Chicago, wo die Kandidaten „auf Herz und Nieren“, bzw. auf ihre athletischen und basketballerischen Fähigkeiten, getestet werden. Hier nun einige kurze Auszüge aus dem Interview in schriftlicher Form und der Link zum Interview auf unserem YouTube-Kanal: (…) Was mir als Erstes in Erinnerung geblieben ist, war dein Dunk in Slowenien, der direkt vor meiner Nase war. Erinnerst du dich daran und hat das irgendetwas für dich verändert? Gestern kamen ein paar Leute auf mich zu und sagten: „Dieser Dunk war der Wahnsinn!“ Es war mein erster Dunk dieser Art, den ich auf einer solchen Bühne gemacht habe, also glaube ich, dass er das Eis für mich ein bisschen gebrochen hat. Aber insgesamt war es einfach ein cooler Moment, vor allem gegen so ein Team auf einer solchen Bühne – das war einfach surreal. Ich hoffe, ich bekomme noch mehr davon. (…) Im Moment haben wir zwei Brüderpaare in der A-Nationalmannschaft. Kannst du dir vorstellen, dass noch ein weiteres hinzukommt und du 2027 bei der Weltmeisterschaft oder 2028 bei den Olympischen Spielen oder wann immer es dazu kommt, an der Seite deines Bruders zu spielen? Dann hätten wir drei Brüderpaare. Das wäre fantastisch. Natürlich möchte ich, dass das passiert. Ich hoffe einfach, dass ich weiter hart arbeite und mein Bruder auch, damit wir dieses Ziel erreichen können. Aber ich glaube, wir werden es schaffen und es wird auf jeden Fall ein cooler Moment sein. (…) Was wirst du in den nächsten Wochen und Monaten vor dem Draft machen? Mit meiner Agentur trainieren und mich einfach vorbereiten, ein paar Wurfübungen machen, größer und stärker werden, etwas an Gewicht zulegen, meine Sprungkraft verbessern und insgesamt meine körperliche Verfassung verbessern. Es geht also einfach darum, besser zu werden und bereit zu sein, wenn der Combine ansteht.

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WM-Austragungsorte für 2030 und 2031 stehen fest

Das FIBA Central Board hat heute im Rahmen einer Sitzung in Berlin die Austragungsorte für den FIBA Women’s World Cup 2030 und den FIBA World Cup 2031 entschieden. Nach der Heim-WM in diesem Jahr geht es für die Damen 2030 vom 26. November bis 8. Dezember nach Tokyo/JPN. Für die Herren geht es vom 29. August bis 14. September 2031 nach Frankreich – Lille, Lyon und Paris. Beides bekannte Orte für unsere Nationalmannschaften. In Lille und Paris haben die Damen 2024 ihr olympisches Debüt gegeben, während die Herren die Spiele mit ihrer besten Olympia-Platzierung auf Platz 4 beendeten. Auch Japan ist aus der Basketballgeschichte Deutschlands bei der ein oder anderen Person noch ein Begriff. Die Vorrunde der WM 2023 fand für die Herren in Okinawa/JPN statt und wurde am Ende mit Gold in Manila/PHI besiegelt – hoffentlich ein gutes Omen für Basketball-Deutschland.

Basketball Bonn 01.03.2026
FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers
Deutschland (GER) - Kroatien (CRO)

Foto: Tilo Wiedensohler/camera4

DBB-Herren gelingt dramatische Revanche gegen Kroatien

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Welt- und Europameister, hat nach dramatischem Spielverlauf erfolgreich Revanche für die Niederlage in Kroatien am vergangenen Freitag genommen. Vor 6.000 Zuschauern im ausverkauften Bonner Telekom Dome gewann das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú das „Rückspiel“ gegen Kroatien heute nach Verlängerung mit 91:89 (22:24, 19:26, 21:17, 15:10, 14:12). Weiter geht es mit den FIBA World Cup 2027 Qualifiers im Juli mit den Spielen gegen Israel und Zypern (Montag, 6. Juli 2026, Brose Arena in Bamberg, Spielbeginn 19.00 Uhr, Tickets hier). Hohe Intensität Nach dem ersten Spiel war Oscar da Silva zum deutschen Team gestoßen. Und direkt vor der Partie wurde Kapitän Johannes Thiemann nachträglich für sein 100. Länderspiel (EuroBasket 2025 gegen Montenegro) geehrt. Jack Kayil, David Krämer, Louis Olinde, Johannes Thiemann und Leon Kratzer begannen für Deutschland. Deutschland war um hohes Tempo bemüht, hatte aber zunächst kein Wurfglück (3:7, 3.). Thiemann ging voran, bediente Olinde und der traf gleich zweimal für drei zum 11:7 (4.), die Halle stand Kopf. Die Intensität war wie schon in Spiel eins enorm hoch, beide Teams schenkten sich nichts. Beim 15:18 war Kroatien wieder vorne (8.), Mumbrú hatte bereits elf Spieler eingesetzt. Da Silva holte die deutsche Führung zurück, aber nach zehn Minuten lagen die Kroaten knapp in Front (22:24). Kayil dunkt spektakulär Der Gegner machte es den DBB-Korbjägern mit aggressiver Verteidigung sehr schwer. Offensiv suchte das Mumbrú-Team minutenlang vergeblich nach Lösungen, bis Thiemann an der Freiwurflinie das 24:26 besorgte und dann auch zum 26:30 traf (15.). Beim 26:34 rief Mumbrú sein Team zusammen, das Spiel konnte ihm so nicht gefallen. In vielen Situationen war die DBB-Auswahl einen Hauch zu spät, aber „JT“ hielt seine Mannschaft immer wieder im Spiel und Kayil riss die Halle mit einem spektakulären Dunking mit (33:37, 17.). Wieder Thiemann war für das 35:37 zuständig, Auszeit Kroatien. Deutschland setzte jetzt alles dagegen, da Silva arbeitete am offensiven Brett, aber die kroatischen Dreier gegen engste Defense taten weh (39:48, 20.). Mit 41:50 ging es in die Kabinen, das zu bohrende Brett war ordentlich dick. Boxscore Fotos: DBB/Berger | DBB/Camera 4 | FIBA FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers Infos, Stats, Ergebnisse, Tabellen Kroatien abgeklärt Auch zu Beginn des dritten Viertels verzweifelte Mumbrú am Seitenrand immer wieder, weil ihm einige Aktionen seiner Schützlinge nicht gefielen. Kroatien wirkte abgeklärter und es hätte in dieser Phase mal einen deutschen Lauf gebraucht, um Team und Halle zu „wecken“. Beim 44:54 (23.) führte Kroatien zweistellig, es sah nicht gut aus für die Gastgeber. Die fanden einfach keinen Rhythmus und machten es dem Gegner zu leicht (46:58, Auszeit Deutschland). Die Kroaten spielten wie aus einem Guss, während es auf deutscher Seite zu oft mit Einzelaktionen versucht wurde. Malte Delow brachte das Heimteam auf 53:63 heran (27.), Hoffnung keimte auch im Publikum auf. Kostja Mushidi netzte einen Dreier zum 56:65 (29.), da Silva legte zum 58:65 nach. Nach drei Vierteln hatte Olinde Deutschland per Dreier mit Ablauf der Sirene auf 62:67 heran geworfen. DBB-Team wehrt sich: Erfolgreich Das DBB-Team verpasste zu Beginn des Schlussabschnitts einige Chancen ganz knapp, um schnell noch näher heran zu kommen. Aber es wehrte sich mit allen Kräften. Kroatien befreite sich und lag nach 34 Minuten wieder zweistellig vorne (62:72). Das Momentum war weg und es sprach in diesen Minuten nicht mehr viel für die deutsche Mannschaft. Olinde war für drei zum 65:72 erfolgreich, Kayil punktete zum 72:77 (38.), sollte die Wende doch noch gelingen? Schließlich gelang es David Krämer in einer dramatischen Schlussphase mit seinen Punkten, Deutschland in die Verlängerung zu führen: 77:77. Verlängerung Kroatien punktete in der Verlängerung zuerst, dann brachte Kayil Deutschland in Führung (80:79, 41.). Thiemann erhöhte eiskalt, ehe ein klares Foul an Delow nicht geahndet wurde. Kayil ging an die Linie: 84:79 (43.). Was für eine Stimmung im Telekom Dome, als sich da Silva zum 86:79 durchtankte! Kroatien steckte nicht auf (86:82, 1’54), Thiemann blieb an der Freiwurflinie cool: 88:82 (1’32). Freiwürfe Kroatien: 88:84 (1’23), 90:84, Krämer (’54), 90:87 (’14), zwei Freiwürfe Krämer ‚9: 91:87 … Nicht enden wollender Jubel!!!!! „Wirklich großer Sieg“ Álex Mumbrú: „Zunächst einmal danke an Bonn. Die tolle Atmosphäre hier hat uns sehr geholfen. Wir haben lange große Schwierigkeiten gehabt, offensiv und defensiv. Bei dem hohen Rückstand haben wir einige Dinge verändert und konnten die Kroaten mehrfach stoppen. Das ist ein wirklich großer Sieg für uns, der wichtig für den weiteren Verlauf der Quali ist. Der Sieg gehört allen Spielern, die in diesem Fenster mit dabei waren.“ Johannes Thiemann: „Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Kroatien ist ein ganz harter Gegner und als wir 15 tief waren, war es echt schwierig. Aber letztlich haben wir weiter an uns geglaubt, dagegen gehalten und mit viel Energie gewonnen. Ich bin stolz auf das Team!“ Für Deutschland spielten Name Punkte Verein Oscar da Silva 15 FC Bayern München Jack Kayil 14 ALBA BERLIN Tim Schneider 3 Rizing Zephyr Fukuoka/JPN Nelson Weidemann 0 ratiopharm ulm Jonas Mattisseck 0 ALBA BERLIN Louis Olinde 12 BAXI Manresa/ESP Malte Delow 7 ALBA BERLIN Kostja Mushidi 3 NINERS Chemnitz Johannes Thiemann 24 Gunma Crane Thunders/JPN Leon Kratzer 0 FC Bayern München Christian Sengfelder 3 ratiopharm ulm David Krämer 10 Real Madrid/ESP

TeamDBB-Herren2026

DBB-Herren: Niederlage in Kroatien

Auf dem Weg zur Verteidigung des WM-Titels hat die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Weltmeister, einen Rückschlag hinnehmen müssen. Nach zuvor zwei Siegen verlor das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú heute den dritten FIBA World Cup 2027 Qualifier. In Zagreb unterlag Deutschland mit 88:93 (26:20, 24:26, 22:29, 16:18) gegen Kroatien und verpasste dadurch die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe E. Die Chance zur Revanche bietet sich bereits am kommenden Sonntag in Bonn, wenn es ab 18 Uhr gegen den gleichen Gegner geht (ab 17.30 Uhr live und kostenlos bei MagentaSport). Große Anspannung Bei den Kroaten standen deren Stars Mario Hezonja (Real Madrid) und Dario Saric (bis Februar in der NBA) im Aufgebot. Dazu u.a. die aus der BBL bekannten Jaleen Smith und Danko Brankovic. Mumbru schickte vor den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss für Deutschland zu Beginn Nelson Weidemann, Malte Delow, Louis Olinde, Christian Sengfelder und Johannes Thiemann aufs Parkett. Man merkte von Beginn an die Anspannung auf beiden Seiten, die Partie begann mit hoher Intensität, aber auch einigen Fehlern. Deutschland leistete sich frühe Ballverluste, die schmerzten (4:7, 4.). David Krämer checkte mit einem Dreier zum 9:9 ein und legte kurz später zum 12:11 nach (6.). Olinde rackerte für zwei und holte mehrere verlorene Bälle zurück. Jack Kayil netzte für drei zum 15:14 (7.), es war ein munterer Schlagabtausch. „Ein atemloses Auftaktviertel“, wie es TV-Kommentator Benni Zander formulierte, nahm seinen Lauf (23:20, 10.). Mit der Sirene punktete Delow per Dreier zum 26:20. Tempokontrolle Kostja Mushidi kam zu seinen ersten Punkten für die A-Nationalmannschaft und hatte einige starke Szenen, Deutschland übte in diesen Minuten eine gute Kontrolle über das Tempo aus (28:22, 12.). Alle zwölf deutschen Spieler hatten bereits auf dem Feld gestanden. Man versäumte es aber, diese eigentlich starken Minuten punktemäßig umzumünzen (30:29, 14.). Dann war zweimal Jonas Mattisseck von weit draußen zur Stelle, Auszeit Kroatien (38:32, 15.). Saric machte den Deutschen Probleme und war nur schwer zu kontrollieren. Und dann war auch Hezonja plötzlich im Spiel (42:42, 18.). Delow beruhigte die Nerven mit einem Dreier, Krämer traf auch wieder (49:42, 19.). Olinde musste nach einem zumindest fahrlässigen gegnerischen Ellenbogentreffer blutüberströmt auf die Bank. Zum Seitenwechsel lag die deutsche Mannschaft knapp mit 50:46 in Front. Boxscore  Fotos: FIBA | DBB/Trienitz FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers Infos, Stats, Ergebnisse, Tabellen Großer Druck der Kroaten Thiemann eröffnete das dritte Viertel mit einem Dreier, dann wurden ein paar „einfache“ Würfe liegen gelassen (53:51, 22.). Kroatien ging mit einem weiten Dreier von Hezonja in Führung, aber Kayil hatte die passende Antwort parat (58:56, 24.). Die Gastgeber erhielten jetzt einige Pfiffe zu ihren Gunsten, das DBB-Team sammelte viele Fouls. „Nase an Nase“ ging es weiter, beide Teams schenkten sich nichts. Olinde konnte zurückkehren, Kroatien hatte aber jetzt immer wieder Erfolg mit dem ausgeübten Druck (61:63, 26.). Schneider traf aus der Distanz zum 67:66 (28.), aber die Kroaten ließen jetzt nicht locker. Nach 30 Minuten hieß es 72:75. Bitter Beim 72:78 musste die DBB-Auswahl aufpassen, Kroatien traf die Dreier mit mehr als 50 Prozent. „Deutschland braucht Stops“ forderte Per Günther am Mikrofon. Thiemann ging jetzt als Kapitän voran, machte das 79:83 (34.) und hielt seine Mannschaft im Spiel. Es ging sehr physisch zur Sache, immer wieder hielten sich die Spieler schmerzende Körperteile. Kayil verkürzte auf 81:83 und netzte einen Not-Dreier mit Ablauf der Uhr zum 84:83 (35.). Dann wurde der Youngster aber zu sehr alleine gelassen und die Kroaten schafften die erneute Wende (84:89, 37.). Das DBB-Team bekam im Anschluss keinen Zugriff mehr und musste in die bittere Niederlage einwilligen. „Zu viele Fehler für ein enges Spiel“ Álex Mumbrú: „Gratulation an Kroatien, sie haben ein gutes Spiel gemacht. Es war eine gute Atmosphäre hier, das brauchen wir am Sonntag zuhause auch. In der ersten Hälfte hatten wir offensiv und defensiv einen guten Rhythmus und haben uns an den game plan gehalten. Im dritten Viertel haben wir einige Lay-ups und Dreier zu einfach abgegeben. Am Ende wollten wir es dann so knapp wie möglich halten. Es hat mich nicht überrascht, dass Kroatien so stark war, wir kennen alle Spieler. Wir haben zu viele Fehler für ein enges Spiel gemacht.“ Malte Delow: „So richtig haben wir nie zu unserem Spiel gefunden. Wir wollten viel mehr rennen und haben zu wenig Stops generiert. Außerdem haben wir zu viele Bäle verloren. In Bonn müssen wir offensiv und defensiv besser pick’n’roll spielen.“ Für Deutschland spielten Name Punkte Verein Name Punkte Verein Jack Kayil 15 ALBA BERLIN Tim Schneider 8 Rizing Zephyr Fukuoka/JPN Nelson Weidemann 2 ratiopharm ulm Jonas Mattisseck 6 ALBA BERLIN Louis Olinde 4 BAXI Manresa/ESP Malte Delow 8 ALBA BERLIN Kostja Mushidi 2 NINERS Chemnitz Johannes Thiemann 17 Gunma Crane Thunders/JPN Leon Kratzer 0 FC Bayern München Christian Sengfelder 0 ratiopharm ulm David Krämer 22 Real Madrid/ESP Norris Agbakoko 4 ALBA BERLIN

Hezonjaclose

DBB-Herren: Gegner Kroatien

Bevor wir uns mit dem heutigen Gegner Kroatien (ab 19.45 Uhr live und kostenlos bei MagentaSport),beschäftigen ein kurzes Update von den DBB-Herren. Die sind gestern gut in Zagreb angekommen und haben am Abend ein erstes Training absolviert. Davon hier ein paar Fotos: Fotos: DBB/Berger J.   Kroatien Kroatien bleibt ein Gegner mit Gewicht. Historie, Talent und internationale Erfahrung sind vorhanden, auch wenn der Weg zuletzt holprig war. Die EuroBasket 2025 verpasste Kroatien erstmals in seiner Geschichte. In der Qualifikationsgruppe mit Frankreich, Zypern und Bosnien-Herzegowina reichten drei Siege nur zu Rang drei. Da Zypern als Gastgeber bereits qualifiziert war, bedeutete dies das Aus. Trotz eines klaren 104:67-Erfolgs im letzten Spiel gegen Zypern kam die Aufholjagd zu spät. Alle weiteren Ergebnisse: Frankreich – Kroatien 73:61, Kroatien – Zypern 92:63, Kroatien – Bosnien Herzegowina 89:76, Bosnien – Kroatien 110:90, Kroatien – Frankreich 80:83. Pre-Qualifiers Nach dem EM-Aus führte der Weg über die World Cup European Pre-Qualifiers. Dort präsentierte sich Kroatien deutlich stabiler. Klare Siege gegen Norwegen (101:68, 102:53) und gegen Dänemark (100:71) legten früh den Grundstein, beim abschließenden 79:76 in Dänemark genügte auch ein knapper Erfolg. Prägend waren dabei zwei bekannte Gesichter: Dario Šarić (zuletzt Sacramento Kings/NBA) und Mario Hezonja (Real Madrid/ESP, gestern 16 Punkte in 19 Minuten beim 93:70 gegen den FC Bayern München). Šarić überzeugte mit Allround-Qualitäten (15,5 PTS, 6,5 REB, 5,3 AST), Hezonja steuerte ähnliche Werte bei (15 PTS, 4,5 REB, 2,3 AST). Wichtige Rollen übernahmen zudem Karlo Matković (New Orleans Pelicans/NBA, 12,3 PTS, 4,7 REB, 2 STL) sowie der aus der BBL bekannte Jaleen Smith (Türk Telekom Ankara, 10,3 PTS, 2,7 REB, 4,3 AST, 2 STL). World Cup Qualifiers Im ersten Fenster der WM-Qualifikation gewann Kroatien beide Spiele. Gegen Zypern dominierte man klar (100:60). Gegen Israel war die Partie bis zur Halbzeit offen, ehe Kroatien im dritten Viertel das Spiel an sich riss und mit 85:71 gewann. Auffällig: der erst 19-jährige Michael Ružić (Club Joventut Badalona/ESP) mit 23 Punkten und neun Rebounds gegen Israel sowie Hezonja als Topscorer gegen Zypern (25 PTS). Ergänzend fielen auch David Skara (Cedevita Olimpija/SLO, 7 PTS, 5,5 REB, 1 AST) und Luka Božić (Fundacion CB Granada/ESP, 11 PTS, 5 REB, 4 AST, 2 STL) als vielseitige Teamspieler auf. Historie In der offiziellen Länderspielbilanz der beiden Länder kam es zu 23 Begegnungen, von denen Deutschland zehn gewinnen konnte, bei einer Punktebilanz von insgesamt 1.746:1.788. Die bis zu diesem Qualifikationsfenster letzte Partie gegen Kroatien entschied Deutschland am 3. Juli 2021 für sich, als es im Rahmen der Olympia-Qualifikation am Ende 86:76 für Deutschland ausging. In Bonn fanden bis jetzt sieben Länderpiele statt, wovon Deutschland drei für sich gewinnen konnte, zuletzt im Rahmen eines Freundschaftsspiels am 5. August 2023 mit 87:68 gegen Schweden. Fazit Klar ist jedoch auch: Auf seine NBA-Akteure wird Kroatien auch in diesem Fenster verzichten müssen. Neben Matković betrifft das auch Ivica Zubac (LA Clippers/NBA). Allerdings soll der in der NBA entlassene Šarić wohl zur Verfügung stehen. Die Qualität bleibt also hoch. Kroatien bringt Länge, Physis und individuelle Klasse und ist so ein Gegner, der in der WM-Qualifikation jederzeit gefährlich werden kann. Foto oben: Mario Hezonja mit starkem Auftritt gegen Zypern im ersten Qualifikationsspiel Foto: FIBA Programmheft DBB-Bilanz gegen Kroatien 23 offizielle Spiele 10 Siege 13 Niederlagen Das letzte Spiel vor dem Qualifenster: 03.07.2021 | Split (CRO) 86:76 Olympia-Qualifikation FIBA-Weltrangliste Kroatien Platz 34 (Deutschland 2) Nationaltrainer: Tomislav Mijatović (CRO) Größter Erfolg: Silber bei Olympia 1992 in Spanien Link

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DBB-Herren: Echte Bewährungsproben stehen an

Der Countdown für die DBB-Herren in Richtung World Cup Qualifiers gegen Kroatien läuft auf Hochtouren. In München trainierten 14 Spieler, heute strich Bundestrainer Álex Mumbrú Joshua Obiesie (Basketball Löwen Braunschweig) und Nicholas Tischler (EWE Baskets Oldenburg) aus dem Kader. David Krämer (Real Madrid) stößt gegebenenfalls noch vor der Partie am Freitag zum Team. Für Mumbrú und sein Team stehen in der 3. WM-Qualifikationsrunde echte Bewährungsproben an. Der amtierende Welt- und Europameister tritt am Freitag, 27.2.2026 (ab 19.45 Uhr live), in Kroatien an sowie am Sonntag, 1.3.2026 (ab 17.30 Uhr live), in Bonn. Die beiden deutschen Quali-Spiele sind live und kostenlos bei MagentaTV und MagentaSport zu sehen. In München läuft die Vorbereitung professionell und intensiv, aber auch mit viel Spaß. Alle ziehen an einem Strang und sind sich der großen Herausforderung gegen Kroatien bewusst (siehe Interview unten). Morgen geht es nach Zagreb, wo einen Tag später die erste Partie ansteht. Hier wieder einige Fotoeindrücke: Fotos: DBB/Berger J. Podcast-Interview Álex Mumbrú Deutschland und Kroatien sind nach den beiden Siegen zum Quali-Auftakt mit 4 Zählern punktgleich in der Gruppe E. Für die deutsche Auswahl als amtierender Welt- und Europameister sind die Spiele gegen Kroatien ein erster Härtetest auf dem Weg zur Basketball-WM 2027. „Es wird sehr schwierig für uns“, so der Bundestrainer im MagentaSport-Podcast „Abteilung Europameister“. „Einige EuroLeague-Spieler sind nicht dabei. Kroatien zeigt große Geschlossenheit – alle kommen.“ Nach seiner Krankheit, so Alex Mumbru, gehe es ihm jetzt besser: „Ich bin ein neuer Alex, weil ich einer sehr ernsten gesundheitlichen Situation nahe war. Natürlich versuche ich, die schwierigen Momente hinter mir zu lassen, und ich bin glücklich, jetzt wieder mit dem Team in diesem Fenster zusammen zu sein.“ Ein Team, mit dem er nach dem EM-Gewinn eine Beziehung habe, die nicht nur für jetzt sei – „sie gilt ein ganzes Leben“. Das gelte auch für Dennis Schröder, der „zuerst einmal ein großartiger Mensch und ein großartiger Spieler“ sei. „Er will gewinnen und tut alles, was notwendig ist, damit Deutschland gewinnt.“ Isaac Bonga wiederum, so Alex Mumbru im Podcast, sei „ganz klar ein NBA-Spieler“.     Nachfolgend die wichtigsten Aussagen von Bundestrainer Alex Mumbru im MagentaSport-Podcast „Abteilung Europameister“: Sein Rückblick auf das vergangene Jahr und die schwierige persönliche Situation: „Letztes Jahr war ein besonderes Jahr. Ich bin glücklich, weil wir die Europameisterschaft gewonnen haben und alles, was dazugehört. Aber körperlich habe ich sehr gelitten. Ich bin ein neuer Alex, weil ich einer sehr ernsten gesundheitlichen Situation nahe war. Ich war viele Tage im Krankenhaus. Jetzt geht es mir besser. Natürlich versuche ich, die schwierigen Momente hinter mir zu lassen, und ich bin glücklich, jetzt wieder mit dem Team in diesem Fenster zusammen zu sein.“ Dennis Schröder – für Alex Mumbru „ein Gewinner“: „Dennis ist zuerst einmal ein großartiger Mensch und ein großartiger Spieler. Er ist ein Gewinner. Und ich bin ebenfalls ein Gewinner. Das war unsere erste und wichtigste Verbindung. Er will gewinnen und tut alles, was notwendig ist, damit Deutschland gewinnt. Manche sagen, er sei speziell oder schwierig. Mit mir ist das anders. Ich bin immer ehrlich zu ihm, und wir haben eine sehr gute Verbindung.“ Die Verbindung zum Team gilt für Alex Mumbru für immer: „Wenn man gemeinsam etwas gewinnt, hält die Verbindung ein Leben lang. Die Beziehung, die ich zu diesen Spielern habe, ist nicht nur für jetzt – sie gilt für mein ganzes Leben. Die Chemie dieses Teams ist unglaublich. Wenn einer Probleme hat, bin ich mir zu 100 % sicher, dass die anderen ihn unterstützen – jetzt oder in zehn Jahren. Diese Chemie ist echt.“ Isaac Bonga – ein klares NBA-Statement des Bundestrainers: „Ich sage dir ganz klar eines: Für mich ist Izzy Bonga ein NBA-Spieler. Das ist die Wahrheit. Er bringt Dinge mit, die in die NBA gehören. Manchmal sieht man Spieler, die viele Jahre in der NBA spielen, aber vielleicht nicht mehr Talent haben als manche Spieler in Europa. Aber Issy ist ganz klar ein NBA-Spieler.“ Zum Alltag als Bundestrainer zwischen den Fenstern: „Nach dem letzten Fenster bin ich für einen Monat in die USA gereist. Ich habe nicht nur die NBA-Spieler beobachtet, sondern auch College-Spieler, die möglicherweise in zukünftigen Fenstern – vielleicht schon im Juli – zur Nationalmannschaft stoßen können. Außerdem sind wir durch Deutschland gereist, haben mit Spielern gesprochen, Spiele angeschaut und das kommende Fenster vorbereitet. Ich halte es für sehr wichtig, das ganze Jahr über den Kontakt zu den Spielern zu halten.“ Der Unterschied Nationalteam vs. Club: „Die Spieler kannten sich seit vielen Jahren. Sie sind wie eine Familie. Ich war der Neue, nicht sie. Deshalb ist die Verbindung so wichtig. Im Verein hat man die ganze Saison zusammen. Hier funktioniert es anders, weil in einem Jahr sehr viel passiert.“ Das Spiel gegen Kroatien: „Es wird sehr schwierig für uns. Einige EuroLeague-Spieler sind nicht dabei. Kroatien zeigt große Geschlossenheit – alle kommen. Saric aus der NBA, Hezonja aus der EuroLeague. Sie haben schon bei der Weltmeisterschaft zusammengespielt. Wir wissen, wie schwer es wird.“ Link zur Podcast-Folge: www.magentasport.de/basketball/abteilung-basketball

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DBB-Herren: Vorbereitung auf Kroatien-Spiele hat begonnen

Die Vorbereitung der deutschen Basketball-Nationalmannschaft der Herren – amtierender Welt- und Europameister – auf die beiden World Cup European Qualifiers gegen Kroatien hat heute Abend in München begonnen. Gespielt wird am Freitag, 27. Februar 2026, in Zagreb gegen Kroatien (Spielbeginn 20.00 Uhr, ab 19.45 Uhr live und exklusiv bei MagentaTV und MagentaSport) und zwei Tage später in Bonn (Spielbeginn 18.00 Uhr, ab 17.30 Uhr live und exklusiv bei MagentaTV und  MagentaSport). Noch ohne die Spieler vom FC Bayern München und ALBA BERLIN (stoßen heute Abend zum Team) sowie ohne David Krämer von Real Madrid startete das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú heute in Training. Angeführt von Welt- und Europameister Johannes Thiemann, der von Mumbrú für dieses Fenster zum Kapitän bestimmt wurde, absolvierten die anwesenden Spieler zunächst das Aufwärmprogramm von Athletiktrainer Arne Greskowiak. Anschließend wurden die Grundprinzipien des deutschen Spiels vermittelt bzw. aufgefrischt. Heute ging es noch sehr locker zu. Morgen wird die Intensität deutlich gesteigert. Hier einige Fotoeindrücke: Fotos: DBB/Berger