Toller Auftakt

Kanada – Neuseeland 107:76 (28:24, 39:14, 18:24, 22:14)

Im ersten Halbfinale des Supercups 2023 in Hamburg trafen sich die Mannschaften aus Kanada und Neuseeland. Nach anfänglichem Spiel auf Augenhöhe, zeigte sich die individuelle Qualität der Kanadier, angeführt von dem NBA-Star Shay Gilgeous-Alexander. Neuseeland konnte das Tempo zu Beginn noch mitgehen (28:26). Im Verlauf waren die Neuseeländer allerdings nicht mehr in der Lage viel entgegen zu setzen, wodurch Kanada sich zur Pause bereits eine Vorentscheidung erspielt hatte (67:38).

Nach dem Seitenwechsel blieben die Nordamerikaner das überlegene Team, die es nun etwas zurückschalteten, aber trotzdem souverän die Führung verwalteten. Die Neuseeländer hatten keine Chance aufzuholen und so sicherte sich Kanada den Finaleinzug für den nächsten Tag.

Souveräner Sieg

Deutschland – China 107:58 (25:12, 24:11, 32:18, 26:17)

Das erste Spiel der Deutschen war gegen die Auswahl aus China, rund um den erst seit kurzer Zeit für China spielenden NBA-Spieler Kyle Anderson. Von Anfang an dominierte die deutsche Mannschaft das Spiel und führte früh mit 10:4 (4.). Die Chinesen agierten ideenlos gegen die Defense des DBB-Teams, das immer wieder Turnover provozierte. Auch offensiv sorgte Deutschland für einige Highlights wie der „alley oop“ von Franz auf seinen Bruder Moritz Wagner (siehe Foto rechts). So war es beim Gang in die Kabine eine klare Sache für die Deutschen (49:23).
Die zweite Halbzeit ging genau da weiter, wo die erste aufgehört hatte. Offensiv punktete die Mannschaft nach Belieben und defensiv ließ sie sehr wenig zu. Da die Konzentration auch im Schlussviertel nicht nachließ hieß es dann am Ende sehr eindeutig 107:58 für die deutsche Mannschaft.

Chinesisches Comeback

Neuseeland – China 68:69 (22:16, 17:15, 15:19, 14:19)

Das Spiel um Platz drei fand zwischen Neuseeland und China statt. Die Halle, die bereits gut gefüllt war, fieberte beim besseren Start der Neuseeländer voll mit. China haderte mit einigen leichten Ballverlusten im Spielaufbau und sah sich früh im Hintertreffen (12:20). China verbesserte sich aber deutlich im zweiten Viertel und lag nach vier Minuten nur noch mit einem Punkt hinten. Neuseeland berappelte sich aber wieder und konnte die Führung zur Pause wieder auf acht Punkte ausbauen.
Anfang der zweiten Halbzeit war China, angeführt von Kyle Anderson im Post, deutlich aggressiver in der Offense. Auch die Verteidigung lief jetzt besser, sodass das Spiel zum vierten Viertel sich zuspitzte (50:54). Wieder setzte sich Neuseeland ab, was eine erneute Aufholjagd der Chinesen erzwang, die sie durch die Foulprobleme der Neuseeländer vollendeten (66:66). Eben durch diese Freiwürfe und auch das Hadern der Neuseeländer im Angriff, gelang den Chinesen der Comeback-Sieg und der dritte Platz.

Großartiges Finale

Deutschland – Kanada 112:113 (26:20, 23:25, 38:33, 14:23, 11:12)

Das hochkarätige Finale zwischen Deutschland und Kanada startete direkt sehr gut für die deutsche Mannschaft. Von außen lief es mit Dreiern von Obst, Franz und Schröder. Doch nach der anfänglichen Führung, hielt Kanada nun dagegen und es entwickelte sich vor ausverkauftem Haus ein toller Schlagabtausch. Für großen Jubel sorgte David Krämer, der mit der Viertelsirene den Ball aus der Drehung hinter der Dreierlinie im Korb versenkte (26:20). Nach der Viertelpause kam Kanada zu mehreren leichten Punkten. Doch die Auszeit von Gordon Herbert fruchtete und Deutschland setzte sich wieder ab. Es ging ausgeglichen weiter, wobei Deutschland die Führung zur Pause halten konnte (49:45).
Der Start in die zweite Halbzeit gelang dem DBB-Team, doch Kanada kam immer wieder zurück. Beide Teams schenkten sich nichts und rissen vor allem offensiv eine Show ab. Deutschland hielt bis kurz vor Ende des dritten Abschnittes einen zweistelligen Vorsprung, den Kanada durch einen Dreier wieder verkürzte (87:78). Das letzte Viertel war geprägt von Foulproblemen der Deutschen, bei denen Schröder Mitte des Viertels ausfoulte und Franz mit vier Fouls vorsichtig sein musste. Kanada kam weiter ins Rollen. Immer wieder war es der NBA-Star R.J Barrett, der die Kanadier in dieser Phase zum Ausgleich trug und die Overtime forcierte.

Dort wechselte die Führung stetig, doch Deutschland haderte zunehmend mit der Wurfquote. Auch im letzten Ballbesitz blieb die DBB-Auswahl glücklos und unterlag mit 112:113.

Stimmen

„Einen weiteren Schritt nach vorne machen“

„Einmal mehr bieten wir unseren deutschen Basketballfans beim Supercup vier hochattraktive Teams, die kurz vor dem World Cup ihre Bestbesetzungen aufbieten werden. Dass Teams aus vier Kontinenten vertreten sind, macht das Event noch reizvoller. Nach der großartigen EuroBasket 2022 freue ich mich auf unsere Mannschaft, die sich auch in diesem Jahr gegen die ganz ‚Großen‘ in der Welt beweisen möchte. Dazu ist der Supercup die perfekte Test-Gelegenheit“, so DBB-Vizepräsident Armin Andres.

Bundestrainer Gordon Herbert: „Es ist jetzt natürlich schwer zu sagen, wer im Sommer alles dabei sein wird. Wir haben einen großartigen Kern von der EuroBasket 2022 und der WM-Qualifikation. Wir wollen auf dem vergangenen Jahr aufbauen, einen weiteren Schritt nach vorne machen. Die Spieler haben alle eine sehr große Bereitschaft gezeigt und eine Menge geopfert. Wir sind im zweiten Jahr eines Drei-Jahres-Zyklus und da ist der Supercup ein sehr guter Test auf dem Weg zum FIBA World Cup. Kanada mit Nick Nurse, einem der besten Head Coaches in der NBA, ist ein sehr talentiertes Team mit einigen sehr guten NBA-Spielern wie z.B. Jamal Murray oder Shai Gilgeous-Alexander oder auch sehr guten Spielern, die in Europa unter Vertrag stehen. Kanada hat die meisten NBA-Spieler nach den USA und zählt für mich zu den Anwärtern auf eine WM-Medaille. Neuseeland ist eines der ‚dark horses‘ im Weltbasketball. Bei der Aufzählung der besten Teams wird Neuseeland oft vergessen, dabei wird dort sehr guter Basketball gespielt. China wird gecoacht von meinem guten Freund Sasa Djordjevic, einem der besten europäischen Spieler aller Zeiten. Insgesamt haben wir drei hochklassige Gastteams mit sehr unterschiedlichen Basketballstilen beim Supercup. Das sollte sehr interessant werden und darauf freue ich mich sehr.“

Hamburgs Sportsenator Andy Grote: „Mit dem Supercup kommt auch 2023 eines der hochkarätigsten Basketball-Events nach Hamburg. Das deutsche Team erwartet auf dem Weg zur Weltmeisterschaft mit China, Kanada und Neuseeland drei starke WM-Konkurrenten mit herausragenden NBA-Spielern. Für alle Basketball-Fans wird der Auftritt der internationalen Top-Teams aus vier Kontinenten ein absolutes Highlight dieses Sportsommers.“

 

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In Berlin: Basketball-Leckerbissen im Doppelpack!

Das nennt man einen echten Basketball-Leckerbissen! Und das auch noch im Doppelpack! Deutschlands Weltmeister-Herren und die Olympia-Damen an einem Tag in einer Arena! Da dürfen einem schon einmal die Superlative ausgehen! Am Freitag, 19. Juli 2024, testen die beiden deutschen Olympia-Teams in der Uber Arena in Berlin – Finalrundenarena der EuroBasket 2022. Tickets für den Double-Header sind ab sofort im DBB-Ticketshop erhältlich. Die Damen eröffnen das Berliner Basketballfest um 17:15 Uhr gegen Nigeria, bevor die Weltmeister um 20:00 Uhr gegen Japan antreten. Für alle vier Olympiateilnehmer sind die Begegnungen wenige Tage vor dem Beginn der Olympischen Spiele absolute Härtetests. Das sollten sich die deutschen Basketball-Fans nicht entgehen lassen. Weltmeister gegen Asiens Nr. 1 Deutschland gegen Japan! Weltmeister gegen Asiens Nr. 1! Die deutschen NBA-Stars Dennis Schröder, Franz und Moritz Wagner und Daniel Theis gegen große Qualität auf japanischer Seite mit den NBA-Akteuren Rui Hachimura und Yuta Watanabe oder auch dem starken Center Joshua Hawkinson. Das alles in einer großartigen, stimmungsvollen Arena mit 14.000 Zuschauern … Mehr kann man vom letzten Testspiel der DBB-Herren auf deutschem Boden vor den Olympischen Spielen in Paris kaum erwarten. DBB-Damen gegen Afrikas Olympiateam Deutschland gegen Nigeria. Das deutsche Damen-Team um Satou Sabally, Nyara Sabally, und Leonie Fiebich gegen die Top-Mannschaft aus Afrika. Beide Teams haben für das Olympische Basketballturnier richtig starke Vorrundengruppen in Lille erwischt. Deutschland versucht, gegen die USA, Belgien und Japan ins Viertelfinale nach Paris vorzustoßen, während es Nigeria mit Australien, Frankreich und Kanada nicht minder schwierig erwischt hat. Auch unter diesem Gesichtspunkt dürfen sich die Damenbasketballfans auf eine hochinteressante Partie zwischen zwei Außenseitern bei Olympia freuen. Außenseiter, die aber in jedem Spiel gegen die vermeintlichen Favoriten einen ganz gefährlichen Gegner darstellen. „Ganz besondere Nacht des Basketballs!“ „Das ist eine großartige Gelegenheit für uns, vor heimischem Publikum zu spielen, bevor wir zu den Olympischen Spielen aufbrechen. Ein Spiel gegen eine andere Mannschaft, die in Paris dabei sein wird, ist eine hervorragende Vorbereitung auf das, was vor uns liegt. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, unser Team in Berlin zur gleichen Zeit wie die Herren zu präsentieren. Das wird eine ganz besondere Nacht des Basketballs“, sagt Bundestrainerin Lisa Thomaidis. „Zunächst einmal ist es eine tolle Sache, dass wir es geschafft haben, unsere beiden Olympiatams an einem Tag am selben Ort zu präsentieren. Da ist dann nun wirklich für jeden deutschen Basketballfan etwas dabei, und das wenige Tage vor den Olympischen Spielen. Die Damen werden erstmals komplett sein, denn die WNBA-Spielerinnen stoßen kurz vorher zum Team. Insofern wird die Partie gegen Nigeria von besonders großer Bedeutung sein. Ich kann Ihnen unseren ‚double header‘ nur sehr ans Herz legen“, sagt Armin Andres. Team Deutschland Damen Was war das für ein Drama im Februar diesen Jahres im brasilianischen Belem! Die Olympiaqualifikation hing für die deutschen Damen vor dem abschließenden und entscheidenden Spiel gegen Brasilien am seidenen Faden. Beide Sabally-Schwestern waren stark angeschlagen, bissen für den großen Traum Olympia aber die Zähne zusammen und warfen sich in das bisweilen überharte Geschehen. Auch die Tatsache, dass man sich eine Niederlage mit bis zu sieben Punkten Differenz hätte leisten können, trug vorab nur wenig zur Beruhigung bei. Es war eine echte Schlacht. Satou Sabally spielte phasenweise wegen ihrer Schulterverletzung nur mit einem Arm, Leonie Fiebich und Marie Gülich fanden sich ob der brasilianischen Härte mehrfach auf dem Hallenboden wieder, die DBB-Damen behielten aber über weite Strecken des Spiels die Kontrolle. Bis dann gegen Ende die Kräfte schwanden und Brasilien kurz vor dem Ende bei eigener Vier-Punkte-Führung und Ballbesitz seine Chance witterte. Doch Deutschland schlug zurück, vermied mit Glück und Geschick eine Verlängerung und setzte sich am Ende sogar noch mit 73:71 durch. Olympia war erreicht! In diesem Sommer darf man nun mit einer weitestgehend unveränderten Formation rechnen. Das wichtigste wird sein, dass alle Spielerinnen gesund bleiben. Team Nigeria Die nigerianischen Korbjägerinnen erreichten die Olympischen Spiele Paris 2024 weitaus unspektakulärer. Bereits die erste Partie zwischen Nigeria und Afrika-„Kollege“ Senegal gab beim Olympischen Qualifikationsturnier (OQT) in Antwerpen/BEL den Ausschlag, da beide afrikanischen Teams bei Weitem nicht an die weitern Konkurrenten USA und Belgien heranreichten. Zunächst gab der Senegal allerdings den Ton an, führte direkt nach dem Seitenwechsel mit 49:37 und dann noch in der 29. Minute mit 57:49. Der entscheidende Rest der Begegnung gehörte dann allerdings Nigeria, das mit einem 11:0-Lauf in Führung ging (57:60, 33.) und diese nicht mehr abgab, auch wenn es bis in die Schlussminuten äußerst spannend blieb (65:67, 38.). Schließlich setzte sich Nigeria mit 72:65 durch und durfte bereits nach dem ersten von insgesamt sechs Qualifikationsspielen in Antwerpen jubeln. Auffälligste Akteurin war die 188cm große Amy Okonkwo, die bei Landerneau Bretagne Basket in Frankreich spielt und beim OQT auf durchschnittlich 15,3 Punkte und sechs Rebounds kam. In jedem Fall wird sich das nigerianische Team sehr athletisch und physisch präsentieren. „Interessantes Spiel für uns und die Fans“ „Es ist immer großartig in Berlin zu spielen. Natürlich besonders für unsere Spieler, die in Berlin geboren wurden oder für ALBA spielen oder gespielt haben. Sie können vor ihren Familien und Freunden spielen. In unserem letzten Vorbereitungsspiel auf deutschem Boden möchten wir eine richtig gute Leistung zeigen. Das japanische Team wird besser und besser, es hat gerade gegen China gewonnen. Dass sich Japan für die Olympischen Spiele qualifiziert hat, zeigt die Qualität der Mannschaft. Das wird sicher ein sehr interessantes Spiel für uns und natürlich für die Fans in der Arena. Die Japaner spielen einen unterschiedlichen Stil und sie kommen mit zwei NBA-Spielern“, sagt Bundestrainer Gordon Herbert. „Unser letztes Testspiel auf deutschem Boden vor Olympia ist sicher nochmal ein echter Höhepunkt. Die Japaner haben sich in den vergangenen Jahren enorm verbessert und bei der WM tolle Leistungen gezeigt. Jetzt wird noch NBA-Star Rui Hachimura mit dabei sein und die Japaner zu einem sehr gefährlichen Gegner machen. Wir freuen uns sehr auf das Spiel und kommen immer wieder gerne in die Berliner Arena zurück“, so der für Leistungssport zuständige DBB-Vizepräsident Armin Andres. Team Deutschland Herren In diesem Sommer darf man – immer vorausgesetzt, es gibt keine Verletzungen – nahezu das gleiche deutsche Team erwarten wie beim WM-Triumph im vergangenen September. Auf jeden Fall tritt das DBB-Team in Berlin mit der dann stärksten Besetzung an, denn schon eine Woche später beginnen die Olympischen Spiele in Paris. Die NBA-Spieler wie auch die EuroLeague-Akteure oder die Korbjäger aus der BBL und anderen europäischen Ligen haben sich allesamt für insgesamt drei Jahre „committet“, der deutschen Nationalmannschaft uneingeschränkt zur Verfügung zu stehen. Nach den großartigen Erfolgen (Bronze EuroBasket 2022 in Deutschland | Gold World Cup 2023 in Manila) hat sich der amtierende Weltmeister auch für Paris 2024 einiges vorgenommen. Doch wie drückte es Deutschlands Dreierspezialist Andreas Obst unlängst aus: „Jetzt laufen wir mit der Zielscheibe auf dem Rücken herum. Jeder möchte unbedingt den Weltmeister schlagen!“ Das Herbert-Team wird alles daran setzen, dass das möglichst niemandem gelingt. Team Japan Nicht viele hätten der japanischen Nationalmannschaft wohl eine solch positive Entwicklung wie in den vergangenen Jahren zugetraut. Doch einhergehend mit der generellen und rasant verlaufenden Professionalisierung im japanischen Verband und in der japanischen Liga haben sich auch die japanischen Herren immer weiter gesteigert. Selbst ohne ihren absoluten Topstar Rui Hachimura von den Los Angeles Lakers schaffte das Team beim World Cup den Sprung nach Paris 2024 und entfachte bei seinen Auftritten nicht nur auf Okinawa wahre Begeisterungsstürme. Unlängst gelang den Japanern im Rahmen der Asiencup-Qualifikaton ein 76:73-Erfolg gegen den asiatischen Erzrivalen China, der erste Sieg seit 88 (!) Jahren. Also ein wahrhaft historisches Ereignis. Sollten die Japaner in Paris in ihrer Topbesetzung auflaufen können, darf man der Mannschaft durchaus etwas zutrauen. Ein Sprung ins Viertelfinale scheint jedenfalls nicht ausgeschlossen. Fünf offizielle Spiele bei den Herren Die Länderspielgeschichte von Deutschland und Japan besteht aus fünf offiziellen Spielen. Deutschland gewann vier Mal und musste eine Niederlage einstecken (Korbverhältnis 406:316). Die Niederlage datiert von einem Testspiel am 24. August 2019, als die DBB-Auswahl kurz vor dem World Cup in China vor 20.000 Zuschauern in Saitama mit 83:86 unterlag. Das bisher letzte Spiel fand beim World Cup 2023 in Okinawa statt, Deutschland siegte am 25. August 2023 mit 81:63. In Berlin spielte eine deutschen Herren-Nationalmannschaft bisher 56 Mal, 26 Spiele wurden gewonnen. Ein offizielles Spiel bei den Damen Zwischen den Damen-Nationalmannschaften von Deutschland und Nigeria gab es bisher erst ein offizielles Länderspiel. Am 30. Juli 20024 traf man sich bei einem Turnier in Ankara/TUR. Es ging knapp zu, Nigeria gewann mit 75:73, Linda Fröhlich führte das deutsche Team mit 18 Punkten an. Tickets Tickets für die Länderspiele gibt es in unserem DBB-Ticketshop. Telefonisch: 01806 997724 (0,20 € Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 0,60 € Anruf aus den Mobilfunknetzen) Sowie an allen CTS Eventim VVK-Stellen.

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Olympia: Spielzeiten der DBB-Teams festgelegt

Der Basketball-Weltverband FIBA hat die Spielzeiten für die Vorrundenpartien der beiden Olympischen Basketballturniere festgelegt. Den Link zur vollständigen Übersicht finden Sie unten. Hier die Termine für die beiden deutschen Olympiateams: Damen Montag, 29. Juli 2024 13.30 Uhr: Deutschland – Belgien Donnerstag, 01. August 2024 11.00 Uhr: Deutschland – Japan Sonntag, 04. August 2024 17.15 Uhr: Deutschland – USA Herren Samstag, 27. Juli 2024 13.30 Uhr: Deutschland – Japan Dienstag, 30. Juli 2024 21.00 Uhr: Deutschland – Sieger OQT Lettland Freitag, 02. August 2024 21.00 Uhr: Deutschland – Frankreich Olympia-Spielpläne Damen und Herren

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DBB-Teams: Olympia-Gegner stehen fest

Heute Abend sind im „The Patrick Baumann House of Basketball“ der FIBA im schweizerischen Mies die Basketball-Vorrundengruppen (in Lille)  für die Olympischen Spiele Paris 2024 ausgelost worden. Unter den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss und DBB-Vizepräsident Armin Andres erwischten die beiden deutschen Teams dabei die erwartet schwierigen Aufgaben. Die australische WNBA-Legende Penny Taylor und der ehemalige NBA-Superstar Carmelo Anthony (USA) bescherten den deutschen Teams folgende Gegner: Die DBB-Damen messen sich in Gruppe C mit den USA, Japan und Belgien, während die DBB-Herren in Gruppe B auf Frankreich, Japan und den Gewinner des Olympischen Qualifikationsturnieres in Lettland (BRA, CAM, GEO, LAT, MNE, PHI) treffen. Hier das vollständige Auslosungsergebnis: Damen Gruppe A: Serbien, Spanien, China, Puerto Rico Gruppe B: Kanada, Nigeria, Australien, Frankreich Gruppe C: Deutschland, USA (04.08.2024), Japan (01.08.2024), Belgien (29.07.2024) Herren Gruppe A: Australien, Sieger OQT Griechenland, Kanada, Sieger OQT Spanien Gruppe B: Frankreich (02.08.2024), Deutschland, Japan (27.07.2024), Sieger OQT Lettland (30.07.2024) Gruppe C: Serbien, Südsudan, Sieger OQT Puerto Rico, USA Olympia-Spielplan Damen Olympia-Spielplan Herren „Beeindruckende Gruppe“ Damen-Bundestrainerin Lisa Thomaidis sagte: „Das ist definitiv eine beeindruckende Gruppe von Gegnern, gegen die wir bei den Olympischen Spielen antreten werden. Wir freuen uns auf die Herausforderung, die vor uns liegt.“ „Vom ersten Moment an voll da sein“ Herren-Bundestrainer Gordon Herbert sagte: „Es ist eigentlich egal, in welche Gruppe man gelost wird. Schwierig ist es in jedem Fall. Man muss vom ersten Moment an voll da sein, es sind nur drei Spiele. Viele werden sagen, dass die Gruppe A die schwierigste sein wird. Wir müssen auf jeden Fall gut spielen, um ins Viertelfinale zu kommen. Voll fokussiert und bestens vorbereitet.“ Modus – „The road to Gold“ So funktioniert bei den Olympischen Spielen das Wettbewerbssystem im Basketball: Gruppenphase Bei beiden Turnieren werden die zwölf Mannschaften in drei Gruppen (A, B und C) mit jeweils vier Mannschaften aufgeteilt. Während dieser Phase des Wettbewerbs spielt jede Mannschaft gegen alle anderen Mannschaften ihrer Gruppe (insgesamt drei Spiele für jede Mannschaft). Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe sowie die beiden besten Drittplatzierten der Gruppenphase qualifizieren sich für die Endrunde. Die übrigen vier Mannschaften nehmen nicht mehr am Wettbewerb teil. Finalrunde Nach Abschluss der Gruppenphase werden die Paarungen für das Viertelfinale ausgelost. Die qualifizierten Mannschaften werden in vier Töpfe aufgeteilt. Die kumulative Rangliste zwischen den drei Gruppen, die gemäß den offiziellen FIBA-Basketballregeln, Kapitel D – Klassifizierung von Mannschaften, erstellt wird, weist den acht für das Viertelfinale qualifizierten Mannschaften die Plätze 1 bis 8 zu. Topf D besteht aus den beiden bestplatzierten Mannschaften, Topf E aus den dritt- und viertplatzierten Mannschaften, Topf F aus den fünft- und sechstplatzierten Mannschaften und Topf G aus den siebt- und achtplatzierten Mannschaften. Die Mannschaften aus Topf D werden den Mannschaften aus Topf G zugelost und die Mannschaften aus Topf E werden den Mannschaften aus Topf F zugelost. Mannschaften aus der gleichen Gruppe in der Gruppenphase können im Viertelfinale nicht gegeneinander gelost werden. Die vier Sieger der Viertelfinals qualifizieren sich für das Halbfinale (Plätze 1-4). Die Sieger der Viertelfinalspiele der Mannschaften aus Topf D können in den Halbfinalspielen nicht gegeneinander antreten. Die vier im Viertelfinale ausgeschiedenen Mannschaften nehmen nicht mehr am Wettbewerb teil. Die Einstufung der Mannschaften auf den Plätzen 5 bis 8 erfolgt nach den offiziellen FIBA-Basketballregeln.

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DBB-Herren: „Rückspiel“ gegen Frankreich

Ein riesiges Basketballfest steht bevor, wenn die deutsche Herren-Nationalmannschaft – amtierender Weltmeister – am Samstag, 06. Juli 2024, in der dann restlos ausverkauften LANXESS arena auf Vize-Olympiasieger Frankreich trifft (unser Vorbericht). Nur zwei Tage später kommt es bereits zum „Rückspiel“. Das Team von Bundestrainer Gordon Herbert reist gemeinsam mit den Franzosen nach Montpellier, um dort am Montag, 08. Juli 2024, in der Sud de France Arena erneut gegen Frankreich zu spielen. Tickets Tickets für die „Revanche“ gibt es unter billetterie.ffbb.com. Bei Basketballspielen passen etwa 10.000 Zuschauer:innen in die Arena.

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Laureus World Sports Award: DBB-Herren auf der „Team of the Year“-Liste

Für weitere Informationen und die vollständige Liste der Nominierten, click here Pressemitteilung (gekürzt) MADRID, 26. FEBRUAR 2024 – Die Nominierungen für die 25. Verleihung der Laureus World Sports Awards wurden heute bekannt gegeben. Damit läuft der Countdown für die prestigeträchtigste Nacht des Sports, die am 22. April 2024 in Madrid stattfindet. Der Laureus-Preis gilt als „ultimativer globaler Athletenpreis“ und ist nach wie vor das Maß aller Dinge für die Stars des Weltsports, die jedes Jahr darauf hoffen, sich in die Liste der Gewinner einzureihen, zu der auch die ganz Großen des Sports gehören. Die offizielle Bekanntgabe der Nominierungen fand in der historischen Casa de Correos in Madrid statt, dem Sitz des Präsidiums der Gemeinschaft Madrid, in Anwesenheit von Vertretern der Gastgeber der Awards, darunter die Präsidentin der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso, und der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida. Ebenfalls anwesend bei der Bekanntgabe waren die internationalen Sportlegenden und Laureus-Akademie-Mitglieder Luís Figo, Ruud Gullit, Nawal El Moutawakel und Alessandro Del Piero. Sechs Nominierungen wurden in jeder der traditionellen sieben Award-Kategorien von den 1 300 Mitgliedern des globalen Laureus-Mediengremiums und – im Falle des Preises für die Laureus World Sportsperson of the Year with a Disability – durch eine Abstimmung des Internationalen Paralympischen Komitees ausgewählt. Neben den Elite-Kategorien wird der Laureus Sport for Good Award an ein Programm vergeben, das die inspirierenden Worte des ersten Laureus-Schirmherrn Nelson Mandela widerspiegelt, der sagte, dass „Sport die Macht hat, die Welt zu verändern“. Was diese Auszeichnungen jedoch einzigartig macht, ist die letzte Stufe des Bewertungsverfahrens: die Abstimmung durch die 69 Mitglieder der Laureus World Sports Academy – Olympiasieger, Weltrekordler, Athleten, die ihre Sportart neu definiert haben und die nun die ultimative Jury für sportliche Größe bilden. (…) Bei den Nominierten für den Laureus World Team of the Year Award handelt es sich um Gewinnerteams, die im Jahr 2023 ganz neue Dimensionen des Erfolgs erreicht haben. Die spanische Frauen-Fußballnationalmannschaft schlug England und gewann ihre erste Weltmeisterschaft nach einem Turnier, das dem Frauenfußball zu neuer Popularität verhalf. Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren, angeführt vom besten Spieler des Turniers, Dennis Schröder, gewann ein packendes Halbfinale der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft gegen die USA, bevor sie sich den Titel gegen Serbien sicherte. Manchester City hat in einer unvergesslichen Saison, in der auch die Premier League und der FA Cup gewonnen wurden, endlich die Champions League gewonnen. Die Springboks gewannen ihre vierte Rugby-Weltmeisterschaft in dramatischer Weise und besiegten Neuseeland in einem denkwürdigen Finale mit nur einem Punkt Vorsprung. Oracle Red Bull Racing war auf dem Weg zur zweiten Konstrukteurs-Weltmeisterschaft in Folge mit Siegen in allen Rennen (bis auf eines) der Perfektion nahe. Das europäische Ryder-Cup-Team besiegte die USA in Rom mit 16 ½ zu 11 ½ und begann dabei mit einem klaren 4:0-Sieg in der ersten Foursomes-Session. (…) (Quelle: Laureus World Sports Award)

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DBB-Herren unterliegen Bulgarien

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat das zweite Spiel im Rahmen der Qualifikation zur FIBA EuroBasket 2025 verloren. Drei Tage nach dem Auftakterfolg gegen Montenegro unterlag das Team von Bundestrainer Gordon Herbert in der Arena Botevgrad gegen Bulgarien mit 62:67 (19:7, 8:21, 18:11, 17:28). Weiter geht es mit der EM-Qualifikation im kommenden November, wenn zwei Spiele gegen Schweden auf dem Programm stehen. Der amtierende Weltmeister hat trotz der Niederlage eine gute Ausgangsposition. Guter Start Gegenüber dem Spiel gegen Montenegro musste Herbert seine Starting Five etwas umbauen. Für den fehlenden Nick Weiler-Babb (Trauerfall) rückte Nelson Weidemann in die Startformation mit David Krämer, Jonas Mattisseck, Oscar Da Silva und Jonas „Wobo“ Wohlfarth-Bottermann. Tim Schneider stand heute nicht im Kader. Hektisch ging es in der engen, mit 2.000 lautstarken bulgarischen Fans vollbesetzten Arena Botevgraf los. Ein richtig stark beginnender Mattisseck und Da Silva ließen sich aber nicht beirren und warfen ihr Team mit 12:4 in Front (5.). Bulgarien versuchte es ohne viel Erfolg immer wieder aus der Distanz. Max Di Leo und Christian Sengfelder machten den guten Start mit Punkten zum 16:4 perfekt (7., Auszeit Bulgarien). Eiskalt netzte Malte Delow einen Dreier, es lief richtig gut bis dahin. Nach dem ersten Viertel durfte man von einem guten Start sprechen (19:7). 0:13-Lauf Deutschland leistete sich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zu viele Fehler (Ballverluste, Fouls). Das brachte die Gastgeber besser ins Spiel (19:15, 12.). Die Arena war sofort mit voller Lautstärke da, die DBB-Auswahl wirkte beeindruckt. Herbert nahm kopfschüttelnd seine erste Auszeit. Erst nach 13 unbeantworteten Punkten der Bulgaren schaffte es der amtierende Weltmeister durch Louis Olinde an der Freiwurflinie wieder auf das Scoreboard (21:20, 14.). Es ging auch weiterhin auf beiden Seiten sehr zerfahren zu, ein richtiger Spielfluss kam nicht zustande. Defensiv erholte sich das DBB-Team etwas, aber offensiv wollte nicht viel gelingen (23:22, 16.). Bulgarien ging wieder in Führung, Deutschland bekam keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Delow beruhigte die Nerven mit einem schönen Move zum 27:24 (18.), Auszeit Bulgarien. Bis zum Seitenwechsel waren die Bulgaren wieder knapp vorne, es bahnte sich ein heißer Tanz nach der Pause an (27:28). Weiterhin hektisch Wieder waren es Mattisseck und Da Silva, die vorangingen und für die 31:28-Führung sorgten (21.). Doch mehr wollte einfach nicht fallen, das galt aber für beide Teams. Die Führung wechselte erneut an der Freiwurflinie, und dann wieder durch Da Silva. Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft, ein Basketball-Leckerbissen war es nun wahrlich nicht (33:32, 25.). Bulgarien witterte seine Chance, Herbert brachte Bennett Hundt zur Ordnung der Offensive. Bulgarien nutzte das Momentum zum 33:37 (26.), Sengfelder und Da Silva „reparierten“ aber umgehend (37:37, 27.). Die Hektik wollte einfach nicht raus aus dem Spiel, Hundt traf einmal an der Freiwurlinie. Delow versenkte einen ebenso wichtigen wie ganz wilden Dreier, der zum Spiel passte, und legte einen Korbleger nach (45:39, 30.). Durchatmen vor dem Schlussviertel! Letzte Chance weggeworfen Bulgarien kam besser in den Schlussabschnitt, verkürzte auf 45:42 (32.). Mattisseck nahm ein schmerzhaftes Offensivfoul gegen Bulgariens Miller-Mcintyre an, aber vorne gingen ein paar „einfache“ Würfe daneben. Deutschland konnte sich nicht vom Gegner absetzen. Im Gegenteil, der übernahm wieder die Führung (45:46, 33.). Die Arena stand Kopf, als Bulgarien einen Dreier zum 45:49 versenkte und damit einen 10:0-Lauf schaffte, Auszeit Deutschland. Krämer erzielte seine ersten Punkte im Spiel per Freiwurf, Mattisseck musste mit einem „Pferdekuss“ auf die Bank. Nach einem „and one“ von Da Silva lagen die Gäste wieder vorne, die Spannung war jetzt greifbar (50:49, 34.), Auszeit Bulgarien. Miller-Mcintyre brachte die Führung wieder auf die Heimseite, während Deutschland in der Offensive weiterhin viel liegen ließ. Olindes Dreier sorgte wieder für Energie (54:52, 37.). Das DBB-Team um Kontrolle bemüht aber mit zwei Turnovern in Folge, wodurch Bulgarien vor der Schlussminute mit fünf Punkten in Front lag (59:54). Krämer konterte Bulgariens Körbe mit zwei Putbacks (58:61, 39.) In den letzten dreißig Sekunden lag die deutsche Mannschaft mit vier Punkten hinten, verkürzte nach einem Freiwurf von Krämer und klaute den Bulgaren erst den Ball, um ihn Bruchteile später wieder zu verlieren und den Gastgeber per Foul an die Linie zu schicken. Krämers Dreier kurz vor dem Buzzer kam zu spät und änderte nichts an der 62:67-Niederlage. „Haben Gegner stark gemacht“ Gordon Herbert: „Wir müssen anerkennen, dass Bulgarien heute in den entscheidenden Momenten griffiger war. Wir sind gut gestartet, hatten dann aber enorme Probleme Punkte zu generieren. Auch im Verlauf der zweiten Halbzeit haben wir unseren Rhythmus nicht gefunden und somit Bulgarien Selbstvertrauen gegeben.“ Louis Olinde: „Wir haben heute die Struktur vermissen lassen und haben energielos gewirkt. Bulgarien war dann im Spiel und kam mit der Halle im Rücken immer besser zurecht. Defensiv war es in Ordnung, aber offensiv sind wir deutlich unter unseren Möglichkeiten geblieben. “ Boxscore Fotos: FIBA Für Deutschland spielten Name Punkte Verein Oscar Da Silva 15 FC Barcelona/ESP Bennet Hundt 1 MLP Academics Heidelberg Jan Niklas Wimberg 2 FC Bayern München Basketball Max DiLeo 2 EWE Baskets Oldenburg Nelson Weidemann 0 FC Bayern München Basketball Jonas Mattisseck 11 ALBA Berlin Louis Olinde 5 ALBA Berlin Jonas Wohlfarth-Bottermann 1 Veolia Hamburg Towers Lukas Wank 0 EWE Baskets Oldenburg Malte Delow 10 ALBA Berlin Christian Sengfelder 4 Telekom Baskets Bonn David Krämer 11 Fundacíon CB Granada

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DBB-Herren in Bulgarien

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft bereitet sich im bulgarischen Botevgrad auf die morgige Partie im Rahmen der Qualifikation zur EuroBasket 2025 vor. Die Anreise aus Ludwigsburg zum etwa 60 Kilometer von der bulgarischen Hauptstadt Sofia entfernten Spielort verlief bis kurz vor dem Ziel problemlos, ehe ein Stau auf der Autobahn noch für eine Verzögerung von etwa 45 Minuten sorgte. Untergebracht ist das Team im sehr gut ausgestatteten Hyatt Regency Pravets Resort, wo es noch ein spätes Abendessen gab, ehe es auf die Zimmer ging. Heute morgen wurde das Team von strahlendem Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen begrüßt. Einige Delegationsmitglieder „wagten“ sich zum Frühstück sogar auf die Terasse direkt am kleinen See, der an der Hotelanlage liegt. Anschließend bat Bundestrainer Gordon Herbert zum 90-minütigen intensiven Training. Herbert warnte in seiner Ansprache eindringlich davor, „sich nach dem Sieg gegen Montengro zu wohl zu fühlen“. Es sei eine komplett neue Situationin Bulgarien, Montenegro sei Vergangenheit. In diesem Zusammenhang erinnerte er an eine Partie im November 2022, als man nach einem Sieg gegen Finnland und der damit verbundenen WM-Qualifikation in Slowenien verloren hatte. Im Training wurde sich intensiv mit dem eigenen Spiel und dem des Gegners beschäftigt. Dies geschah sowohl im 5-0 als auch in einigen 5-5-Abschnitten. Und natürlich wurden auch viele Würfe genommen. Nach dem Spiel in Ludwigsburg waren Nick Weiler-Babb (Trauerfall in der Familie) und Johann Grünloh (Aus dem Kader gestrichen) abgereist. Die verbliebenen 13 Spieler sind mit in Bulgarien. Wie genau das deutsche Aufgebot für das morgige Spiel aussieht, wird heute Abend im sogenannten „Technical Meeting“ festgelegt. Bulgarien unter Druck Die Bulgaren stehen vor eigenem Publikum gegen Deutschland bereits gehörig unter Druck, verlor man doch die Auftaktpartie in Schweden mit 70:84 (22:29, 21:21, 12:12, 15:22). Dabei liefen die Bulgaren den frühen 0:7- und 3:9-Rückständen über das gesamte Spiel hinterher. Das Resultat täuscht allerdings etwas über den Spielverlauf hinweg, denn noch beim 55:60 (28.) oder 68:75 (38.) gab es durchaus Gelegenheiten für Bulgarien, dem Spiel eine Wende zu geben. Beste Werfer beim morgigen Gegner des DBB-Teams waren der eingebürgerte Point Guard Codi Miller-Mcintyre (21, 7/11 2PTS), Small Forward Hristo Zahariev (18, 3/6 3PS, 8 REB) und Shooting Guard Pavlin Ivanov (10, 4 AST). Forward Yordan Minchev holte sich 13 Rebounds. Modus Insgesamt wurden 32 Teams inklusive der vier Austragungsländer in acht Gruppen à vier Teams eingeteilt. Der Spielplan der Qualifiers sieht vor, dass die Spiele innerhalb drei Länderspielfenster ausgetragen werden. Jedes Team tritt jeweils einmal auswärts und zu hause gegen seine Gruppengegner an, sodass jedes Land insgesamt sechs Spiele verteilt auf drei Fenster absolviert. Die drei Fenster finden am 19. – 27. Februar 2024, 18. – 26. November 2024 und 17. – 25. Februar 2025 statt. In jeder Gruppe qualifizieren sich die drei bestplatzierten Mannschaften. In den Gruppen mit einem Austragungsland qualifizieren sich diese und die zwei bestplatzierten Mannschaften.

TeamGERvsMNE2024

DBB-Herren: Auftaktsieg in EM-Qualifikation

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Weltmeister, ist mit einem Sieg in die Qualifikation zur FIBA EuroBasket 2025 gestartet. In der Ludwigsburger MHP Arena setzte sich das Team von Bundestrainer Gordon Herbert nach einem grandiosen Start mit 85:61 (28:10, 19:20, 11:20, 27:11) gegen Montenegro durch. Am kommenden Sonntag, 25. Februar 2024, geht es mit dem Spiel in Bulgarien weiter (16.00 Uhr dt. Zeit, Botevgrad, live und kostenlos bei MagentaSport). 16:0-Start Mit David Krämer stand ein Weltmeister in der Starting Five, dazu Jonas Mattisseck, Nick Weiler-Babb, Oscar Da Silva und Jonas „Wobo“ Wohlfarth-Bottermann. 11:0 hieß es nach vier deutschen Angriffen. Da Silva sowie Mattisseck, Krämer und Weiler Babb per Dreier hatten getroffen, Auszeit Montenegro (3.). Die ausverkaufte Arena freute sich über das 13:0 von Da Silva, Malte Delow feierte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft mit einem Dreier zum 16:0 (6.). Erst danach kam der Gegner zu seinen ersten Punkten. Da Silva agierte bärenstark am Brett, auch Louis Olinde führte sich mit einem Dreier ein (25:8, 9.). Christan Sengfelder netzte ebenfalls von weit draußen, der erste Spielabschnitt war nahezu perfekt gelaufen (28:10). Monsterdunk von Krämer Das Dreierfestival ging weiter, dieses Mal war Jan Niklas Wimberg zur Stelle. Montenegro, immerhin Elfter des World Cup 2023, fand bis dahin überhaupt kein Mittel gegen die deutsche Offense (Dreier Olinde, 34:13). Die über 4.000 Zuschauer sahen ein Gästeteam, das jetzt etwas besser ins Spiel kam (36:21, 16.). Ein Monsterdunk von Krämer sorgte für einen Jubelsturm im Publikum, aber der Gegner war jetzt da (38:26, 17.), Auszeit Deutschland. Da Silva blieb konstant korbgefährlich, doch es wurde jetzt schwieriger für die DBB-Auswahl zu Punkten zu kommen. Es ging darum, einen zweistelligen Vorsprung in die Pause zu bringen. Das gelang der deutschen Mannschaft mit Bravour, unter anderem mit einem 4-Punkt-Spiel von Mattisseck (47:30). Montenegro kommt heran Wie immer wichtig: Der Start ins dritte Viertel. Weiler-Babb war nach vier Punkten des Gegners mit einem wichtigen Dreier zur Stelle (50:34, 23.). Man wollte Montenegro, das jetzt aggressiver verteidigte, nicht das Momentum überlassen. Immer wieder Da Silva brachte die gegnerische Defense ins Wanken, Wobo netzte 2/2 Freiwürfe (55:37, 25.). Deutschland warf alles ins Spiel, gab keinen Ball verloren und verteidigte den Vorsprung. Immer, wenn Montenegro heranzukommen drohte, fand das Herbert-Team bis dahin die passende Antwort. Doch man musste auf der Hut sein, denn dem Team vom Balkan war durchaus ein Lauf zuzutrauen. Der dritte Dreier von Olinde kam genau zum richtigen Zeitpunkt und hielt Montenegro auf Distanz (58:41, 28.). Die Montenegriner dachten aber gar nicht daran nachzulassen und waren zum Viertelende nach neun unbeantworteten Punkten auf 58:50 heran. Wichtiger Erfolg Jetzt galt es für die DBB-Auswahl, noch einmal alle Konzentration und alle Kräfte zu bündeln, um den so wichtigen ersten Erfolg in der Qualifikation zu sichern. Um jeden Zentimeter auf dem Court wurde gekämpft, Montenegro kam zu den ersten Punkten im Schlussabschnitt (58:52, 33.). Da Silva tippte einen Ball in den gegnerischen Korb und gab seiner Mannschaft etwas Luft. Delow brachte Deutschland noch in der selben Minute wieder zweistellig in Front, Auszeit Montenegro  (62:52). Nach Punkten von Da Silva und Olinde lag das DBB-Team mit 66:52 vorne (35.), viel sprach jetzt für einen deutschen Sieg. Es folgte das nächste defensive Big-Play, das Olinde nach Delow Assist per Dunk abschloss (70:53). Den Dagger zum Sieg traf Delow kurz darauf per Dreier selber und tütete damit den perfekten Auftakt in die EM-Quali ein (85:61). „Charakterstärke bewiesen“ Gordon Herbert: „Das heutige Spiel hat die Charakterstärke der Mannschaft bewiesen. Wir haben uns kaum Turnover geleistet und als herausragend als Team funktioniert. Oscar hat das Team in wichtigen Momente getragen und uns viel Energie gegeben. Nach unserem tollen Start, war uns bewusst das ein Run des Gegners kommen wird und wir haben diesem standgehalten.“ Oscar Da Silva: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, die sich in Kürze sehr gut zusammengefügt hat. Ich freue mich, dass ich dem Team heute besonders als offensive Stütze helfen konnte und fühle mich in der Rolle als Leader wohl.“ Boxscore Fotos: DBB/Kröger | FIBA Für Deutschland spielten Name Punkte Verein Oscar Da Silva 19 FC Barcelona/ESP Nick Weiler-Babb 10 FC Bayern München Basketball Jan Niklas Wimberg 5 FC Bayern München Basketball Tim Schneider dnp ALBA Berlin Nelson Weidemann 2 FC Bayern München Basketball Jonas Mattisseck 9 ALBA Berlin Louis Olinde 13 ALBA Berlin Jonas Wohlfarth-Bottermann 4 Veolia Hamburg Towers Lukas Wank 0 EWE Baskets Oldenburg Malte Delow 13 ALBA Berlin Christian Sengfelder 3 Telekom Baskets Bonn David Krämer 7 Fundacíon CB Granada