Weltmeister startet Titelverteidigung mit Erfolg
Die deutsche Herren-Nationalmannschaft, amtierender Basketball-Weltmeister, hat die Titelverteidigung mit einem Erfolg begonnen. Vor rund 6.000 Zuschauern in der ausverkauften ratiopharm arena in Neu-Ulm wurde heute Israel im ersten Qualifier für den World Cup 2027 in Katar mit 89:69 (26:22, 24:9, 19:22, 20:16) bezwungen. Weiter geht es für das Team von Bundestrainer Álex Mumbrú am kommenden Montag, 01. Dezember 2025, auf Zypern (18.00 Uhr dt. Zeit, ab 17.45 Uhr kostenlos bei MagentaSport). Guter Auftakt Vor Spielbeginn wurden Isaac Bonga und Justus Hollatz für ihr jeweils 50. L änderspiel geehrt. Die deutsche Startformation setzte sich heute aus Hollatz, Malte Delow, Bonga, David Krämer und Oscar Da Silva zusammen. Krämer konterte die ersten israelischen Punkte aus der Dreierdistanz, Da Silva traf zum 5:5 (2.), legte einen Dunking zur ersten deutschen Führung nach und besorgte auch das 9:5 (4.). Die DBB-Asuwahl bemühte sich um hohes Tempo, während es der Gegner eher „gemächlich“ angehen ließ. Da Silva war kaum zu stoppen und punktete zum 13:7, Auszeit Israel (5.). Jack Kayil checkte mit Punkten zum 15:7 ein, Deutschland war gut gestartet. Norris Agbakoko kam früh zu seinem Länderspieldebüt und trug sich an der Freiwurflinie sogleich in die Scorerliste ein (17:10, 6.). Carrington netzte zwei Dreier für Israel und kam besser ins Spiel, das DBB-Team verpasste einige offene Würfe (17:16, 8.), Auszeit Deutschland. Joshua Obiesie stoppte den Lauf des Gegners, aber Israel bestach jetzt aus der Ferndistanz. Mit der Schlusssirene des ersten Spielabschnitts traf Louis Olinde zum 26:22. Bonga überzeugt Bonga reboundete und verteidigte stark und war auch für das 31:24 verantwortlich (12.). Krämer machte seinem Ruf als gefährlicher Distanzschütze alle Ehre, Da Silva kassierte sein zweites Foul (34:24, 13.). Deutschland hatte jetzt sehr starke Defensesequenzen und konnte vorne und hinten auf Bonga bauen (36:24, 15.). Auch Mair Agva kam zu seinen ersten Minuten in der A-Nationalmannschaft, Mumbrú hatte bereits alle zwölf Spieler eingesetzt. Die DBB-Auswahl musste aber immer auf die Israelis aufpassen, auch wenn sie die Partie scheinbar souverän dominierte (39:31, 18.). Als Kayil stopfte, stand die Arena Kopf, dann machte Lokalmatador Christian Sengfelder das 44:31 (19.). Die letzten Minuten des zweiten Viertel gehörten eindeutig den Gastgebern, die durch einen Dreier von Obiesie mit 50:31 in Führung gingen. Boxscore wegen technischer Probleme nicht verfügbar Fotos: DBB/Berger J. | DBB/Demirel | FIBA FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers Infos, Stats, Ergebnisse, Tabellen Phasenweise begeisternd Krämer eröffnete das dritte Viertel mit einem Dunking und besorgte auch das 54:32 (22.). Es sah wirklich sehr gut aus für ein sehr harmonisch und heterogen auftretendes deutsches Team, das einfach „dran“ blieb (Dreier Hollatz, Dunk Delow: 59:32, 23., Auszeit Israel). Deutschland agierte über weite Strecken begeisternd, die Fans in der ratiopharm arena freuten sich. Anschießend versuchte man es etwas zu sehr zu „zwingen“ und spielte Israel damit in die Karten. Sechs unbeantwortete Punkte gestattete man dem Gegner, bis Da Silva wieder traf. Und Olinde einen Dreier zum 64:38 nachlegte (25.). Das kleine Zwischenhoch der Israelis war scheinbar nur ein Strohfeuer gewesen. Doch beim 67:47 holte Mumbrú sein Team zusammen und zeigte sich unzufrieden mit den Unkonzentriertheiten, die Israel wieder stärker gemacht hatten (29.). Nach 30 Minuten sprach dennoch viel für einen Sieg der deutschen Korbjäger (69:53). Dank Da Silva sicher ins Ziel Nun ging es darum, den wichtigen Erfolg sicher ins Ziel zu bringen und nicht noch in Gefahr zu geraten. Doch der Spielfluss aus der Mitte der Partie stellte sich bei den Deutschen zunächst nicht mehr ein, Israel verkürzte weiter (69:55, 32.). Der Dreier von Da Silva war Gold wert, ebenso der Lay-up von Hollatz (74:57, 33.). Da Silva war so etwas wie die Lebensversicherung für die Deutschen, die sich immer wieder auf ihn verlassen konnten. Als Delow das 80:59 erzielte (35.), glaubte kaum noch jemand an ein mögliches Comeback der Israelis. Und das blieb dann auch aus und die Gastgeber durften sich über einen guten Erfolg freuen. „Stolz auf den Coach“ Álex Mumbrú: „25 Minuten haben wir sehr gut gespielt. Dann war es eher so lala mit einigen dummen Ballverlusten. Wir haben die Rebounds kontrolliert, das war heute ganz wichtig. Ich fühle mich wieder gut und bin froh, dass ich an der Seitenlinie stehen und coachen kann. Oscar Da Silva, Isaac Bonga und Justus Hollatz werden nicht mit nach Zypern fliegen, sie brauchen ihre kleine Pause.“ David Krämer: „Das war ein gutes Spiel von uns, wir haben es Israel nicht leicht gemacht. Sie haben uns einen guten Kampf geliefert, aber wir waren sehr gut vorbereitet und haben von Beginn an gut zusammen gespielt. Rhythmus und Aggressivität haben gestimmt. Wir sind alle sehr stolz auf unseren Head Coach, der eine Menge durchgemacht hat und jetzt wieder voll bei uns ist.“ Für Deutschland spielten Name Punkte Verein Isaac Bonga 6 Partisan Belgrad/SRB Oscar Da Silva 19 FC Bayern München Jack Kayil 8 ALBA BERLIN Jonas Mattisseck 3 ALBA BERLIN Louis Olinde 4 BAXI Manresa/ESP Malte Delow 6 ALBA BERLIN Justus Hollatz 7 FC Bayern München Christian Sengfelder 8 ratiopharm ulm David Krämer 13 Real Madrid/ESP Mahir Agva 0 Yukatel Merkezefendi Belediyesi/TUR Norris Agbakoko 4 ALBA BERLIN Joshua Obiesie 11 Basketball Löwen Braunschweig