WNBL-Rückblick: TOP4 in Wolfenbüttel27. März 2017

So, nun kann auch der Headcoach des TS Jahn München nicht mehr widersprechen: Sein Team und die DJK Brose Bamberg schafften am vergangenen WNBL-Wochenende den Sprung in das TOP4 am 29./30. April (Wolfenbüttel). Nur der vierte TOP4-Teilnehmer wird noch gesucht und wahrscheinlich im TuS Lichterfelde gefunden, aber auch die OSC Junior Panthers haben noch eine Chance. In den Play-Downs konnten sich einige Teams in Sicherheit bringen.

Ergebnisse Hauptrunde Nord:
ChemCats Chemnitz – OSC Junior Panthers 65:76
Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – Metropol Girls 65:52
TuS Lichterfelde – Slammers PEAK Girls Hürth/Bonn 75:29

Tabelle Hauptrunde Nord
1. Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 8/0
2. TuS Lichterfelde 6/2
3. OSC Junior Panthers 4/4
4. Metropol Girls 3/5
5. Slammers PEAK Girls Hürth/Bonn 3/5
6. ChemCats Chemnitz 0/8

Der TOP4-Gastgeber 2017 heißt Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel! Nach dem Erfolg gegen die Metropol Girls ist der Titelverteidiger nicht mehr von Platz eins der Hauptrunde Nord zu verdrängen und empfängt nach 2015 zum zweiten Mal die WNBL-Elite vor eigenem Publikum. Die Metropol Girls (Amelie Kröner 13, Marla Krizanovic 10) erwiesen sich als der erwartet unangenehme und kampfstarke Gegner (50:48, 36. Min.), hatten aber trotz großartiger Defense einfach eine zu schwache Wurf- und Reboundquote, um den Favoriten (Nina Rosemeyer 18, Merit Brennecke 11) bis zum Schluss gefährden zu können. Die Gäste aus dem Rheinland standen in Berlin beim TuS Lichterfelde noch gar nicht richtig auf dem Spielfeld, da war die Partie schon verloren. 30:4 (!) führte TuSLi nach zehn Minuten und dominierte auch anschließend eindeutig. Victoria Poros (13), Doreen Fox (12), Meret Kleine-Beek (12) und Leyla Öztürk (12) konnten sich mit ihren Teamkolleginnen bestens für das wichtige Spiel in Osnabrück am kommenden Wochenende einspielen. Die kleine TOP4-Chance wahrten die OSC Junior Panthers (Foto unten) in einem Spiel zweier ersatzgeschwächter Teams in Chemnitz. Emma Eichmeyer (30, EFF 26) überragte einmal mehr, auch Emily Enochs (20) und Madlen Alwes (12) überzeugten beim Sieger, während bei den ChemCats Elea Gaba (23, elf Reb., EFF 25), Julia Wolfram (11) und Antonia Voigt (10) zweistellig punkteten.

Ergebnisse Hauptrunde Süd:
Main Sharks – Dragons Rhöndorf 63:51
TS Jahn München – Team Mittelhessen 81:59
DJK Brose Bamberg – SG Weiterstadt/Kronberg 61:55

Tabelle Hauptrunde Süd:
1. TS Jahn München 7/1
2. DJK Brose Bamberg 7/1
3. Dragons Rhöndorf 4/4
4. Team Mittelhessen 3/5
5. SG Weiterstadt/Kronberg 2/6
6. Main Sharks 1/7

Fast nur mit Spielerinnen des Jahrgangs 2002 traten die Dragons Rhöndorf (Franziska Prinz 13, Linda Brückner 12, Alina Dohr 10) in der Hauptrunde Süd bei den Main Sharks (ohne Jessika Schiffer) an und zeigten über fast drei Viertel eine sehr couragierte Vorstellung (55:36 Rebounds). Dann gab die Unerfahrenheit (27 Ballverluste) den Ausschlag zugunsten der Gastgeberinnen um die starke Marja Wucherer (Foto oben, 26), die von Sophie Pascu (11) zweistellige Unterstützung erhielt. Endgültig letzte TOP4-Zweifel räumte die TS Jahn München (Leonie Fiebich 21, EFF 25; Johanna Häckel 20, Emily Bessoir 14, Lea Pfeifer 12) gegen das Team Mittelhessen (Charlotte Kohl 14, Stella Reichert 10, Michaela Kucera 10) aus dem Weg. Nach drei Vierteln wurden Julia Förner und Magdalena Landwehr bei der DJK Brose Bamberg (Landwehr 19, Anika Hartmann 10) und scheinbar sicherer 54:35-Führung zum Playoff-Spiel in der 2. DBBL „abkommandiert“. Das wäre gegen eine nie aufsteckende SG Weiterstadt/Kronberg (Louisa Schmidt 15) fast noch „in die Hose gegangen“, aber ein Dreier von Kim Siebert rettete die Gastgeberinnen und machte deren erste TOP4-Teilnahme perfekt.

WNBL2017OSC-500Ergebnisse Play-Downs Nord:
BG74 Veilchen Girls – TG Neuss Junior Tigers 54:47
SV Halle Junior-Lions – Herner TC 62:85
SG ALBA/BG 2000 Berlin – TSV Hagen 1860 67:37

Tabelle Play-Downs Nord:
1. SG ALBA/BG 2000 Berlin 6/2
2. Herner TC 6/2
3. BG74 Veilchen Girls 5/3
4. SV Halle Junior-Lions 3/5
5. TG Neuss Junior Tigers 3/5
6. TSV Hagen 1860 1/7

Drei Teams sicherten sich in den Play-Downs Süd den endgültigen Klassenerhalt. Dabei hatte der Herner TC (Laura Zolper 26, EFF 32; Clara Stockhorst 15, Emilia Tenbrock 10, Nela Krizanovic 10) ebenso wenig Probleme mit den SV Halle Junior-Lions (Vanessa Herrmann 18, Lucie Albrecht 14) wie die SG ALBA/BG 2000 Berlin (Josephine Abbott 24, EFF 28; Joyce Brown 15) mit dem TSV Hagen 1860 (Kaja Scheller 18, Caterina Schneider 12). Vom Spiel in Göttingen war lediglich das Ergebnis zu erfahren. Damit geht es beim Gang in die Relegation nun noch um Halle oder Neuss, die am kommenden Wochenende in Neuss aufeinandertreffen. Halle hat das Hinspiel mit fünf Punkten Differenz gewonnen.

Ergebnisse Play-Downs Süd:
TSV 1861 Nördlingen – Pfalz Towers 69:60
SG Rosenheim/Wasserburg – USC Freiburg 61:64

Tabelle Play-Downs Süd:
1. USC Freiburg 7/1
2. Rhein-Main Baskets 5/3
3. TSV 1861 Nördlingen 5/3
4. Pfalz Towers 4/4
5. BSG Basket Ludwigsburg 2/5
6. SG Rosenheim/Wasserburg 1/8

Noch etwas unübersichtlich gestaltet sich die Lage in den Play-Downs Süd. Hundertprozentig sicher ist nur der USC Freiburg, die SG Rosenheim/Wasserburg geht in die Relegation. Mit einem Schlussspurt von drei Siegen könnte die BSG Ludwigsburg noch für ordentlich „Alarm“ sorgen. Überraschend gut verkaufte sich die SG (Sophie Perner 22, Manuela Scholzgart 10, Pauline Huber 10) gegen die Breisgauerinnen (Hiltrud Cordes 21, Luisa Nufer 19, Sophie Ouedraogo 10). Bis kurz vor dem Ende besaß man Siegchancen und zeigte eine bravouröse Einstellung. Auch mit Luisa Geiselöder (26, EFF 24) hatte Nördlingen ein ordentliches Stück Arbeit zu bewältigen, bis die Pfalz Towers (Maike Krüger 21, Elisa Maier 10, Azucena Bentz 10) bezwungen waren. Erst nach der Pause setzen sich Geiselsöder, Paula Wittig (16), Pauline Aumann (13) und Isabel Gregor (12) langsam ab und verschafften sich damit reichlich Luft im Kampf gegen die Relegation.

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