WNBL-Rückblick: Süd-Favoriten mit Mühe11. November 2019

Heute blicken wir auf einen spannenden Spieltag in der WNBL zurück. Es gab einmal mehr einige knappe Ergebnisse und besonders die Favoriten in der Süd-Gruppe mussten sich doch gewaltig strecken, um ihre jeweiligen Gegner zu distanzieren. Noch vier Teams sind ungeschlagen, fünf Mannschaften warten noch auf den ersten Saisonerfolg. Hier unser wöchentlicher Rückblick:

Vorrunde Gruppe 1 Nordwest
TG Neuss Tigers – OSC Junior Panthers 63:56
BG Bonn 92 – SteelFire 3-2-1 80:64
Metropol Girls – RheinStars Ladies Hürth 88:52

Einen richtig guten Eindruck hinterlassen bisher die TG Neuss Junior Tigers. Sie mischen nach dem Erfolg gegen die OSC Junior Panthers in der Spitzengruppe kräftig mit und treten sehr homogen auf. Gegen Osnabrück mussten Jana Schnelle (22/14 Reb./EFF 29), Leonie Oost (11) & Co. allerdings großen Widerstand überwinden. Bei den Panthers überragte Frieda Bühner (16/27 Reb!/EFF 34). Viel frischen Wind bringt auch weiterhin Aufsteiger BG Bonn 92 in die Liga. Mit SteelFire 3-2-1 wurde nach den Metropol Girls bereits der zweite Favorit bezwungen. Und das mit einer beeindruckenden Vorstellung, an der „Maskenfrau“ Julia Faller (Foto unten, 21), Karoline Steffen (18) und Greta Kröger (16) wesentlich beteiligt waren. Sarah Polleros (19/17 Reb./EFF 26) wurde sehr ordentlich beschattet und erhielt bei den Gästen zweistellige Unterstützung durch Jule Groll (17) und Johanna Mooshage (11). Die Metropol Girls zeigten sich gut erholt von der Niederlage in Bonn und dominierten den Gegner von Beginn an. Lilly Kaprolat (18/EFF 25), Amelie Kröner (17/12 Reb./EFF 28), Julia Martin (14) und Lea Enstipp (11) ließen nie einen Zweifel daran, dass die Gastgeberinnen gewinnen würden. Auf Gästeseite trafen Josephine Tautz (12) und Isabel Budenz (11) am besten.

Vorrunde Gruppe 2 Nordost
ChemCats Chemnitz – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 78:49
Junior-Lions Academy – TuS Lichterfelde 50:80
ALBA Berlin – Junior Hurricanes 80:58

Drei klare Siege gab es im Nordosten. Im dritten Viertel nutzte Titelverteidiger Chemnitz einen Einbruch der Girls Baskets und setzte sich entscheidend von den bis dahin gut mithaltenden Gästen ab. Nicole Brochlitz (21/EFF 26), Lilli Frölich (12), Luise Rohland (11) und Anica Bertram (11) waren die besten Werferinnen beim Sieger und ließen fortan nichts mehr anbrennen. Für die weiterhin dezimierten Niedersächsinnen punkteten Sina Geilhaar (16) und Lara Rohkohl (11) zweistellig. Kontinuierlich vergrößerte der TuS Lichterfelde um Lina Sontag (22/10 Reb./EFF 30), Martha Pietsch (21/EFF 28) und Tabea Fox (12) den Vorsprung in Halle. Auf Seiten der Gastgeberinnen kam lediglich Annika Schwarz (12) in „double figures“. Nicht vollzählig konnten die Junior Hurricanes in Berlin antreten, so dass es folgerichtig nichts wurde mit dem ersten Saisonerfolg. Das ebenfalls nicht komplette ALBA dominierte nach dem ersten Viertel (18:20) recht eindeutig und hatte mit Amina Kameric (19) und Nika van der Brock (18) die besten Werferinnen. Bei den Gästen lastete sehr viel Verantwortung auf den Schultern von Genevive Wedemeyer (26).

Vorrunde Gruppe 3 Mitte
Junior Dolphins Marburg – Dragons Rhöndorf 73:74
Team Mittelhessen – Main Sharks 67:50
DJK Don Bosco Bamberg – Rhein-Main Baskets 69:92

Die erwartet ausgeglichene Partie bekam das Publikum in Marburg zu sehen. Überhaupt scheint die gesamte Gruppe fünf nahezu gleichwertige Teams zu beinhalten. Rhöndorf bekam erst in einem guten Schlussabschnitt die Ballverluste in den Griff und traf dann einige „tödliche“ Würfe, der Erfolg hing aber buchstäblich bis zum letzten Angriff der Junior Dolphins am seidenen Faden. Letztlich waren die überragenden Annika Krusche (20/12 Reb.) und Lisa Kiefer (19/12 Reb./EFF 38!) etwas zu wenig, um gegen Linda Brückner (20), Nika Carstens (20), die starke Franziska Prinz (18/15 Reb) & Co. zu bestehen. Bis zum Schlussviertel ging auf Seiten der Main Sharks so gut wie nichts zusammen (34:57), erst danach gelang eine leichte Resultatsverbesserung. Nur Lina Vogt (12) traf bei den Gästen zweistellig. Das Team Mittelhessen mit Lena Dziuba (Foto oben, 14), Elisa Mevius (14), Akosue Ahmed (13) und Linn Villwock (10) überzeugte als Mannschaft. Genau wie die Rhein-Main Baskets, die alle vier Viertel in Bamberg gewannen und immer nur phasenweise größere Gegenwehr der DJK zu überwinden hatten. Paula Süssmann (19), Marlen Weber (17) und Svenja Kemper (14) waren die besten Korbjägerinnen beim Sieger, während für Bamberg Nina Kühhorn (23), Nora Hummel (10) und Katarina Hidalgo Gil (10) die meisten Punkte erzielten.

Vorrunde Gruppe 4 Süd
Pfalz Towers – TS Jahn München 64:75
USC Freiburg – BSG Basket Ludwigsburg 78:75 n.V.
Basket-Girls Rhein-Neckar – SG Royals Südwest 70:81

Zwei Topfavoriten in Schwierigkeiten. So könnte man das Geschehen im Süden umschreiben. Zumindest eine Halbzeit lang stellten hoch motiviert Pfalz Towers die TS Jahn vor größere Probleme. Ohne Furcht agierten Bianca Helmig (22), Annika Soltau (17/11 Reb./EFF 25), Annika Holzschuh (16) und ihre Teamkolleginnen, mussten aber nach der Pause die Klasse des Gegners anerkennen. Der kam hauptsächlich durch Praise Egharevba (18/11 Reb.), Sarah Lange (13), Talena Fackler (11) und Fiona Rosborough (10) zum Erfolg und bleibt ungeschlagen. Das trifft auch auf den USC Freiburg zu, der allerdings eine Verlängerung benötigte, um die Ludwigsburgerinnen zu bezwingen. Zur Halbzeit (21:43) sah noch alles nach einem Erfolg von Noreen Stöckle (27), Maria Konstantinidou (25/19 Reb.) & Co. aus, aber Freiburg nutzte letztlich mit Glück und Geschick die nachlassenden Kräfte und die Ballverluste des Gegners gerade noch rechtzeitig aus (Sophie Ouedraogo 20, Luisa Nufer 18, Emily Linder 18, Johanna Gerlinger 11). Erster Sieg für die SG Royals Südwest, die sich nach hartem Kampf in Heidelberg durchsetzte. Bei den Gastgeberinnen (Eleah Steins 16, Marie Klähn 12, Tilly Bohneberg 12, Lisa Bender 11) ärgerte man sich anschließend über das erste Viertel (9:19), das letztlich eine zu große Bürde war. Gabriela Nemcova (18), Nele Trommer (17/14 Reb.), Hannah Krull (15) und Lisa Lorenz Conrotto (11) durften nach vierzig Minuten jubeln.

Alle Ergebnisse und Tabellen finden sich hier.

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