WNBL-Rückblick: Playoffs und Playdowns komplett3. Februar 2020

Die Playoffs und die Playdowns in der WNBL sind komplett. Nach dem letzten Hauptrundenspieltag ist klar, wer im Achtelfinale (best of three) aufeinandertrifft und wer um den Klassenerhalt kämpfen muss. Der Topfavorit jedenfalls setzte ein kräftiges Statement, doch dazu später mehr:

Vorrunde Gruppe 1 Nordwest
TG Neuss Junior Tigers – SteelFire 3-2-1 71:81
Metropol Girls – OSC Junior Panthers 72:71
BG Bonn 92 – RheinStars Ladies Hürth 79:55

SteelFire 3-2-1 (5/5) hat es doch noch in die Playoffs geschafft! Mit einer Energieleistung und einem starken zweiten Viertel (26:14) machten die Gäste um Sarah Polleros (23/12 Reb./EFF 26), Sakia Czerkawski (16) und Emma Neuhaus (10) alle Träume der Junior Tigers (4/6) zunichte. Für die waren Jana Schnelle (22/10 Reb.) und Ricarda Schott (21) die spielbestimmenden Akteurinnen. Das genügte aber nicht, um den Gang in die Playdowns zu verhindern. Den ersten Gruppenplatz sicherten sich die arg dezimierten, aber bravourös kämpfenden Metropol Girls (8/2, Greta Laerbusch 17/EFF 26, Julia Martin 15, Jarla Müller 10), die ohne Lilly Kaprolat und Amelie Kröner alles in die Partie legten und schließlich in der letzten Sekunde belohnt wurden. Frieda Bühner (25/25 Reb./EFF 27), Katharina Hoffmeier (17) und Tessa Strompen (10) führten die knapp unterlegenen Gäste (7/3) an. Einen weiteren Erfolg holte sich Aufsteiger BG Bonn 92 (6/4) gegen die bedauernswerten RheinStars Ladies Hürth (0/10). Von Beginn an ließen Greta Kröger (20/EFF 29), Julia Faller (16) und Liv Ackermann (11) den Gästen keine Chance. Für die RheinStars Ladies punkteten Isabel Budenz (23) und Olivia Okpara (11/21 Reb.) am erfolgreichsten.

Vorrunde Gruppe 2 Nordost
ChemCats Chemnitz – TuS Lichterfelde 62:84
Junior-Lions Academy – Junior Hurricanes 51:61
ALBA Berlin – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 66:52

Das nennt man wohl ein klassisches „Statement“. Und das machte der TuS Lichterfelde (10/0) beim Titelverteidiger aus Chemnitz (8/2). Schon zum Seitenwechsel (22:40) war mehr als eine Vorentscheidung gefallen, auch wenn die ChemCats (Nicole Brochlitz 27, Linnea Buschbeck 13) im dritten Viertel noch einmal alles versuchten. Doch TuSLI spielte vor allem mit Lina Sontag (20/12 Reb./EFF 30), Helen Spaine (11), Martha Pietsch (11) und Tabea Fox (10) seine ganze Klasse aus und ließ keinen Zweifel mehr am deutlichen Erfolg. Ohne Sieg geht die Junior-Lions Academy (0/10, Maria Kolitscher 15, Vivien Friedenberger 12) in die Playdowns. Alles andere als komplett traten die Junior Hurricanes (2/8) an, das Spiel war sehr lange ausgeglichen, aber dann hatten die Gäste mit Louisa Moritz (14), Michelle Schischkov (13), Dayna Lorenz (10) & Co. das bessere Ende für sich. Eindeutig auch das Ergebnis des „Endspiels“ um den dritten Gruppenplatz, den sich ALBA (5/5) holte. Nach 30 Minuten hatte es noch hauchdünn 46:45 für die Berlinerinnen gestanden, ehe Clara Wilke (26), Nika van der Brock (17) und ihre Teamkolleginnen einen 20:7-Endspurt hinlegten und die Girls Baskets (5/5) um Franka Wittenberg (Foto, 14), Maja Rohkohl (14) und Lina Falk (12) noch deutlich distanzierten. Wittenberg verletzte sich im letzten Spielabschnitt, wir wünschen gute Besserung!

Vorrunde Gruppe 3 Mitte
DJK Don Bosco Bamberg – Dragons Rhöndorf 64:57
Team Mittelhessen – Rhein-Main Baskets 53:75

Drei fehlende Starting Five-Spielerinnen konnten die Dragons Rhöndorf (6/4) bei der Niederlage in Bamberg (2/8) nicht kompensieren. Zwar holten Nika Carstens (21), Linda Brückner (18), Sarah Cissé (14) & Co. gegen Ende der Partie noch einmal kräftig auf, aber das Team von Nina Kühhorn (19) und Anna Hübschmann (12) war schon zu weit enteilt. Mit einem zumindest in der Deutlichkeit niemals erwarteten Erfolg holten sich die Rhein-Main Baskets (5/5) doch noch den vierten Gruppenplatz und verdrängten die spielfreien Main Sharks. Eine bärenstarke erste Halbzeit (35:15) zeigte den ganzen Willen von Paula Süssmann (21), Lucy Voss (21) und Louisa Groth (10). Die ausgeglichene zweite Hälfte brachte dem stark ersatzgeschwächten Team Mittelhessen (7/3, Lena Dziuba 16, Linn Villwock 10) nichts mehr.

Vorrunde Gruppe 4 Süd
Pfalz Towers – Basket-Girls Rhein-Neckar 65:62
SG Royals Südwest – BSG Basket Ludwigsburg 69:77
USC Freiburg – TS Jahn München 76:82

Im Süden war bereits vor den abschließenden Spielen alles klar. Trotzdem gab es noch einmal einige umkämpfte Partien, die allemal als Härtetests für die weitere Saison taugten. Bianca Helmig war für die knapp siegreichen Pfalz Towers (6/4) mit 32 Punkten die überragende Spielerin, die von Annika Holzschuh (10) und Annika Soltau (10/11 Reb.) wirkungsvoll unterstützt wurde. Gegen Ende der Partie schrumpfte der zur Halbzeit klare Vorsprung (40:26) immer mehr, aber die Basket-Girls (2/8) mit Eleah Steins (11), Tilly Bohneberg und drei Spielerinnen mit je neun Zählern schafften die Wende nicht mehr ganz. Die Partie in Saarlouis (2/8) war nach einem Blitzstart der Ludwigsburgerinnen (7/3, 33:14) quasi schon nach dem ersten Viertel entschieden. Nach der Pause versuchten Romy Brück (16/EFF 26), Gabriela Nemcova (13) und Milla MacLeanen (10) alles, um noch eine Wende zu schaffen, doch der hohe Rückstand gegen Noreen Stöckle (18), Clara Gausepohl (16) und Maria Konstantinidou (13/11 Reb.) war eine zu große Hypothek. Knapp ging es in Freiburg zu, wo Luisa Nufer (20), Sophie Ouedraogo (18) und Emily Linder (12) am besten für den gastgebenden USC trafen. Auf Münchener Seite punkteten gleich sieben Spielerinnen zweistellig (Sandrin Renner 13, Talena Fackler 12, Elisaweta Petrukhnova 11, Olivia Borsutzki 11, Fiona Rosborough 10, Sarah Lange 10, Jessica Lange 10).

Paarungen für das WNBL-Achtelfinale (best of three, ab 16. Februar 2020)
Metropol Girls – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel
OSC Junior Panthers – ALBA Berlin
TuS Lichterfelde – SteelFire 3-2-1
ChemCats Chemnitz – BG Bonn 92
Team Mittelhessen – Pfalz Towers
Dragons Rhöndorf – USC Freiburg
BSG Basket Ludwigsburg – Junior Dolphins Marburg
TS Jahn München – Rhein-Main Baskets

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