Was machen eigentlich … die U18-Mädchen von 2018?16. April 2020

Weiter geht es heute mit unserem Blick auf die weibliche U18-Nationalmannschaft, die bei der EM 2018 in Udine/Italien den Titel gewann und damit für den größten Erfolg im deutschen Basketball-Nachwuchs sorgte. Wie ist die Karriere der Spielerinnen seit dem Triumph verlaufen, wo stehen sie heute? Heute ist Centerin Luisa Geiselsöder an der Reihe:

Unter den Körben war Geiselsöder 2018 ein ganz wesentlicher Faktor für den großen Sieg. Sie wurde gesucht und lieferte gute Stats (7 Spiele, 21,5 Min., 11,3 Pkt, 6,3 Reb, 1,4 Ast). Kein Wunder, dass auch sie gerne an die EM zurückdenkt: „Der EM-Sieg war der größte Erfolg, den ich bisher erreicht habe. Deswegen bedeutet er mir sehr viel. Damit haben wir uns ja auch für die WM qualifiziert, das erste Mal überhaupt. Ich kann das immer noch nicht wirklich realisieren, dass ich auf einer Weltmeisterschaft war und dort gegen die besten Nationen gespielt habe, vor allem gegen die USA, das ist schon etwas Besonderes. Wenn du klein bist, träumst du immer von so etwas.“

Luisa Geiselsöder legte 2018/19 eine starke Saison in der DBBL bei den XCYDE Angels aus Nördlingen aufs Parkett. In 20 Spielen kam sie auf durchschnittlich 28 Minuten, 11,1 Punkte und 5,9 Rebounds. Mit diesem „Rückenwind“ ging es in den Basketball-Sommer 2019, der für die heute 20-Jährige zu einer großen Enttäuschung wurde. Zunächst stand sie im U19-Team bei der WM in Thailand, für die man sich sehr viel vorgenommen und vielleicht sogar mit einer Medaille geliebäugelt hatte. Es wurde letztlich nur Platz 13. Die Centerin war allerdings die beste deutsche Akteurin (7 Sp., 23,7 Min, 13,9 Pkt, 6,9 Reb, 1,3 Ast, 1,3 Stl). Und auch bei der direkt anschließenden U20-EM kann man für Deutschland nur von einem bitteren Verlauf reden. Stark ersatzgeschwächt setzte es sieben Niederlagen und folgerichtig den Abstieg in die B-Division. Daran konnte auch Geiselsöder nichts ändern (23,4 Min, 12,6 Pkt, 6,9 Reb, 1,3 Ast). Trotz der Rückschläge hat sie aber durchaus auch positive Erkenntnisse mitgenommen:

„Ich habe mich durch die Erfahrung in meiner Spielweise weiterentwickelt. Das war auch der Grund, dass ich in der DBBL in der vergangenen Saison so gut mithalten konnte. Ich habe bei EM und WM etwas darüber gelernt, wie man das Spiel liest oder wie man in richtig wichtigen Spielen mental die Ruhe bewahrt statt mega aufgeregt zu sein. So eine Jugend-WM erlebst du einmal im Leben, bei mir war es zumindest so. Ich habe in der Fitness und im physischen Spiel Fortschritte gemacht und spiele jetzt auch schlauer als vorher.“

„Überragend“ darf man ohne Übertreibung die DBBL-Saison 2019/2020 von Luisa Geiselsöder nennen. Sie machte einen riesigen Sprung, war kaum zu stoppen und legte in 21 Spielen im Schnitt 30 Minuten, 18,6 Punkte, 6,1 Rebounds, 1,4 Assists und 1,1 Steals auf. Nicht zuletzt diese Leistungssteigerung lässt sie optimistisch ihre nächsten Ziele nennen: „Ich möchte mich auf jeden Fall auch im Ausland beweisen (sie wechselt zur kommenden Saison nach Frankreich – Anm. d. Red.). Natürlich ist es ein Ziel, auch mal in die WNBA zu kommen, wo ich in diesem Jahr ja die Möglichkeit habe (Draft – Anm. d. Red.). Ich hoffe, dass es klappt. Das größte Ziel ist die Euroleague, aber erst einmal möchte ich ins Ausland und vielleicht erst einmal im Europe Cup anfangen und dort zu einer Stammspielerin werden.“

Das klingt für uns nach einem Plan! Alles Gute dafür!

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