Jahresrückblick 2019 weiblicher Nachwuchs27. Dezember 2019

U15-Mädchen
Im litauischen Kaunas fand das alljährliche Ramunas Siskauskas Basketball Tournament statt. Im Rahmen des Turniers treten die weiblichen und männlichen U15 Auswahlen von vier Nationen gegeneinander an. Die vier Teilnehmer bei den Mädchen waren Litauen, Deutschland, Tschechische Republik und Polen. Die deutschen Mädchen unterlagen zum Auftakt der Tschechischen Republik mit 49:91. Am zweiten Turniertag in Litauen siegten die Mädchen gegen Polen mit 75:38. Die Verteidigung gegen Polen war sehr gut und daraus entstanden gute offensive Optionen. Gegen den Gastgeber Litauen mussten sich die U15-Mädchen abschließend mit einem 66:67 geschlagen geben.

Im dänischen Vejen wurde im Sommer wieder der North Sea Develoment Basketball Cup ausgetragen. Das deutsche Team besiegte im ersten Spiel die Schwedinnen mit 62:43. Im zweiten Spiel gewann Deutschland gegen die Niederlande mit 65:58. Am dritten Spieltag konnten die Mädchen die Däninnen trotz wachsender Müdigkeit mit 54:38 besiegen und das Turnier gewinnen.

U16-Mädchen
Für die U16-Mädchen war die Europameisterschaft das wichtigste Ziel. Im Juli standen für die Mädchen im Rahmen des Deutsch-Französischen Jugendaustausches drei Spiele gegen Frankreich an. Das Team von Bundestrainer Heiko Czach setzte sich im ersten Spiel mit 54:50 durch. An den anderen beiden Tagen mussten die DBB-Mädchen zwei Niederlagen einstecken (48:51, 41:56). Ende Juli konnten die Mädchen im Bundesleistungszentrum in Kienbaum zwei Testspiele gegen die Niederlande gewinnen (76:35, 71:38). Es folgten zwei weitere Tests gegen Irland im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg (76:46, 69:51). Anfang August fand ein internationales Turnier in Wolomin/Polen statt, welches die Deutschen mit einem Sieg gegen die Gastgeberinnen begannen (68:48). Das zweite Spiel war gegen Norwegen eine ebenso klare Angelegenheit (78:44), ehe es gegen Litauen nach einer dramatischen Schlussphase eine 71:74-Niederlage gab. In der Chemnitzer Sporthalle am Schlossteich nahmen es die U16 Mädchen kurz vor der EM mit der tschechischen Auswahl auf (68:74, 88:69).

Die Europameisterschaft im nordmazedonischen Skopje beendeten die Nachwuchsbasketballerinnen auf einem guten neunten Platz. Das Auftaktspiel gegen Dänemark wurde mit 92:39 gewonnen. Im zweiten Gruppenspiel siegte Deutschland mit 60:51 gegen Litauen, im abschließenden Gruppenspiel unterlag man den Französinnen mit 53:61. Im Achtelfinale traf das DBB-Team auf das Team aus Italien. Gegen den amtierenden Europameister blieben die DBB-Mädchen ohne Chance (39:64). Mit einem Sieg (62:49) gegen die Türkei starteten die Mädchen in die Platzierungsrunde und sicherten somit frühzeitig den Klassenerhalt. Auch das zweite Platzierungsspiel konnten die Deutschen erfolgreich gestalten (54:44 gegen Griechenland). Im letzten EM-Spiel ging es für das Team um eine einstellige Platzierung. Diese wurde gegen Finnland mit 63:42 souverän erreicht.

U18-Mädchen
Generell war der Sommer gekennzeichnet durch die Problematik, jeweils schlagkräftige U18-, U19- und U20-Teams aufzubieten, ohne die einzelnen Spielerinnen zu überlasten. Die Saison für die U18-Mädchen (Foto oben Julia Förner) begann Mitte Juli mit einem Auftaktlehrgang im Olympia-Stützpunkt Rhein Neckar in Heidelberg. Danach ging es für die Mädchen direkt weiter ins spanische Azuqueca de Henares, wo ein Vier-Nationen-Turnier stattfand. Dort startete die Mannschaft gut in die EM Vorbereitung, indem sie die serbische Mannschaft mit 81:46 besiegte. Im zweiten Spiel unterlagen das DBB-Team Russland mit 65:67. Das letzte Spiel beendeten die Mädchen mit einem Sieg (64:63) gegen dem Gastgeber Spanien. Im Rahmen des letzten Lehrgangs vor der EM verlor das Team zwei Testspiele mit 64:70 und 49:84 gegen Spanien.

Anfang Juli begann für die U18-Mädchen die EM in Sarajevo/Bosnien und Herzegowina. Das Auftaktspiel verlief nach Plan. Gegen die Kroatinnen konnte das Team seinen ersten Sieg feiern (75:48). Im zweiten Gruppenspiel gegen Italien folgte die Ernüchterung (36:58), ehe im letztes Vorrundenspiel Belgien mit 67:63 bezwungen wurde. Somit sicherten sich die deutschen Korbjägerinnen den zweiten Platz in der Gruppe A. Mit einem Sieg gegen Serbien (58:48) wurde das Viertelfinale erreicht, in dem die Französinnen eine Nummer zu groß waren (49:72). Nach der Niederlage gegen Frankreich zeigten die Mädchen gegen Tschechien wieder eine starke Leistung (65:61). Die DBB-Auswahl beendete das Turnier mit einer Niederlage gegen Spanien (61:86) und landete am Ende auf dem guten sechsten Platz, der die zweitbeste Platzierung in der Verbandsgeschichte bei einer U18 A-EM bedeutet.

U19-Damen
Die deutschen U19-Damen (Foto Leonie Fiebich) trafen sich bereits recht früh im Jahr zur ersten Maßnahme. Im ersten Testspiel auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Bangkok/Thailand bezwang das Team von Bundestrainer Stefan Mienack den Gegner aus China im Olympia-Stützpunkt Rhein Neckar in Heidelberg mit 72:51. Das Team gewann auch das zweite Testspiel gegen China mit 80:79. Mitte Juli fand ein Abschlusslehrgang in Bangkok mit einem Testspiel gegen die USA statt. Die Partie ging für das deutsche Team mit 44:71 verloren.

Im ersten Gruppenspiel beim FIBA U19 Women’s Basketball World Cup 2019 in Thailand zog die deutsche Mannschaft nach harten Kampf gegen Japan mit 67:74 den Kürzeren. Anschließend ging es in die richtungsweisende Partie gegen Kolumbien. Allerdings schaffte es die verkrampfte deutsche Mannschaft zu keinem Zeitpunkt, die kolumbische Aufbauspielerin in den Griff zu bekommen und verlor das Spiel (60:67). Das Team beendete die Gruppenphase nach dem abschließenden Vorrundenspiel gegen Spanien (49:56) auf dem vierten Platz. Das deutsche Team lieferte dem haushohen Favoriten USA im Anschluss einen großen Kampf. Zum Einzug ins Viertelfinale reichte es aber nicht, da die Mädchen mit 61:79 unterlagen. Auch gegen Argentinien verpasste das verletzungsbedingt mittlerweile dezimierte DBB-Team seinen erstem WM-Erfolg (61:64). Erst in der Runde um die Plätze 13-16 durften sich die DBB-Damen über ihren ersten Sieg freuen (86:49 gegen Thailand). Das abschließende Spiel um Platz 13 entschied Deutschland mit 71:55 für sich.

U20-Damen
Anfang Juli starteten die U20-Damen mit einem Auftaktlehrgang in Kienbaum in die Saison. Testspiele gegen Polen und Tschechen standen auf dem Programm. Im ersten Test gegen Polen unterlag Deutschland knapp mit 49:51, um sich am darauffolgenden Tag zu revanchieren (57:53). Das erste Testspiel gegen die Tschechische Republik verlor das Team mit 58:70. Auch hier gelang den Deutschen die Revanche im zweiten Spiel (75:46).

Mitte August stand die Europameisterschaft in Klatovy/CZE auf dem Plan. Beim EM-Auftakt gegen Frankreich steckten die Deutschen mit 50:77 eine Niederlage ein. Das zweite Gruppenspiel verloren sie mit 59:70 gegen die Niederlande und auch im dritten Spiel in der Gruppenphase wurde die Mannschaft von Italien arg gerupft (33:74). Nun legte Deutschland sämtliche Energie in das Achtelfinale gegen Russland und zeigte eine ganz starke Partie. Doch letztlich war auch das zu wenig und man unterlag mit 47:53. Im ersten Platzierungsspiel um die Plätze 9-16 scheiterte Deutschland mit 44:64 an Litauen. Durch mehrere Verletzungen musste eine neu formierte Starting Five auf das Parkett. Um die Möglichkeit des Verbleibs in der europäischen Division A zu wahren, mussten anschließend unbedingt zwei Siege her. Doch leider reichte es nach einem guten Start in die Begegnung gegen die Niederlande nicht zum Sieg (56:67), der Abstieg war besiegelt. Im Spiel um Platz 15 unterlag Deutschland der Auswahl von Weißrussland mit 45:65.

(Marie Mannel)

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