Jahresrückblick 2018 3×327. Dezember 2018

Immer munterer wird das Treiben im 3×3, immer mehr Turniere werden veranstaltet, immer intensiver werden auch die Bemühungen des DBB für diese neue olympische Disziplin. Was das Jahr 2018 alles in Sachen 3×3 zu bieten hatte, fassen wir im Folgenden zusammen:

Für die 3×3 U18-Mannschaften veranstaltete der DBB im Rahmen des Albert Schweitzer Turniers am ersten Turniertag ein 3×3-Turnier. Der Austragungsort lag mitten im Q6 Q7, einem Mannheimer Einkaufszentrum. Die Spiele wurden von sechs Mädchen-und vier Jungenmannschaften ausgetragen. Die Teams kamen überwiegend aus der Region sowie aus den Jugendbundesligen. Bei den Mädchen gewann das WNBL-Team der SG Weiterstadt, bei den Jungen setzte sich die SG Ballerz aus Mannheim durch.

Im Rahmen der intensiven Vorbereitung auf die EM-Qualifikationsspiele ging es für die 3×3 U18-Mädchen zum „Cotta Streetball Festival“ nach Stuttgart, dem Finale der BBW-Tour. Bei diesem Event landeten die Mädchen in der Damenkonkurrenz am Ende auf Platz drei. Zu den EM-Qualifikationsspielen reisten die Mädchen mit Bundestrainer Christian Steinwerth nach Szolnok/Ungarn. Zum Auftakt gab es für die DBB-Akteurinnen gegen Polen und Ukraine zwei Niederlagen. Auch im dritten Spiel der EM-Quali wussten die Mädchen nicht zu überzeugen und verpassten nach einer 9:13-Niederlage gegen Schweden die EM-Qualifikation.

Außerdem ging es für die 3×3 U18-Mädchen zu den dritten Youth Olympic Games (YOG) nach Buenos Aires/Argentinien. In Argentinien gingen 40 3×3-Teams aus 33 Ländern an den Start. Die deutschen Mädchen schafften es über das offizielle FIBA 3×3 Federation Ranking nach Südamerika. In Buenos Aires startete die weibliche U18 mit einem 18:16-Sieg gegen Rumänien ins Turnier, ehe sie sich wenig später den favorisierten Chinesinnen mit 12:18 beugen musste. Im folgenden Spiel setzte sich das Team von Bundestrainer Stefan Mienack mit 19:9 gegen den Iran durch, gegen den hohen Favoriten aus Ungarn gab es dann eine 9:20-Niederlage. In der Endabrechnung nach der Vorrunde reichte es knapp nicht zum Einzug ins Viertelfinale.

Für die deutsche 3×3 U23-Nationalmannschaft der Damen (Foto li. Luana Rodefeld) ging es diesen Sommer zum FIBA 3×3 U23 World Cup nach Xi’an (China). Am ersten Wettkampftag besiegte das Team von Bundestrainer Christian Steinwerth Rumänien mit 12:9 und Gastgeber China mit 11:8. Am zweiten Spieltag der Vorrunde unterlagen die Damen im ersten Spiel Uganda knapp mit 13:15, ehe sie sich gegen Ungarn einen 14:11-Erfolg sicherten. Deutschland zog als Gruppensieger ins Viertelfinale ein und maß sich dort mit Argentinien. Nach einem spannenden Spiel hieß es am Ende aufgrund eines „buzzer beaters“ 13:12 für die deutschen Damen. Im Halbfinale trafen die DBB-Akteurinnen schließlich auf Russland, wo sie sich mit 10:16 geschlagen geben mussten. Auch im kleinen Finale gegen die Ukrainerinnen sollte das Glück nicht auf deutscher Seite sein, die U23 verpasste nach einer 12:18-Niederlage eine Medaille. Nichtsdestotrotz ist dieser vierte Platz der deutschen Damen der größte Erfolg in der noch jungen 3×3-Geschichte des DBB. Theresa Simon holte Silber im Skills Contest und Laura Zdravevska Bronze im Shoot out Contest.

Beim diesjährigen FIBA 3×3 World Cup in Manila/Philippinen war unter den 40 Teams aus 37 verschiedenen Ländern auch die deutsche 3×3 Damen-Nationalmannschaft vertreten. Den letzten Härtetest vor dem großen Turnier hatte das DBB-Team beim „Big Twelve International Tournament“ im französischen Voiron. Im ersten Spiel unterlagen die Damen den erfahreneren Spielerinnen aus der Ukraine mit 13:19. Auch in den beiden folgenden Spielen konnte das DBB-Team nicht überzeugen. Mit 4:13 verlor es deutlich gegen die Französinnen, ehe es gegen Andorra eine knappe 15:16-Niederlage gab. Nachdem den deutschen Damen gegen eine afrikanische Auswahl schließlich der erste, langersehnte Triumph gelungen war (17:5), folgte die mit Abstand beste Leistung im „Do-or-Die-Spiel“ gegen Frankreich Nord. Dank einer starken, physischen Verteidigung in diesem Achtelfinale wurden die Französinnen lange Zeit in Schach gehalten, ehe sie das Spiel knapp mit 12:9 für sich entschieden.

Die Damen trafen bei der Weltmeisterschaft auf den Philippinen mit Ungarn, Niederlande, Spanien und Gastgeber Philippinen auf starke Gegner in der Vorrunde. Das Auftaktmatch gegen Spanien entwickelte sich zu einer hart umkämpften Partie mit einem glücklicheren Ende für Spanien (12:18 aus deutscher Sicht). Im zweiten Vorrundenspiel ging es für die Mannschaft von Christian Steinwerth gegen die Gastgeberinnen. In einer vollen Arena mit großartiger Stimmung entschieden die deutschen Damen das Spiel mit 12:10 für sich. Es folgten die beiden letzten Vorrundenspiele der WM. Mit Ungarn und der Niederlande maß sich das DBB-Team noch mit zwei Turnierfavoriten. In der Partie gegen Ungarn ging es intensiv zur Sache. Am Ende stand für die deutschen Damen eine 13:16-Niederlage zu Buche. Auch im abschließenden Vorrundenspiel stand das Glück nicht auf deutscher Seite. Mit der finalen 8:16-Niederlage schieden die deutschen Damen aus dem Turnier aus.

Nach der WM ist vor der EM. Es folgte das Qualifikationsturnier zum 3×3 Europe Cup in Bukarest/Rumänien. Bei diesem Turnier im französischen Poitiers trafen die deutschen Damen auf Schweden, die Ukraine, Polen und Irland. Es gelang ihnen mit einem 12:8-Erfolg über Schweden im Auftaktspiel ein gelungener Start in die EM-Quali. Im zweiten Qualifikationsspiel unterlag die deutsche Mannschaft allerdings mit 4:17 gegen die Topmannschaft aus der Ukraine. Die folgende Partie gegen die Polinnen ging mit einer am Ende deutlichen 12:21-Niederlage zu Ende. Im letzten Spiel der Vorrunde gab es einen echten „Krimi“ gegen Irland. Nach der regulären Spielzeit stand es 13:13 – die Overtime stand an. Das Spiel wurde zur Zitterpartie, welche das DBB-Team am Ende knapp mit 15:14 für sich entschied. Deutschland landete auf dem dritten Gruppenplatz, was ein Entscheidungsspiel gegen Weißrussland bedeutete. Als Gewinner hätte Deutschland das Endrundenticket zur EM in Rumänien gelöst. Nach einem spannenden Duell ging die Mannschaft von Christian Steinwerth mit einer 17:20-Niederlage vom Platz und die EM-Qualifikation wurde somit um Haaresbreite verpasst.

Die 3×3 U18-Jungen (Foto re. Quirin Emanga) gingen bei einem internationalen Turnier in České Budějovice/Tschechien an den Start. Wie die U18-Mädchen nahmen auch die 3×3 U18-Jungen als Vorbereitungsmaßnahme am „Cotta Streetball Festival“ teil. Die Jungen belegten am Ende den vierten Platz. Die EM-Qualifikation spielte das 3×3-Team in Bari/Italien. Der Mannschaft gelang mit zwei überzeugenden Siegen gegen Irland und die Schweiz ein perfekter Auftakt in die EM-Quali. In der nächsten Partie konnten die DBB-Akteure ihre Siegesserie nicht fortsetzen und unterlagen der Ukraine, ehe sie Andorra nach einem klasse Offensivfeuerwerk (22:12) bezwangen. Da die U18-Jungen wegen der Niederlage gegen die Ukraine nur Gruppenzweiter wurden, gab es noch ein Entscheidungsspiel gegen Lettland. Nach einem starken Spiel freuten sich die Jungs nach dem 14:11-Erfolg über das gelöste EM-Ticket.

Nach starken Leistungen und zwei Siegen in der Vorrunde der EM gegen Tschechien (21:11) und die Ukraine (18:17) zogen die 3×3 U18-Jungen als Gruppensieger souverän ins Viertelfinale des FIBA 3×3 U18 Europe Cups ein. Dort unterlagen sie dann den Gastgebern aus Ungarn 16:22 und schieden aus.

Für die 3×3 U18-Jungen sowie für die 3×3-Herren führte der Weg anschließend noch zum Turnier im tschechischen České Budějovice. Während die DBB-Herren („Arnold´s Men“) überraschenderweise bereits im Viertelfinale die Segel streichen mussten, landeten die U18-Jungen („Arnold’s Youngster“) auf einem hervorragenden zweiten Platz und kassierten im Finale ihre einzige Niederlage des gesamten Turniers.

Für das deutsche 3×3 Herren-Team stand auch das „Big Twelve International Tournament“ in Frankreich auf dem Programm. Die Herren starteten mit zwei Niederlagen 11:21; 8:21 gegen französische Mannschaften in das internationale Turnier. Anschließend siegte die deutsche Mannschaft nach einer deutlichen Leistungssteigerung mit 21:11 gegen Andorra. Nach einem Kantersieg gegen Algerien (21:1) und einem Freilos im Achtelfinale standen die deutschen Herren im Viertelfinale im Vergleich mit der Ukraine. Gegen diese Topmannschaft unterlag das DBB-Team trotz mutiger Spielgestaltung mit 12:21. In den folgenden Platzierungsspielen gegen wiederum zwei französische Mannschaften erzielten die Deutschen einen 17:16-Erfolg sowie eine 18:21-Niederlage. Am Ende des Turniers stand Deutschland auf Platz sieben.

Das Herren-Qualifikationsturnier für den FIBA 3×3 Europe Cup fand in Constanta/Rumänien statt. Das DBB-Team traf im Rahmen des Turniers auf Irland und Kroatien. Nachdem bereits das Auftaktspiel gegen Irland ging mit 14:18 verloren ging, konnten sich die Herren auch im zweiten Quali-Spiel nicht durchsetzen und gingen mit einer 15:21-Niederlage vom Platz. Somit hatte die Mannschaft die EM-Qualifikation verpasst.

In diesem Jahr gastierten die Korbjäger mit der ING 3×3 Tour in einigen Großstädten. Unterstützt von den beiden Premiumpartnern ING-DiBa und SNIPES sowie DOCKIN als weiterem Partner organisierte der DBB die 3×3-Tour 2018 und brachte 3×3 als neue olympische Disziplin an attraktive Locations.

Die erste Stadt der ING 3×3 Tour 2018 war Stuttgart. Für die ING 3×3-Masters auf dem Marktplatz in Stuttgart qualifizierten sich die 3×3 U18-Jungen sowie die 3×3-Herren-Nationalmannschaft. In der nächsten Runde gastierte die 3×3 Tour in Leipzig, wo um die letzten Plätze für die deutsche Meisterschaft auf dem zentralen Wilhelm-Leuschner-Platz gespielt wurde. Die dritte Station für den ING 3×3 German Championship war mitten auf der Reeperbahn in Hamburg. Die deutschen Meisterschaften wurden auf dem Spielbudenplatz ausgetragen. Das finale Event der ING 3×3 Tour 2018 stieg dann in Berlin. In der Mall of Berlin spielten auch einige der besten Teams der internationalen 3×3-Szene beim ING 3×3 Berlin Challenger 2018.

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