DBB-Herren im Ausland 2020/2021 – Update 285. Mai 2021

Den Vorspann der vergangenen Woche könnten wir bei unserem heutigen Update zu den DBB-Nationalspielern im Ausland problemlos so stehen lassen. Nur noch wenige Spieltage sind in der „regular season“ der NBA zu absolvieren, das Final Four der Euroleague ist komplett und auch die internationalen Ligen stehen kurz vor dem Saisonhöhepunkt. Wir gucken mal genau hin, was so alles passiert ist:

Unser MVP der Woche: Moritz Wagner (Foto)
Turbulente Wochen mit zwei Klubwechseln hat der deutsche Big Man hinter sich. Doch schon in seinem zweiten Spiel für die Orlando Magic, die ihn zunächst bis zum Saisonende verpflichteten, zeigte er eine mehr als beeindruckende Vorstellung. Dass dabei dann auch noch ein hauchdünner 112:111-Erfolg gegen die Memphis Grizzlies herauskam, toppt den Auftritt unseres MVP der Woche noch. Nach 34 Minuten hatte er 24 Punkte (8/15, 4/6 3er, 4/4 Fw.), fünf Rebounds und zwei Blocks gesammelt und strahlte zurecht über das ganze Gesicht. Mit den Playoffs oder dem Play-In Tournament haben die Magic aber in diesem Jahr nichts zu tun. Bei seiner Premiere für Orlando hatte der Deutsche neun Minuten bei den Cleveland Cavaliers (109:104) gespielt (Zwei Pkte, 1/3, zwei Reb., ein Ast.). In Spiel drei wurde er bei den Detroit Pistons stattliche 41 Minuten aufs Parkett geschickt und durfte sich über den dritten Sieg in Folge freuen (119:112, zehn Pkte, 4/12, 1/5 3er, vier Reb., drei Ast.). Orlando liegt im Osten auf Platz 13 (21:44).

Isaiah Hartenstein
Nach seiner Gehirnerschütterung hat Isaiah Hartenstein noch nicht wieder für die Cleveland Cavaliers gespielt. Mittlerweile hat er die Spiele gegen Orlando (104:109), Washington (93:122), Miami (107:124) und Phoenix (118:134) verpasst. Cleveland hat als 14. im Osten 21 Siege und 44 Niederlagen auf dem Konto.

Dennis Schröder
Der DBB-Guard fehlt den Los Angeles Lakers wegen seiner erneuten Aufnahme in das „safe and health protocol“ der NBA aller Voraussicht nach bis zum Ende der regulären Saison. Das kann für die Lakers noch „tricky“ werden, denn die wollen die Teilnahme am Play-In Tournament (PL. 6-10) unbedingt vermeiden. Vor seinem Ausscheiden absolvierte Schröder noch zwei für ihn eher durchschnittliche Partien. Beim 107:116 bei den Washington Wizards erzielte er in 35 Minuten 13 Punkte (5/12, 1/3 3er), holte vier Rebounds und verteilte starke acht Assists. In 36 Minuten gegen Sacramento (106:110) wurden acht Punkte (4/13, 0/5 3er), sechs Rebounds, sieben Assists und zwei Steals für ihn notiert. Beim 114:121 gegen Toronto und beim 93:89 gegen Denver fehlte der Point Guard bereits. Die Lakers sind Sechster im Westen (37:28).

Maximilian Kleber (re. )
Es bleibt wechselhaft bei Maxi Kleber. Der war aber ganz maßgeblich am 125:124-Erfolg seiner Dallas Mavericks gegen die Washington Wizards beteiligt. Kleber zeigte mit fünf Treffern bei neun Versuchen seine Stärke aus der Dreier-Distanz und kam auf 17 Punkte. Davor und danach glänzte er wie häufiger eher durch die Aktionen, die auf keinem Statistikbogen zu finden sind (115:105 @ Detroit, 28 Min., fünf Pkte, 2/3, 1/2 3er, sieben Reb., zwei Ast. / 99:111 gegen Sacramento, 29 Min., fünf Pkte, 2(8, 1/7 3er, drei Reb.). In Miami (127:113) wurde Kleber wegen Problemen an der Achillessehne nicht eingesetzt. Dallas steht mit 37 Siegen und 28 Niederlagen im Westen auf Platz fünf.

Daniel Theis
Mit weiteren vier Niederlagen haben Daniel Theis und die Chcago Bulls wohl alle Chancen verspielt, in der diesjährigen „post season“ mit dabei zu sein. Der Deutsche ist aber eine feste Größe und eine der wenigen Konstanten im Team. Das 94:113 bei den New York Knicks war allerdings auch nicht sein Tag (21 Min., sechs Pkte, 3/9, vier Reb.). Der kam aber beim 98:108 gegen die Milwaukee Bucks, als Theis in 25 Minuten mit einem „double double“ aus 16 Punkten (7/9, 1/1 3er) und zehn Rebounds aufdrehte. Auch in Atlanta (97:108, 29 Min., sieben Pkte, 3/8, sieben Reb., drei St.) und gegen Philadelphia (94:106, 40 Min., elf Pkte, 4/10, 1/2 3er, acht Reb., drei Ast., zwei St.) reichte es nicht zum Erfolg. Die Bulls rangieren im Osten auf Platz zwölf (26/39).

Isaac Bonga
Er steht in einem überaus erfolgreichen Team, das in den vergangenen Wochen das Feld im Osten von hinten aufgerollt hat und jetzt beste Chancen auf das Play-In Tournament besitzt. Aber: Isaac Bonga hat daran bei den Washington Wizards momentan leider nur sehr geringen Anteil. Beim 124:125 bei den Mavericks und beim 154:141 gegen die Pacers hieß es für ihn „did not play“. Lediglich eine Minute durfte er beim 116:107 gegen die Lakers aufs Feld (0/1). Und auch die sechs Minuten in Cleveland (122:93, 0/1, ein Reb.) dürften ihn kaum zufrieden gestellt haben. Die Wizards liegen im Osten auf Platz zehn (30:35).

Johannes Voigtmann (li.)
Johannes Voigtmann steht mit ZSKA Moskau im Final Four der EuroLeague und spielt vom 28.-30. Mai in der Kölner LANXESS arena um die europäische Krone. Im Viertelfinale wurde Fenerbahce Istanbul überraschend leicht mit 3:0 bezwungen. Zum Sweep genügte nach zwei Heimerfolgen der 85:68-Sieg in Spiel drei in Istanbul. Und auch dabei war der Deutsche wieder intensiv drin im Geschehen. Er netzte fünf von sechs Würfen (1/2 3er) für elf Punkte, holte sich sechs Rebounds und spielte zwei Assists. Da gibt es nicht viel zu meckern!

Danilo Barthel
Leidtragender auf der anderen Seite, nämlich der von Fenerbahce, war Danilo Barthel. Der kam in der dritten Partie nach ordentlichen Vorstellungen in den ersten beiden Begegnungen überhaupt nicht zum Zuge. Nach 14 Minuten hatte er keinen seiner drei Wurfversuche versenkt (Ein Reb., ein Ast.). Fenerbahce wird sich nun zwangsläufig ganz auf die türkische Meisterschaft konzentrieren.

Tibor Pleiß
Final Four der EuroLeague! Und das in seiner Heimatstadt Köln! Diesen Traum hat sich Tibor Pleiß im Trikot von Efes Istanbul erfüllt. Zwar wird er in der LANXESS arena auf persönliche Fans verzichten müssen, aber dennoch dürfte ihn – trotz kleiner Rolle – der 88:83-Erfolg im entscheidenden fünften Spiel gegen Real Madrid gefreut haben. Pleiß kam in zehn Minuten auf fünf Punkte (2/2, 1/1 3er) und einen Rebound. In Spiel vier, das Real mit 82:76 gewann, war der 218 cm lange Center nicht zum Einsatz gekommen.

Robin Benzing
Sieg und Niederlage in der spanischen ACB für Robin Benzing und Casademont Zaragoza. Beim 99:89-Erfolg gegen Andorra avancierte der DBB-„Capitano“ in 16 Minuten auf dem Feld zum (mit)-entscheidenden Akteur. Vier seiner sechs Würfe fielen (1/2 3er) für zwölf Punkte, dazu kamen je zwei Rebounds und Assists. Am 89:98 gegen Real Madrid konnte Benzing aber auch nichts ändern. Foulbelastet kam er nur 13 Minuten zum Einsatz (Fünf Pkte, 2/5, 1/2 3er, zwei Reb.). Zaragoza ist Elfter mit 14 Siegen und 20 Niederlagen.

Foto Moritz Wagner: Picture Alliance
Foto Maxi Kleber: Getty Images/NBAE
Foto Johannes Voigtmann: EuroLeague

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