Allstars: Knapper Sieg für die Internationals14. Januar 2017

Groß war der Jubel der deutschen Allstars vor Jahresfrist in Bamberg, als ihnen beim ALLSTAR Day 2016 der damals noch Beko BBL im achten Aufeinandertreffen mit den ausländischen Allstars der erste Sieg gelang. Doch vom Team, das damals mit 128:118 triumphierte, waren bei der heutigen Neuauflage in Bonn nur noch drei Akteure übrig geblieben: Maurice Stuckey, Patrick Heckmann und Danilo Barthel. Nichtsdestotrotz zeigte auch die neue Formation eine gute Vorstellung  vor rund 5.000 Zuschauern im Telekom Dome gegen die „Internationals“: 99:102 (14:28, 28:33, 35:15, 24:26). Maximilian Kleber und Philipp Schwethelm (je 21) bei den Nationals und Raymar Morgan (21) bei den Internationals waren die erfolgreichsten Werfer. Als MVP wurde Schwethelm ausgezeichnet. Ryan Thompson (Telekom Baskets Bonn) wurde bester 3er-Schütze – Brian Butler (ScanPlus Baskets Elchingen, Pro B) gewann den Dunking Contest.

Der übliche Verlauf eines ALLSTAR Games: Über etwa drei Viertel gibt es Dunkings, No-Look-Pässe, Dribbelstaffetten und witzige Einlagen zuhauf zu sehen … dafür sind die meisten Zuschauer gekommen … und dann geht es im Schlussabschnitt idealerweise mit vollem Einsatz um den Sieg im prestigeträchtigen Duell. Auch am heutigen Samstagabend in Bonn wurde ähnlich verfahren.

Los ging es mit einem bärenstarken Maxi Kleber (Foto oben), der in den ersten Minuten alle Punkte für die Nationals erzielte, darunter einen Dreier und einen Alley oop nach Anspiel von Patrick Heckmann. Außerdem blockte der Münchener Forward hinten, sammelte Rebounds und war so maßgeblich für den guten Start der Deutschen verantwortlich (7:2, 3.). Doch die Internationals kamen vor allem in Person von Raymar Morgan schnell besser ins Spiel (9:17, 7., Dreier Josh Mayo). Es ging weiter munter hin und her, aber bei den Nationals wollten viele Würfe einfach ganz knapp nicht fallen, während die Internationals hochprozentig verwandelten (14:28, 10.).

LoMaodo2017Allstsar-300Ein Dreier von Philipp Schwethelm und ein Dunk von Maurice Stuckey führten die Nationals auf 19:28 heran (11.). Fast jeder Wurf wurde von jenseits der Dreipunktelinie abgefeuert, mit besserer Quote bei den Internationals (24:39, 13.). Versuchte Kabinettstückchen führten bis dahin noch nicht oft zum Erfolg, bis es wieder Kleber spektakulär krachen ließ (32:49, 17.). Kleber (17 Punkte zur Halbzeit) riss das Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin, aber auch nach 18 Minuten lag der Gegner klar vorne (34:55). Nach 20 Minuten hieß es 40:61 aus deutscher Sicht.

In der Pause warfen Stephan Baeck, Jan Jagla, Sebastian Machowski und Pascal Roller einen Drei-Punkte-Champion der „Legenden“ aus – Sebastian Machowski setzte sich nach einem Stechen gegen Jan Jagla durch. Mit 9:0 nach Dreiern von Stuckey, Andreas Seiferth und Niels Giffey gingen die Nationals in das dritte Viertel (49:61, 22.), man durfte Hoffnung auf eine wieder spannendere Partie haben. Nach zwei „and ones“ von Maodo Lo (Foto rechts)  zum 63:69 (26.) mussten die Internationals um ihre Vorherrschaft bangen. Die Zuschauer freute der knappe Spielstand (67:72, 28., Lo), außerdem begeisterte ein toller Alley Oop von Barthel nach Anspiel von Heckmann. Vor dem abschließenden Viertel war alles wieder drin (75:76), nachdem Coach Thorsten Leibenath „seinen“ Spieler Chris Babb geblockt hatte.

Babb revanchierte sich per Dreier und hielt seine Mannschaft vorne. Doch die Nationals ließen sich jetzt nicht wieder abschütteln (83:84, 3er Schwethelm, 34.). Beiden Teams merkte man jetzt an, dass sie als Sieger vom Feld gehen wollten. Wieder von downtown glich Schwethelm aus und netzte unter lautstarkem Jubel auch in den beiden folgenden Angriffen der Nationals: 92:86 (36.). Die Internationals versuchten zu kontern, aber der unglaubliche Schwethelm war „in the zone“: 95:86. Das Spiel war noch nicht zu Ende, denn jetzt wurde es intensiv: 95:93 (37.). Beim 95:96 lagen die Internationals wieder in Front, Marcos Knight erhöhte zwei Minuten vor dem Ende auf 95:98, und traf auch vorentscheidend zum 97:101 (´45). Noch einmal war Kleber zur Stelle, aber der Sieg ging an die Internationals.

Allstars National
Niels Giffey (ALBA Berlin, 9), Philipp Schwethelm (EWE Baskets Oldenburg, 21), Maurice Stuckey (s.Oliver Baskets, 5), Andreas Seiferth (medi Bayreuth, 7), Maodo Lo (Brose Bamberg, 8), Danilo Barthel (FC  Bayern München, 7), Anton Gavel (FC Bayern München, 4), Isaiah Philmore (WALTER Tigers Tübingen), Johannes Thiemann (MHP RIESEN Ludwigsburg, 7), Patrick Heckmann (Brose Bamberg, 4),  Christian Standhardinger (SC RASTA Vechta, 6), Maximilian Kleber (FC Bayern München, 21).
Headcoach: Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm).

Allstars International
Josh Mayo (Telekom Baskets Bonn, 5), Ryan Thompson (Telekom Baskets Bonn, 2), Raymar Morgan (ratiopharm ulm, 21), Marcos Knight (Science City Jena, 16), Trey Lewis (medi Bayreuth, 9), Lamonte Ulmer (s.Oliver Baskets, 4), Chris Babb (ratiopharm ulm, 9), Elmedin Kikanovic (ALBA Berlin), Darius Miller (Brose Baskets, 4), Cameron Wells (GIESSEN 46ers, 6), Rickey Paulding (EWE Baskets Oldenburg, 7), Jack Cooley (MHP RIESEN Ludwigsburg, 13).
Headcoach: Raoul Korner (medi Bayreuth)

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