Es war ein historischer Moment, als in der GBG Halle Mannheim am Samstag Nachmittag der Schlusspfiff des Schiedsrichters das Finale zwischen Deutschland und Serbien beendete. Denn in dieser Sekunde sicherte sich die DBB-Auswahl den ersten Sieg beim prestigeträchtigen Albert Schweitzer Turnier. 27 Anläufe hatte es dafür gebraucht. Bei der 28. Auflage klappte es dann endlich mit dem Titelgewinn. Die Mannschaft von Bundestrainer Harald Stein durfte jubeln. Und das mehr als verdient. Keine Niederlage hatte man sich im Laufe des Turnieres eingefangen, bis ins Finale alle Begegnungen im Griff gehabt, teilweise sogar dominiert. Erst die Serben erwiesen sich im Endspiel als hart zu knackender Brocken. Am Ende hatten aber die ING-DiBa Korbjäger das bessere Ende für sich (70:65).

„Mein großes Kompliment an die Serben, die nicht enttäuscht haben, sondern ein großes Spiel abgeliefert haben“, fasste dann auch nach dem Abpfiff U18-Nationalspieler Kostja Mushidi zusammen. Der 17-Jährige war kurz zuvor zum wertvollsten Spieler des Turniers geworden. Sicherlich auch dank seiner starken Leistung im Finale, in dem ihm 25 Punkte und 11 Rebounds gelungen waren. „Ich muss dem ganzen Team ein Kompliment machen. Wir waren mental immer auf der Höhe und wussten, wann es drauf ankam, unsere ganze Leistung abzurufen. Das AST zu gewinnen fühlt sich unbeschreiblich an. Wir freuen uns alle“, so der MVP, der gerade mit einem Dreier zur Halbzeit und einem Drive zum Korb kurz vor Ende der Partie Zeichen gesetzt hatte und seinem Team immer wieder neuen Schub gebracht hatte.

Neben Mushidi äußerte sich auch U18-Bundestrainer Harald Stein nach dem Finale sichtlich glücklich: „Mein Team hat es geschafft, sich gegenseitig zu vertrauen und dadurch eine Mannschaft zu formen. Wir sind so tief besetzt, dass es für die Bankspieler manchmal schwer ist zu begreifen, warum für sie weniger Zeit abfällt. Durch das Teamgefühl und den Zusammenhalt haben die Jungs es geschafft, diese Leistung abzurufen.“ Nach einer Wasserdusche durch sein Team fügte er hinzu: „Der 98er Jahrgang ist schon etwas besonderes. Sie können in der Zukunft Großes erreichen. Aber bereits jetzt von einem Wunderjahrgang zu sprechen, finde ich zu früh. Da liegen noch einige Turniere und besonders einige großartige Nationalspieler dazwischen. Diese Latte müssen sie erst einmal erreichen.“

Mit dem Triumph der DBB-Auswahl ging das Albert Schweitzer Turnier 2016 zu Ende. Auf den Plätzen zwei und drei beendeten Serbien und Italien den Wettbewerb, der auch in diesem Jahr wieder hochklassig war. Wir haben für Sie die Highlights des Finales noch einmal zusammen gefasst. Die gesamten Spiele in voller Länge vom 1. Gruppenspiel bis zum Finale finden Sie auf www.sportdeutschland.tv/dbb