Gruppensieg! Zehn Siege aus zwölf Spielen! Diese Bilanz kann sich sehen lassen! Im letzten World Cup Qualifier gewannen die DBB-Herren heute in Espoo/FIN gegen Finnland mit 87:81 (17:22, 29:21, 23:19, 18:19). Den Platz für den FIBA Basketball World Cup 2023 (25. August – 10. September 2023, Indonesien, Japan, Philippinen) hatte das Team von Bundestrainer Gordon Herbert schon seit November 2022 sicher. Nun blicken alle Beteiligten mit großer Spannung der Auslosung entgegen, die am Samstag, 29. April 2023, in Manila/PHI durchgeführt wird.
Herbert schickte mit Justus Hollatz, Nelson Weidemann, David Krämer, Johannes Voigtmann und Leon Kratzer eine im Vergleich zum Schweden-Spiel stark veränderte Starting Five ins Rennen. Die Finnen konnten bis auf ihren NBA-Star Lauri Markkanen auf einen Großteil ihrer etatmäßigen Aufstellung zurückgreifen und legten mit zwei Dreiern von Jantunen gleich ordentlich los (2:8, 3.). Das DBB-Team versuchte sich offensiv zu finden, war aber noch nicht im Spiel angekommen. Der Dreier von Krämer ging „runter wie Öl“, wie es Kommentator Benni Zander formulierte. Es folgte Voigtmann mit einem tollen Pass auf Kratzer (7:10, 5.). Doch die Aktionen der DBB-Korbjäger blieben zu ungenau, nach fünfeinhalb Minuten hatte man bereits sechs Ballverluste angesammelt (7:15, 6.). Voigtmanns Dreier tat gut, Schilling sammelte vorne zum 12:15 ein (8.). Finnland nahm einen Dreier nach dem anderen, Jason George traf für Deutschland von weit draußen und es wäre viel mehr drin gewesen, hätten die Gäste besser auf den Ball aufgepasst. Nach zehn Minuten hieß es 17:22 aus deutscher Sicht.
Deutsche Dreierwelle
Vor den Augen von DBB-Präsident Ingo Weiss und DBB-Geschäftsführer Heinz Schoenwolf spielten die Finnen mit einer enorm hohen Frequenz und forderten die deutsche Defense immer wieder. Sie hatten in diesen Minuten die Kontrolle über die Partie, Herbert nahm beim 19:28 eine Auszeit (13.). Es brauchte einen echten Impuls für das DBB-Team, um erfolgreich ein Comeback starten zu können. Doch ein Ballverlust nach dem anderen machte alle deutschen Bemühungen zunächst zunichte. Dann netzte Weidemann einen Dreier zum 22:30 (15.), auch Voigtmann ließ sich nicht lange bitten und traf gleich zwei Dreier in Folge: 28:32 (16.). So konnte es gerne weitergehen. Hollatz war per Dunk zur Stelle, dieses Mal nahm Finnland die Auszeit (30:35). Jallow ritt die deutsche Dreierwelle weiter und traf dann auch zum 35:35-Ausgleich. Der Ulmer war maßgeblich daran beteiligt, dass Deutschland nach 17 Minuten mit 38:37 vorne lag. Der überragende Voigtmann versenkte seinen vierten Dreier und setzte Hollatz mit einem Pass über dreiviertel des Feldes ein (43:40, 20.). Mit der Schlusssirene traf Krämer einen wilden Dreier mit Brett zur 46:43-Halbzeitführung.