Duell auf Augenhöhe
Gegen die deutsche Zonenverteidigung wurde Australien zunächst stärker, während offensiv bei den ING-Korbjägerinnen die Konzentration etwas nachließ (21:28, 14.). Die zweite deutsche Auszeit war fällig. Der Dreier von Meina Aigner fiel zum richtigen Zeitpunkt und auch Byvatov und Soltau punkteten, der Anschluss war wieder hergestellt (28:30, 16.). Die überragende Scheu konterte einen erneuten Lauf des Gegners mit zwei Dreiern zum 34:35 (18.). Bis zum Seitenwechsel hatten Soltau und Helena Englisch ihr Team mit 40:37 in Führung gebracht.
Dritter Lauf des Gegners
Anfang des dritten Viertels gestattete man dem Team von „down under“ bereits den dritten Lauf, der zum 43:52 und zur nächsten Auszeit führte. Australien dominiert jetzt, während die deutsche Mannschaft versuchte wieder in einen Rhythmus zu kommen. Miriam Diala traf einen „Zirkuswurf“, Mailien Rolf netzte einen Jumper, Soltau war an der Freiwurflinie erfolgreich: Es gab nach 27 Minuten wieder Hoffnung (49:52). Deutschland wehrte sich jetzt energisch und war immer wieder durch Scheu und Soltau erfolgreich, Australien behauptete aber die knappe Führung nach dem dritten Viertel (54:59).
Australien wirkte zu Beginn des Schlussviertels alles andere als souverän, das DBB-Team war nach wie vor in Schlagdistanz und kam nach zwei Ballgewinnen und damit verbundenen Fastbreaks auf 60:62 heran (33., Auszeit Australien). Wieder konnten die „Aussies“ einige Fehler der DBB-Mädchen nutzen (60:66, 35.), aber der Siegeswillen auf deutscher Seite war ungebrochen und man kämpfte um jeden Ball. Gleich drei Dreierversuche in Serie verfehlten ihr Ziel, dann waren Rolf mit einem Lay-up und Scheu mit einem Freiwurf erfolgreich (63:66, 37.). Soltau verkürzte weiter, Australien wackelte. Und schien zu fallen, als Soltau zum 67:66 für Deutschland traf (38.). Australien antwortete mit einem sehr ärgerlichen Lay-up, da der Ball schon im Besitz des DBB-Teams gewesen war. Ein weiterer Scheu-Dreier bedeutete das 70:68 (1´44). Australien kam zum Ausgleich und zur Führung (70:71, ´48). 17 Sekunden vor dem Ende wurde wieder eine Australierin an die Freiwurflinie geschickt: 70:73, Auszeit Deutschland. Diala punktete 13 Sekunden vor dem Ende zum 72:73, wieder Auszeit, dann wieder Australien mit Freiwürfen: ohne Erfolg, Ballbesitz und Auszeit Deutschland (´8), was für eine Spannung! Fehlpass beim Einwurf, Ballbesitz Australien, das noch zwei Punkte zum 72:75 erzielen konnte.