Achter Spieltag der WNBL. Die Würfel sind zumindest bei einigen Mannschaften gefallen. Bonn, Rhein-Main, TG Neuss und Metropolitain stehen als Playdown-Kandidaten fest. Gruppensieger sind dagegen bereits ziemlich sicher Phoenix-TSV Hagen und ALBA Berlin. Durchatmen können die Junior Falcons und das Junior-Team Osnabrück/Artland.

NORD

ALBA Berlin – Mitteldeutsche Basketball Academy 110:44
Die stark dezimierte MBA (2/6) bleibt beim Spitzenreiter ALBA Berlin (7/0) chancenlos und muss nun dringend nächste Woche gegen Braunschweig punkten. Die Gastgeber dagegen küren sich zum Gruppensieger und gewannen das Spiel vor allem aufgrund der starken Verteidigung, die 61 Ballverluste provozierte. Überragende Akteurin war Carolina Heymann (12/16 FG), die mit 24 Punkten, neun Rebounds und neun Steals überzeugte. Des Weiteren erzielten Karolina Bajai, Mathilda Haensch, Sophia Dramé, Carlotta Kreinsen und Helene Lehmann über zehn Punkte. Die Gäste, bei denen Ronja Meixner mit neun Zählern den Topwert lieferte bleiben somit vorerst auf einem Abstiegsplatz.

BASS Berlin – TuS Lichterfelde 68:42
Im Duell der Tabellennachbarn atmen die Gastgeber aus Berlin (4/3) auf. Mit einem souveränen Sieg über den TuS Lichterfelde (3/5), bei dem man sich besonders in Halbzeit eins dank der starken Defensive die Führung erarbeiten konnte, kann man nun fast sicher mit den Playoffs planen. Lichterfelde muss weiter zittern und bleibt mit nur einem Sieg Abstand auf Platz vier. Zur Matchwinnerin avancierte BASS-Berlin-Spielerin Emilia Lepenies, die 17 Punkte auflegte.

Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – SC Rist Wedel: abgesagt

WEST

Cologne Regio Ladies – Phoenix-TSV Hagen 75:94
Das Spitzenspiel zwischen Köln (6/2) und Hagen (8/0) blieb wie auch im Hinspiel erneut eine klare Angelegenheit. Hagen steht mit dem achten Sieg als Gruppensieger fest, während die Kölnerinnen zunächst auf dem zweiten Platz verweilen, nun aber die Düsseldorferinnen im Nacken haben. Köln präsentierte sich durchaus engagiert und schaffte es dem berüchtigtem Druck des Tabellenführers zu entfliehen. Defensiv bekam man aber nur wenig Zugriff. Besonders Lia Wasielewski (28 PTS) bereitete den Regio Ladies große Probleme. An ihrer Seite überzeugten außerdem Emma Huppertz (15 PTS, 10 REB) und Nele Erfeld (14 PTS, 6 STL). Johanna Zurek (13 PTS, 11 REB) entgegnete ein Double-Double.

TG Neuss Junior Tigers – Junior-Team Osnabrück/Artland 58:62
Auf Augenhöhe gingen beide Kontrahenten in die Pause. Neuss (1/7) hatte nach gutem Start, den Rhythmus etwas verloren und Osnabrück (4/4) zurück ins Spiel gelassen. Im dritten Viertel zeigte das Junior-Team dann seine Qualitäten und zog davon. Trotz erneutem Aufbäumen blieb die Aufholjagd der Junior Tigers unbelohnt. Damit tritt die TG erneut den Weg in die Playdowns an. Mit nur einem Sieg aus acht Spielen, ist der Abstand auf Osnabrück zu groß. Die besten Akteurinnen waren Osnabrücks Leni Ruholl (16 PTS, 14 REB) und Neuss‘ Josephine Gils (23 PTS, 8 REB).

Rhein Bascats Düsseldorf – Metropolitain Girls 87:45
Schon nach dem ersten Viertel musste man sich beim Stand von 24:4 Sorgen um die Gäste machen. Die schafften es zwar sich über den restlichen Verlauf der Partie offensiv zu fangen, blieben defensiv aber zur durchlässig und bekamen keine Kontrolle auf die Rebounds. Abseits der jeweils 15 Punkte von Laura Knaup und Anna Wagner, stach vor allem Center Lena Bjeltschik mit 20 Punkten, neun Rebounds und sechs Blocks heraus. Stella Reinikes 13 Zähler blieben für die Gäste ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit der deutlichen Niederlage stehen die Playdowns für die Girls (0/8) fest. Düsseldorf (5/3) hingegen pirscht sich mit dem dritten Sieg in Serie an die Regio Ladies heran.

Klassenerhalt gesichert: Mit dem Sieg über Neuss steht das Junior-Team in den Playoffs.

MITTE

TG Main Sharks Würzburg – Rhein-Main Baskets 95:60
Einen klaren Heimerfolg erzielten die Main Sharks (7/1) gegen die Baskets (1/7), die damit mit den Playdowns planen müssen. Für Würzburg, die das Spiel nach dem zweiten Viertel entschieden hatten, geht es damit nur noch um den Gruppensieg. Da Rhein-Neckar ebenfalls gewinnen konnte bleibt man auf Augenhöhe, gewinnt aber den direkten Vergleich. Wieder einmal waren es Mia Wiegand (23 PTS, 6 REB) und Moescha Bakam (20 PTS, 8 REB), die entscheidende Faktoren für den Sieg waren. Bei den Gästen blieben Dilara Özdemirs 14 Punkte wirkungslos.

Basket-Girls Rhein-Neckar – Post SV Nürnberg 68:64
In einer sehr umkämpften Partie kam der 7:0-Lauf der Nürnberger (5/3) zu spät und die Basket-Girls (6/1) fahren ihren sechsten Sieg ein. Nachdem die Gastgeber gut starteten, gehörte dem SV das zweite und dritte Viertel. Beim Stand von 57:57 starteten die Heidelberger einen 11:0-Lauf, den die Gäste zu spät konterten. Neben den aktiven Carla Koch und Greta Metz, hatte Leni Schramm-Bünning (22 PTS) die größten Anteile am Heimsieg. Ohne Noemi Schoenauer, lastete die Scoring-Last bei Nürnberg auf den Schultern von Laura Münsterer (14 PTS) und Rosina Ortelli (11 PTS).

Junior Falcons Homburg – Talents BonnRhöndorf 56:49
Es bleibt wie verflucht für die Talents (0/7). Nach Pausenführung brechen die Bonner im dritten Viertel ein und unterliegen trotz Besserung im Schlussviertel auch im siebten Spiel. Damit stehen die Talents neben den Baskets als zweites Playdownteam fest. Die Junior Falcons (4/4) sichern indes den direkten Klassenerhalt. Besonders große Aktien daran hatte Emily Haux (20 PTS). Für die geschlagenen Talents setzte Hana Bajramovic mit 15 Punkten den Bestwert.

SÜD

USC Freiburg – MTV München 92:48
Der kleine Run des MTV München (2/6) kommt in Freiburg (7/1) zu einem jähen Ende. Die Gastgeber, die damit Anschluss an die TS Jahn halten, laufen im dritten Viertel heiß und erzielen mit 92 Punkten den Saisonbestwert. Bis auf Elena Pecha (21 PTS, 10 REB) bekamen die Gäste ihre Offensive nur selten aufs Parkett. Anders beim USC, wo sich vor allem Lara Gierlich (22 PTS, 14 REB) und Karla Paradzik (16 PTS, 10 REB) formstark präsentierten. Trotz der Niederlage bleibt der MTV zunächst auf einem Playoffplatz, hat es aber in der Saisonschlussphase mit der TS Jahn und dem MTV Stuttgart zu tun.

MTV Stuttgart – RegioTeam Stuttgart 71:50
Einen sorgenfreien Heimsieg feierte der MTV zu hause gegen Stadtrivalen RegioTeam Stuttgart. Damit haben die Gastgeber das Playoff-Ticket beinahe sicher, während die Überlebenschancen des RegioTeams geringer werden. In einem starken MTV-Kollektiv lieferten Soraya Zouaoui (14 PST) und Diana Ivancic (12 PTS) die meisten Highlights. Auf der Gegenseite waren Julia Geiger (13 PTS) und Rika Windgasse (11 PTS) die Aktivposten. Bei Betrachtung des Restprogramms braucht das RegioTeam zwei Siege, da man den direkten Vergleich gegen den MTV München verloren hat. Verliert man nächste Woche in Freiburg, geht es in die Playdowns.

TS Jahn München – Porsche BBA Ludiwigsburg 88:24
Die Personalsorgen der BBA gehen weiter. Wie bereits in der Vorwoche gegen Freiburg muss man auch bei der TS Jahn auf Schlüsselspielerinnen verzichten und unterliegt klar. Somit spitzt sich der Kampf um den letzten Playoffplatz weiter zu. Ludwigsburg braucht dringend einen Sieg am letzten Spieltag gegen das RegioTeam. Gleichermaßen darf der MTV München keine weiteren Punkte holen. Bei den Gastgebern, die aus Mirjam Wilts (18 PTS) starker Performance Profit schlugen, geht der ungeschlagene Lauf weiter.