Volles Haus am Sonntag zum Abschluss der ING 3×3 German Championship 2023. Dicht gedrängt standen die Zuschauer beim Finalspiel der Herren in der Gluthitze auf dem Centercourt am Düsseldorfer Burgplatz. Insgesamt waren am Wochenende rund 81.000 Besucher bei den Deutschen Meisterschaften im 3×3-Basketball im Rahmen von Die Finals Rhein-Ruhr 2023. Zum krönenden Abschluss sicherte sich LFDY Düsseldorf, wie schon im vergangenen Jahr, den Titel. Zuvor hatte sich auch schon die weibliche U18 von LFDY Düsseldorf zum Meister gekrönt. Damit gehen in diesem Jahr insgesamt drei Titel in die NRW-Landeshauptstadt. Bereits gestern hatten die Damen von LFDY Düsseldorf die Goldmedaille geholt.
Schweiß fließt in Strömen
Nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf den Tribünen floss am Finaltag der Schweiß angesichts von Temperaturen von fast 40 Grad im Schatten. Das hielt die Zuschauer aber nicht davon ab, sich die hochklassigen Partien anzuschauen. Das erste Viertelfinale holte sich Düsseldorf LFDY deutlich mit 21:9 gegen 3×3 Germany-Cologne. Im zweiten Viertelfinale lieferten sich Der Stamm und Linden einen harten Fight, der letztendlich mit 21:18 für Der Stamm ausging. Weiter ging es mit einem deutlichen 21:13-Sieg von Klutsh, dem Deutschen 3×3-Meister von 2019, gegen die Black Lions. Und das letzte Viertelfinale, ein Duell der beiden jungen Teams aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, entschied Hannover mit 21:6 gegen die Hannover O’Fivers für sich.
Halbfinale Herren
Im ersten Halbfinale traf dann das Heim-Team, der Titelverteidiger Düsseldorf LFDY, gegen den Deutschen 3×3-Meister von 2021, Der Stamm an. Es war ein hitziges Duell, bei dem Düsseldorf aber immer die Nase vorn hatte und letztlich mit 21:12 siegte. Das zweite Halbfinale bot dann wieder ein ganz enges Duell. Team Klutsh spielte gegen das junge Team aus Hannover. Und wer mit einer klaren Sache gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die Partie bot jede Menge Führungswechsel und am Ende stand, für einige vielleicht etwas überraschend, ein knapper 21:19-Sieg für Hannover auf der Anzeigetafel.
Das Spiel um Platz 3 bestritten dementsprechend Der Stamm und Klutsh. Es war wieder eine extrem hitzige Partie. Der Stamm spielte mit Wut im Bauch nach dem verpassten Finaleinzug, Klutsh war noch müde vom Halbfinale davor. Am Ende gab es ein deutliches Ergebnis – 18:12 für Der Stamm – und die Bronzemedaille für Kostja Mushidi, Rupee Kolawole, Samuel Mpacko und Demetrius Ward.
Finale Herren
Damit war alles bereitet für das große Finale zwischen dem Titelverteidiger LFDY Düsseldorf und der jungen Mannschaft aus Hannover. Spätestens jetzt war es am Centercourt brechend voll und die Stimmung am Center Court kochte in der Gluthitze. Das Heimteam aus der Landeshauptstadt ging früh in Führung und setzte sich etwas ab, aber Hannover versuchte, dagegenzuhalten und lieferte einen harten Kampf. Beide Teams mussten sich jeden Punkt schwer erarbeiten. Zwei Minuten vor Schluss wurde es dann noch mal etwas knapper und die Sensation lag in der Luft, als Hannover sich auf einen Punkt ran kämpfte. Letztendlich machte Leon Fertig aber 31 Sekunden vor Schluss mit einem 2-Punkte-Wurf zum 21:18 den Deckel drauf und der Jubel auf dem Court und auf den Tribünen brach aus. Unter großem Applaus des heimischen Publikums empfingen Bastian Landgraf, Alan Boger, Leon Fertig und Niklas Geske ihre Goldmedaillen. Etwas enttäuscht, aber dennoch stolz auf ihre Leistung nahmen Linus Beikame, Fabian Giessmann, Denzel Agyeman und Joshua Günther ihre Silbermedaillen entgegen.
Fotos: BWA/Sven Kuczera