Die U18-Mädchen haben die Gruppenphase der FIBA U18 Women’s EuroBasket 2026 in Stockholm/SWE beendet. Im abschließenden Gruppenspiel wartete mit Frankreich der Favorit der Gruppe. Trotz einer kämpferischen Leistung musste sich Deutschland mit 58:65 (17:16, 13:19, 13:14, 15:16) geschlagen geben und richtet den Blick nun auf die K.O.-Phase. Am Mittwoch steht für die DBB-Auswahl das Viertelfinale an (live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA).

Deutschland mit knapper Führung

Nach einer punktlosen ersten Minute erzielte Frankreich die ersten Zähler der Partie (0:2, 2.). Frederike Askamp glich von der Freiwurflinie aus (2:2, 3.), doch die Französinnen fanden anschließend besser in ihren Rhythmus und zogen nach einem Dreier zwischenzeitlich auf 6:12 davon (5.). Die deutsche Mannschaft verteidigte zwar mit viel Intensität und setzte Frankreich durch hohes Pressing immer wieder unter Druck, verursachte allerdings selbst zu viele Turnover und konnte die Ballgewinne offensiv zunächst nicht ausnutzen. Darina Zraychenko verkürzte von der Freiwurflinie auf 8:12 (6.), ehe Emma Steinbicker mit fünf Punkten in Serie die Partie wieder offen gestaltete und per And-One auf 13:14 stellte (10.). Nach einem Ballgewinn brachte Diana Ivancic Deutschland erstmals in Führung, Frankreich konterte 30 Sekunden vor der Viertelpause noch einmal zum 15:16. Den Schlusspunkt setzte jedoch Lilli Schultze, die mit ihrem Korberfolg die 17:16-Führung nach den ersten zehn Minuten sicherte.

Turnover kosten Halbzeitführung

Deutschland erwischte den besseren Start in den zweiten Abschnitt und baute die Führung durch Ivancic zunächst auf 19:16 aus (11.). Frankreich antwortete jedoch direkt mit einem Dreier zum Ausgleich und entwickelte mit der DBB-Auswahl einen offenen Schlagabtausch. Emily Haux brachte Deutschland erneut die Führung, ehe die Französinnen Mitte des Viertels beim 21:23 (16.) wieder die Führung übernahmen. Nach einem deutschen Dreier von Zraychenko setzte sich Frankreich mit einem eigenen Distanztreffer und weiteren Punkten auf 24:30 ab (17.), worauf Bundestrainerin Janet Fowler-Michel eine Auszeit nahm. Deutschland kämpfte sich anschließend durch Zraychenko, Mia Wiegand und Schultze noch einmal auf 29:30 heran (18.), doch erneut traf Frankreich von jenseits der Dreierlinie. Ballverluste in der Schlussphase verhinderten eine weitere Aufholjagd, sodass Deutschland mit einem 30:35-Rückstand in die Halbzeit ging.

Boxscore

Deutschland weiterhin in Schlagdistanz

Deutschland startete gut in die zweite Halbzeit und verkürzte durch Ivancic auf 31:35 (21.). Nach einem Steal von Ivancic und dem anschließenden Assist auf Schultze blieb die DBB-Auswahl weiter in Schlagdistanz (35:37, 23.). Frankreich antwortete mit einem And-One und baute die Führung wieder aus, doch Deutschland kämpfte sich durch Schultze, einen Dreier von Steinbicker und Punkte von Askamp zurück auf 42:44 (26.). Allerdings sorgten ein französischer Dreier und weitere Punkte der Französinnen für den 43:49-Rückstand vor dem Schlussviertel.

Letzter Punch fehlt

Frankreich erwischte den besseren Start in den Schlussabschnitt und baute die Führung auf 51:43 aus (32.). Wenig später lagen die Französinnen erstmals zweistellig vorne (43:53, 35.). Wiegand hielt Deutschland mit einem wichtigen And-One im Spiel, doch Frankreich antwortete umgehend und stellte wieder auf 46:56. Nach weiteren französischen Punkten nahm Janet Fowler-Michel beim Stand von 46:58 (37.) eine weitere Auszeit. Deutschland kämpfte bis zum Schluss, verkürzte durch Ivancic, Steinbicker und Wiegand noch einmal auf 58:63 (40.), doch Frankreich ließ sich den Vorsprung in der Schlussphase nicht mehr nehmen. Die DBB-Auswahl unterlag am Ende mit 58:65.

„Müssen diesen Schritt mitnehmen“

Janet Fowler-Michel: „Wir waren eine ganz andere Mannschaft im Vergleich zu gestern. Wir haben Herz gezeigt und haben Frankreich bis zum Limit gepusht. Letztendlich waren es einmal mehr zu viele Turnover, 29 am Stück. Wir erfahren erst heute Abend wer unser Überkreuzspiel-Gegner sein wird. Wir müssen diesen Schritt, den wir im heutigen Spiel gemacht haben, mitnehmen und alles geben, um in die Top acht zu kommen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Frederike Askamp 4 Eisvögel USC Freiburg
Lara Gierlich 0 Eisvögel USC Freiburg
Emily Haux 2 Falcons Bad Homburg
Diana Ivancic 9 MTV Stuttgart
Laura Knaup 1 Osterather TV
Greta Metz 0 BasCats USC Heidelberg
Noemi Schönauer 0 Post SV Nürnberg
Lilli Schultze 9 ALBA Berlin
Sarah Siebold 0 TuS Lichterfelde
Emma Steinbicker 10 TS Jahn München
Mia Wiegand 14 TG Würzburg
Darina Zraychenko 9 TSV Hagen