Im zweiten Gruppenspiel der U18 EuroBasket 2026 traf die deutsche U18-Nationalmannschaft auf Slowenien. Die Begegnung war zugleich das Rematch des Finales beim Albert Schweitzer Turnier, in dem sich beide Mannschaften bereits im April gegenübergestanden hatten. Mit nahezu unveränderten Kadern lieferten sich die Teams erneut ein intensives Duell. Das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic setzte sich schließlich mit 98:88 (26:17, 19:25, 25:19, 28:27) durch.

Frühe Kontrolle

Die Partie begann mit niedrigem Tempo und wenigen Punkten. Deutschlands erster Wurf verfehlte sein Ziel, ehe Borczanowski den Ballgewinn erzwang und Kiehlneker den ersten Punkt an der Freiwurflinie erzielte. Erst ein Dreier von Kayser brachte mehr Rhythmus ins deutsche Spiel (6:4, 4.). Kröger erhöhte nach Assist von Kayser sowie wenig später erneut von der Freiwurflinie auf 9:4. Slowenien verkürzte zwar per Dreier, doch Petric antwortete umgehend ebenfalls aus der Distanz. Anderson legte unter dem Korb zum 14:7 nach, ehe ein weiterer Dreier von Petric Slowenien zur ersten Auszeit zwang (17:7, 6.). Die Slowenen fanden anschließend offensiv besser ins Spiel und verkürzten auf 20:14. Vossenberg setzte mit einem Steal und Fastbreak wichtige Akzente, Ilic traf aus der Zone und bediente anschließend Kröger, der völlig frei per Dunk zum 26:14 vollendete. Ein And-One der Slowenen im letzten Angriff stellte den Viertelstand von 26:17 her.

Slowenien kämpft sich zurück

Auch das zweite Viertel begann punktarm. Nach den ersten slowenischen Punkten antwortete Vossenberg im Fastbreak zum 28:19. Es entwickelte sich nun ein schnellerer Schlagabtausch: Auf einen Dreier der Slowenen folgte ein Distanztreffer von Plato, ehe Slowenien erneut erfolgreich war (31:24). Ilic setzte sich energisch zum Korb durch und fing im anschließenden Angriff den Ball ab. Mit zunehmendem Tempo unterliefen beiden Mannschaften jedoch mehrere Fehler. Nach einem Steal vollendete Kemmer den Fastbreak zum 35:24 und zwang Slowenien zur nächsten Auszeit (15.). Zwar verkürzte der Gegner erneut, doch Kayser konterte sofort mit einem Dreier. Kröger und Kayser stellten den Vorsprung anschließend wieder auf zehn Punkte (42:32, 18.). In der Schlussphase verlor Deutschland jedoch etwas den Rhythmus. Ein Dunk und ein offener Dreier brachten Slowenien bis auf fünf Punkte heran, worauf Bundestrainer Alan Ibrahimagic eine Auszeit nahm. Danziger traf anschließend noch aus der Distanz, doch die letzten Minuten gehörten den Slowenen, die den Rückstand bis zur Pause auf 45:42 verkürzten.

Boxscore

Deutschland baut den Vorsprung wieder aus

Anderson eröffnete die zweite Halbzeit mit den ersten deutschen Punkten, ehe Slowenien direkt antwortete. Ein Steal von Kayser mit anschließendem Schnellangriff über Anderson leitete die nächsten Zähler ein. Kiehlneker erhöhte per And-One auf 51:44 und sorgte wenig später mit zwei Freiwürfen gemeinsam mit Punkten von Kemmer wieder für einen komfortableren Vorsprung (55:46, 23.). Im nächsten Angriff bediente Kiehlneker den völlig freien Kemmer unter dem Korb, worauf Slowenien beim Stand von 57:46 die Auszeit nahm. Borczanowski legte per Tip-in nach, Kayser erhöhte auf 61:48. Das Spiel nahm nun deutlich an Tempo auf, das Deutschland auch defensiv gut kontrollierte. Nach einem Foul an Ilic vergab dieser zwar den Bonusfreiwurf zum And-One, doch Deutschland hielt den Vorsprung zunächst konstant. Slowenien verkürzte mit einem Dreier und Fastbreak-Punkten auf 64:55 (27.), ehe Petric und Kayser wieder antworteten. Mit konsequentem Full-Court-Press setzte Deutschland die Slowenen immer wieder unter Druck und erschwerte den Spielaufbau. Da beide Mannschaften nun deutlich intensiver verteidigten, wurden Punkte aus dem Feld seltener. Kröger traf von der Freiwurflinie zum 70:59, ehe Slowenien mit den letzten Punkten des Viertels auf 70:61 verkürzte.

Kayser entschied die Partie

Kemmer eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Layup, anschließend war das Spiel über weite Strecken von Ballverlusten und Fouls geprägt. Nach zwei slowenischen Punkten traf Danziger einen Freiwurf zum 73:63. Slowenien verkürzte weiter, worauf Deutschland eine Auszeit nahm. Direkt danach profitierten die Slowenen von einem Missverständnis in der deutschen Defensive und kamen erneut zu Punkten. Anderson antwortete jedoch mit einem wichtigen Dreier zum 76:67 (34.). Ein weiterer Distanztreffer Sloweniens hielt die Partie offen. Anderson verwandelte anschließend zwei Freiwürfe zum 78:70, doch Slowenien blieb im Spiel. Ein Jumper von Anderson und zwei Punkte von Kayser sorgten für das 82:72. Die Slowenen starteten jedoch einen Lauf und verkürzten bei noch vier Minuten Spielzeit auf 82:77. Kayser traf von außen, doch auch Slowenien antwortete mit einem Dreier zum 85:80. Ein weiterer erfolgreicher Distanzwurf brachte den Gegner sogar bis auf zwei Punkte heran, worauf Deutschland die nächste Auszeit nahm. Kayser erzielte anschließend wichtige Punkte per Layup, doch erneut antwortete Slowenien von jenseits der Dreierlinie. In der Crunchtime trennte beide Teams nur noch ein Punkt. Anderson behielt an der Freiwurflinie die Nerven und verwandelte beide Versuche. Kurz darauf traf Kayser einen wichtigen Dreier zum 92:86. Nach einer erfolglosen Auszeit der Slowenen sorgte Kayser mit einem weiteren Dreier zum 95:86 für die Vorentscheidung. Slowenien verkürzte noch einmal, Kröger und Kemmer punkteten von der Freiwurflinie, ehe die letzten 15 Sekunden nach einer weiteren slowenischen Auszeit ohne weitere Punkte verstrichen. Deutschland sicherte sich damit den 98:88-Erfolg.

„Stimme folgt“

Bundestrainer Alan Ibrahimagic: „…“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Lars Danziger 5 Porsche BBA Ludwigsburg
Lucai Anderson 15 IMG Academy/USA
Dusan Ilic 6 Telekom Baskets Bonn
Caspar Vossenberg 4 FC Bayern Basketball
Anton Kemmer 13 ALBA Berlin
Paul Plato 0 Würzburg Baskets
Fin Borczanowski 2 ALBA Berlin
Fabian Kayser 25 Real Madrid
Kenan Youdom 0 Porsche BBA Ludwigsburg
Marko Petric 8 Würzburg Baskets
Felix Kiehlneker 7 ratiopharm ulm
Leonard Kröger 13 Paderborn Baskets