Zum Auftakt in die FIBA U18 EuroBasket 2026 in Trentino/ITA ging es für die deutsche Auswahl gegen Bulgarien. Nachdem man in der ersten Hälfte noch nicht sein volles Potenzial abrufen konnte, drehte das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic nach der Pause auf und schlug Bulgarien fulminant mit 104:58 (23:20, 26:23, 26:3, 29:12).

Bulgarien hält Schritt

Deutschland startete mit Lucai Anderson, Fin Borczanowski, Fabian Kayser, Anton Kemmer und Felix Kiehlneker in die Partie. In einer noch etwas wackligen Anfangsphase setzten Kayser und Anderson die ersten Akzente (5:4, 3.). Bulgarien konnte das Tempo in der Anfangsphase aber mitgehen und nutzte frühe deutsche Turnover um in Führung zu gehen (7:9). Kam das DBB-Team aber ins Laufen, hatten die Bulgaren ihre Mühen defensive Lösungen zu finden. So auch beim Führungswechsel, den Kemmer mit einem krachenden Dunk einleitete (13:12). In der Folge blieb das Spiel aber auf Augenhöhe. Deutschland hatte Flow, blieb allerdings defensiv fehleranfällig. Petric’s Dreier eröffnete die letzte Minute (22:19). Die knappe 23:20-Führung brachten die U18-Jungen in die Viertelpause.

DBB wird warm

Deutschland mit mehr Struktur nach der Unterbrechung. Neben der nun flüssigen Offensive, machte das DBB-Team defensiv von seinen physischen Vorteilen Gebrauch. Kayser und Kemmer hoben die Führung auf neun Punkte (38:29, 14.). Bulgarien tat sich nun schwerer im Halbfeld zu Punkten zu kommen. Auf der anderen Seite lief ALBA-Spieler Kemmer heiß (43:34). Besonders auf den Guard-Positionen dominierten die DBB-Jungen. Petric, Vossenberg, Anderson und auch Kayser setzten sich immer wieder in 1-gegen-1-Situationen durch. Ganz ließen die Bulgaren aber nicht abreißen (47:39, 18.). Auch bis zum Ende der ersten Halbzeit blieb die Partie eng umkämpft. Mit 49:43 ging es in die Pause.

Boxscore

Pure Dominanz

Dank guter Arbeit beim Offensivrebound zog die deutsche Auswahl zum Start in die zweite Hälfte auf 57:45 davon. In den Folgeminuten geriet der Rhythmus beider Mannschaften ins Stocken (59:46, 25.). Deutschland bekam die Bulgaren aber in Foulprobleme und konnte sich so immerhin von der Freiwurflinie Punkte sichern. Plato und Kröger ließen den Vorsprung dann nach einer guten Phase auf 20 Punkte ansteigen (67:46, 27.). Von Bulgarien kam offensiv nur wenig Zwingendes und die Physis und Länge der U18-Jungen kam immer mehr zum Tragen (75:46).

Kantersieg

Mit der klaren Führung im Rücken ging das DBB-Team ins letzte Viertel. Petric erhöhte nach Freiwürfen auf plus 30 (83:52). Die Offensive gestaltete Deutschland ausgeglichen. Topscorer war Ilic mit 14 Punkten. Hinter ihm standen aber fünf weitere Spieler bei über zehn Punkten. Somit blieb man für die Bulgaren nur schwer auszurechnen (89:54, 35.). Auch in der Schlussphase setzten die DBB-Jungen ihre Dominanz fort und knackten durch Borczanowskis Dunk die 100 Punkte (38.). Am Ende gewann Deutschland mit 104:58.

„Erst verkrampft, dann gelöst“

Bundestrainer Alan Ibrahimagic: „Es war zu Beginn ein typisches erstes Spiel. Wir waren vor allem defensiv zu nervös und disziplinlos. So kamen wir nur schwer ins Spiel. Aber nach der Pause haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und haben dann einen guten Run gestartet. Entscheidend für den weiteren Verlauf wird aber unsere Defensive sein. Schaffen wir es dort fokussiert zu sein, können wir eine gute Rolle spielen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Lars Danziger 7 Porsche BBA Ludwigsburg
Lucai Anderson 7 IMG Academy/USA
Dusan Ilic 18 Telekom Baskets Bonn
Caspar Vossenberg 6 FC Bayern Basketball
Anton Kemmer 14 ALBA Berlin
Paul Plato 14 Würzburg Baskets
Fin Borczanowski 2 ALBA Berlin
Fabian Kayser 10 Real Madrid
Kenan Youdom 0 Porsche BBA Ludwigsburg
Marko Petric 11 Würzburg Baskets
Felix Kiehlneker 5 ratiopharm ulm
Leonard Kröger 10 Paderborn Baskets