Neue bundesweit einheitliche Miniregeln ab 2019/202014. November 2018

Ab der Saison 2019/2020 gelten im Minibasketball in Deutschland neue, einheitliche Regeln. Die Idee dahinter ist es, die Sportart Basketball für mehr Kinder und früher erreichbar zu machen und ihnen Spaß und Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Gleichzeitig sind eine höhere Handlungsdichte im Spiel, mehr Körbe, besseres technisch-taktisches sowie motorisches Lernen und positive Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung der Kinder sowie die Entwicklung ihrer psychosozialen Kompetenzen weitere Ziele der neuen Regeln.

Generell soll es in allen Altersklassen von der U8 bis zur U12 kindgerechter zugehen. Dazu soll auch die Bedeutung des Ergebnisses in weiten Teilen zurückgestellt und der Fokus auf die Kinder und ihre Entwicklung gerichtet werden. Ausgeblendete Ergebnisse und vereinfachte Spielberichtsbögen erlauben den Kindern eine bessere Konzentration auf das Spiel und verringern die Ablenkung von außen.

Zentraler Punkt sind dabei absenkbare Körbe, die international bereits seit Jahren Standard sind. „Wir können natürlich nicht erwarten, dass jetzt alle Hallen von heute auf morgen umgebaut werden und müssen sicherlich mit Übergangsfristen arbeiten“, weiß DBB-Vizepräsident Stefan Raid. „Doch wir müssen jetzt beharrlich darauf drängen, dass die Hallenträger unsere Spielstätten gemäß den Regeln, die die FIBA bereits 2005 herausgegeben hat, umrüsten und wir perspektivisch an allen Standorten Spielfelder mit höhenverstellbaren Körben für den Vereins- und Schulsport zur Verfügung haben“, so Raid weiter.

Weitere Veränderungen sind bei der Spielzeit, der Spieleranzahl, den Vorgaben zu den Einsatzzeiten sowie den Regelübertretungen vorgenommen worden. Über ein Jahr hat eine Expertengruppe gemeinsam mit den Landesverbänden diese neuen Regeln entwickelt und diskutiert. Bestehen bleiben die taktischen Vorgaben, die weiterhin Doppeln, Zonenverteidigung und das Stellen von Blöcken untersagen. Beim Jugendtag 2018 haben sich die Landesverbände mit überwältigender Mehrheit hinter die neue Spielidee gestellt.

„In Verbindung mit den verstärkten Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zum Minibasketball – nicht zuletzt durch die Aktivitäten rund um die Minitrainer-Offensive – haben wir jetzt die Gelegenheit, einen Meilenstein für unseren Sport zu setzen“, sagt Sportwissenschaftler und Kindertrainer Jürgen Maaßmann (Foto), der als Autor des „Leitfadens Minibasketball“ der Expertengruppe ebenso angehörte wie der Berliner Minireferent und ALBA-Minitrainer Marius Huth. „Die neuen Regeln schaffen endlich eine einheitliche Spielkultur für den Minibasketball in Deutschland, die sich unseres Erachtens sehr positiv auf die zahlenmäßige Entwicklung auswirken wird. Zusätzlich werden die Änderungen aber langfristig auch Einfluss auf das Spiel, die Fähigkeiten der Kinder speziell beim Wurf und damit die Talententwicklung haben. Damit schließen wir weiter zu den Top-Nationen im europäischen Basketball auf“, ergänzt Marius Huth.

Auch bei den Profistandorten ist man zufrieden mit dem Ergebnis der Regelanpassungen: „Der Korb als Hauptziel wird nun kindgerechter erreichbar, somit sind Erfolgserlebnisse von Anfang an möglich. Die Steuerungsimpulse durch die Regeln vermindern zu frühes Erfolgsdenken bei den Trainern und Trainerinnen und prägen wesentliche basketballerische Skills wie Werfen, 1:1-Verhalten in Angriff wie Verteidigung sowie das Entscheidungsverhalten besser aus. Dies wird noch mehr Kinder für den Basketball begeistern und die Basis verbreitern“, fasst Jens Staudenmayer, Sportlicher Leiter der BBL, zusammen.

An vielen Stellen sind schon Informationen im Umlauf und die ersten Landesverbände haben bereits 2018/19 ihre Spielbetriebe auf die neuen Regeln umgestellt. Nun ist das gesamte Paket an Informationen rund um die neuen Miniregeln, die ab der Saison 2019/20 gelten, für alle auf der DBB-Homepage zusammengestellt. Ein ausführlicher offizieller Regeltext sowie eine Interpretation der Regeln werden nach dem Jahreswechsel veröffentlicht. Die Übergangsfristen und Regelungen für die absenkbaren Körbe regeln die Landesverbände über ihre Ausschreibungen. Hier sind auch regionale Lösungen zulässig, so dass ausdrücklich kein Spiel ausfallen soll.

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