Für die U18-Mädchen und Head Coach Janet Fowler-Michel geht es am Samstag los bei der FIBA U18 Women’s EuroBasket 2026. Im Vorfeld des Turniers haben wir mit Janet Fowler-Michel über die Herausforderungen der Vorbereitung, die Stärken des Teams und die Motivation bei dieser EM.

Die Gruppenphase
Sa., 1.8.2026, 15.30 Uhr: Deutschland – Tschechien
So., 2.8.2026, 13.15 Uhr: Ungarn – Deutschland
Mo., 3.8.2026, 15.30 Uhr: Frankreich – Deutschland

Die Mannschaft kennt man in einer ähnlichen Aufstellung ja schon vom diesjährigen AST. Eure Vorbereitung hat also auf eine Art schon vor ein paar Monaten angefangen. Wie ging es danach weiter und was habt ihr aus dem Turnier mitnehmen können?

Ehrlich gesagt hat unsere Vorbereitung erst am 20. Juni begonnen. Das AST war für die Mädels eine super Erfahrung, aber es war nicht Teil unserer Vorbereitung auf der EM. Die Spielerinnen konnten dort vor allem wertvolle internationale Erfahrungen sammeln. Für unsere aktuelle Mannschaft und unsere Vorbereitung hat das Turnier aber nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Durch die U17-WM kamen einige Spielerinnen erst sehr spät zur Vorbereitung dazu. Inwieweit beeinflusst sowas die Vorbereitung? Haben die Mädchen jetzt gut in die Mannschaft gefunden?

Dieser Sommer war definitiv kein normaler. Uns war von Anfang an bewusst, dass die U17-Spielerinnen aufgrund der Weltmeisterschaft erst verspätet zur Mannschaft stoßen würden. Um diese Situation aufzufangen, haben wir mit Emma Steinbicker, Sarah Siebold und Greta Metz drei Spielerinnen dazugenommen, die sich während der Saison mit starken Leistungen empfohlen hatten. Kurz vor unserem ersten Lehrgang kam dann noch die Information dazu, dass Lilli Schulze bei der U20 zum Einsatz kommen würde. Natürlich beeinflusst so etwas die Vorbereitung. Trotzdem haben wir unseren Plan konsequent verfolgt und den Spielerinnen, die uns zur Verfügung standen, die Chance gegeben, sich weiterzuentwickeln und internationale Erfahrungen zu sammeln. Das haben sie sehr gut genutzt – jede Einzelne hat in den vergangenen Wochen Fortschritte gemacht. Insgesamt sind wir mit der Vorbereitung deshalb trotz der besonderen Umstände zufrieden.

Was zeichnet euch als Mannschaft aus? Worin liegen eure Stärken?

Was uns als Mannschaft auszeichnet, ist die gute Mischung aus erfahrenen EM-Spielerinnen und Spielerinnen, die ihre erste Europameisterschaft bestreiten und entsprechend hungrig sind. Diese Kombination bringt viel Qualität, Energie und eine große Lernbereitschaft mit. Die Mädels entwickeln sich von Training zu Training weiter. Sie nehmen neue Inhalte schnell auf und setzen sie direkt auf dem Spielfeld um. Außerdem sind wir als Team sehr ausgeglichen und dadurch taktisch vielseitig. Wir können uns flexibel auf verschiedene Gegner einstellen und unterschiedliche Spielweisen erfolgreich umsetzen.

Bei der U18-B-Europameisterschaft im letzten Jahr holte Janet Fowler Michel mit den U18-Mädchen die Silbermedaille und konnten so wieder in die A-Division aufsteigen.

Mit Frankreich, Tschechien und Ungarn habt ihr direkt anspruchsvolle Gegnerinnen. Wie schätzt du die Gruppe und die Überkreuzgruppe ein?

Unsere Gruppe ist sehr anspruchsvoll, und die Überkreuzgruppe ist sogar noch stärker besetzt. Frankreich war vor zwei Jahren U16-Vizeeuropameister. In der Überkreuzgruppe treffen wir mit Finnland, Italien und Belgien drei von den TOP 5 U16 Teams vor 2 Jahren. Dazu kommt mit Schweden der aktuelle B-U18 Europameister. Das zeigt, wie hoch das Niveau bei dieser Europameisterschaft ist. Es wird keine leichte Aufgabe, aber genau solche Herausforderungen machen ein Turnier aus. Wir wollen uns mit den besten Teams messen – und daran wachsen.

Letztes Jahr seid ihr mit der Silbermedaille in der B-Division wieder aufgestiegen. Jetzt habt ihr die Möglichkeit euch mit einem Platz unter den Top 5 für die U19-WM nächstes Jahr zu qualifizieren. Ist das eine große Motivation im Team? Was sind eure Ziele für die EM insgesamt?

Die Möglichkeit, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren, ist natürlich eine große Motivation für uns. Eine WM zu spielen, ist etwas Besonderes und für jede Spielerin ein großes Ziel. Trotzdem richten wir unseren Fokus ganz bewusst auf das nächste Spiel. Bei einem Turnier wie der Europameisterschaft ist es wichtig, Schritt für Schritt zu denken und sich von Spiel zu Spiel zu steigern. Wenn wir unsere Leistung konstant abrufen und unser Potenzial ausschöpfen, haben wir die Chance, unsere Ziele zu erreichen.