76:83 gegen die Türkei | Morgen gegen Frankreich
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76:83 gegen die Türkei | Morgen gegen Frankreich
Die deutsche Mannschaft hat bei der U20 EuroBasket 2026 in Ljubljana/SLO das zweite Gruppenspiel verloren. Nach dem Sieg gegen Italien zum Auftakt unterlag das Team von Bundestrainer Mario Dugandzic heute gegen die Türkei trotz einer bravourösen Aufholjagd im Schlussviertel mit 76:83 (17:22, 17:20, 16:21, 26:20). Damit verpassten es die DBB-Youngster, vor dem letzten Vorrundenspiel am morgigen Montag gegen Favorit Frankreich für eine bessere Ausgangsposition zu sorgen (20.30 Uhr, Kostenpflichtiger Livestream auf dem YouTube-Kanal der FIBA).
Die Partie begann sehr ausgeglichen (6:8, 4.). Die Türken versuchten offensiv immer wieder, mismatch-Situationen zu kreieren. Damit hatte die deutsche Defense zunächst einige Probleme. Bruno Loll war mit einem Dreier zum 9:9 erfolgreich (5.), hatte aber wie am Vortag auch schnell zwei Fouls auf seinem Konto. Es war wenig Tempo im Spiel, beide Teams hatten noch nicht ihren Rhythmus gefunden (13:16, 8.). Gegen Ende des ersten Viertels verhinderten die DBB-Korbjäger einen deutlicheren Rückstand als das 17:22.
Im deutschen Spiel fehlte bis dahin der letzte Biss und die Aggressivität. Das hatte das Team am Vortag noch besonders ausgezeichnet. Den keinesfalls besonders starken Türken wurde es auch bei den Rebounds einfach zu leicht gemacht (17:31, 13.). Dugandzic rief sein Team zusammen. Der nächste Dreier von Loll fiel und Julis Baumer traf einmal an der Freiwurflinie (21:31, 14.). Doch erneut wurden dort zu viele Würfe liegen gelassen. Dann gelang es einmal ins Laufen zu kommen und prompt war wieder der starke Loll im Fastbreak erfolgreich (23:34, 15.). Loll überragte offensiv und hielt sein Team fast im Alleingang in der Partie (26:36, 16.). Remagen netzte zweimal „für eins“ und brachte seine Mannschaft wieder in den einstelligen Bereich. Nach wie vor waren die Rebounds das größte Problem und verhinderten bis zum Seitenwechsel eine größere Aufholjagd (34:42).
Konnte Deutschland in dieses wichtige Spiel zurückkehren? Denn im Achtelfinale soll möglichst ein Spiel gegen Serbien oder Litauen vermieden werden, dazu wäre mindestens ein zweiter Platz in der Gruppe wichtig. Wer anders als Loll war es, der per Dreier das 37:44 besorgte (22.), aber die Türken hatten die passende Antwort (37:51), Auszeit Deutschland. Das deutsche Team wirkte entschlossener, wurde aber nicht für die kurzzeitig geänderte Körpersprache belohnt. Zu viele einfache Fehler schlichen sich immer wieder ins deutsche Spiel, zu viele einfache Würfe wurden vergeben. So kam der Gegner nach 16 Minuten zum 41:60, zweite Auszeit Deutschland. Die letzten Minuten des dritten Viertels nutzten die Deutschen dann mit einem zwischenzeitlichen 9:0-Lauf noch zur Resultatsverbesserung, kassierten aber mit der Schlusssirene einen schmerzhaften Dreier von jenseits der Mittellinie (50:63)
Noch einmal alles reinwerfen, noch einmal alle Kräfte mobilisieren … das war jetzt das Motto vor den abschließenden zehn Minuten. Und man konnte der DBB-Auswahl den Willen deutlich anmerken, der Partie noch eine Wende zu geben. Dreier von Davi Remagen und Loll (2) führten zum 59:68 (33.), es gab durchaus noch Hoffnung. Deutschland kämpfte sich in die Begegnung hinein, holte sich Stops und ein jetzt bärenstarker Remagen traf einen schwierigen Dreier: 62:68 mit noch mehr als fünf Minuten auf der Uhr. Die Türken wackelten, Jordan Müler besorgte das 66:71 (37.), Daniel Biel das 68:73 kurz später. Die Türkei antworteten jeweils direkt am deutschen Korb. Amon Dörries war per „and one“ erfolgreich, es wurde dramatisch (72:75, 38.). Das nächste „and one“ durch Remagen folgte und plötzlich stand es Unentschieden (1’39). In den finalen zwei Minuten wollten dann ein Korbleger und ein Dreier der Deutschen nicht in den gegnerischen Korb, sodass sich die Türken knapp durchsetzen konnten (76:83).
Mario Dugandzic: „Das war ein schwieriges Unterfangen. Es ist das eingetreten, was wir versucht haben zu vermeiden. Wir haben uns von der Länge und Physis der Türken einschüchtern lassen. Wir waren am Anfang sehr träge und sind überhaupt nicht in unser Spiel gekommen. So sind wir früh in Rückstand geraten. Dann haben wir nach funktionierenden Line ups gesucht und diese auch gefunden. Wir haben einen 20-Punkte-Rückstand aufgeholt und das sagt sehr viel über diese Mannschaft. Am Ende sind uns dann etwas die Kräfte ausgegangen. Wir können aus diesem Spiel viel lernen. Es sind alles gute Teams hier, jetzt müssen wir weiter gucken. Gegen die Franzosen können wir noch einmal ordentlich testen, bevor es in den off day geht. „
| Name | Punkte | Verein |
|---|---|---|
| Damian Jung | 0 | Northeastern University/USA |
| Jervis Scheffs | 0 | VR-Bank Würzburg Baskets Akademie |
| Noah Isichei | 2 | LOK Bernau |
| Davi Remagen | 24 | UT Martin Men’s Basketball/USA |
| Julis Baumer | 9 | MHP RIESEN Ludwigsburg |
| Musa Abra | 0 | CATL Basketball Löwen |
| Bruno Loll | 24 | Rostock Seawolves |
| Jordan Müller | 5 | California Baptiste University/USA |
| Lars Lenke | 5 | Nürnberg Falcons |
| Amon Dörries | 3 | University of Richmond/USA |
| Nicolas Kodjoe | 0 | FC Bayern München |
| Daniel Biel | 4 | Science City Jena |