85:67 gegen Italien | Morgen gegen die Türkei
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85:67 gegen Italien | Morgen gegen die Türkei
Zum heutigen Start in die U20 EuroBasket 2026 in Ljubljana/SLO gab es für die deutsche Mannschaft einen insgesamt überzeugenden Sieg. Gegen Italien setzte sich das Team von Bundestrainer Mario Dugandzic mit 85:67 (26:24, 23:9, 20:21, 16:13) durch. Morgen erwarten die U20-Herren im zweiten Gruppenspiel die Türkei (13.30 Uhr, Kostenpflichtiger Livestream auf dem YouTube-Kanal der FIBA).
Das DBB-Team, in dem vier der U19-Vizeweltmeister aus dem Vorjahr in diesem Sommer mit dabei sind, startete mit einem Dreier des Neu-Albatross Julis Baumer. Nicolas Kodjoe ließ den nächsten „für drei“ fliegen, Amon Dörries traf an der Freiwurflinie (7:0, 3.). Deutschland blieb stark an der Dreierlinie (10:2, Bruno Loll), Loll holte sich früh sein zweites Foul. Zu viele Ballverluste der DBB-Korbjäger brachten dem Gegner dann den 10:10-Ausgleich (4.) , nur einer der ersten sechs deutschen Freiwürfe fand sein Ziel. Beide Teams agierten zerfahren, es kam kaum ein Spielfluss zustande. Italien ging aus der Distanz in Führung (10:13, 6.), Damian Jung beendete die deutsche Freiwurfschwäche mit vier Treffern in Folge (16:16, 7.). Die DBB-Auswahl attackierte konsequent den gegnerischen Korb und kam häufig zu Würfen an der Freiwurflinie. Davi Remagen vollendete einen perfekt vorgetragenen Fastbreak, das DBB-Team führte nach siebeneinhalb Minuten wieder (19:18). Nach dem ersten Viertel war es weiter ausgeglichen (26:24).
Keines der beiden Teams konnte sich zunächsst vom Gegner absetzen, auch wenn Deutschland jetzt leichte Vorteile hatte (Dreier Dörries, 31:26, 13.). Defensiv gelangen einige Stops, aber das dritte Foul von Loll tat weh (15.). Beim 31:33 waren die Azzurri plötzlich wieder vorne, Dugandzic holte sein Team zu einer Auszeit zusammen. Die Führung wechselte wieder, Daniel Biel hatte gute Szenen am offensiven Brett (35:33, 16.). Die DBB-Youngster kamen per Dreier von Jervis Scheffs zur 40:33-Führung und hatte die Italiener in diesen Minuten gut im Griff. Musa Abra machte den Vorsprung an der Freiwurflinie zweistellig (44:33, 18.), es sah richtig gut aus für die deutsche Auswahl. Zum Seitenwechsel lag das Dugandzic-Team nach einem 18:0-Lauf sogar mit 49:33 in Front. Deutschland hatte erstaunliche 23 Freiwürfe bekommen (23/15).
Kodjoe (2) und Biel sorgten zu Beginn des dritten Viertels jeweils mit Dreiern dafür, dass Deutschland klar in Führung blieb (58:38, 24.). Es musste jetzt darum gehen, die Italiener nicht mehr in die Partie zurück zu lassen. Und das gelang hochkonzentriert und sehr souverän auch nach 25 Minuten (64:39), Biel überragte. Italien war wegen der starken deutschen Defense über zehn Minuten lang offensiv kaum noch etwas gelungen. Doch noch waren die Italiener nicht geschlagen. Sie wehrten sich und schafften sieben unbeantwortete Punkte (66:46, 28.). Kurz später nahm Dugandzic eine Auszeit, das 67:49 konnte ihm nicht gefallen. Der Rhythmus war weg aus dem deutschen Spiel, ernsthafte Sorgen waren aber zu diesem Zeitpunkt nicht angebracht. Nach 30 Minuten hieß es 69:54.
Dörries‘ Punkte zum Auftakt des Schlussabschnitts taten gut, Kodjoe legte gekonnt nach. Das italienische Momentum schien gestoppt (73:54, 33.). Kodjoe übernahm und traf aus der Distanz zum 78:57 (34.), das war so etwas wie die Vorentscheidung. Italien bewies aber Moral und ließ nicht nach. Und genau das durfte die DBB-Auswahl auch nicht, denn schließlich könnte es ja im weiteren Verlauf des Turnieres auch um Dreiervergleiche gehen. In den letzten Minuten änderte sich der Abstand noch etwas zugunsten der Italiener, der deutsche Erfolg geriet aber nicht mehr in Gefahr.
Mario Dugandzic: „Das war ein guter Sieg zum Auftakt. Wir konnten gleich zu Beginn unsere Sachen umsetzen, die wir uns vorgenommen hatten. Der game plan ist gut aufgegangen, die Jungs haben sich sehr gut daran gehalten. Ein Riesenlob an die Jungs, wie aggressiv und konzentriert sie die Partie gespielt haben. Das zeigen auch die 38 Freiwurfversuche. Auch bei den Rebounds waren wir klar besser, das war in der Vorbereitung noch problematisch. Es war in der zweiten Halbzeit nicht einfach, das alles so zu gestalten und zu verwalten. Aber nicht überbewerten, morgen geht es schon weiter.“
| Name | Punkte | Verein |
|---|---|---|
| Damian Jung | 5 | Northeastern University/USA |
| Jervis Scheffs | 3 | VR-Bank Würzburg Baskets Akademie |
| Noah Isichei | dnp | LOK Bernau |
| Davi Remagen | 13 | UT Martin Men’s Basketball/USA |
| Julis Baumer | 3 | ALBA BERLIN |
| Musa Abra | 7 | CATL Basketball Löwen |
| Bruno Loll | 3 | Rostock Seawolves |
| Jordan Müller | 5 | California Baptiste University/USA |
| Lars Lenke | 2 | Nürnberg Falcons |
| Amon Dörries | 11 | University of Richmond/USA |
| Nicolas Kodjoe | 16 | FC Bayern München |
| Daniel Biel | 17 | Science City Jena |