Für die U18-Mädchen begann heute die FIBA U18 Women’s EuroBasket 2026 in Stockholm/SWE. Zum Auftakt setzte sich die deutsche Auswahl gegen Tschechien mit 51:36 (12:4, 6:21, 12:7, 21:4) durch und startete damit erfolgreich in das Turnier. Vor allem im letzten Viertel gelingt es dem Team von Janet Fowler-Michel sowohl offensiv als auch defensiv eine starke Leistung zu zeigen. Bereits Morgen wartet mit Ungarn die nächste Herausforderung der Gruppenphase.

Deutschland mit starker Defensivleistung

Deutschland startete konzentriert in die Partie und setzte mit einem guten Drive zum Korb einen ersten Akzent (2:0, 1.). Nach dem schnellen Ausgleich der Tschechinnen (2:2, 2.) brachte Emma Steinbecker die DBB-Auswahl wieder in Führung, ehe Tschechien erneut ausgleichen konnte. Nach fünf Minuten stand es 4:4. In einer ausgeglichenen Partie überzeugte Deutschland vor allem defensiv und hielt Tschechien bis zur Viertelpause bei nur vier Punkten. Auch in der Offensive fanden sie ins Spiel: Greta Metz und Laura Knaup punkteten von der Freiwurflinie, Diana Ivancic erhöhte und Lara Gierlich sorgte mit einem Dreier für die verdiente 12:4-Führung nach dem ersten Viertel.

Tschechien übernimmt die Führung

Im zweiten Abschnitt verlor die DBB-Auswahl sowohl in der Offensive als auch in der Defensive ihren Rhythmus. Tschechien erzielte nach knapp zwei Minuten per Dreier die ersten Punkte des Abschnitts (12:7, 12.) und fand anschließend deutlich besser ins Spiel. Deutschland blieb ganze sieben Minuten ohne Punkte, während die Tschechinnen mit weiteren Treffern die Führung übernahmen (12:17, 17.). Lilli Schultze erzielte die ersten deutschen Punkte des Viertels, doch Tschechien antwortete direkt mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen (16:25, 20.). Punkte von Knaup und Ivancic hielten Deutschland im Spiel, zur Halbzeit stand es 18:25.

Boxscore

Deutschland kämpft sich zurück

Die ersten Punkte der zweiten Halbzeit gingen zunächst an das tschechische Team, das den Vorsprung auf zwölf Punkte ausbaute (18:30, 22.). Steinbecker setzte anschließend mit wichtigen Punkten ein offensives Lebenszeichen für Deutschland (21:30, 23.). Ivancic verkürzte weiter von der Freiwurflinie, ehe Knaup ebenfalls durch zwei verwandelte Freiwürfe nachlegte. Deutschland fand nun wieder besseren Zugriff in der Defensive und kam auch offensiv zunehmend besser ins Spiel. Ein And-One von Noemi Schönauer brachte die DBB-Auswahl weiter heran (27:32, 27.), bevor Darina Zraychenko mit einem Dreier den Rückstand kurz vor Ende des dritten Viertels auf nur noch zwei Punkte verkürzte (30:32, 30.).

Starker Schlussspurt der Deutschen

Gierlich glich zu Beginn des Schlussviertels aus (32:32, 32.), ehe sich ein enges Duell entwickelte. Durch wichtige Punkte von Lilli Schultze und Steinbecker von der Freiwurflinie übernahm Deutschland wieder die Führung (36:34, 33.). Ivancic und Metz bauten den Vorsprung weiter aus, bevor Frederike Askamp mit zwei Punkten Tschechien zur Auszeit zwang (40:34, 36.). Deutschland blieb defensiv konzentriert und setzte sich in der Schlussphase weiter ab. Schönauer sorgte mit einem Steal und anschließendem Freiwurf für die erste zweistellige Führung (46:36, 37.), ehe Askamp mit einem Dreier die Führung weiter ausbaute (49:36). Letztendlich gewann Deutschland durch eine starke Steigerung in der Offense und eine kämpferische Leitung in der Defense im letzten Viertel verdient mit 51:36.

„Wollen nochmal einen Schritt nach Vorne machen“

Janet Fowler-Michel ordnet ein: „Das erste Spiel der EuroBasket ist immer ein schweres Spiel, man ist nervös und muss erstmal reinkommen. Im ersten Viertel waren wir gut. Tschechien hat nur vier Punkte gemacht, wir allerdings leider auch nur zwölf. Aber das Problem in der ersten Halbzeit waren unsere Turnover. Die Tschechinnen haben 25 Punkte zur Halbzeit gemacht und 15 resultierten aus unseren eigenen Fehlern. Das haben wir in der Halbzeit besprochen: Wir müssen den Ball schützen und wollen ihn pushen, indem wir schnell spielen. Das A und O ist dabei auch die Verteidigung, das ist unsere Stärke genauso wie das Rebounden. So haben wir es geschafft, dass die nur elf Punkte in der zweiten Halbzeit gemacht haben. Morgen gehts nach Ungarn und wir wollen nochmal einen Schritt nach Vorne machen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Frederike Askamp 5 Eisvögel USC Freiburg
Lara Gierlich 5 Eisvögel USC Freiburg
Emily Haux 0 Falcons Bad Homburg
Diana Ivancic 7 MTV Stuttgart
Laura Knaup 5 Osterather TV
Greta Metz 4 BasCats USC Heidelberg
Noemi Schönauer 4 Post SV Nürnberg
Lilli Schultze 4 ALBA Berlin
Sarah Siebold 0 TuS Lichterfelde
Emma Steinbecker 7 TS Jahn München
Mia Wiegand 7 TG Würzburg
Darina Zraychenko 3 TSV Hagen