99:69 gegen Griechenland | EM-Platz fünf
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99:69 gegen Griechenland | EM-Platz fünf
Die deutschen U18-Jungen haben die FIBA U18 EuroBasket 2026 mit einem Sieg und damit auf dem fünften Platz beendet. Im abschließenden Spiel siegte die Mannschaft von Bundestrainer Alan Ibrahimagic gegen Griechenland mit 99:69 (19:20, 26:15, 30:16, 24:18). Damit gelang gleichzeitig die Qualifikation für den U19 World Cup 2027 in Tschechien. Ein sehr versöhnlicher Abschluss einer etwas unglücklich verlaufenen EM.
Griechenland ging mit viel Energie ins Spiel, wirkte wacher und bereiter (0:7, 2.). Anton Kemmer zeichnete für die ersten deutschen Punkte „für drei“ verantwortlich, als schon fast drei Minuten absolviert waren. Dann fanden die DBB-Youngster ins Spiel, änderten ihre Körpersprache schnell und boten den Griechen Paroli. Lucai Anderson traf nach fünfeinhalb Minuten zum 9:9-Ausgleich, Deutschland war im Spiel angekommen (11:12, 7.). Aber den Griechen gehörten die folgenden Szenen (11:17, 8.), bis „Mr. double double“ Leonard Kröger per Dunk zum Erfolg kam. Die deutsche Defense hatte noch keinen richtigen Zugriff auf den Gegner, Caspar Vossenberg besorgte das 17:20 nach schönem Anspiel von Lars Danziger. Nach zehn Minuten ging es Kopf an Kopf ins zweite Viertel (19:20).
Zwei schnelle Dreier von Dusan Ilic brachten Deutschland mit 25:20 in Front. Griechenland reagierte sofort mit einer Auszeit (11.). Paul Plato und Fin Borczanowski erhöhten auf 29:20 und die Griechen punktete erst nach einem viertelübergreifenden 16:0-Lauf der Deutschen wieder. Es sah gut aus für die DBB-Auswahl, die die Griechen schon kurz später nach einem Borczanowski-Dunk zu einer weiteren Auszeit zwangen (33:22, 13.). Das DBB-Team spielte die Griechen in diesen Minuten vor (Dreier Ilic, 36:22, 14. | Dunk Kemmer, 38:22, 15.). Die Hellenen waren sichtlich beeindruckt, kämpften aber mit aller Macht um den Anschluss (43:31, 18.). Am Ende des zweiten Viertels schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ins deutsche Spiel, die Griechenland etwas heran kommen ließen (35:45).
Kemmers Dreier zum Auftakt des dritten Viertels gab die Richtung vor, kurz später musste er aber angeschlagen vom Feld. Anderson netzte einen Dreier, der das 53:37 bedeutete, und wieder nahmen die Griechen eine frühe Auszeit (22.). Griechenland antwortete (53:42, 23.), Deutschland musste aufmerksam bleiben. Andersons nächster Dreier fiel und der Guard ließ einen krachenden Dunk folgen (58:42, 24.). Es sah nach Kontrolle des Spiels durch die Deutschen aus, aber man durfte den Gegner nicht abschreiben (60:48, 26.). Deutschland behauptete den wichtigen zweistelligen Vorsprung auch nach 27 Minuten (64:48). Als Ilic zum 71:51 traf, waren es erstmals gar 20 Punkte Differenz (29.). Jetzt sprach wirklich fast alles für einen deutschen Sieg (75:51 nach drei Vierteln).
Nun galt es den Sieg und die damit verbundene WM-Qualifikation sicher nach Hause zu bringen. Und das schaffte die deutsche Mannschaft sehr überzeugend, die sich gemeinsam mit Staff und Fans nach der Schlusssirene über den fünften EM-Platz freuen durfte.
Bundestrainer Alan Ibrahimagic: „Außer dem Start waren wir heute sehr solide, defensiv sehr stabil. Alles, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir auch umgesetzt. Wir haben das Tempo hochgehalten. Ich freue mich natürlich auch für die Jungs. Insgesamt haben wir sechs Mal sehr gut gespielt. Natürlich ist auch ein bisschen Wehmut dabei, es wäre mehr drin gewesen. Aber mit der WM haben wir nächstes Jahr nochmal eine neue Chance gegen die vier Teams, die hier vor uns gelandet sind. Und noch ein paar weitere Hochkaräter. Jetzt heißt es ein Jahr besser werden und dann wieder attackieren.“
| Spielerin | Punkte | Verein |
|---|---|---|
| Lars Danziger | 5 | Porsche BBA Ludwigsburg |
| Lucai Anderson | 15 | IMG Academy/USA |
| Dusan Ilic | 16 | Telekom Baskets Bonn |
| Caspar Vossenberg | 13 | FC Bayern Basketball |
| Anton Kemmer | 13 | ALBA Berlin |
| Paul Plato | 9 | Würzburg Baskets |
| Fin Borczanowski | 8 | ALBA Berlin |
| Fabian Kayser | 2 | Real Madrid |
| Kenan Youdom | 0 | Porsche BBA Ludwigsburg |
| Felix Kiehlneker | 7 | ratiopharm ulm |
| Leonard Kröger | 11 | Paderborn Baskets |