Die deutschen U16-Mädchen sind mit einem wichtigen Sieg in die U16 EuroBasket in Pitești/ROU gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiko Czach setzte sich in der Auftaktpartie mit 73:68 (15:19, 20:14, 20:20, 18:15) gegen Litauen durch. Im zweiten Gruppenspiel wartet nun Ungarn auf das deutsche Team.

 

Ein intensiver Start

 

Litauen eröffnete die Partie mit zwei Punkten, doch Deutschland zog in Person von Matilda Blanarik nach (2:2, 1). Die Litauerinnen fanden allerdings in den nächsten Sekunden schnell in ihren offensiven Rhythmus und schafften es nach anderthalb Minuten mit 2:6 in Führung zu gehen. Durch eine starke defensive Arbeit blieb Deutschland jedoch dran, erarbeitete sich Steals und glich durch Punkte von Jamie Zentgraf und Blanarik wieder aus (6:6, 4.). Litauen blieb weiter hartnäckig. Eine starkes Umschaltspiel der Litauerinnen ermöglichte ihnen wieder in Führung zu gehen und sie stellten nach sechseinhalb Minuten auf 8:14. Auch nach einem deutschen Timeout (7.) punktete Litauen weiter (8:17). Doch ein wichtiger Dreier von Emilia Atsür und Punkte von Mia Koloszar hielten Deutschland im Spiel (12:17, 9.). Letztendlich ging es mit einem 15:19-Rückstand ins zweite Viertel.

 

Über ein hohes Pressing zum Erfolg

 

Deutschland legte zu Beginn des zweiten Viertels einen Traumstart hin: Ein And-One von Zentgraf, der den Rückstand verkürzte (18:19, 11.), gefolgt von zwei weiteren Punkten von Clara Rink, welche die Führung mit sich brachten (20:19, 11.). Die DBB-Auswahl setzte den Litauerinnen zusätzlich mit einem hohen Pressing weiter zu, baute die Führung mit einem 9:0-Run weiter aus und zwang Litauen beim Stand von 24:19 zu einem Timeout (12.). Punkte von Nele Prowaznik und Atsür vergrößerten den Vorsprung der Deutschen auf 28:21 (6.), ehe Litauen das nächste Timeout nahm. Im Schlussabschnitt der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Spiel geprägt von Turnovern, in welchem es Litauen schaffte sich wieder heranzukämpfen (32:20, 29.). Atsür baute die Führung noch einmal mit einem Dreier aus, doch Litauen erzielte ebenfalls schnelle Punkte und so ging es beim Stand von 35:33 in die Kabinen.

Boxscore

Weiterhin alles offen

Durch einen Dreier zu Beginn der zweiten Halbzeit riss Litauen die Führung erstmals wieder an sich (35:36, 21.). Es entwickelte sich ein umkämpfte Spiel, in welchem die Führung hin und her wechselte. Treffer von Prowaznik und Zentner brachten Deutschland wieder in Führung (41:38, 23.). Auf beiden Seiten des Spielfeldes erarbeitete sich Deutschland viele Rebounds und zwang die Litauerinnen weiterhin zu Ballverlusten, sodass man nach dreieinhalb Minuten in der zweiten Halbzeit wieder mit sieben Punkten vorne lag. Doch Litauen ließ sich nicht abschütteln: Nach einem elf Punkte-Run der Deutschen schafften sie es wieder auf 48:46 heranzukommen (27.). Letztendlich führte Deutschland vor Beginn des Schlussabschnitts hauchzart mit 55:53.

Starker Fight mit Happy End

Zu Beginn des vierten Viertels glichen die Litauerinnen aus (55:55, 31.). Trotz Treffer von Lana Förster zog Litauen weiter davon und baute den Vorsprung auf 57:61 weiter aus (33.). Deutschland fand in dieser Phase vor allem in der Defensive keinen Zugriff und nahm sieben Minuten vor Schluss ein Timeout. Prowaznik kam mit wichtigen zwei Punkten für Deutschland aus dem Timeout, doch Litauen antwortete direkt mit dem nächsten Korberfolg (59:65, 35.). Weitere Punkte von Prowaznik und ein wichtiger Dreier von Clara Rink brachten Deutschland wieder auf einen Punkt heran (64:65, 37.), jedoch gelang es Litauen erneut mit einem Dreier Deutschland auf Abstand zu halten. Trotzdem fanden die deutschen Spielerinnen wieder besser ins Spiel. Ihre aggressive Defense sorgte für weitere Ballgewinne und durch einen weiteren Dreier von Zentgraf ging man zwei Minuten vor Schluss wieder in Führung (69:68, 39.). Die Schlussminuten wurden zu einem Krimi, der es in sich hatte: Deutschland erkämpfte sich den Ball und baute die Führung weiter aus, ehe Litauen 40 Sekunden vor Schluss noch einmal ein Timeout nahm (71:68, 39.). Letztendlich ist es Zentgraf, die mit zwei Freiwurftreffern alles klar macht und den 73:68-Sieg für Deutschland besiegelt.

„Müssen uns auf uns konzentrieren“

Bundestrainer Heiko Czach:“Toughes Spiel, tougher Gegner für uns. Das wussten wir, die haben wirklich eins zwei Leute, die richtig ballen können und die haben uns auch beschäftigt. Das sieht man auch an den Stats. Aber am Ende des Tages haben wir das über unsere Stats, die wir gewinnen wollten, nach Hause gebracht. Bei uns geht es um das Possession-Game, weil nur so können wir spielen. Wir müssen knallhart verteidigen und über das ganze Feld Druck machen und daraus gewinnen wir dann den Ball, den wir dann in Körbe ummünzen können. Das hat heute phasenweise gut geklappt, phasenweise auch nicht. Das wird jedes Spiel so sein, wir müssen uns auf uns konzentrieren und unser Zeug machen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Emilia Atsür 10 TSVE 1890 Bielefeld
Karolina Bajai 0 ALBA BERLIN
Matilda Blanarik 11 TS Jahn München
Luana Coaja 2 TSV Schwaben Augsburg
Lana Förster 2 WINGS Leverkusen
Melissa Koloszar 5 BG Zehlendorf, TuS Lichterfelde
Magdalena Körbel 0 TSV 1861 Nördlingen
Nele Prowaznik 12 TK Hannover, TSVE 1890 Bielefeld
Clara Rink 10 B.A.S.S. Berlin
Catharina Schlechter 0 Dillingen Diamonds
Ella Schrader 2 Homburger TG
Jamie Zentgraf 19 Porsche BBA Ludwigsburg