Die deutschen U16-Jungen haben bei der U16 EuroBasket in Oradea/ROU mit einer großartigen Vorstellung das Viertelfinale erreicht! Im Achtelfinale setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann etwas überraschend mit 78:75 (29:25, 16:15, 19:19, 14:16) gegen die starken Israelis durch. In der Runde der letzten acht treffen die DBB-Youngster morgen auf Litauen, das sich heute gegen Italien behauptete (live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA).

Toller Auftakt

Marko Volf war bei Deutschland wieder mit von der Partie. Gegen Israel rechnete man sich durchaus etwas aus. Oliver Papez eröffnete mit zwei Dreiern, Linus Ohr legte „für drei“ nach und als Volf zum 11:1 traf, nahm Israel eine frühe Auszeit (3.). Israel fand besser ins Spiel und kam auf 15:11 heran (5.). Der DBB-Auswahl unterliefen jetzt einige kleine Fehler und Bauermann stoppte den israelischen Lauf ebenfalls mit einer Auszeit. Deutschland hielt wieder dagegen, Volf besorgte an der Freiwurflinie das 19:13 (7.). Es war jetzt ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für das DBB-Team (23:16, 8.). Israel erhöhte den Druck in der Defense und Rotem David netzte bereits seinen vierten Dreier (23:21, 9.). Bis zum Viertelende behauptete Deutschland eine Führung (29:25).

Sehr eng

Volf ging weiter stark voran, generell musste man der deutschen Mannschaft ein großes Kompliment machen. Die Führung hatte auch nach zwölf Minuten Bestand (34:30). Beide Offensiven punkteten hochprozentig, es war eine sehenswerte Partie. Die DBB-Youngster legten alles in die Partie und verteidigten den Vorsprung mit großem Einsatz. Man wollte die Israelis einfach nicht vorbei lassen. Doch nach 15 Minuten war es dann soweit, Israel lag erstmals vorne (34:35). Deutschland musste jetzt hellwach bleiben, um das Momentum nicht dem Gegner zu überlassen. Und das gelang auch sehr gut, es blieb sehr eng (38:38, 18.). Bis zum Seitenwechsel konnte sich Deutschland wieder etwas absetzen (45:40), die DBB-Auswahl hatte sich hervorragend verkauft.

Boxscore

Überzeugend

Stabil bleiben, Selbstvertrauen zeigen, daran glauben! Diese Worte oder so ähnlich wird Bauermann in der Kabine benutzt haben, um seine Jungs auf die zweite Hälfte einzustimmen. Und das DBB-Team überzeugte weiter (51:43, 23.). Die favorisierten Israelis schienen sich ob der Stärke der Deutschen zu wundern. Auch bei den Rebounds (Johan Meinberg!) hatten sich die Deutschen einen Vorteil erkämpft, es sah richtig gut aus (55:47, Volf, 25.). Meinberg machte die Führung zweistellig, Deutschland agierte clever und nutzte seine Vorteile ganz stark. Israel fand in dieser Phase kein Mittel gegen eine weitgehend sehr konzentriert auftretende deutsche Auswahl. Doch der Gegner war noch lange nicht geschlagen (62:59, 29.) und kam wieder in Reichweite. 64:59 hieß es nach 30 Minuten.

Viertelfinale!!!

Würden die Kräfte ausreichen, um den tollen Erfolg zu sichern und unter die besten acht Teams zu kommen? Es sah ganz danach aus, als Deutschland auf 71:59 davon zog (Dreier Jaroslav Zinn, 32.), Auszeit Israel. Man gestattete den Israelis nicht viel, zwang sie zu schwierigen Würfen und durfte langsam aber sicher ans Viertelfinale denken. Das galt auch noch nach 35 Minuten, obwohl Israel jetzt noch einmal anzog (72:64). Jeder Ballbesitz konnte jetzt entscheidend sein. Meinberg kassierte sein vierts Foul, es wurde komplizierter. Wieder musste Israel mit der Sirene werfen, dann wurden sie einfach wegverteidigt. Deutschland verdiente sich den Sieg mehr und mehr (74:64, Justus Reintjes, 37.). Es wurde gezittert (74:69, 38.), Auszeit Deutschland. Danny Egbe traf eiskalt einen Dreier, aber noch immer wehrten sich die Israelis (77:73, 39.). Es hieß 78:75 mit 39 Sekunden Restspielzeit. Und dann durften die DBB-Jungen jubeln, was das Zeug hält!

„Schon jetzt ein Erfolg“

Bundestrainer Dirk Bauermann: „Ein Sieg der Moral, ein Sieg der Einstellung, ein Sieg der Überzeugung. Alle haben einen Beitrag geleistet, jeder der zwölf Spieler hat geholfen. Israel ist schwer zu spielen mit den kleinen Guards und den wechselnden Verteidigungen. Das haben die Jungs großartig gemacht, ich bin sehr stolz auf sie. Am Ende haben die Nerven noch eine Rolle gespielt. Wir freuen uns über die Top8, das ist schon jetzt ein Erfolg. Der Druck ist jetzt weg und wir freuen uns auf das Spiel gegen Litauen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Oliver Papez 11 Telekom Baskets Bonn
Jaroslaw Zinn 6 Eintracht Frankfurt/SKYLINERS
Elija Pohlack 6 ALBA BERLIN
Marko Volf 20 FC Bayern München
Danny Egbe 6 Hamburg Towers/SC Rist Wedel
Linus Ohr 3 HAKRO Merlins Crailsheim
Justus Reintjes 11 BBU ’01/Orange Academy
Berin Nurkic 1 FC Bayern München
Jaron Braun 0 Basketball Löwen Braunschweig
Johan Meinberg 12 Hamburg Towers
Lukas Schmidt 2 Porsche BBA Ludwigsburg
Lino Schenk 0 Hamburg Towers