82:60 gegen Belgien | Morgen gegen Slowenien
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82:60 gegen Belgien | Morgen gegen Slowenien
Die deutschen U16-Jungen sind mit einem ganz wichtigen Sieg in die U16 EuroBasket in Oradea/ROU gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann gewann die Auftaktpartie gegen Belgien mit 82:60 (17:11, 16:21, 23:15, 26:13). Nächster Gegner morgen ist Slowenien (8.8.26, 19.30 Uhr, live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA), das bei U18 und U20 bereits zweifacher Europameister ist und am späteren Abend noch gegen Gruppenfavorit Frankreich spielt.
Beiden Teams merkte man anfangs die Aufgeregtheit eines ersten EM-Spieles an. Marko Volf kam damit am besten zurecht und setzte erste offensive Akzente (4:2, 3.). Der Dreier von Jaroslav Zinn fiel zum 7:3, wurde aber umgehend gekontert. Deutschland bestimmte das Spiel (14:6, 6.) gegen einen sehr nervösen Gegner. Die DBB-Youngster agierten mutig, wenn auch natürlich nicht immer mit Erfolg. Jaron Braun kam stark von der Bank und setzte die Überlegenheit unter den Körben mit gelungenen Aktionen nahtlos fort (16:6, 8.). Der Aufsteiger aus der Division B kam dann gegen Ende des ersten Viertels etwas besser ins Spiel , Deutschland hatte aber eine ordentliche Leistung abgeliefert (17:11).
Die DBB-Auswahl attackierte den belgischen Korb unentwegt, auch mit den schnellen Guards. Außerdem konnte man sich auf die gute Defense verlassen, die ja laut Bauermann unbedingt zu Deutschlands Stärken gehören soll. Danny Egbe spielte sich schön durch und vollendete spektalulär mit einem Dunk (22:13, 13.). Doch hin und wieder bestätigte Belgien seinen Ruf als gutes Werferteam und blieb in Schlagdistanz (22:18, 14.). Offensiv hatte das DBB-Team kurzzeitig einige Probleme, kam aber durch gute Einzelaktionen zum Erfolg (Zinn/Volf). Der Dreier von Oliver Papez fand sein Ziel zum 29:20, Auszeit Belgien (15.). Volf war kaum zu stoppen, an der Freiwurflinie machte Elija Pohlack den Vorsprung zweistellig (32:22, 17.). Wieder gelang es dem Gegner, sich näher heran zu spielen, weil sich die deutsche Defense ein paar Mal unaufmerksam zeigte. Zum Seitenwechsel hieß es nur noch 33:32 für Deutschland.
Dreier Pohlack, Zweier Meinberg, Dreier Papez … so begann das dritte Viertel (40:32, 22., Auszeit Belgien). Volf stellte wieder auf zweistellige Führung, der Gang aus der Kabine war herorragend gelungen. Erst nach fast fünf Minuten gelangen den Belgiern die ersten Punkte nach der Pause (43:34). Der vielseitige Egbe versenkte einen Dreier zur bis dahin höchsten Führung (46:34, 26.), und gleich noch einen zum 49:35 kurz später. Belgien schickte sich zum dritten Mal an, ein Comeback hinzulegen (49:43, 28.). Wieder war es Egbe, dem ein sehenswertes „and one“ gelang und der damit den Lauf der Belgier stoppte. Nach 30 Minuten hieß es 56:47.
Belgien nicht mehr zurück ins Spiel lassen. So lautete jetzt die Devise für das Schlussviertel. Papez machte mit einem Dreier vor, wie es gehen könnte. Gelegentlich teilte Deutschland den Ball sogar zu häufig statt den freien Wurf oder Drive zu nehmen. Justus Reintjes zog energisch und erfolgreich zum Korb: 61:51 (33.). Die deutsche Mannschaft war auf einem guten Weg zum ersten Erfolg. Die Defense stimmte wieder und gestattete Belgien nur schwierige Würfe. Wieder Reintjes traf zum 65:51 mit noch etwa sechs Minuten auf der Uhr. Viele gute Sequenzen gelangen dem DBB-Team jetzt, das beim 69:52 durch Volf wie der sichere Sieger aussah (35.). Aber Basketball wäre nicht Basketball, wenn man noicht bis zur letzten Sekunde aufmerksam bleiben müsste. Und so nahm Bauermann nach einem belgischen Dreier umgehend eine Auszeit. Volf, Reintjes und Zinn trafen zum 76:57 und gaben drei Minuten vor dem Ende Sicherheit. Das Spiel war entschieden.
Bundestrainer Dirk Bauermann: „Wir haben gut angefangen, dann sind wir ab der Mitte des zweiten Viertels vom gemeinsamen Weg abgewichen, haben nicht mehr konsequent verteidigt und immer wieder selber den Weg zum Korb gesucht, anstatt gegen frühe Hilfe den frühen Pass zu spielen. Da haben es die Belgier gut gemacht. In der Pause haben die Jungs gut zugehört und dann auch den Extrapass gespielt. Dann bekommt man als Werfer auch einen Rhythmus. Die Defense war auch wieder cleverer. Das erste Spiel ist in diesem Alter immer auch eine Nervenprobe, die haben die Jungs bestanden. Das gibt Selbstvertrauen und Energie.“
| Spielerin | Punkte | Verein |
|---|---|---|
| Oliver Papez | 9 | Telekom Baskets Bonn |
| Jaroslaw Zinn | 9 | Eintracht Frankfurt/SKYLINERS |
| Elija Pohlack | 6 | ALBA BERLIN |
| Marko Volf | 20 | FC Bayern München |
| Danny Egbe | 16 | Hamburg Towers/SC Rist Wedel |
| Linus Ohr | 3 | HAKRO Merlins Crailsheim |
| Justus Reintjes | 6 | BBU ’01/Orange Academy |
| Berin Nurkic | 0 | FC Bayern München |
| Jaron Braun | 4 | Basketball Löwen Braunschweig |
| Johan Meinberg | 2 | Hamburg Towers |
| Lukas Schmidt | 3 | Porsche BBA Ludwigsburg |
| Lino Schenk | 4 | Hamburg Towers |