WNBL-Rückblick: BASS schockt Wedel spät
Der vorletzte Spieltag der WNBL-Hauptrunde brachte einige Überraschungen. Während die Metropolitain Girls ihren ersten Saisonsieg feierten, siegte Osnabrück in Köln. Wedel warf den Auswärtssieg in Berlin spät weg und im Süden bahnt sich ein packendes Saisonende an. NORD Mitteldeutsche Basketball Academy – Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel 65:46 Die gute erste Halbzeit schafften es die Gäste nicht aufrechtzuerhalten und verloren im zweiten Durchgang ihren offensiven Rhythmus komplett. Die MBA (3/6) wiederum schaffte es seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit dem dritten Saisonsieg bleiben die Hallenser im Rennen um die Playoffs und ziehen dank der Niederlage des TuS Lichterfelde mit den Berlinern gleich. Nun braucht es einen Sieg am letzten Spieltag gegen BASS Berlin. Für die Baskets (1/7) ist die Zeit der Hoffnungen auf die Playoffs beinahe abgelaufen. Für eine Rettung müsste man ALBA und Wedel schlagen, während die MBA und Lichterfelde keine Punkte mehr holen dürften. Ohne Rania Ayadi, schafften es lediglich Giuliana Scaraffia und Mie Frese über zehn Punkte. Beim Gastgeber überzeugte besonders Center Ronja Meixner, die 13 Punkte und 19 Rebounds auflegte. ALBA Berlin – TuS Lichterfelde 83:44 Der Spitzenreiter (8/0) zeigte sich gewohnt dominant und ließ dem Stadtrivalen Lichterfelde keine Chance. Mit insgesamt 50 Ballverlusten fanden die Gäste nie wirklich ins Spiel und mussten zudem ohne Topscorerin Sarah Siebold auskommen. Durch die Niederlage muss der TuS (3/6) weiter um die Playoffs zittern. Gewinnt die MBA bei BASS und man unterliegt Wedel, rutscht man auf die Playdown-Plätze. ALBA, die mit Mathilda Haensch ebenfalls einen prominenten Ausfall zu beklagen hatten, konnte sich auf die Rookies Carolina Heymann (18 PTS) und Matilde Rimoldi (15 PTS) verlassen. BASS Berlin – SC Rist Wedel 60:58 In einer sehr abwechslungsreichen Partie, in der der SC (5/3) mit einer 10-Punkte-Führung in die Kabine ging, schaffte BASS (5/3) in der zweiten Hälfte das Comeback. Den Gamewinner erzielte Emilia Lepenies, die einen Turnover der Risterinnen in Transition perfekt vollendete und BASS mit der ersten Führung seit Minute vier zum Sieger machte. Neben Lepenies sorgten auch Maxine Eloi-Adolphe (15 PTS, 6 REB, 3 STL) und Olivia Ihssen (12 PTS, 8 REB, 7 STL) für wichtige Akzente. BASS zieht mit dem Sieg mit Wedel gleich und hat nun noch die Chance auf den zweiten Platz zu springen. Auf der Gegenseite waren Helene Ehmer (17 PTS, 12 REB, 6 STL) und Arwen Röhrl (15 PTS, 9 REB) die Aktivposten. WEST Cologne Regio Ladies – Junior-Team Osnabrück/Artland 49:59 Etwas überraschend unterlagen die Regio Ladies (6/3) zu hause dem Junior-Team (5/4). Die sonst so offensiv-starken Kölnerinnen schafften es über die gesamte Partie nie wirklich ihre PS auf die Straße zu bringen. Osnabrück lieferte auch kein Spektakel hatte aber mit Teodora Zecevic (22 PTS, 11 REB) die Spielerin, die den Unterschied machen konnte. Emilia Atsür (15 PTS) und Leni Ruholl (9 PTS, 15 REB) überzeugten ebenfalls. Die Gäste erhöhen damit nochmal den Druck auf Köln und Düsseldorf und könnten am letzten Spieltag noch Plätze gut machen. Metropolitain Girls – TG Neuss Junior Tigers 79:46 Es dauerte bis zum neunten Spieltag, aber die Metropolitain Girls (1/8) haben ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Vor heimischer Kulisse erwischten die Girls einen perfekten Tag, trafen 50% ihrer Dreier und ließen den Gästen aus Neuss (1/8) keine Chance. Auch wenn beide Teams bereits sicher in den Playdowns stehen, kann der Sieg für die Girls dort im direkten Vergleich noch Gold wert sein. Tabellarisch springt man zudem vor die Junior Tigers, bei denen nur Josephine Gils (12 PTS) zweistellig punktete. Im Metropolitain-Lager überragte Stella Reinike mit 29 Punkten und einer Effizienz von 33. Phoenix-TSV Hagen – Rhein Bascats Düsseldorf 83:68 Nach erfolgreichen Wochen, müssen die Bascats (5/4) in Hagen (9/0) eine deutliche Niederlage hinnehmen. Trotz der sich zuletzt in Bestform befundenen Laura Knaup zeigte Hagen keine Anzeichen von Nachlässigkeit und bliebt seiner Favoritenrolle gerecht. Düsseldorf hat trotzdem die Möglichkeit am letzten Spieltag mit einem Sieg über Köln auf Platz zwei zu springen. Aufgrund des fehlenden Scoutings, können wir leider keine Statistiken aufführen. Alle Spieltermine und weitere Infos MITTE Basket-Girls Rhein-Neckar – Rhein-Main Baskets 75:44 In Heidelberg wurden die favorisierten Basket-Girls (7/1) den Erwartungen gerecht und siegten souverän gegen die Baskets (1/8). Schon nach den ersten zehn Minuten deutete sich beim Stand von 29:6 ein einseitiges Spiel ab. Über den Rest der Partie verkaufte sich der Tabellenvorletzte aber besser und hielt die Offensive der Gastgeber besser in Schach. Leni Schramm-Bünning (15 PTS) und Carla Koch (13 PTS) tüteten den siebten Sieg nichtsdestotrotz ein und bleiben den Main Sharks auf den Fersen. In Abwesenheit von Topscorerin Dialara Özdemir ging nicht viel bei den Hofheimern, die nun einen für die Playdowns wichtigen letzten Spieltag gegen die Talents vor sich haben. Talents BonnRhöndorf – TG Main Sharks Würzburg 62:89 Bis ins Schlussviertel präsentierten sich die Talents (0/8) durchaus solide. Dann schwammen den sieglosen Gästen aber die Felle davon und die Main Sharks (8/1) dominerten. Am Ende war es wieder einmal das berüchtigte Duo aus Mia Wiegand (23 PTS, 7 REB) und Moescha Bakam (19 PTS, 15 REB), das den Unterschied machte. Auf der Gegenseite sorgte Hana Bajramovic (15 PTS, 4 STL) für Lichtblicke. Post SV Nürnberg – Junior Falcons Homburg 66:62 Nürnberg (6/3) hatte die Partie eigentlich im Griff und lag zu Beginn des letzten Viertels mit 60:43 in Führung. Die Junior Falcons (4/5) bäumten sich aber nochmal auf und kamen bis auf 64:62 heran. In der Folge verpasste man zwei Dreier und kassierte die entscheidenden Punkte von Noemi Schoenauer (17 PTS) von der Freiwurflinie. Nürnberg bleibt somit sicher auf dem dritten Platz, während die Falcons auf dem vierten Platz in die Playoffs gehen. Ohne Emily Haux, führten Sofia Gerber (18 PTS, 7 REB) und Aikaterini Romanou (16 PTS) den Homburger Tross an. SÜD USC Freiburg – RegioTeam Stuttgart 83:54 Mühelos fuhren die Gastgeber ihren nächsten Heimsieg ein. Gegen die kriselnden Stuttgarter (1/8) erspielten sich der USC (8/1) frühe ein klare Führung und gab diese im weiteren Verlauf nicht mehr aus der Hand. Das Rebound-stärkste Team der Liga konnte sich auf Frederike Askamp (22 PTS, 7 REB, 4 AST & STL, 5 BLK), Karla Paradzik (17 PTS, 7 REB, 8 AST) und Lara Gierlich (15 PTS, 9 REB) verlassen. Julia Geigers Double-Double (11 PTS, 14 REB) blieb wirkungslos. Stuttgart braucht nun einen Sieg über Ludwigsburg, um bei einer Niederlage des MTV München noch den Playdowns zu entkommen. MTV München – TS Jahn München 66:72 Trotz der Niederlage des MTV (2/7) gegen die TS Jahn (9/0), lieferte der Gastgeber eine starke Partie ab und hat den direkten Klassenerhalt immer noch in der eigenen Hand. Ein Sieg beim MTV Stuttgart und das Team von Doris Schuck steht in den Playoffs. Bei einer Niederlage muss man auf Schützenhilfe des RegioTeams gegen Ludwigsburg hoffen. Auffällig zeigten sich mal wieder Azra Dzinic (17 PTS, 5 STL), Isabelle Reis (16 PTS) und Vlada Kolesnyk (16 PTS, 5 STL). Der Stadtrivale der ungeschlagen bleibt, überzeugte im Kollektiv, in dem Emma Steinbicker (14 PTS) und Silvia Heide (14 PTS) die Bestwerte erzielten. Porsche BBA Ludwigsburg – MTV Stuttgart 33:119 So langsam muss einem die BBA (2/7) fast Leid tun. Erneut ohne wichtiges Stammpersonal, setzt es die dritte Klatsche. Diesmal profitierten die Spielerinnen des MTV Stuttgart (5/4) vom dezimierten Personalgerüst aus Ludwigsburg. Während Diana Ivancic mit 29 Punkten überragte, unterstrich auch Selin Bandirma (18 PTS, 10 REB, 5 STL, 3 BLK) ihre starke Debütsaison. Ludwigsburg muss nun beim RegioTeam gewinnen, sonst geht es in die Playdowns. Wähl deine WNBL-Allstars