Ihr habt euch im letzten Jahr bei der U16-EM mit Bronze für die U17-WM qualifiziert. Du kennst die Mädels also schon aus dem letzten Jahr. Wie haben sie sich individuell entwickelt?
Es ist auf jeden Fall etwas vorangegangen, aber jetzt steht der Schritt vom U16- zum U17-/U18-Basketball bevor. Das ist immer ein großer Schritt, weil sich der Basketball da einfach nochmal weiterentwickelt. Die Physis wird größer und es gibt mehr taktische Elemente. Diesen Schritt müssen wir jetzt auch machen. Einige Spielerinnen haben ihre Stärken weiterentwickelt und sind in einigen Dingen noch kompletter geworden. Das ist natürlich auch der tollen Arbeit in den Vereinen zu verdanken, von der wir jetzt im DBB-Sommer profitieren und die Entwicklungen fortsetzen können.
Habt ihr als Team wieder gut zusammengefunden? Wie ist die Stimmung im Team?
Die Vorbereitung ist relativ kurz und wir sind noch dabei, uns zurechtzufinden. Wir investieren viel in diesen Bereich, um uns als Team zu finden. Wir wollen die beste Gruppe sein und uns alles sagen können. Wir wollen, dass jeder zuhört, und eine Einheit werden, die uns dann auch durch das Turnier trägt. Die Stimmung ist aktuell sehr gut, auch wenn die Testergebnisse nicht alle optimal waren. Wir sind immer noch in diesem Prozess und werden ihn auch fortsetzen. Vor allem arbeiten wir weiterhin an unserem Zusammenhalt, denn der hat uns im letzten Jahr ausgezeichnet. Wir brauchen den Zusammenhalt, um erfolgreich zu sein.
Ihr habt jetzt eine sehr anspruchsvolle Vorbereitung hinter euch. Was habt ihr gelernt und wo hakt es momentan noch?
Die Vorbereitung war super. Wir sind sehr zufrieden, denn es ist genau so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir durften mit Spanien gegen den Europameister und mit Ägypten gegen den Afrikameister spielen. Es ist natürlich etwas Besonderes, gegen zwei amtierende Kontinentalmeister zu spielen. Wir haben gemerkt, dass wir in Momenten, in denen wir bei uns sind und unsere Dinge umsetzen, absolut mithalten können und wettbewerbsfähig sind. Wir sind aber noch nicht konstant. In der Vorbereitung gab es immer wieder Momente, in denen wir es nicht geschafft haben, unsere Vorhaben durchzusetzen. Auf diesem internationalen Niveau wird man dann auch direkt bestraft. Es ist halt eine U17-Weltmeisterschaft mit sehr guten Gegnern. Da kann man sich keine Fehler erlauben, denn diese werden direkt bestraft. Das haben wir in unseren Testspielen erfahren, konnten daraus lernen und Dinge besser machen. Wir haben auch gesehen, dass viele Sachen klappen. Jetzt haben wir noch ein paar Joker in der Tasche, die wir umsetzen und auf das Parkett bringen müssen, um mehr als ein Spiel zu gewinnen.