An dieser Stelle stellen wir Ihnen die Teams für den Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) vor. Heute werfen wir dabei einen Blick auf
Tschechien – Zwischen Tradition und Aufbruch
Der tschechische Frauenbasketball gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen Europas. Bereits als Teil der Tschechoslowakei gewann das Land zahlreiche Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften und stellte über Generationen hinweg einige der besten Spielerinnen des Kontinents. Nach der Unabhängigkeit setzte Tschechien diese Tradition fort und erreichte mit der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2010 den größten Erfolg seiner jüngeren Geschichte. In den vergangenen Jahren bewegte sich die Nationalmannschaft jedoch meist knapp hinter Europas Spitze. Nun deutet vieles darauf hin, dass eine neue Generation dabei ist, das Programm wieder näher an die Elite heranzuführen.
Die Qualifikation für die FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Die Tschechinnen präsentierten sich bei den jüngsten Turnieren als diszipliniertes, hervorragend organisiertes Team, das zwar selten die größte individuelle Starpower besitzt, dafür aber über enorme mannschaftliche Geschlossenheit verfügt.
Ein Team im Umbruch
Die vergangenen Jahre waren für den tschechischen Frauenbasketball von einem schrittweisen Generationswechsel geprägt. Viele Spielerinnen der erfolgreichen 2010er-Jahre beendeten ihre Nationalmannschaftskarrieren, während junge Talente zunehmend Verantwortung übernahmen. Diese Entwicklung verlief nicht immer geradlinig. Bei mehreren Europa- und Weltmeisterschaften fehlte die Konstanz, um dauerhaft um Medaillen mitzuspielen. Dennoch blieb Tschechien regelmäßig in der erweiterten europäischen Spitze vertreten und qualifizierte sich zuverlässig für internationale Großturniere.
Die EuroBasket Women 2025 bestätigte diese Entwicklung. Zwar gelang nicht der Sprung auf das Podium, doch die Mannschaft zeigte erneut ihre Wettbewerbsfähigkeit gegen zahlreiche europäische Topnationen. Besonders auffällig war dabei die defensive Stabilität, die seit Jahren das Fundament des tschechischen Basketballs bildet.
Die WM-Qualifikation in Wuhan
Einen ihrer wichtigsten Erfolge der jüngsten Vergangenheit feierte die Mannschaft im Frühjahr 2026 beim Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft im chinesischen Wuhan. Dort traf Tschechien auf starke Konkurrenz, darunter Gastgeber China sowie weitere internationale Spitzenteams. Obwohl die Tschechinnen nicht jedes Spiel gewinnen konnten, reichte ihre Gesamtleistung aus, um sich einen der begehrten Startplätze für die Weltmeisterschaft in Berlin zu sichern. Die Mannschaft bewies dabei große Widerstandsfähigkeit und ließ sich auch von Niederlagen nicht aus dem Konzept bringen.
Besonders bemerkenswert war die Leistung gegen deutlich höher eingeschätzte Gegner. Immer wieder gelang es den Tschechinnen, Spiele durch konsequente Teamverteidigung und kontrolliertes Halbfeldspiel offen zu halten. Gerade in einer Zeit, in der viele Nationalmannschaften auf Tempo und individuelle Kreativität setzen, bleibt Tschechien seiner traditionellen Spielphilosophie treu. Die erfolgreiche Qualifikation bedeutete gleichzeitig die Bestätigung, dass das Programm weiterhin zur erweiterten Weltspitze gehört.
