An dieser Stelle stellen wir Ihnen die Teams für den Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin (4.-13. September 2026, Tickets) vor. Heute werfen wir dabei einen Blick auf
Spanien – Europas Daueranwärter auf Edelmetall
Wenn in den vergangenen zwei Jahrzehnten über die erfolgreichsten Programme im internationalen Frauenbasketball gesprochen wurde, fiel zwangsläufig der Name Spanien. Kaum eine Nation hat es geschafft, sich über einen so langen Zeitraum in der absoluten Weltspitze zu behaupten. Europameistertitel, Weltmeisterschaftsmedaillen, Olympiateilnahmen und zahllose Podiumsplätze haben die „Selección Femenina“ zu einem der Aushängeschilder des europäischen Basketballs gemacht.
Bemerkenswert ist dabei vor allem die Kontinuität. Während viele erfolgreiche Nationen nach dem Ende einer goldenen Generation in ein Leistungsloch fielen, gelang Spanien der Übergang in eine neue Ära nahezu nahtlos. Nach den Rücktritten legendärer Spielerinnen wie Laia Palau, Alba Torrens oder Silvia Domínguez schien zunächst eine Phase des Neuaufbaus bevorzustehen. Stattdessen entwickelte sich innerhalb weniger Jahre eine neue Mannschaft, die bereits wieder zu den besten Teams Europas gehört.
Die Silbermedaille bei der EuroBasket Women 2025 und die erfolgreiche Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026 in Berlin bestätigen eindrucksvoll, dass Spanien weiterhin zu den Schwergewichten des internationalen Frauenbasketballs zählt. Beim Women’s Basketball World Cup 2026 sind die Spanierinnen am 4. September der erste deutsche Gegner.
Der Generationenwechsel als Erfolgsgeschichte
Kaum eine europäische Mannschaft stand in den vergangenen Jahren vor einem größeren personellen Umbruch als Spanien. Über viele Jahre hatte eine außergewöhnliche Generation den internationalen Basketball geprägt. Namen wie Alba Torrens, Laia Palau oder Astou Ndour waren weit über Spanien hinaus bekannt und führten die Mannschaft zu zahlreichen Titeln. Mit ihrem Abschied entstand die Herausforderung, eine neue Identität zu entwickeln. Viele Experten gingen davon aus, dass Spanien vorübergehend den Anschluss an die europäische Spitze verlieren könnte.
Das Gegenteil trat ein. Unter der Führung eines neuen Trainerteams entwickelte sich eine Mannschaft, die zwar anders spielt als ihre Vorgängerinnen, aber dieselben Tugenden verkörpert: Spielintelligenz, technische Qualität und außergewöhnliche mannschaftliche Geschlossenheit. Die EuroBasket 2025 wurde zum sichtbaren Beweis dieser Entwicklung.
Silber bei der EuroBasket 2025
Bei der Europameisterschaft 2025 gehörte Spanien von Beginn an zu den stärksten Mannschaften des Turniers. Die Spanierinnen überzeugten durch ihre Variabilität und ihre Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Gegner einzustellen. Während andere Teams stark von einzelnen Stars abhängig waren, verfügte Spanien über zahlreiche Spielerinnen, die Verantwortung übernehmen konnten. Besonders beeindruckend war die Ruhe, mit der die Mannschaft auch in schwierigen Situationen agierte. Selbst in engen Spielen – mit Ausnahme des Finales, als man einen sicher geglaubten Triumph in den Schlusssekunden noch aus der Hand gab – blieb Spanien seiner Spielidee treu und ließ sich selten aus dem Konzept bringen.
Der Lohn war der Einzug ins Finale. Dort musste sich die Mannschaft zwar geschlagen geben, gewann aber die Silbermedaille und unterstrich erneut ihren Status als europäische Spitzenmannschaft. Für viele Beobachter war dieses Ergebnis sogar höher einzuschätzen als manche frühere Titelgewinne, weil es mitten in einem Generationenwechsel erzielt wurde.
Der Weg zur Weltmeisterschaft 2026
Wenige Monate später bestätigte Spanien seine Stärke beim Qualifikationsturnier für die Weltmeisterschaft in San Juan/Puerto Rico. Das Turnier war hochkarätig besetzt. Mit den USA, Italien und Puerto Rico warteten mehrere starke Gegnerinnen. Dennoch gelang den Spanierinnen die sichere Qualifikation für Berlin 2026. Dabei zeigte die Mannschaft einmal mehr ihre charakteristische Stabilität. Selbst wenn einzelne Spielerinnen nicht ihren besten Tag erwischten, fand Spanien regelmäßig andere Lösungen.
Besonders wichtig war dabei die Kadertiefe. Nicht viele europäische Nationen verfügen aktuell über eine vergleichbare Anzahl international erfahrener Spielerinnen. Die erfolgreiche Qualifikation war daher weniger eine Überraschung als vielmehr die logische Fortsetzung einer beeindruckenden Entwicklung.
