„Zwei Deutsche im Finale, das wäre schon sehr geil“ – so Dennis Schröder in einem Interview im März 2015. Dazu wird es, zumindest in diesem Jahr, nicht mehr kommen. Wie wir berichteten, verlor Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks die „Best-of-Seven“-Serie in der ersten Playoffrunde gegen die Houston Rockets mit 1:4. Für Nationalspieler Schröder und die Atlanta Hawks ist hingegen nach dem 1:1-Ausgleich in der zweiten Playoff-Runde gegen die Washington Wizards noch immer alles möglich. Dass alles möglich ist, bewies der gebürtige Braunschweiger ohnehin über die gesamte Saison hinweg, die für ihn kaum besser hätte verlaufen können. Er stand im Vergleich zur vorigen Saison im Schnitt sechs Minuten länger auf dem Spielfeld, kam in knapp 30 Spielen mehr zum Einsatz und steigerte sich dabei enorm von durchschnittlich 3,7 Punkten und 1,9 Assists auf 10 Punkte und 4,1 Assists pro Spiel. Seine persönliche Leistung wurde dadurch gekrönt, dass er mit den Atlanta Hawks die reguläre Saison als Tabellenerster der Eastern Conference abschloss. Nachdem der erste Playoffgegner, die Brooklyn Nets zum 2:2 aufgeholt hatten, vermieden die Hawks mit zwei weiteren Siegen das Do-or-Die-Spiel über den Einzug in die nächste Runde.

 

In Spiel fünf kam Schröder beim 107:97-Sieg (53:44) auf sechs Punkte und drei Assists. Freitagnacht gingen in der entscheidenden Partie gegen Brooklyn zwei Turnover auf sein Konto, dafür legte er in seinen 22 Spielminuten allerdings zwölf Punkte und vier Assists auf. Insbesondere im dritten Viertel (41:21) demonstrierte die Mannschaft des DBB-Spielers ihre Stärken und gewann letztendlich mit 111:87 (51:45). Nach dem gewonnen Auswärtsspiel stand am Sonntagabend das erste Spiel gegen die Washington Wizards auf dem Programm. Schröder erhielt 14 Minuten Einsatzzeit, in denen er neun Punkte machte und vier Assists lieferte. Mit einer Zehn-Punkte-Führung ging es für die Hawks in die zweite Halbzeit, in der sie in beiden Vierteln unterlagen und so als Verlierer die Philips Arena verließen. In der vergangenen Nacht zeigte die Mannschaft um den deutschen Aufbauspieler Kampfgeist und glich die Serie wieder aus. Zum 106:90 steuerte Dennis Schröder in 16 Minuten neun Punkte, fünf Rebounds und vier Assists bei. Weiter geht es für Atlanta mit Spiel drei am Samstagabend.
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Pleiß mit Double-Double gegen Maxi Kleber

In der spanischen Liga Endesa ist die Saison noch nicht so weit voran geschritten, allerdings sind es auch dort nur noch wenige Spieltage, bis es für acht Mannschaften in die Playoffs geht. Dabei war und ist der achte Tabellenplatz hart umkämpft. So auch von Maxi Kleber und Obradoiro CAB, die jedoch zum Ende der Saison zu harte Brocken als Gegner hatten. Mit Real Madrid und dem FC Barcelona trafen sie auf den Tabellenersten und -dritten, als nächstes wartet mit Unicaja noch das Team, das derzeit den zweiten Rang verteidigt. Das deutsche Duell der ACB ging nicht nur mit 79:57 (34:30) an den FC Barcelona, auch Tibor Pleiß war mit zehn Punkten und zehn Rebounds in 17 Minuten stärker als sein Nationalmannschaftskollege Maxi Kleber mit fünf Punkten und vier Rebounds in 25 Minuten. Knapper verlief die Begegnung zwischen Real Madrid und Obradoiro CAB, doch auch hier musste sich Klebers Team letztendlich geschlagen geben: 76:85 (35:38). Der Nationalspieler kam 18 Minuten zum Einsatz, machte elf Punkte und sammelte drei Rebounds. Durch diese beiden Niederlagen steht fest, dass für die Mannschaft aus Santiago de Compostela die Playoffs nicht mehr zu erreichen sind. Tibor Pleiß steht mit dem FC Barcelona hingegen bereits mit beiden Beinen in der nächsten Runde. Nach dem bitteren Playoff-Aus in der Euroleague lief es für die Mannschaft des deutschen Centers in der spanischen Liga umso erfreulicher. Nach dem Aufeinandertreffen der beiden deutschen Nationalspieler feierte der FCB gegen Movistar Estudiantes mit 76:62 (29:29) einen weiteren Erfolg (Pleiß 9 Min., 2 Punkte).


Maik Zirbes wird mit Roter Stern Belgrad ABA-Meister

89:79! So lautete das Ergebnis, das für Maik Zirbes und Roter Stern Belgrad den Meistertitel bedeutete. Nachdem die Mannschaft des DBB-Spielers bereits das Halbfinale mit einer 3:1-Serie abgeschlossen hatte, wiederholten sie die Leistung  im Finale. Als es 2:0 stand verloren die Belgrader ohne Maik Zirbes das erste Auswärtsspiel bei Cedevita 62:72 (33:41). Die darauffolgende Partie bestritt das Team auf fremdem Parkett souveräner und holte, insbesondere aufgrund einer starken ersten Halbzeit (52:35) den entscheidenden Sieg. Dabei erhielt Zirbes mit 33 die meisten Spielminuten seiner Mannschaft und kam auf acht Punkte und fünf Rebounds.


Alle Spiele der kommenden Woche im Überblick:

Atlanta Hawks
09.05.2015, 23.00 Uhr Washington Wizards – Atlanta Hawks
12.05.2015, 01.00 Uhr Washington Wizards – Atlanta Hawks

FC Barcelona
09.05.2015, 21.00 Uhr FC Barcelona – Bilbao

Obradoiro CAB
10.05.2015, 12.00 Uhr Obradoiro CAB – Unicaja Malaga