Matthias ‚Matzi‘ Strauss, ehemaliger Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, ist nach schwerer Krankheit am 25. Oktober 2026 im Alter von 70 Jahren verstorben. „Diese Nachricht trifft uns schwer. Matzi hat über Jahre hinweg unser Trikot getragen, Verantwortung übernommen und als Kapitän unsere Nationalmannschaft mit Herz, Würde und unermüdlichem Einsatz geführt. Wir sind stolz auf das, was er für den Basketball in Deutschland getan hat. Doch nicht nur das, er war einfach ein ganz feiner Kerl. In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei seinen Lieben. Wir stehen in tiefer Dankbarkeit und Verbundenheit an ihrer Seite und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, so DBB-Präsident Ingo Weiss.

Strauss startete seine Spielerkarriere in Hessen, zunächst bei Eintracht Frankfurt und dann sechs Jahre lang beim MTV Gießen. Dort gewann er in der Saison 1977/78 die Meisterschaft und 1978/79 den Pokal. 1981 wechselte Strauss nach Berlin zum Bundesligaaufsteiger DTV Charlottenburg, in Berlin spielte er bis zu seinem Karriereende 1994. Insgesamt drei Mal erreichte Strauss das Finale um die deutsche Meisterschaft, zwei Mal mit Charlottznburg, einmal mit ALBA BERLIN, unterlag jedoch jeweils gegen Bayer 04 Leverkusen.

Für die deutsche Nationalmannschaft, für die er schon Ende 1975 debütierte, kam Strauss insgesamt 116 Mal zum Einsatz und war lange Jahre deren Kapitän. Er war bei den Europameisterschaften 1981 in der CSSR (10. Platz) und 1983 in Frankreich (8. Platz) für Deutschland am Ball. Auch nach seinem Karriereende war Strauss hobbymäßig in den Altersklassen-Wettbewerben aktiv (2012 Deutscher Meister Ü55 mit dem DBV Charlottenburg).

Beruflich arbeitete Matthias Strauss bis 2025 als Zahnarzt.

Das Foto stammt aus der Saison 1992/1993 (Archiv ALBA BERLIN).