Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Platzierungsrunde gegen Montenegro ging es für die deutsche U18-Auswahl heute bei der FIBA U18 Women’s EuroBasket 2026 in Schweden gegen Slowenien um die Plätze neun bis zwölf. Das Team von Head Coach Janet Fowler-Michel behielt mit 65:49 (19:10, 15:6, 16:19, 15:14) die Oberhand. Im morgigen Platzierungsspiel geht es nun um Platz neun.

Guter Start für Deutschland

Das Deutsche Team startete gut in die Partie. Punkte von Lilli Schultze, Emma Steinbicker und ein Distanzwurf von Lara Gierlich sorgten für eine 7:2-Führung nach drei Minuten. Tschechien kam in Form eines Dreiers zwar zum Anschluss, konnte der deutschen Offensive aber nur wenig entgegensetzen (9:5, 5.). Weitere Treffer von Diana Ivancic und Laura Knaup ließen die deutsche Führung weiter wachsen (15:7, 8.). Letztendlich ging das erste Viertel mit 19:10 verdient an Deutschland.

Hohes Pressing mit Erfolg

Das zweite Viertel begann mit zwei Punkten für die Sloweninnen (19:12, 12.). Die Deutschen ließen sich davon allerdings nicht beirren, stellten in Person von Mia Wiegand den ursprünglichen Abstand wieder her (21:12,13) und zwangen ihre Gegner mit einer hohen und aggressiven Presse zu Fehlern im Aufbauspiel. Punkte von Noemie Schönauer und Sarah Siebold bauten die deutsche Führung weiter aus und Slowenien reagierte beim Stand von 25:14 mit einem Timeout (15.). Doch auch nach dem Timeout sorgte das Pressing weiterhin für Ballverluste bei Slowenien, welche die deutsche Mannschaft für sich zu nutzen wusste (31:14, 17.). Schließlich war es Ivancic die mit zwei Punkten die 34:16-Halbzeitführung besiegelte.

Boxscore

Slowenien wird stärker

Darina Zraychenko eröffnete die zweite Halbzeit mit einem Dreier für Deutschland (37:16, 21.). Zwar kamen die Sloweninnen jetzt auch häufiger zu Punkten, Deutschland fand aber offensiv durch weitere Punkte von Zraychenko und einen Dreier von Emiliy Haux die passenden Antworten (42:22, 24.). Allerfings fand auch Slowenien vor allem in der Offensive deutlich besser ins Spiel und stand so nach sechs Minuten im dritten Viertel bereits bei 15 Punkten. Auch nach einem deutschen Timeout konnte Deutschland nicht an das erfolgreiche Pressing aus Halbzeit eins anknüpfen und musste weitere Punkte von deutlich stärker offensiv-agierenden Sloweninnen hinnehmen (47:35, 28.). Drei Punkte von Schultze am Ende des dritten Viertels sorgten dennoch dafür, dass Deutschland mit einer komfortablen 50:35-Führung in den letzten Abschnitt ging.

Deutschland das kontrollierende Team

Das letzte Viertel startete denkbar schlecht für Deutschland: Die Sloweninnen verwandelten direkt zu Beginn einen Dreier (50:38, 31.). Deutschland behielt die Nerven, schaffte es selbst zwar nicht mehr an die vorherige Offensivkraft anzuknüpfen, ließ aber selbst bis sieben Minuten vor Ende keine weiteren Korberfolge der Sloweninnen zu. Nach einem Timeout der Sloweninnen entwickelte sich ein Schlagabtausch beider Mannschaften: Slowenien traf einen weiteren Dreier, Deutschland hielt ihren Gegner durch drei Steals und Treffer von Zraychenko, Wiegand und Ivancic weiterhin auf Abstand (58:41, 36.). Beim Stand von 60:41 nahm Slowenien drei Minuten vor Schluss noch einmal ein Timeout. Doch auch das konnte den Sieg der Deutschen U18-Mädchen nicht mehr verhindern. Sie gewannen letztendlich hochverdient mit 65:49.

„Wollen unbedingt gewinnen“

Janet Fowler-Michel: „Wir sind jetzt in der Top 10 und spielen Morgen um den neunten Platz. Das wollen wir unbedingt gewinnen. Die erste Halbzeit war sehr stark von uns, wir hatten dann aber leider doch ein paar zu viele Turnover, aus welchen neun Punkte für die Sloweninnen resultierten. Wir wussten, dass sie in der zweiten Halbzeit auch auf jeden Fall noch einmal zurückkommen würden, das war das ganze Turnier bereits so. Aber wir sind solid geblieben und haben den Sieg mit heimgebracht.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Frederike Askamp 4 Eisvögel USC Freiburg
Lara Gierlich 3 Eisvögel USC Freiburg
Emily Haux 6 Falcons Bad Homburg
Diana Ivancic 15 MTV Stuttgart
Laura Knaup 2 Osterather TV
Greta Metz 2 BasCats USC Heidelberg
Noemi Schönauer 0 Post SV Nürnberg
Lilli Schultze 9 ALBA Berlin
Sarah Siebold 4 TuS Lichterfelde
Emma Steinbicker 2 TS Jahn München
Mia Wiegand 11 TG Würzburg
Darina Zraychenko 7 TSV Hagen