Nachdem das deutsche Team gestern im Achtelfinale gegen Finnland unterlegen war, stand heute im Rahmen der FIBA U18 Women’s EuroBasket 2026 in Schweden das erste Platzierungsspiel (9-16) gegen Montenegro an. Die DBB-Auswahl von Head Coach Janet Fowler-Michel gewann mit 84:70 (24:20, 21:15, 17:20, 22:15) und spielt nun ab Samstag um die Plätze 9-12, zunächst gegen den Sieger der Partie Schweden gegen Slowenien.

Offensive direkt präsent

Emma Steinbicker, Mia Wiegand, Darina Zraychenko, Lara Gierlich und Lilli Schultze begannen für das deutsche Team. Dank früher Punkte von Steinbicker und Gierlich erwischte Deutschland einen optimalen Start. Mit 14 Punkten nach weniger als vier Minuten lief die Offensivmaschinerie auf allen Zylindern. Nachdem die deutschen U18-Mädchen auf 20:10 weggezogen waren, kippte das Spiel aber zunehmend. Montenegro fand ins Spiel und verkürzte trotz Punkte von Lilli Schultze bis zum Viertelende auf 24:20.

Energie bleibt bestehen

Auch im zweiten Viertel hatten zuerst die Montenegriner Momentum. Nach kurzzeitiger gegnerischer Führung, fand das deutsche Team aber die passende Antwort. Askamps Dreier und die weiterhin sehr aktive Steinbicker stellten auf 34:28. Genau in diese Drangphase mehrten sich deutsche Ballverluste, die den gewonnenen Vorsprung wieder schmelzen ließen (36:33, 15.). Obgleich Deutschland z.B. in Person von Noemi Schoenauer den Dreier traf, blieb der Distanzwurf Montenegros beste Waffe. Beim Rebound zeigte sich die deutsche Auswahl hingegen deutlich konsequenter als noch gestern gegen Finnland. Nach weiteren Punkten von Askamp, hatten die DBB-Auswahl den Vorsprung auf acht Punkte angehoben (41:33, 17.). In den Schlussminuten, gelang es Deutschland den Vorsprung noch auf zehn Punkte auszubauen (45:35).

Boxscore

Montenegro holt auf

Das gute Gefühl, mit dem einen das deutsche Team in die Pause geschickt hatte, fand zum Start in Hälfte zwei seine Fortsetzung. Wiegand traf inside und per Dreier und knackte die 50-Punkte-Marke. Montenegro unter Zugzwang und binnen weniger Aktionen wieder zurück im Spiel (50:45). Steinbicker fand nach ihrem dritten Steal und Freiwürfen eine Antwort auf den 8:0-Lauf der Gegners. Kam Deutschland in die Zone, konnte man seine physischen Vorteile gut ausnutzen. Montenegro hielt aber mit seiner weiterhin hochprozentigen Dreierquote dagegen (56:48, 25.). Gierlich dann aber auch von außen erfolgreich und Steinbicker, die den nächsten deutschen Punch setzten (61:50). Die Anspannung aufgrund der Möglichkeit mit einem Sieg den Klassenerhalt in der A-Division zu sichern, merkte man aber allen Akteur:innen merklich an. In der Schlussphase des dritten Viertel häuften sich die Fehler auf beiden Seiten. Montenegro gelang es ncoch auf 62:55 zu verkürzen.

Erfolg gesichert

Deutschland versuchte früh die Pace zu erhöhen. Steinbicker und Askamp kamen so binnen der ersten Minuten direkt zu Punkten. Askamps Dreier wenige Zeit später hatte trotz noch mehr als sieben Minuten Spielzeit befreienden Charakter. 72:57 hieß es nach einem Freiwurftreffer von Laura Knaup, man schien Montenegro endgültg geknackt zu haben. Die klare Reboundüberlegenheit half dabei, den Erfolg und damit den Klassenerhalt zu sichern. Die ein oder andere kleine Unsicherheit leistete man sich noch, aber insgesamt stand am Ende ein weitestgehend ungefährdeter Sieg für die DBB-Auswahl zu Buche.

„Ab und zu etwas chaotisch“

Janet Fowler-Michel: „Sieg, Klassenerhalt, unseren game plan sehr gut ausgeführt! Wir wollten die Topspielerin des Gegners aus dem Spiel nehmen. Das war ab und zu etwas chaotisch, aber es hat funktioniert. Jetzt ist der 9. Platz unser Ziel, wir spielen gegen Schweden oder Slowenien.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Frederike Askamp 16 Eisvögel USC Freiburg
Lara Gierlich 9 Eisvögel USC Freiburg
Emily Haux 0 Falcons Bad Homburg
Diana Ivancic 7 MTV Stuttgart
Laura Knaup 9 Osterather TV
Greta Metz 0 BasCats USC Heidelberg
Noemi Schönauer 5 Post SV Nürnberg
Lilli Schultze 6 ALBA Berlin
Sarah Siebold 4 TuS Lichterfelde
Emma Steinbicker 14 TS Jahn München
Mia Wiegand 9 TG Würzburg
Darina Zraychenko 5 TSV Hagen