Nachdem es für die U18-Jungen im Viertelfinale der FIBA U18 EuroBasket 2026 gegen Frankreich eine Niederlage setzte, wartete heute im ersten Platzierungsspiel (5-8) die Türkei. Nach einem in allen Phasen der Partie ausgeglichenen Spielgeschehen, konnte die Mannschaft von Bundestrainer Alan Ibrahimagic sich in der Schlussphase mit 74:69 (19:18, 12:19, 27:20, 16:12) durchsetzen. Somit sichert man sich das Endspiel um die Qualifikation der U19-WM morgen gegen Griechenland.

Auf und Ab

Mit Lucai Anderson, Fabian Kayser, Fin Borczanowski, Anton Kemmer und Felix Kiehlneker ging es in bekannter Formation ins Spiel. Die Türken hatten zu Beginn etwas mehr vom Spiel. Erste deutsche Akzente lieferten Anderson und Kemmer (8:12). Den Ausgleich besorgten in der Folge Vossenberg und Kemmer. Besonders flüssiges Offensivspiel gab es allerdings auf beiden Seiten nur selten. Viele leere Ballbesitze verhinderten Flow (15:14, 9.). Auch dank einer guten Arbeit am offensiven Brett, konnte das deutsche Team eine knappe Führung mit in die Viertelpause nehmen (19:18).

Türkei antwortet

Deutschland zu Beginn des zweiten Viertels ohne offensive Struktur. Nach mehr als drei punktelosen Minuten, hatte die Türkei den Spielstand gedreht (19:22). Zwei weitere Scores durch Özturk und Karutasu zwangen Bundestrainer Ibrahimagic in die Auszeit. Andersons Treffer von draußen (der erste des Spiels für Deutschland) sorgte für den ersten Schritt, um den türkischen Vorsprung aufzuholen (22:29, 15.). Im weiteren Verlauf kam dieser Auftrag aber zunächst zum Erliegen. Das Spiel konnte sich aus seinem Platzierungsspiel-Charakter nicht befreien. Oft waren es einfache Konzentrationsfehler, die dem deutschen Team das Leben schwer machten (27:33, 18.). Bei der Türkei sah es aber ähnlich aus, wodurch die DBB-Jungen immer in Reichweite blieben. Mit 31:37 ging es in die Kabinen.

Boxscore

Endlich Offensivfluss

Nach dem Seitenwechsel kam die deutsche Mannschaft ins Rollen. Mit zwei erfolgreichen Dreiern von Kayser und Kemmer hatte man die Partie ausgeglichen. Insgesamt startete man mit einem 10:4-Lauf (41:41). Zudem bekam man die Türkei in Foulprobleme und konnte sich nun, in einem weiterhin zähen Spiel, mit einfachen Punkten von der Linie Selbstvertrauen holen (26.). Die Antwort der Türkei folgte jedoch und sorgte für einen weiterhin sehr engen Zwischenstand (47:49, 28.). Für die DBB-Auswahl blieben Anderson und Kröger die beiden Aktivposten. Der eine per Dreier, der andere dank sechs Offensivrebounds. Mit der Sirene zum Viertelende brachte Danziger die deutsche Mannschaft wieder in Führung (58:57).

Spannung pur

Die Anfangsphase des Schlussviertels war dann wieder geprägt von Unsicherheiten. Beide Defensivreihen standen gut. Kemmer und Kayser sorgten trotzdem für das 62:60. Deutschland wirkte nun etwas strukturierter in seinen Aktionen, während die Türkei zumindest von draußen komplett kalt war. Mit einer knappen 3-Punkte-Führung ging es in die entscheidende Phase (66:63). Türkeis Treffer aus der Zone, konterte Anderson per Jumper (68:65, 37.). Karutasus And-One glich kurz darauf aus (68:68). Die Dramatik und Intensität steigerte sich mit jedem Angriff. Kaysers langer Zweier brachte den nächsten Führungswechsel. Im Fastbreak dann Kröger, der seinen achten Offensivrebound per Dunk abschloss (72:69, 00:53). Es folgten mehrere gute Defensivsequenzen des deutschen Teams, die türkische Punkte verhinderten. Mit elf Sekunden und drei Punkten Führung war man im Ballbesitz. Deutschland leistete sich aber einen Turnover, was den Türken neun Sekunden verschaffte. Deutschland foulte, um den Dreier zu verhindern, die Türkei verwarf und Borczanowski setzte den Deckel drauf (74:69).

„Harter Kampf“

Bundestrainer Alan Ibrahimagic: „Es war ein erwartet hartes Stück Arbeit. Über unsere gute Defense, sind wir im Spiel geblieben und haben uns in der Folge festgebissen. Im dritten Viertel kamen wir dann endlich ins Tempo, wie auch im Schlussviertel. Da sind wir dann einfach ruhig geblieben, haben den Kampf angenommen und überragend gereboundet. Jetzt gilt es Kräfte sammeln und morgen alles mobilisieren um den fünften Platz zu holen.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Lars Danziger 2 Porsche BBA Ludwigsburg
Lucai Anderson 18 IMG Academy/USA
Dusan Ilic 0 Telekom Baskets Bonn
Caspar Vossenberg 4 FC Bayern Basketball
Anton Kemmer 14 ALBA Berlin
Marko Petric dnp Würzburg Baskets
Paul Plato 4 Würzburg Baskets
Fin Borczanowski 10 ALBA Berlin
Fabian Kayser 11 Real Madrid
Kenan Youdom dnp Porsche BBA Ludwigsburg
Felix Kiehlneker 0 ratiopharm ulm
Leonard Kröger 12 Paderborn Baskets