Der nächste Schritt ist gemacht: Nach einer erfolgreichen Gruppenphase haben die deutschen U18-Jungen auch das Achtelfinale der U18 EuroBasket 2026 in Trentino/ITA erfolgreich bestritten. Gegen Estland setzte sich das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic mit 85:71 (21:18, 19:15, 27:16, 18:22) durch und steht damit im Viertelfinale. Dort wartet Donnerstag mit Frankreich die nächste Herausforderung.

Offensiver Schlagabtausch

Das erste Viertel begann mit einem offensiven Schlagabtausch beider Teams. Estland eröffnete die Partie mit einem erfolgreichen Dreier, doch Deutschland hatte die passende Antwort parat: Fabian Kayser und Lucai Anderson trafen jeweils von jenseits der Dreierlinie und brachten die DBB-Auswahl früh mit 6:3 in Führung (2.). In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Vier Punkte des eingewechselten Dusan Ilic sorgten zwischenzeitlich für eine 14:10-Führung Deutschlands (5.). Estland blieb jedoch dran und übernahm zweieinhalb Minuten vor Ende des Viertels die Führung. Den Schlusspunkt setzte letztendlich aber Leonard Kroger, der sich einen Offensivrebound sicherte und per Dunk zum 21:18-Viertelstand für Deutschland abschloss.

Auszeit zeigt Wirkung

Kroger eröffnete auch das zweite Viertel mit einem Dunk, ehe Estland mit einem 7:0-Lauf die Führung übernahm (23:25, 14.). Nach einer Auszeit glich Anton Kemmer zum 25:25 aus, doch die deutsche Offensive verlor zwischenzeitlich ihren Rhythmus und Estland konnte sich erneut auf vier Punkte absetzen (25:29, 15.). Doch die nächste deutsche Auszeit zeigte Wirkung: Nach zwei starken Defensivaktionen glich Kroger aus und Caspar Vossenberg brachte Deutschland wieder in Führung (31:29, 17.). In der Schlussphase baute die DBB-Auswahl ihren Vorsprung weiter aus. Kemmer verwandelte ein And-one, bevor Kroger mit seinem achten Punkt den 40:33-Halbzeitstand erzielte.

Boxscore

Deutschland setzt sich weiter ab

Deutschland erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit: Felix Kiehlneker erzielte die ersten vier Punkte des Viertels und baute die Führung weiter aus (44:33, 21.). Die DBB-Auswahl übernahm die Kontrolle. Weitere Treffer von Fin Borczanowski und Kemmer zwangen Estland zur nächsten Auszeit (49:38, 27.). Deutschland ließ sich aber nicht beirren, blieb konzentriert und setzte sich durch Punkte von Kemmer, darunter ein Dreier, weiter ab (54:40, 25.). Ein erfolgreicher Distanzwurf von Paul-Julius Plato sorgte schließlich für den 67:49-Stand nach drei Vierteln.

Next Stop: Viertelfinale

Im Schlussviertel kontrollierte Deutschland die Partie und ließ Estland nicht mehr entscheidend herankommen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase sorgten Ilic und Kayser mit wichtigen Punkten für die weitere Führung (75:53, 35.). Ein später 10:0-Lauf der Esten kommt zu spät. Lucai Anderson setzt mit einem Dreier 30 Sekunden vor Ende den Schlusspunkt und Deutschland gewinnt souverän mit 85:71.

„Hat etwas gehakt, aber wir sind weiter“

Bundestrainer Alan Ibrahimagic: „Nach einem freien Tag war es das erwartete unangenehme Spiel. Estland hatte als Tabellenvierter nichts zu verlieren und konnte daher befreit aufspielen. Auch wenn es nie wirklich knapp war, hat es bei uns teils gehakt. Trotzdem freuen wir uns natürlich auf das morgige Viertelfinale, auch wenn die Verletzung von Marko Petric wehtut.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Lars Danziger 0 Porsche BBA Ludwigsburg
Lucai Anderson 13 IMG Academy/USA
Dusan Ilic 10 Telekom Baskets Bonn
Caspar Vossenberg 8 FC Bayern Basketball
Anton Kemmer 16 ALBA Berlin
Paul Plato 5 Würzburg Baskets
Fin Borczanowski 5 ALBA Berlin
Fabian Kayser 10 Real Madrid
Kenan Youdom 2 Porsche BBA Ludwigsburg
Marko Petric 2 Würzburg Baskets
Felix Kiehlneker 6 ratiopharm ulm
Leonard Kröger 8 Paderborn Baskets