Der achte Spieltag der WNBL läutet gleichzeitig das letzte Saisondrittel ein und das Rennen um die Playoff-Plätze geht in die entscheidende Phase. Im Nordwesten, Süden und Mitte kommt es zu Duellen direkter Tabellennachbarn. Der Zweikampf zwischen ALBA und Wedel um die Tabellenführung im Nordosten geht in die nächste Runde. Zudem müssen die Sorgenkinder der Liga allesamt gegen Spitzenteams ran.

Gruppe Nordwest

Unter der Woche gelang den TG Neuss Junior Tigers (4/3) ein wichtiger Sieg gegen Schlusslicht Osnabrück. Beim 87:61 verletzte sich aber Topscorerin Marija Ilic und wird dem aktuellen Tabellendritten für die Partie gegen Rhein Bascats Düsseldorf (3/4) fehlen. Für die Bascats könnte das nach zuletzt zwei Niederlagen ein gutes Omen sein. Beim Hinspiel Anfang November, gab es gegen ebenfalls Ilic-lose Junior Tigers einen Sieg. Ohne die U16-B-EM-Europameisterin wird noch mehr Verantwortung auf Johanna Huppertz lasten. Wir glauben die Bascats holen vor heimischem Publikum die ersten Punkte in 2024.

Klare Rollenverteilung im Spiel zwischen den Metropolitain Girls Recklinghausen (7/0) und den OSC Junior Panthers (0/6). Auch im neuen Jahr blieben die Osnabrückerinnen von jeglichem Glück verschont und müssen als punkteärmstes Team nun zu den Defensivspezialisten aus Recklinghausen, die weiterhin die wenigsten kassierten Punkte aufweisen. Das Hinspiel ging deutlich an die Metro Girls und irgendwelche Zweifel, dass sich daran im Rückspiel etwas ändern wird haben wird nicht. Heimsieg Metropolitain Girls!

Gruppe Nordost

Nachdem der TuS Lichterfelde (3/4) seinen Abwärtstrend von zwei Niederlagen unter der Woche mit einem knappen Sieg stoppen konnte, erwartet der Tabellenvierte nun ALBA BERLIN (6/1). Beim 60:59 gegen Braunschweig-Wolfenbüttel überragte U-Nationalspielerin Xara Eich mit 23 Punkten (9/18 FG). Gegen ALBA steht der TuSLi nun vor der nächsten großen Aufgabe. Der Tabellenzweite liegt punktgleich mit Wedel im Spitzenfeld und will im Fernduell mit dem SC vorlegen. Mit der besten Korbdifferenz im Gepäck, deutet viel auf den dritten ALBA-Sieg in 2024 hin. Unserem Empfinden gelingt dieser und ALBA stellt auf 7/1.

Mit vier Siegen aus fünf Spielen starteten die Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel (4/3) vielversprechend in die Saison. Zuletzt setzte es aber zwei Niederlagen, wonach man gezwungen war wieder kleinere Brötchen zu backen. Für die Girls Baskets geht es nun zu Hause gegen Kellerkind BASS Berlin (0/7), das in den vergangenen Wochen gegen die Top-Teams ALBA und Wedel chancenlos blieb und weiterhin auf den ersten Saisonsieg wartet. Das erste Aufeinandertreffen ging deutlich an das Team aus Niedersachsen. Auch wenn die Formkurve beider Mannschaften aktuell nach unten zeigt, glauben wir an einen Heimsieg der Girls Baskets.

Die Welle des Erfolgs reitet weiterhin der SC Rist Wedel (6/1). Nachdem ALBA BERLIN am vergangenen Wochenende vorbeiziehen konnte, zeigte sich Wedel unbeeindruckt und verwies die Berlinerinnen mit dem Sieg über die Girls Baskets zurück auf Rang zwei. Entscheidend für den 64:53-Erfolg war das Duo Antonia Laabs und Luise Linke, die zusammen 38 Punkte und 17 Rebounds beisteuerten. Nun geht es für den SC gegen die Mitteldeutsche Basketball Academy (2/5), die ihrerseits ebenfalls auf einen Sieg zurückblicken kann. Das erste Aufeinandertreffen entschied Wedel in einer spektakulären Aufholjagd mit 60:59 für sich. Wedel geht als klarer Favorit in die Partie und wird sich nach unserem Ermessen erneut durchsetzen.

Das RegioTeam Stuttgart in der Saison 2023/2024.

Gruppe Mitte

Für die Südhessen Juniors (4/3) verlief der letzte Spieltag wie gemalt. Nach dem dritten Sieg aus den letzten vier Partien, schob man sich auf den zweiten Platz und könnte diesen mit einem Auswärtserfolg bei den Basket-Girls Rhein-Neckar (2/5) verteidigen. In Heidelberg gab es mit der Niederlage gegen Tabellenschlusslicht Chemnitz zuletzt einen mächtigen Stimmungsdämpfer, nachdem die Playoffs in weite Ferne zu rücken scheinen. Das Hinspiel ging deutlich zu Gunsten der Juniors aus und wir sehen sie aufgrund ihrer aktuellen Form wieder im Vorteil.

Das Duell zwischen dem Post SV Nürnberg (4/3) und den Rhein-Main Baskets (4/3) könnte für beide Teams nicht wichtiger sein. Im Falle eines Sieges der Südhessen Juniors würde der Verlierer der Begegnung mit zwei Siegen Rückstand auf den vierten Platz verwiesen werden. Des Weiteren befinden sich beide Mannschaften aktuell in einer kleinen Schaffenskrise. Bei den Franken gab es aus den letzten vier Partien nur einen Sieg, während der Vorjahreschampion mit zwei Niederlagen ins neue Jahr startete. Für die nötige Relevanz ist also schonmal gesorgt. Entschied der SV die erste Begegnung beider knapp für sich, glauben wir an die Hofheimer Revanche und tippen auf die Baskets.

Am letzten Spieltag belohnten sich die ChemCats Chemnitz (1/6) endlich mit ihrem ersten Saisonsieg und hoffen diesen Schwung mit in die Schlussphase der Saison zu nehmen. Gegen Ligaprimus TG Main Sharks Würzburg (6/1) werden sie diesen auch dringend brauchen. Die Unterfranken bauten ihre Siegesserie auf fünf Spiele aus und gehören zu den drei Teams mit den meisten erzielten Punkten der WNBL. Auch wenn die ChemCats etwas Momentum aufbauen konnten, reicht unsere Fantasie nicht aus um gegen Würzburg zu tippen.

Gruppe Süd

Anschluss halten. So oder so ähnlich lautet die Überschrift der Partie zwischen der BSG Basket Ludwigsburg (3/3) und der TS Jahn München (3/4). Da die Spitzenteams RegioTeam Stuttgart und MTV München drohen sich abzusetzen, täte beiden Teams ein Sieg gut, um in Schlagdistanz zu bleiben. Für die BSG gab es zuletzt eine Niederlage gegen das RegioTeam, während die TS Jahn sogar zweimal leer ausging. Wir erwarten eine umkämpfte und spannende Partie, in der sich die Ludwigsburgerinnen zu Hause durchsetzen.

Das bereits erwähnte RegioTeam (7/0) aus Stuttgart reist zum Auswärtsspiel nach Ulm, wo die BBU ’01 (2/5) zuletzt ihren zweiten Saisonsieg einfahren konnte. Für den Tabellenführer eine vermeintliche Pflichtaufgabe. Im Hinspiel setzte sich das RegioTeam souverän durch und verfügt mit Lisanne Räwer-Tanguep und Paulina Reichenauer über die zwei Spielerinnen, die in der Gruppe „Süd“ die meisten Punkte erzielen konnten. Unserer Ansicht nach bleibt die große Überraschung aus und Stuttgart setzt seine makellose Saison fort.

Eine Überraschung wäre mit Sicherheit auch ein Erfolg der SG Inn-Mangfall Baskets (0/6) über den MTV München (5/2). Die SG sehnt sich weiterhin nach den ersten Saisonpunkten und wird gegen die offensivstarken Münchenerinnen einen perfekten Tag brauchen. Diese starteten mit zwei Siegen ins neue Jahr und wirken trotz des Ausfalles von Helena Englisch mehr als gewappnet, um in den Playoffs wieder nach dem TOP4 zu greifen. Das Hinspiel endete mit einem Kantersieg für den MTV und wir haben kaum Zweifel, dass sich der Tabellenzweite auch beim Wiedersehen durchsetzt.

Spieltermine

Gruppe Nordwest

So., 04. Februar 2024
14.00 Uhr: Rhein Bascats Düsseldorf – TG Neuss Junior Tigers (2-Fach Realschule Osterath, Meerbusch)
14.30 Uhr: Metropolitain Girls Recklinghausen – OSC Junior Panthers (Vestische Arena Alfons Schütt, Recklinghausen)

Gruppe Nordost

So., 04. Februar 2024
10.00 Uhr: TuS Lichterfelde – ALBA BERLIN (Goethe-Oberschule, Berlin)
12.00 Uhr: Girls Baskets Braunschweig-Wolfenbüttel – BASS Berlin (Sporthalle Alte Waage, Braunschweig)
12.30 Uhr: Mitteldeutsche Basketball Academy – SC Rist Wedel (Dreifelderhalle der Sportschulen Halle, Halle/Saale)

Gruppe Mitte

So., 04. Februar 2024
12.00 Uhr: Basket-Girls Rhein-Neckar – Südhessen Juniors (ISSW alt, Heidelberg)
12.30 Uhr: Post SV Nürnberg – Rhein-Main Baskets (Paul-Moor-Schule, Nürnberg)
15.00 Uhr: ChemCats Chemnitz – TG Main Sharks Würzburg (Sporthalle am Schloßteich, Chemnitz)

Gruppe Süd

So., 04. Februar 2024
12.30 Uhr: BSG Basket Ludwigsburg – TS Jahn München (Rundsporthalle, Ludwigsburg)
12.30 Uhr: BBU ’01 – RegioTeam Stuttgart (Main Court, Neu-Ulm)
14.30 Uhr: SG Inn-Mangfall Baskets – MTV München (Sporthalle am Sportpark, Bad Aibling)