Toller Abschluss! Im letzten Spiel des FIBA Women’s Basketball U17 World Cup in Debrecen/HUN trat die deutsche Mannschaft heute im Spiel um Platz sieben an. Gegner Japan wurde mit 59:50 (22:14, 10:11, 14:13, 13:12) besiegt. Die DBB-Auswahl von Head Coach Janet Fowler-Michel kann nun hocherhobenen Hauptes von der WM zurückkehren. Das Team hat das Viertelfinale erreicht, unzählige wichtige Erfahrungen gemacht und zumindest phasenweise einigen der weltbesten Teams Paroli bieten können.

  1. Im ersten Viertel zeigte sich schnell, dass Japan einen völlig anderen Gegner darstellte als zuvor Australien oder Ägypten. Klein, flink und immer gefährlich aus der Distanz. Darauf hatten sich die deutschen Mädchen aber glänzend eingestellt und hatten gute erste Minuten (6:0, 3.). Deutschland versuchte, die körperlichen Vorteile zu nutzen und attackierte den japanischen Korb, wann immer es ging (Mailien Rolf). Als Joanna Scheu „für drei“ traf, hieß es 11:2 (5.), das DBB-Team kontrollierte und dominierte die Partie. Japan konnte ob der etwas nachlassenden deutschen Defense erst nach etwa acht Minuten einige Akzente setzen, die deutschen U17-Mädchen führten nach dem ersten Viertel mit 22:14.

Alle Spielerinnen eingesetzt

Nach zehn Minuten hatte Fowler-Michel bereits alle zwölf Akteurinnen eingesetzt. Japan kam jetzt zu oft zu freien Würfen, während es auch offensiv bei den Deutschen etwas stockte. Diese Mini-Schwächephase schien aber schnell beendet, als sich Naima Fox zweimal schön durchsetzen konnte (28:16, 14.). Japan machte mit ständigem Doppeln viel Druck und hielt das Tempo sehr hoch. Auf beiden Seiten häuften sich in diesen Minuten die Fehler und Fehlwürfe. Japan kam heran (30:23, 17.), weil Deutschland es zuließ. Das Spiel war jetzt zerfahren. Japan konnte die zahlreichen Ballgewinne gegen die verunsicherten DBB-Korbjägerinnen bis zur Pause allerdings nur selten nutzen (32:25).

Japan bis auf drei Punkte heran

„Gefühlt“ musste Deutschland höher führen (Rebounds 30:15), aber 15 Ballverluste vor dem Seitenwechsel waren zu viel. Die deutsche Mannschaft versuchte Annika Soltau besser ins Spiel zu bringen und nah am Korb anzuspielen. Das gelang aber nur bedingt und Japan holte auf (36:32, 24.). Fowler-Michel wechselte mit hoher Frequenz, um auf dem Feld immer „frisch“ zu bleiben. Deutschland stemmte sich gegen die immer stärker werdenden Japanerinnen, es wurde richtig eng (40:37, 26.). Scheu hatte mit sechs unbeantworteten Punktenaber allerdings etwas gegen einen Führungswechsel (46:37, 28.). Nach 30 Minuten hieß es 46:38.

Zehn Minuten galt es noch durchzuhalten. Mit den letzten Kräften wehrte sich die DBB-Auswahl gegen ein Comeback der Asiatinnen. Rolf traf zum 48:40 (32.), aber Japan ließ einen Dreier folgen. Die Punkte von Naima Fox zum 51:43 taten richtig gut (34.), doch wieder antwortete Japan aus der Ferndistanz und an der Freiwurflinie (51:48, 36.). Mehrere gute Chancen wurden offensiv vergeben, bis Soltau das 53:48 besorgte (37.). Die anschließende Auszeit von Japan konnte auch die deutsche Mannschaft gut gebrauchen. Japan verpasste mehrere Dreierversuche, dann traf Rolf zum vorentscheidenden 55:48 (’33). Zwei Freiwurftreffer von Soltau machten endgültig „den Deckel drauf“. Nach der Schlusssirene kannte der Jubel keine Grenzen.

„Harter Kampf“

Head Coach Janet Fowler-Michel: „Das war ein harter Kampf heute. Wir hätten eigentlich mehr dominieren müssen. In der Halbzeit bin ich für meine Verhältnisse mal richtig laut geworden, wollte meine Mädchen wach machen. Das war ein ganz anderes Spiel für sie mit den wuseligen und aggressiven Gegnerinnen. Ich bin jetzt super stolz auf mein Team, habe heute noch einmal alle Spielerinnen aufs Feld geschickt und hoffe, dass alle zufrieden nach Hause fahren.“

Für Deutschland spielten

Melina Aigner (TS Jahn München), Marianna Byvatov (SC Rist Wedel, 2), Miriam Diala (Basket-Girls Rhein-Neckar/Basket Ladies Kurpfalz, 4), Helena Englisch (MTV München, 2), Naima Fox (TuS Lichterfelde, 6), Nafi Harz (TuS Lichterfelde, 3), Emmanuelle Kenfac Djuela (TuS Lichterfelde), Maria Perner (TuS Bad Aibling/TSV 1880 Wasserburg, 2), Mailien Rolf (TV Hofheim/SV Rhein-Main Baskets Langen, 13), Joanna Scheu (BSG Basket Ludwigsburg, 9), Annika Soltau (TG Sandhausen/TSV TOWERS Speyer-Schifferstadt/Flying Towers, 18), Magdalena Winter (TuS Lichterfelde).

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