Die deutschen U17-Mädchen spielen beim FIBA U17 Women’s World 2026 in Brünn/CZE um die Plätze 9-16. Im heutigen Achtelfinale gegen die starken Australierinnen unterlag die DBB-Auswahl von Bundestrainer Heiko Czach mit 45:71 (3:27, 11:14, 7:22, 24:8). Im ersten Platzierungsspiel am kommenden Freitag trifft Deutschland dann auf den Verlierer des Achtelfinales zwischen Japan und Ägypten (Uhrzeit steht noch nicht fest, live und kostenlos auf dem YouTube-Kanal der FIBA).

Klar zurück

Angesichts der Resultate in der Gruppenphase ging Australien als klarer Favorit in die Partie. Sie hatten sogar die USA am Rande einer Niederlage gehabt und nur mit 72:74 verloren. Aber gerade in diesen Achtelfinallspielen gibt es bei Welt- und Europameisterschaften immer wieder große Überraschungen, das hatten natürlich auch die deutschen Mädchen im Kopf. Und das DBB-Team begann selbstbewusst und traute sich etwas zu. Nach dem Dreier von Mia Wiegand versuchte es Deutschland weiter aus der Distanz, hatte aber Pech bei zwei ganz knapp verpassten Versuchen (3:5, 3.). Deutschland bemühte sich den Ball zu schützen und bot dem Gegner Paroli. Doch der zeigte schnell seine große individuelle Qualität und ging begünstigt durch deutsche Ballverluste deutlicher in Front (3:12, 6.), Auszeit Deutschland. Die deutschen Dreier wollten nicht fallen, Australien hatte jetzt leichtes  Spiel (3:19, 7.). Die Dominanz des Medaillenkandidaten wurde bis zum Viertelende noch größer, Deutschland war neun Minuten lang ohne Punkt geblieben (3:27).

Kleine Erfolge

Nach einem 0:24-Lauf war es Nele Prowaznik, die Deutschland nach elf Minuten wieder auf das Scoreboard brachte. Man hielt Australen zudem mehr als zwei Minuten lang ohne Punkt. Es ging für die deutschen Mädchen bei diesem Spiel eher um die kleinen Erfolge als um das Gesamtergebnis. Es blieb ein einseitiges Spiel, allerdings konnte man die Spielerinnen von „down under“ jetzt das ein oder andere Mal stoppen (8:33, 16.). Das Ergebnis des zweiten Viertels sah schon freundlicher aus (11:14).

Boxscore

Tolles Schlussviertel

„Weiter so wie im zweiten Viertel!“ Das hatten sich die deutschen Mädchen für den weiteren Verlauf der Partie vorgenommen. Und Deutschland wehrte sich und hätte das Ergebnis verbessern können, wenn nicht ein paar „einfache“ Korbleger ihr Ziel verfehlt hätten (18:47, 24.). Am Ausgang der Partie gab es keinen Zweifel, aber die DBB-Mädchen ergaben sich nicht einfach ihrem Schcksal. Sondern versuchten alles, um es dem Favoriten so schwer wie möglich zu machen. Das gelang im weiteren Verlauf des Spiels besonders im Schlussviertel, das ganz klar gewomnnen wurde, immer wieder richtig gut. Am Ende musste man zwar die deutliche Niederlage akzeptieren, konnte die Halle aber erhobenen Hauptes verlassen und den Blick auf die kommenden Aufgaben richten.

„Jetzt wollen wir Neunter werden“

Bundestrainer Heiko Czach: „So ist die Realität, Australien ist besser als wir. Die haben ein gutes Team, das uns viel weggenommen hat. Wir haben uns einige freie Dinger erspielt, aber brauchen dann einfach eine bessere Quote. Wir haben nie aufgehört, wir wollen uns hier verbessern, individuell und als Mannschaft. Es ist sehr wertvoll für uns, was wir hier für verschiedene Nationen spielen können. Das ist eine super wichtige Erfahrung für die Mädchen. Da machen wir jetzt weiter. Gegen Japan oder Ägypten geht es wieder gegen ein nichteuropäisches Land. Jetzt wollen wir Neunter werden, das ist unser Plan. Es ist physischer als bei einer Europameisterschaft, da müssen wir einfach mitmachen. Wir lassen uns nicht unterkriegen und schauen mal, was am Ende dabei herauskommt.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Amelie Mbah 0 USC Eisvögel Freiburg
Leonie Pfanzelt 8 USC Heidelberg
Linda Thimm 2 Dragons Rhöndorf
Moescha Bakam 1 TG Würzburg
Darina Zraychenko 11 TSV Hagen
Leni Schramm-Bünning 3 USC Heidelberg
Lara Gierlich 4 USC Eisvögel Freiburg
Mia Wiegand 9 ALBA Berlin
Frederike Askamp 0 USC Eisvögel Freiburg
Mathilda Haensch 2 ALBA Berlin
Nele Prowaznik 2 TK Hannover
Silvia Heide 3 TS Jahn München