Auch im fünften Saisonspiel müssen sich die Metropolitain Girls mit 53:69 geschlagen geben und finden sich zum Abschluss der Hinrunde ohne Punkte auf dem letzten Platz der Gruppe Nordwest wieder. Gegen die Düsseldorf Bascats nimmt sich das Heimteam mit einer völlig misslungenen ersten Halbzeit jede Chance auf den Sieg (14:22, 11:25, 14:12, 14:10).

Die Metropolitain Girls hatten sich vor dem letzten Heimspiel der Hinrunde viel vorgenommen. Gegen Düsseldorf sollte endlich der lang ersehnte erste Saisonsieg gelingen. Doch bereits nach sechs Minuten sahen sich die Recklinghäuserinnen einem 2:18 -Rückstand gegenüber. Zu schläfrig in der Defense und zu fehlerhaft in der Offense, war gegen die hellwachen Düsseldorferinnen nicht viel auszurichten. Lediglich Stella Reinike, die alle 14 Punkte der Girls in den ersten zehn Minuten erzielte, sorgte dafür, dass ihr Team „nur“ mit 14:22 Rückstand in die erste Viertelpause ging.

Doch wer aus Sicht der Heimmannschaft auf eine Trendwende hoffte, wurde vom Beginn des zweiten Viertels enttäuscht. Wieder brauchten die Gastgeberinnen ganze fünf Minuten, um den ersten Korb aus dem Feld zu erzielen. Da auf der Gegenseite Laura Knaup weiter nach Belieben punktete, war beim Stand von 15:35 bereits eine erste Vorentscheidung gefallen. „Die Düsseldorferinnen hatten in der ersten Hälfte, resultierend aus unserem schwachen Reboundverhalten und unseren Ballverlusten, 14 Abschlüsse mehr. Wollen wir zeitnah Spiele gewinnen, müssen wir diese Probleme schnellstmöglich abstellen“, analysiert Coach Björn Grönheit die ersten 20. Minuten.

Alles auf Reset, das war die Devise der Girls in der Halbzeitpause. Ungeachtet des hohen Rückstands sollten die Fehler der ersten Halbzeit abgestellt werden. Das Team wollte zeigen, dass es sich in den letzten Wochen deutlich weiterentwickelt hatte. Zwar waren auch die ersten Minuten des dritten Viertels etwas zäh, doch man merkte deutlicher den Willen, dem Team endlich Paroli zu bieten. Mehr Konsequenz im Rebound und eine sicherere Offense führten dazu, dass die Metropolitain Girls beide Viertel und damit die zweite Halbzeit für sich entscheiden konnten. „Wir haben Charakter gezeigt und uns nicht aufgegeben. Wenn wir konzentriert in unseren geplanten Abläufen arbeiten, sind wir in der Lage mitzuhalten. Der Arbeitsauftrag ist klar und wir werden im Training hart an unseren Problemen arbeiten“, zieht Grönheit das Fazit.

Unter dem Strich bleibt der letzte Tabellenplatz nach der Hinrunde und die bittere Erkenntnis, sehr sicher bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen. Weiter geht es für die Girls am kommenden Sonntag mit der schwierigen Aufgabe beim Klassenprimus aus Hagen.

(Bericht Metropolitain Girls, Inga Bielefeld)