Nach dem nur knappen Hinspielsieg hatten sich die Young BSG Basket Ladies einiges vorgenommen für das Rückspiel gegen das RegioTeam Stuttgart Basketball Aid7. Das wurde vom Sprungball an sichtbar und obwohl sie auf die beiden Leistungsträgerinnen Chloié Emanga Noupoué (verletzt) und Lola Stamenkovic (krank) verzichten mussten, zeigten sie sich in der ersten Spielhälfte des letzten Hauptrundenspiels präsent, schnell, technisch besser und intensiver. Die 17-Punkte-Führung zur Halbzeit (44:27) war konsequent herausgespielt, Stuttgart konnte nicht mitgehen. Sophia Krull war zu Beginn mit acht Punkten am Stück davongestürmt, Lilith Maitra und Nikolina Antic legten nach. Immer wieder gelang das rasche Umschaltspiel aus stabiler Abwehr heraus. Bis zur Halbzeit hatten Sophia Krull, Sophie Schuster und Rumeysa Karakas viermal aus der Distanz getroffen. Auch Janne Hilgenfeld war nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf dem Feld und erfolgreich, ebenso wie Paula Armbrust, die sich per Block, Korb und Rebounds einloggte.

Dann brach das dritte Viertel an und die Teams schienen die Rollen getauscht zu haben. Während der Ludwigsburger Motor heftig ins Stottern kam, sich zunehmend Verunsicherung breit machte und man mit großer Mühe gerade noch sechs Punkte herausschnitzen konnte, warf Stuttgart alles ins Spiel. Lisanne Räwer-Tanguep erzwang Korb um Korb, blockte, wer auch immer einen Ludwigsburger Korb erzielen wollte, reboundete und riss mit ihrer Energie das ganze Team mit. Man schnürte den Ludwigsburger Angriffsversuchen die Luft ab und rückte den Young Ladies unaufhaltsam näher (50:46).

Zur großen Erleichterung des Ludwigsburger Lagers fanden Joanna Scheu und Co mit Beginn des Schlussviertels zurück in die Spur. Zwar mühsam, denn nach wie vor fand der Ludwigsburger Ball zu viele Wege, nicht in den Korb zu fallen, aber hartnäckig behielten die Young Ladies den Kopf über Wasser. Wichtig war vor allem auch der Kampf um Rebounds wie von Sedra Mamo, die insgesamt acht Rebounds holte, darunter vier am offensiven Brett. Zusammen mit Paula Armbrust (8), Lilith Maitra und Rumeysa Karakas (je 7) und dem ebenfalls beherzten Zugreifen der Guards konnten die Ladies das Rebound-Duell insgesamt klar für sich entscheiden. Auch bei den Assists lagen die Young Ladies klar vorne (16:8), Joanna Scheu gab ihren Kolleginnen alleine sechs Vorlagen. Sie war es auch, die mit zunehmender Spieldauer verstärkt Verantwortung übernahm. Sie schaltete zusammen mit der durchweg stark und kämpferisch agierenden Nikolina Antic in den Attackier-Modus. Beide sorgten für den Großteil der Punkte im letzten Abschnitt. Lilith Maitra ließ sich auch von der mageren Trefferquote nicht stoppen und avancierte zur Topscorerin. Rumeysa Karakas, die immer wieder wichtige Akzente gesetzt hatte, konnte ebenfalls nochmal erfolgreich abschließen. Unter dem Strich konnten sich die Young Ladies im Schlussviertel wieder behaupten (17:16) und brachten den 67:61 Sieg über die Ziellinie.

“Ich bin sehr froh, dass wir die Kurve wieder bekommen haben und auch das letzte Spiel der Vorrunde gewinnen konnten”, ist Coach Kiersz erleichtert. “Es war sehr wichtig, dass sich das Team in entscheidenden Phasen wieder gefunden, gute Entscheidungen getroffen und viel Charakter gezeigt hat. Wir müssen aber im Spiel 40 Minuten konstant bleiben, wenn wir  in Playoffs weiter kommen wollen.” Es steht also einiges auf dem Programm, bis die Playoffs am 5. März starten. Als Gruppenerster haben die Young Ladies für das Rückspiel Heimrecht, sind also zunächst “on the road”. Dabei geht es nach Chemnitz oder Nürnberg, beide Teams sind aktuell punktgleich, haben aber noch zwei Spiele vor sich.

(Bericht BSG Basket Ludwigsburg, Petra Kutzschmnar, Foto H. Kutzschmar, Team WNBL)
Bilder vom Spiel unter https://flic.kr/s/aHBqjAsDyU