Die deutsche U20-Nationalmannschaft hat die FIBA U20 Women´s EuroBasket auf dem zehnten Platz abgeschlossen. Im Spiel um Rang neun musste sich das Team von Bundestrainerin Constanze Wegner Ungarn mit 57:60 geschlagen geben (17:13, 8:18, 16:10, 16:19). Damit konnten sie sich für ihre gute Leistung in den letzten Turnierspielen leider nicht belohnen.

Deutschland findet ins Spiel

Ungarn erwischte den besseren Start und ging schnell in Führung (2:8, 2.). Nach der deutschen Auszeit fand die DBB-Auswahl besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand Punkt für Punkt. Chanel Ndi setzte dabei offensiv wichtige Akzente. Deutschland stabilisierte sich und kämpfte sich durch Punkte von Paula Paradzik und Lilli Schultze zurück, die erstmals die Führung brachte (12:11, 6.). Mit verbesserter Verteidigung und einem Buzzer-Beater-Dreier von Nafi Harz ging Deutschland mit 17:13 in die erste Viertelpause.

Umkämpfte erste Hälfte

Im zweiten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Deutschland fand über Clara Bielefeld und Chanel Ndi immer wieder gute Lösungen in der Offensive, Ndi stand nach 13 Minuten bereits bei zehn Punkten (13.). Ungarn blieb jedoch dran und stellte wenig später den Ausgleich her. In einer umkämpften Phase vor der Halbzeit nutzten die Ungarinnen einige deutsche Fehler und setzten sich zeitweise mit +8 ab. Punkte von Paula Paradzik und Helena Englisch hielten Deutschland im Spiel, zur Pause stand es 25:31.

Boxscore

Deutschland kämpft sich zurück

Deutschland kam gut aus der Halbzeitpause und verkürzte den Rückstand. Paula Paradzik brachte die DBB-Auswahl mit wichtigen Punkten heran (31:33, 23.). Mit verbessertem Pressing und mehr Druck in der Defensive erarbeitete sich Deutschland Ballgewinne und fand auch über Offensivrebounds zurück ins Spiel. Paradzik und Chanel Ndi sorgten für den Ausgleich, Greta Scholle brachte Deutschland nach einem Ballgewinn von Anna-Lisa Wuckel sogar in Führung (40:38, 29.). Nach einem ungarischen Dreier stellte Paradzik per Freiwurf den 41:41-Ausgleich vor dem Schlussviertel her.

Bitteres Ende

Beide Teams starteten zunächst ohne Punkte in den Schlussabschnitt, ehe Ungarn an der Freiwurflinie wieder die Führung übernahm (41:43, 32.). Deutschland kämpfte sich durch Karla Busch und Clara Bielefeld zurück, die mit einem And-One verkürzte. In der Schlussphase entwickelte sich ein enges Spiel: Nafi Harz brachte Deutschland per Dreier zunächst wieder heran und glich kurz vor Ende erneut aus (52:52). Ungarn antwortete jedoch mit zwei späten Dreiern und entschied die Partie in den letzten Sekunden. Clara Bielefeld verkürzte noch einmal mit einem weiteren Dreier, am Ende unterlag Deutschland knapp mit 57:60.

„Die Mädels waren super“

Constanze Wegner ordnet das Spiel und das Turnier ein: „Das Spiel war schwierig und anstrengend. Wir sind trotzdem gut ins Spiel gestartet, sind dann aber im zweiten Viertel vom Gas gegangen und Ungarn hat das ganz gut genutzt. Im dritten Viertel haben wir das Ruder nochmal rumreißen können. Über die Dauer konnten wir das dann aber nicht aufrecht halten. Alles in allem ist es sehr gut, dass wir die Klasse halten konnten. Natürlich gibt es einen Bitteren Beigeschmack, dass da eventuell mehr drin gewesen wäre. Was möglich gewesen wäre bleibt jetzt ein Fragezeichen. Aber wie gesagt, die Mädels haben sich in diesem Sommer einen abgeackert und waren super.“

Für Deutschland spielten
Spielerin Punkte Verein
Nafi Harz 14 BC Marburg
Paulina Reichenauer 0 Queens University of Charlotte/USA
Marie Perner 0 DJK Rosenheim
Helena Englisch 4 Eisvögel USC Freiburg
Jana Koch 0 EIGNER Angels Nördlingen
Karla Busch 2 Eisvögel USC Freiburg
Clara Bielefeld 7 Texas Christian University/USA
Anna-Lisa Wuckel 0 BasCats Heidelberg
Greta Scholle 2 TuS Lichterfelde
Chanel Ndi 14 College of Charleston/USA
Lilli Schultze 2 ALBA BERLIN
Paula Paradzik 12 Eisvögel USC Freiburg